Franziskus: Es gibt keine unverzeihliche Sünde

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Papst Franziskus segnet die Gläubigen beim Angelus

Es gibt keine unverzeihliche Sünde und keinen auf immer verlorenen Menschen: Gott verzeiht alles und jedem. Daran hat Papst Franziskus an diesem Sonntag beim Angelus erinnert. Er bezog sich auf das lange Sonntagsevangelium nach Lukas (Lk 15,1-32) mit seinen drei Parabeln, jene vom guten Hirten, der 99 Schafe zurücklässt, um das eine verlorene zu retten, jene von der Frau mit der wiedergefundenen Münze, und das dritte vom verlorenen Sohn und dem barmherzigen Vater. Ein verbindendes Element der drei Erzählungen ist die gemeinsame Freude am Ende, das Veranstalten eines Festes, hob Franziskus hervor: „Es geht nicht um Trauer, im Gegenteil, man macht ein Fest … und dieses Fest Gottes für jene, die mit Reue zu ihm zurückkehren,  passt sehr gut zum Jubiläumsjahr, das wir gerade begehen“, sagte der Papst vor Tausenden Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz. Gott trete uns aus diesen drei Gleichnissen als „Gott mit offenen Armen“ entgegen, „der die Sünder mit Zärtlichkeit und Mitleid anschaut“.

Als zentrale Stelle der Erzählung vom barmherzigen Vater machte der Papst den Satz des Sohnes aus: „Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen.“ Gott warte immer darauf, „dass wir uns neu auf die Reise machen“, erklärte Franziskus: „Er erwartet uns mit Geduld, er sieht uns von fern, er läuft uns entgegen, umarmt uns, küsst uns. So ist unser Vater!“ Und dann vergesse der Vater die ganze Geschichte, „er denkt nicht mehr daran, er macht uns keine Vorwürfe“. Der Festcharakter der Versöhnung sei letztlich auch im Beichtstuhl zu spüren, fuhr der Papst fort: „Habt ihr schon mal dran gedacht, dass jedesmal, wenn ihr beichtet, Freude im Himmel ist? Das ist schön!“

Gebet für Gabun

Nach dem Angelus richtete Franziskus einen Blick auf das afrikanische Land Gabun, „das eine schwere politische Krise erlebt“. Im Anschluss an die Wahl am 27. August kam es in Gabun zu Ausschreitungen, unter anderem wurde das Parlamentsgebäude in Brand gesetzt, mehrere Menschen starben. Franziskus vertraute die Opfer der Auseinandersetzung und ihre Angehörigen dem Herrn an und rief „besonders die Katholiken“ dazu auf, für den Frieden zu arbeiten und das Recht zu respektieren.

Zudem würdigte Papst Franziskus den ukrainischen Priester Ladislaw Bukowinski (1904-1974) am Tag seiner Seligsprechung. Der Geistliche, der aufgrund seines Glaubens verfolgt wurde, habe in seinem Leben „eine große Liebe gegenüber den Schwächsten und Bedürftigen gezeigt“, sagte Franziskus. Bukowinskis Heiligsprechung fand am Sonntag im kasachischen Bistum Karaganda statt.

(rv 11.09.2016 gs)


WICHTIGE ANMERKUNG VON MIR (POS):

Anhand eines Vergleiches der obigen ins Deutsche übersetzten mit der nachstehenden italienischen ursprünglichen Version dieser päpstlichen Ansprache, wird klar, dass der/die Übersetzer/in SEHR WICHTIGES falsch übersetzt hat. Schon der Titel: „Es gibt keine unverzeihliche Sünde“ wiedergibt absolut nicht, was die italienische Überschrift aussagt, die richtig übersetzt zu deutsch lautet: „Gott erwartet uns immer und vergibt uns.”

Und gleich der erste Satz („Es gibt keine unverzeihliche Sünde und keinen auf immer verlorenen Menschen: Gott verzeiht alles und jedem.“) müsste wie folgt übersetzt sein: “Es gibt keine Sünde, in die wir gefallen sind, aus der wir, mit der Gnade Gottes, nicht wieder aufstehen können; es gibt keine unbekehrbare Person.” (“Non c’è peccato in cui siamo caduti da cui, con la grazia di Dio, non possiamo risorgere; non c’è una persona irrecuperabile”.)

LEHRE DARAUS: Auf Übersetzungen – auch aus dem Vatikan – ist kein (theologischer) Verlass! Deshalb gilt: Wer den Papst kritisieren will, muss sich stets auf seine in Italienisch oder Spanisch wiedergegebenen Original-Aussagen abstützen!


Il Papa all’Angelus: Dio ci aspetta sempre e ci perdona

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Papa Francesco all’Angelus

“Non c’è peccato in cui siamo caduti da cui, con la grazia di Dio, non possiamo risorgere; non c’è una persona irrecuperabile”. E’ quanto ha affermato Papa Francesco riferendosi al Vangelo odierno e aggiungendo che “Dio non smette mai di volere il nostro bene, anche quando pecchiamo”. Il servizio di Amedeo Lomonaco:

Il capitolo 15 del Vangelo di Luca, considerato – ha detto il Papa – “il capitolo della misericordia”, raccoglie tre parabole con cui Gesù risponde alle mormorazioni di scribi e farisei. Nella prima parabola Dio è presentato come un pastore che lascia 99 pecore “per andare in cerca di quella perduta”. Nella seconda è paragonato ad “una donna che ha perso una moneta e la cerca fin quando non la trova”. Nella terza parabola Dio è immaginato come “un padre che accoglie il figlio che si era allontanato”. La festa di Dio per coloro che ritornano a Lui pentiti – ha detto il Papa – è quanto mai intonata all’Anno giubilare:

“Con queste tre parabole, Gesù ci presenta il volto vero di un Dio: un Padre dalle braccia aperte, che tratta i peccatori con tenerezza e compassione. La parabola che più commuove – commuove tutti –, perché manifesta l’infinito amore di Dio, è quella del padre che stringe a sé, e abbraccia il figlio ritrovato. ”.

Dio ci attende con pazienza
A colpire – ha affermato il Pontefice – non è tanto “la triste storia di un giovane che precipita nel degrado, ma le sue parole decisive:

“«Mi alzerò, andrò da mio padre» (v. 18). La via del ritorno verso casa è la via della speranza e della vita nuova. Dio aspetta sempre il nostro rimetterci in viaggio, ci attende con pazienza, ci vede quando ancora siamo lontani, ci corre incontro, ci abbraccia, ci bacia, ci perdona. Così è Dio! Così è il nostro Padre! E il suo perdono cancella il passato e ci rigenera nell’amore. Dimentica il passato: questa è la debolezza di Dio. Quando ci abbraccia e ci perdona, perde la memoria, non ha memoria! Dimentica il passato. Quando noi peccatori ci convertiamo il peccatore si converte e ci facciamo si fa ritrovare da Dio non lo ci attendono rimproveri e durezze, perché Dio salva, riaccoglie a casa con gioia e fa festa”.

Poi il Papa ha rivolto a tutti una domanda:

“Avete mai pensato che ogni volta che ci accostiamo al confessionale, c’è gioia e festa nel cielo? Avete pensato a questo? E’ bello!“.

La testimonianza del beato Bukowinski
Dopo l’Angelus, il Santo Padre ha ricordato che oggi a Karakanda, in Kazakhstan, viene proclamato beato Ladislao Bukowinski, sacerdote e parroco, perseguitato per la sua fede. “Nella sua vita – ha detto il Pontefice – ha dimostrato sempre grande amore ai più deboli e bisognosi e la sua testimonianza appare come un condensato delle opere di misericordia spirituali e corporali”.

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Quelle

 

3 Kommentare zu “Franziskus: Es gibt keine unverzeihliche Sünde

  1. Danke, Herr Schenker, für Ihre Mühe und genau Analyse des italienischen Textes. In der Tat sind die von Ihnen monierten Texte von grosser Bedeutung.

    Besonders betont werden sollen die eindrucksvollen und einladenden Hinweise des Papstes zur persönlichen Beichte. Er macht das mit seiner ihm eigenen schönen Bildsprache, die nicht an Deutlichkeit einbüsst.

    Wenn Sedisvakantisten und andere wieder mal behaupten, dass Papst Franziskus das Sakrament der Beichte angeblich vernachlässigt, dann ist hiermit der Gegenbeweis deutlich erbracht. Diesen Beitrag muss ich mir dafür wohl gut merken. Vielleicht können Sie, Herr Schenker, diesen auch unter dem Lesezeichen „Beichte – Beichtsakrament“ hinterlegen, weil es damit leichter fällt, diesen bei Gelegenheit wieder zu finden. Vielen Dank.

  2. Pingback: Es gibt keinen verlorenen Menschen | POSchenker

  3. “ Franziskus: Es gibt keine unverzeihliche Sünde “

    Trotz allem: Diese Überschrift ist irreführend und missverständlich!!!!
    Damit ist nicht zu spielen! Auch hier wieder: Die Ernsthaftigkeit und Seriosität muss auch im rechten Sprachgebrauch ihren Widerhall finden!!!!!

    Katholisch ist: Sehr wohl gibt es eine Sünde die NICHT verzeihlich ist und das ist die Sünde wider dem Hl.Geist.

    http://www.kathpedia.com/index.php?title=S%C3%BCnde_gegen_den_Heiligen_Geist

    http://kath-zdw.ch/maria/hl.geist.suenden.wider.html

    http://www.predigtdienst.net/b12_jahreskreis10.shtml

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