Nach dem Völkermord: Wie geht es weiter mit den Christen im Irak?

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Eine Frau in einem Flüchtlingslager in Duhok, Irak am 29. März 2015. Foto: CNA/Daniel Ibanez

Von Matt Hadro

Nachdem die USA den Völkermord an den Christen und anderen religiösen Minderheiten im Irak offiziell anerkannt hat stellt sich die Frage, was als nächster Schritt geschehen sollte für Opfer des Genozids, die vertrieben worden sind.

„Gemeinsam werden wir uns dafür einsetzen, dass Koalitionskräfte und internationale Truppen sicherstellen, dass die Christen, Jesiden und anderen Gemeinschaften im Norden Iraks heimkehren können in ihre Häuser auf der Ninive-Ebene“, sagte Andrew Doran von der Gruppe „In Defense of Christians“ in einer Pressekonferenz am 7. September in Washington.

Die Ninive-Ebene ist eine über 4.000 Quadratkilometer große Region im Norden des Irak in der mehrheitlich syrische Christen, aber auch andere Minderheiten beheimatet sind. Die Christen dort zählen zu den historisch ersten christlichen Gemeinschaften.

Als die Kämpfer des Islamischen Staates (IS) im Jahr 2014 den Norden des Iraks eroberten, vertrieben die radikalen Muslime hunderttausende Menschen. Sie töteten Unschuldige, vergewaltigten und versklavten Frauen und junge Mädchen, zerstörten Kirchen und Heiligtümer.

Im März 2016 erklärte das US-Außenministerium, dass der IS einen Völkermord an Christen, Jesiden, Schiiten verübt habe, und „Verbrechen gegen die Menschheit sowie ethnische Säuberungen“ gegen einige „Sunniten, Kurden und andere Minderheiten“.

Diese Anerkennung des Völkermords sei jedoch nur der erste Schritt, betonen seit her alle, die sich für einen Wiederaufbau der zerstörten Gesellschaft einsetzen.

„Viel zu oft hat es das gegeben, dass eine Erklärung abgegeben wurde und  dann wurden die Zelte abgebrochen und alle gingen heim“, mahnte Katrina Lantos Swett, ehemalige Vorsitzende der US-Kommission für internationale Religionsfreiheit, bei der Pressekonferenz.

Einer der nächsten Schritte, welche die USA unternehmen könnten, wäre, Opfern des Völkermords zu ermöglichen, wieder in ihre Häuser zurückzukehren, wenn sie dies wollen. Wie aber soll dies bewerkstelligt werden und wie schnell soll es erledigt sein?

Der erste Schritt wäre, Opfern überhaupt zu ermöglichen, heimzukehren. „Die Christen in ihre Häuser zurück können, sobald die Region sicher ist“, sagte Doran gegenüber CNA.

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Quelle

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