„Ich verdanke Mutter Teresa alles“

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Heiligsprechung Mutter Teresa, 4. September 2016 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

Die unglaubliche Geschichte von Emmanuel Leclercq,
Autor mehrerer Bücher, darunter „Meditieren mit Mutter Teresa“

Mutter Teresa rettete ihm einst das Leben: Wenige Tage nach seiner Geburt am 9. September 1982 im Slum von Amravaki in Mumbai (damals Bombay) deponierte Emmanuel Leclercqs Mutter ihn in einem Mülleimer vor einem Waisenhaus der Kongregation der Missionare der Nächstenliebe. Nun hat er in Moralphilosophie promoviert und ist Autor mehrerer Bücher, darunter „Meditieren mit Mutter Teresa“ („Méditer avec Mère Teresa“). An der Heiligsprechung am Sonntag in Rom nahm er teil. Gegenüber einem französischen Radiosender berichtete er: An dem Tag, an der sie ihn von seiner Mutter aufgegeben in der Tonne fand, war sie gerade zu Besuch in dieser Einrichtung ihres Ordens. „Ich verdanke Mutter Teresa alles“, betonte er. Ohne sie würde er nicht auf dem Petersplatz stehen und dem Herrn danken.

Nachdem er einige Zeit mit Schwestern von Mutter Teresa gelebt hatte, adoptierte ihn eine französische Familie, wo er vier Geschwister gefunden: einen Inder, einen Haitianer und zwei Franzosen. „Eine Gemeinschaft der Liebe“, beschrieb er sie. Vor einiger Zeit arbeitete er auch mit den Missionarinnen der Nächstenliebe und besuchte das Haus, in dem er aufgenommen worden war. Dabei traf er eine ältere Ordensfrau, die Zeugin seiner Aufnahme im Haus gewesen war. Es ist ihr zu verdanken, dass Emmanuel Näheres über seine Geschichte und die Geste der Liebe Mutter Teresas erfuhr.

Emmanuel Leclercq ist nun ein Seminarist der Diözese Avignon und hat den Glauben zum zentralen Motiv seines Lebens gemacht. Mit dem Wort Aufgeben sei das Wort Gabe verwandt und auf außergewöhnliche Weise sei er Mutter Teresa gegeben worden, die ihn des Lebens für würdig erachtete. (mk)

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