Dankmesse für Mutter Teresa: „Sie war innerlich frei“

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Mutter Teresas Mitschwestern in Rom

Dank für die Heiligsprechung und Würdigung an ihrem 19. Todestag: An diesem Montag feierte der Vatikan noch einmal Mutter Teresa von Kalkutta, auf dem Petersplatz stand Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin einer Dankmesse vor, noch einmal waren zehntausende gekommen, um die große Heilige zu würdigen.

„Sie hat sehr deutlich von ihrer „Berufung innerhalb der Berufung” gesprochen, die sie im September 1946 erhalten hat,“ so Parolin in seiner Predigt. Er zitierte die Heilige, die selber von dieser zweiten Berufung berichtet: „Öffne die Augen für das Leiden und begreife das Wesen meines Rufes (…) ich spürte, wie der Herr mich darum bat, das Leben in der Ruhe meine Kongregation aufzugeben um auf die Straßen hinaus zu gehen und den Ärmsten zu dienen. Es war ein Befehl. Es war kein Rat, kine Einladung oder Vorschlag.” Mutter Teresa hat ihre Augen geöffnet und wurde durch das Leiden des Menschen berührt, der unfähig ist, sich selber wieder aufzurichten“, legte Parolin die Worte Teresas aus. Man könne gar nicht anders, als diese Geschichte durch die Brille des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit sehen, verband der Kardinal die Geschichte Teresas mit dem großen Anliegen Papst Franziskus’.

Gleichzeitig habe die Heilige aber auch gewusst, dass eine der schlimmsten Formen der Armut die ist, nicht geliebt, gewollt, angenommen zu sein. „Das ist eine Form von Armut, die es auch in den nicht so armen Ländern und Familien gibt. Deswegen hat sie auch die ungeborenen Kinder und die in ihrem Leben gefährdeten Kinder als die ‚Ärmsten unter den Armen’ bezeichnet.“ Bei der Verleihung des Friedensnobelpreises 1979 hatte sie etwa Abtreibung als „größten Zerstörer des Friedens“ bezeichnet, was damals wie heute noch Anstoß erregt. „Sie verteidigte mutig das werdende Leben, mit einer Offenheit in ihren Worten, welche ein Zeichen für Propheten und Heilige ist, die sich vor niemandem nieder knien außer vor dem Allmächtigen. Sie sind innerlich frei“, so Kardinal Parolin.

„Mutter Teresa hat sich gerne als ‚Stift in der Hand des Herrn’ bezeichnet. Aber was für Gedichte der Nächstenliebe und des Mitleids, des Trostes und der Freude hat dieser kleine Stift geschrieben! Gedichte der Liebe und der Zärtlichkeit für die Ärmsten der Armen, denen sie ihr Leben geschenkt hat.“

 

(rv 05.09.2016 ord)

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