Generalaudienz: Eucharistie verwandelt uns in Leib Christi

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Generalaudienz in der Aula an diesem Mittwoch, 17. August 2016

„Wenn Jesus uns eine Gnade schenkt, uns die Sünden vergibt, uns umarmt und liebt, dann macht er die Dinge nie halb, sondern immer ganz.“ Das sagte Papst Franziskus an diesem Mittwoch bei seiner Generalaudienz im Vatikan. „Jesus ist nicht kalt, er hat kein kaltes Herz, sondern er erbarmt sich der Menschen.“

Der Papst deutete die Erzählung von der wundersamen Brotvermehrung im Matthäusevangelium (14,13-21) aus. Zunächst einmal sei erstaunlich, wie hartnäckig die Leute Jesus gefolgt seien, überlegte er. Den Herrn habe diese Anhänglichkeit der Menge innerlich bewegt, und er habe sich ohne Pause mit den Menschen beschäftigt. „Sein Mitgefühl ist kein vages Gefühl; es zeigt hingegen die ganze Kraft seines Willens, uns nahe zu sein und zu retten. So sehr liebt er uns, und er will uns nahe sein!“

Nicht nur gepredigt habe Jesus, sondern sich auch darum gesorgt, ob seine Zuhörer etwas zu essen hätten. „Jesus kümmert sich um die, die ihm folgen. Und er will auch seine Jünger darin einbeziehen. Darum sagt er: Gebt ihnen etwas zu essen! Und dann zeigt er ihnen, dass die wenigen Brote und Fische, die sie hatten, dank der Kraft des Glaubens und des Gebets für alle reichten. Das ist ein Wunder, das er wirkt – aber ein Wunder des Glaubens, des Gebets… Der Herr kommt den Bedürfnissen der Menschen entgegen, aber er will, dass jeder von uns konkret an seinem Mitfühlen teilnimmt.“

Gott kommt den Bedürfnissen entgegen

Franziskus machte darauf aufmerksam, dass Jesus nach Aussage des Matthäus-Evangeliums gebetet, dann das Brot gebrochen und weitergegeben habe. „Das sind dieselben Zeichen, die Jesus auch beim Letzten Abendmahl getan hat – genau  dieselben. Es ist auch genau das, was jeder Priester tut, wenn er die Eucharistie feiert. Die christliche Gemeinschaft entsteht unaufhörlich neu aus dieser eucharistischen Gemeinschaft.“

Die Gemeinschaft – italienisch „communione“ – mit Christus zu leben, sei also „alles andere als passiv zu bleiben, entrückt vom täglichen Leben“. „Im Gegenteil: Es schreibt uns immer mehr in die Beziehung zu den Männern und Frauen unserer Zeit ein, um ihnen das konkrete Zeichen der Barmherzigkeit und Aufmerksamkeit Christi anzubieten. Während wir uns von Christus nähren, verwandelt die Eucharistie, die wir feiern, auch uns selbst immer mehr in den Leib Christi und in geistliche Nahrung für unsere Geschwister. Jesus will alle erreichen, um allen die Liebe Gottes zu bringen! Und darum macht er aus jedem Glaubenden einen Diener der Barmherzigkeit.“

Jesus will alle erreichen

Die Erzählung von der wundersamen Brotvermehrung mache klar, was Jesus von seinen Jüngern erwarte – bis heute. „Sie kennen jetzt den Weg, der zu gehen ist: das Volk ernähren und zusammenhalten; das heißt, im Dienst am Leben und an der Gemeinschaft zu stehen. Bitten wir den Herrn, dass er die Kirche immer mehr befähige zu diesem heiligen Dienst. Und dass jeder von uns ein Werkzeug der Gemeinschaft sein möge in der eigenen Familie, am Arbeitsplatz, in der Pfarrei und in anderen Gruppen – ein sichtbares Zeichen der Barmherzigkeit Gottes. Sie will niemanden in Einsamkeit und Not lassen…”

(rv 17.08.2016 sk)

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