Papst Franziskus: „So viele Wehrlose sterben in Aleppo“

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Papst Franziskus beim Angelus

Papst Franziskus hat das Töten von Zivilisten im Krieg in Syrien, besonders in Aleppo, verurteilt und abermals die Staatengemeinschaft zu entschlossenerem Einsatz gemahnt. „Es ist inakzeptabel, dass so viele wehrlose Menschen, auch so viele Kinder, den Preis des Konflikts zahlen müssen, den Preis der Verschlossenheit der Herzen und des Fehlens eines Willens zum Frieden von seiten der Mächtigen, den Preis der Untätigkeit“, sagte der Papst unter spontanen Beifallskundgebungen beim Angelusgebet. Erneut rief er zum Gebet und zur Solidarität mit den Menschen in Syrien auf und sprach nach einem Augenblick der Stille mit den Gläubigen das Ave Maria für das vom Krieg heimgesuchte Land.

Nach dreiwöchiger Einkesselung durch die syrischen Regierungstruppen verkündeten Rebellen und verbündete Dschihadisten, den Belagerungsring der Großstadt  durchbrochen zu haben. Die Staatsmedien wiesen die Angaben zurück. Nach Angaben von Aktivisten dauerten die Gefechte am Sonntagmorgen an. Bis zu 300.000 Menschen sind in der Stadt eingekesselt. Die Versorgungslage ist Hilfsorganisationen zufolge dramatisch; Reporter berichteten von verhungernden Kindern.

(rv 07.08.2016 gs)

8 Kommentare zu “Papst Franziskus: „So viele Wehrlose sterben in Aleppo“

  1. Da schlägt es ja einem wirklich das Fass aus dem Boden! Wo bleibt bei diesem Papst noch die Wahrheitsfindung und das Gerechtigkeitsempfinden?! Die Moral wird hier buchstäblich auf den Kopf gestellt: Die Bösen sind die Guten und die Guten die Bösen. Ja, ja kennen wir bereits, von diesem Papst/“Papst“, wie kann es anders sein:

    13 Dezember 2016, 17:00
    Kampf um Aleppo: Papst fordert von Assad Achtung des Völkerrechts
    aus http://kath.net/news/57823

    Lesermeinungen denen ich nur zustimmen kann:

    Ein @deepthought schreibt:
    Die böse Macht
    ist in der Tat in Syrien aktiv – das hat der Papst richtig erkannt – doch wo bleibt das beim Namen nennen dessen, dass die USA mit ihrer Hegemonialpolitik diese Zerrüttungen erst eingeleitet haben?
    Und wer bringt dort die Christen um, Assad?

    Ein @Christ777 schreibt:
    Schuldfrage

    Genau kann ich auch nicht sagen was dort los ist. Nur unter Assad wurden und werden die Christen eher geschützt. Die Rebellen hingegen sind ein Gemisch aus unterschiedlich radikal islamistischen Gruppierungen. Und gerade diese Gruppen verüben an Christen und anderen Minderheiten die schrecklichsten Verbrechen. Ist es wirklich gut wie es in unseren Medien dargestellt wird, dass die Rebellen für das Gute kämpfen und Assad der Böse ist? Und wenn man Assad zum Einhalten der Menschenrechte ermahnt frage ich mich warum man das mit Saudiarabien, Katar etc. nicht tut. Besser man verkündigt nur das Evangelium und hält sich besser aus der Politik raus.

  2. Diesem angeblich rechtmäßig erwählten Papst zollen Sie doch Unterwerfung und Anerkennung. Auch ohne „Wahrheitsfindung“ und ohne „Gerechtigkeitsempfinden“ haben Sie, @Pierre, Ihren Papst Folge zu leisten, ihm in allem zu gehorchen und als der vom Heiligen Geist Erwählten zu respektieren, verstanden? Mit oder ohne Moral ist er für Sie doch der Papst, mit der Unfehlbarkeit im Glauben und der Disziplin ausgestattet, nicht wahr? Also tun Sie, was man einem wahren Papst als Katholik zu tun schuldig ist.

  3. @Alexius 13. Dezember 2016 um 23:41

    Ich versuche zumindest so zu handeln wie es auch S.E.Lefevre verstand, in einer Art Notstand keinen Kadavergehorsam zu leisten. Mehr nicht. Und das ist nicht nur gut und richtig, sondern es ist die moralische Pflicht so handeln zu müssen.

    Wenn Sie meinen es nicht mit einem Papst zu tun zu haben, auch nicht mit der Hl.Röm.Kath.Kirche, sondern nur mit einer Sekte, dann frage ich mich warum Sie sich noch immer mit Sekten befassen müssen/wollen?

    Die Frage die Sie für sich stellen sollte ist eigentlich die: WO existiert wirklich, real diese Ihre Hl.Röm.Kath.Kirche ohne Papst, Hierarchie und Ämterdasein bzw. was ist Ihre subjektive Definition?!? Bitte kommen Sie mir nicht wie seinerzeit @Tomas, der meinte nur dort wo der wahre Glaube ( Dogma und Kirchenrecht vor 1958) noch gelebt wird. Dies Aussage entbehrt jeglicher Ernsthaftigkeit/Seriosität.

    Ein AMT kann niemand wegdiskutieren, genauso wenig wie man diesen gewählten ( ob legal oder illegal ) Papst/“Papst“ Franziskus wegdiskutieren kann. Das ist leider Fakt. Für mich wie für Sie.

    Sie können aber gerne Rechtsprozesse wie dieser unbeugsame Pfarrer Lingen https://www.psiram.com/ge/index.php/Rolf_Hermann_Lingen auf sich nehmen wenn Sie ernstgenommen werden woll(t)en – oder auch nicht.

    MfG

  4. Eines vorweg das eigentlich jedem klar sein müsste mit:
    Ein @Steve Acker schrieb:
    Nachtrag
    Krieg ist schrecklich, es paassieren furchtbare Dinge.
    Nur manchmal ist es leider notwendig hart durchzugreifen um dem ganzen ein Ende
    zu setzen.
    Als die Alliierten Hitler-Deutschland besiegten geschah dass auch nicht ohne sehr viel Leid.

    Weitere Lesermeinungen die ich nur unterschreiben kann:

    Ein @Metscan schrieb:
    Kampf um Aleppo
    Ich war vor dem Krieg in unterschiedlichen Zeitabständen in Syrien auch in Aleppo. Man konnte überall hingehen, in christliche, jüdische, muslimische Restaurants, Kirchen, Geschäfte, auf der Straße als Frau frei herumlaufen. Die meisten Frauen trugen westliche Kleidung. Assad ist säkular und damit den Religiösen ein Dorn im Auge. Er wurde demokratisch gewählt (wie auch immer – aber gewählt). Es gab sicherlich eine Opposition, die er nicht angehört hat – ein Fehler vieler Potentaten. Den Oppositionellen haben sich die religiöse Fanatiker angeschlossen, diese hatten ihre eigenen Ziele – einen religiösen Staat. Amerika und der Westen haben diese Gruppen mit Waffen etc. unterstützt, um den Machthaber zu stürzen, genau wie sie es in den anderen arabischen Ländern gemacht haben. Immer ist Chaos zurückgeblieben? Ohne die Unterstützung von außen, hätten diese Oppositionellen nicht überleben können. Der Krieg hat sich dann zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Rußland und USA entwickelt.

    Ein @Johann Martin schrieb:
    Was Syrien braucht
    Syrien hat die Chance, unter Assad wieder zu einer Ordnung zurückzulehren, in der Christen, Aleviten Jesiden und Moslems friedlich miteinander leben können. Die Alternative wäre eine Herrschaft der Islamisten. Da fragt man sich doch, warum die USA die Aufstän-dischen unterstützen.
    Und wenn Frau Merkel dem syrischen Volk wirklich helfen will, dann soll sie sich dafür einsetzen, dass der Handels-bojkott gegen Syrien aufgehoben wird, denn dieses Land braucht nicht nur Lebensmittel, sondern auch Arzneimittel und technische Ausrüstung.

    Ein @Haifisch schrieb:
    In einem Krieg
    gibt es immer mehrere Seiten. Warum wendet sich der Papst nur an eine Seite, an Assad, der jetzt am siegen ist und der die Christen bisher immer schützte?
    Der Krieg dauert nun schon ca. 5 Jahre.
    Nie hörte ich einen Appell des Papstes an die Kriegsverursacher. Das ist sehr seltsam.

    Ein @Steve Acker schrieb:
    Habe Bilder von Jubelnden Bewohnern von Aleppo
    gesehen.
    Können sich die ganzen Journalisten eigentlich vorstellen, dass die Menschen dort einfach nach 4 Jahren genug haben vom Krieg und sich freuen dass das nun endlich vorbei ist?
    Aber nein, dass darf nicht sein: der böse Assad muss weg, weg weg.
    Und Trauer ist angesagt, da die „Rebellen“(fanatische Islamisten) nun endlcih aufgegeben habehn.

    Ein @Hadrianus Antonius schrieb:
    Artikel ist nicht mehr aktuell
    Am 13.12.2016 17:00 hatten die syrische Streitkräfte Aleppo zu 97% unter Kontrolle gebracht.
    Über einen Korridor werden die Bürger weggebracht nach Idlib, mit Behalt von Handfeuerwaffen.(Sputniknews)
    Mich wundert nur, gerade bei Erfahrungen mit Südamerika, warum hier nicht an die alte Erfahrung erinnert wird:
    Wenn man putscht/in Aufstand kommt und gewinnt, ist man König und Herrscherr;
    wenn man putscht und verliert, ist man am XX (ohne Rechte).
    Die alte Römer sagten dazu : „Vae victis“ (es waren ehrlicherweise die Gallier 390 v.C., gilt jedoch für alle niedergeschlagene Putsche bis diesem in jüngster Zeit)

    Ein @Herbert Klupp schrieb:
    Postfaktische TV-Berichte ?
    Heute höre ich zum erstenmal ( im Radio swr1-bw nachmittags ) einen Reporter sagen, daß man in WESTALEPPO auf einem „ganz anderen Planeten“ lebt als in Ostaleppo. Alle Lokale und Restaurants usw geöffnet. Freiheit. Und uns hat die ARD und das ZDF seit Monaten erzählt „Aleppo wird bombardiert“. Ich ahne, daß die Wahrheit ganz anders aussieht, als das Bild, das uns die ÖR-Medien unisono gezeichnet haben.
    Ihr Beitrag nährt etwas meine Gedanken bzw. Zweifel darüber, ob die Berichterstattung wirklich (noch) realistisch ist. Die Bilder, die uns seit Monaten gezeigt werden, die Bilder von einer unglaublichen Zerstörung, von Menschen, die kein Dach mehr über dem Kopf, keine Lebensmittel, kein Wasser und keine Medikamente haben – sie lassen einen schier verzweifeln!
    Aber seit Tagen bewegt mich eine Frage: wie überleben eben diese Menschen diese schon seit langer Zeit vorherrschenden Zustände – ohne Wasser, Nahrung etc.?
    Vielleicht kann mir hier der eine oder andere Mitkommentator eine schlüssige Antwort auf meine Frage geben?

  5. Oder auch aus http://kath.net/news/57823
    Ein @Max Emanuel schreibt:
    Berichterstattung zu Syrien
    Zweifellos war Syrien auch schon vor (!) dem Krieg keine Demokratie. Auch die Bezeichnung „Regime“ kann durchaus verwendet werden. Dann aber bitte für alle nordafrikanischen Staaten und die im Nahen und Mittleren Osten! Von allen diesen „Regimen“ war Syrien aber mit das Moderateste. Es gab weitgehende Religionsfreiheit, ein gewähltes Parlament mit Opposition und unterschiedliche Meinungen in den Medien. Wenngleich letztere beide Punkte natürlich weit nicht unseren europäischen Maßstäben entsprechen. Sicher wird die Situation für die Menschen bei einem militärischen Sieg dieser Islamisten nicht besser. Siehe Afghanistan, Irak oder Lybien.
    In Saudi Arabien gibt es kein Parlament, keine Frauenrechte, keine Religionsfreiheit, keine einzige Kirche bei über 2 Mio. katholischen Gastarbeitern etc…..
    Daß unsere Medien und Politiker aber bei Syrien von einem Diktator und einem Regime reden und zugleich vom „saudischen Königshaus“ (wie beim belgischen“) ist plumpe und einseitige Stimmungsmache.

  6. POS, bitte meinen Beitrag @Pierre 14. Dezember 2016 um 00:56 löschen weil übertragen worden. Danke!


  7. Journalistin zerlegt in den UN in 2 Minuten die Glaubwürdigkeit der Mainstream-Presse zu Syrien

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