Johannes Paul II.: Apostolische Konstitution FIDEI DEPOSITUM

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DER HEILIGE VATER
PAPST JOHANNES PAUL II.
APOSTOLISCHE KONSTITUTION

FIDEI DEPOSITUM

ZUR VERÖFFENTLICHUNG
DES KATECHISMUS DER KATHOLISCHEN KIRCHE,
DER IM ANSCHLUSS AN DAS
ZWEITE VATIKANISCHE KONZIL VERFASST WURDE

An die ehrwürdigen Brüder Kardinäle,
Erzbischöfe und Bischöfe, Priester und Diakone
und an alle Glieder des Volkes Gottes

JOHANNES PAUL II., BISCHOF
DIENER DER DIENER GOTTES
ZUM BLEIBENDEN ANGEDENKEN

I

EINLEITUNG

Der Herr hat seiner Kirche die Aufgabe anvertraut, das Glaubensgut zu hüten, und sie erfüllt diese Aufgabe zu allen Zeiten. Das Zweite Vatikanische Konzil, das von meinem Vorgänger Johannes XXIII. seligen Gedenkens vor dreißig Jahren eröffnet wurde, hatte die Absicht und den Wunsch, die apostolische und pastorale Sendung der Kirche zu erhellen, die Wahrheit des Evangeliums aufleuchten zu lassen und so alle Menschen zum Suchen und Aufnehmen der Liebe Christi, die alle Erkenntnis übersteigt (vgl. Eph3, 19), hinzuführen.

Als Hauptaufgabe hatte Papst Johannes XXIII. dem Konzil aufgetragen, das kostbare Gut der christlichen Lehre besser zu hüten und auszulegen, um es den Christgläubigen und allen Menschen guten Willens zugänglicher zu machen. Daher sollte das Konzil nicht an erster Stelle die Irrtümer der Zeit verurteilen, sondern sich in Gelassenheit vor allem um eine klare Darlegung der Kraft und der Schönheit der Glaubenslehre bemühen. Der Papst sagte: „Erleuchtet vom Licht dieses Konzils wird die Kirche an neuen geistlichen Reichtümern wachsen, die Kraft neuer Energien gewinnen und furchtlos in die Zukunft schauen. Unsere Pflicht besteht darin, uns bereitwillig und ohne Furcht dieser Aufgabe zu widmen, die unsere Zeit erfordert, um so den Weg fortzusetzen, den die Kirche seit fast zwanzig Jahrhunderten geht“.

Mit Gottes Hilfe vermochten die Konzilsväter im Verlauf vierjähriger Arbeit eine beachtliche Fülle von Lehraussagen und pastoralen Richtlinien für die ganze Kirche zu erarbeiten. Hirten und Gläubige finden da Weisungen für jene „Erneuerung des Denkens, des Handelns, der Sitten und der moralischen Kraft, der Freude und Hoffnung, wie sie Ziel des Konzils waren“.

Das Konzil hat nach seinem Abschluß nicht aufgehört, das Leben der Kirche anzuregen. Im Jahre 1985 konnte ich feststellen: „Für mich, der ich die besondere Gnade hatte, an ihm teilzunehmen und mich an seinem Ablauf aktiv zu beteiligen, war das Zweite Vatikanum immer und zumal in diesen Jahren meines Pontifikates ständiger Bezugspunkt für mein ganzes pastorales Wirken, und ich war bewußt bemüht, seine Weisungen konkret und genau für jede Einzelkirche und die Gesamtkirche anzuwenden. Auf diese Quelle müssen wir unablässig zurückgreifen“.

In diesem Geist habe ich am 25. Januar 1985 eine außerordentliche Versammlung der Bischofssynode aus Anlaß des 20. Jahrestages des Konzilsabschlusses einberufen. Ziel dieser Versammlung war es, die Gnaden und geistlichen Früchte des Zweiten Vatikanischen Konzils zu würdigen und seine Lehre zu vertiefen, um es noch besser zu befolgen sowie seine Kenntnis und Anwendung weiter zu fördern.

Bei dieser Gelegenheit haben die Synodenväter festgestellt: „Sehr einmütig wird ein Katechismus bzw. ein Kompendium der ganzen katholischen Glaubens– und Sittenlehre gewünscht, sozusagen als Bezugspunkt für die Katechismen bzw. Kompendien, die in den verschiedenen Regionen zu erstellen sind. Die Darlegung muß biblisch und liturgisch gehalten sein, die rechte Lehre bieten und zugleich dem heutigen Leben angepaßt sein“. Nach Abschluß der Synode habe ich mir diesen Wunsch zu eigen gemacht, weil er meiner Ansicht nach „voll einem wirklichen Bedürfnis der Gesamtkirche und der Einzelkirchen entsprach“.

Wie sollen wir nun dem Herrn nicht aus ganzem Herzen an diesem Tag danken, da wir der ganzen Kirche unter dem Titel „Katechismus der katholischen Kirche“ den Bezugstext für eine aus den lebendigen Quellen des Glaubens erneuerte Katechese vorlegen können!

Nach der Erneuerung der Liturgie und der neuen Kodifizierung des kanonischen Rechtes der lateinischen Kirche und der Normen der katholischen Ostkirchen wird dieser Katechismus einen sehr wichtigen Beitrag zum Werk der Erneuerung des gesamten kirchlichen Lebens leisten, wie es vom Zweiten Vatikanischen Konzil gewollt und eingeleitet wurde.

II

ENTSTEHUNG UND LEITGEDANKEN DES TEXTES

Der „Katechismus der katholischen Kirche“ ist die Frucht einer sehr weit gespannten Zusammenarbeit: Er wurde in sechs Jahren intensiver Arbeit im Geist gewissenhafter Offenheit und engagierten Eifers erarbeitet.

Im Jahre 1986 habe ich einer Kommission von zwölf Kardinälen und Bischöfen unter Vorsitz von Herrn Kardinal Joseph Ratzinger die Aufgabe übertragen, einen Entwurf für den von den Synodenvätern gewünschten Katechismus vorzubereiten. Ein Redaktionskomitee von sieben Diözesanbischöfen sowie Fachleuten für Theologie und Katechese hat die Kommission in ihrer Arbeit unterstützt.

Die Kommission war beauftragt, Weisungen zu geben und über den Ablauf der Arbeiten zu wachen. Sie hat alle Schritte der Redaktion der neun aufeinanderfolgenden Fassungen aufmerksam begleitet. Das Redaktionskomitee seinerseits hat die Verantwortung übernommen, den Text zu schreiben und die von der Kommission geforderten Änderungen einzuarbeiten, die Anmerkungen zahlreicher Theologen, Exegeten und Katecheten und vor allem der Bischöfe der ganzen Welt zu prüfen, um den Text zu verbessern. Das Komitee war ein Ort fruchtbaren und bereichernden Austausches, um die Einheit und Einheitlichkeit des Textes zu gewährleisten.

Der Entwurf wurde dann Gegenstand einer umfangreichen Beratung aller katholischen Bischöfe, ihrer Bischofskonferenzen oder ihrer Synoden, ferner der Institute für Theologie und Katechese. Im ganzen fand er eine weithin günstige Aufnahme beim Episkopat, und man kann mit Recht feststellen, daß dieser Katechismus die Frucht der Zusammenarbeit des gesamten Episkopates der katholischen Kirche ist, der hochherzig meine Einladung angenommen hat, den eigenen Anteil an Verantwortung bei einer Initiative zu übernehmen, die das kirchliche Leben so unmittelbar betrifft. Diese Antwort weckt in mir tiefe Freude, weil das Zusammenklingen so vieler Stimmen wirklich das ausdrückt, was man die „Symphonie“ des Glaubens nennen kann. Die Herausgabe dieses Katechismus spiegelt damit die kollegiale Natur des Episkopates wider: Sie bezeugt die Katholizität der Kirche.

III

ANORDNUNG DES INHALTS

Ein Katechismus muß getreu und organisch die Lehre der Heiligen Schrift, der lebendigen Überlieferung in der Kirche und des authentischen Lehramtes, ebenso wie das geistliche Erbe der Väter, der heiligen Männer und Frauen der Kirche darstellen, um das christliche Geheimnis besser erkennen zu lassen und den Glauben des Volkes Gottes neu zu verlebendigen. Er muß die Entfaltung der Lehre berücksichtigen, die der Heilige Geist im Laufe der Zeit der Kirche eingegeben hat. Er soll auch eine Hilfe sein, mit dem Licht des Glaubens die neuen Situationen und Probleme zu beleuchten, die sich in der Vergangenheit noch nicht ergeben hatten.

Der Katechismus wird daher Neues und Altes (vgl. Mt 13, 52) beinhalten, weil der Glaube immer derselbe und zugleich Quelle für immer neues Licht ist.

Um dieser doppelten Notwendigkeit zu entsprechen, greift der „Katechismus der katholischen Kirche“ einerseits die „alte“, überlieferte Ordnung auf, der schon der Katechismus des hl. Pius V. folgte, und gliedert die Materie in vier Teile: das Credo; die heilige Liturgie mit den Sakramenten an erster Stelle; das christliche Handeln, das von den Geboten ausgehend dargelegt wird; und zuletzt das christliche Gebet. Doch zugleich wird der Inhalt oft in „neuer“ Weise dargelegt, um auf Fragen unserer Zeit zu antworten.

Die vier Teile sind miteinander verbunden: das christliche Geheimnis ist Gegenstand des Glaubens (erster Teil); es wird in den liturgischen Handlungen gefeiert und mitgeteilt (zweiter Teil); es ist gegenwärtig, um die Kinder Gottes bei ihrem Tun zu erleuchten und zu unterstützen (dritter Teil); es bildet die Grundlage für unser Gebet, dessen bevorzugter Ausdruck das „Vaterunser“ ist, und es bildet den Gegenstand unseres Bittens, unseres Lobes und unseres Fürbittgebetes (vierter Teil).

Die Liturgie ist selber Gebet; das Bekenntnis des Glaubens hat daher seinen angemessenen Platz in der Feier des Gottesdienstes. Die Gnade, Frucht der Sakramente, ist die unabdingbare Voraussetzung des christlichen Tuns, so wie die Teilnahme an der Liturgie der Kirche den Glauben erfordert. Wenn aber der Glaube sich nicht in den Werken zeigt, ist er tot (vgl. Jak 2, 14–16) und kann keine Früchte für das ewige Leben bringen.

Beim Lesen des „Katechismus der katholischen Kirche“ vermag man die wunderbare Einheit des Geheimnisses Gottes zu erfassen, seines Heilsplanes ebenso wie die zentrale Stellung Jesu Christi, des eingeborenen Sohnes Gottes, vom Vater gesandt, durch das Wirken des Heiligen Geistes Mensch geworden im Schoß der heiligen Jungfrau Maria, um unser Erlöser zu werden. Gestorben und auferstanden, ist Er immer gegenwärtig in seiner Kirche, besonders in den Sakramenten. Er ist die Quelle des Glaubens, das Vorbild des christlichen Handelns und der Lehrmeister unseres Betens.

IV

GELTUNG DES TEXTES

Der „Katechismus der katholischen Kirche“, den ich am 25. Juni 1992 approbiert habe und dessen Veröffentlichung ich kraft meines apostolischen Amtes heute anordne, ist eine Darlegung des Glaubens der Kirche und der katholischen Lehre, wie sie von der Heiligen Schrift, der apostolischen Überlieferung und vom Lehramt der Kirche bezeugt oder erleuchtet wird. Ich erkenne ihn als gültiges und legitimes Werkzeug im Dienst der kirchlichen Gemeinschaft an, ferner als sichere Norm für die Lehre des Glaubens. Möge er der Erneuerung dienen, zu der der Heilige Geist die Kirche Gottes, den Leib Christi, die Pilgerin auf dem Weg zum unvergänglichen Licht des Reiches, unablässig ruft.

Die Approbation und Veröffentlichung des „Katechismus der katholischen Kirche“ stellen einen Dienst dar, den der Nachfolger Petri der heiligen katholischen Kirche und allen Einzelkirchen erweisen möchte, die in Frieden und Gemeinschaft mit dem apostolischen Stuhl von Rom stehen: den Dienst nämlich, alle Jünger des Herrn Jesus im Glauben zu stärken und zu bekräftigen (vgl. Lk 22, 32), und die Bande der Einheit im gleichen apostolischen Glauben zu festigen.

Ich bitte daher die Hirten der Kirche und die Gläubigen, diesen Katechismus im Geist der Gemeinschaft anzunehmen und ihn sorgfältig bei der Erfüllung ihrer Sendung zu benutzen, wenn sie das Evangelium verkünden und zu einem Leben nach dem Evangelium aufrufen. Dieser Katechismus wird ihnen anvertraut, damit er als sicherer und authentischer Bezugstext für die Darlegung der katholischen Lehre und in besonderer Weise für die Ausarbeitung der örtlichen Katechismen dient. Er wird zugleich allen Gläubigen angeboten, die die Kenntnis der unerschöpflichen Reichtümer des Heiles vertiefen möchten (vgl. Joh 8, 32). Er möchte ferner den ökumenischen Bemühungen, die den heiligen Wunsch nach Einheit aller Christen pflegen, eine Stütze bieten, indem er den Inhalt und den harmonischen Zusammenhang des katholischen Glaubens genau aufzeigt. Der „Katechismus der katholischen Kirche“ ist endlich einem jeden Menschen angeboten, der uns nach dem Grund unserer Hoffnung fragt (vgl. 1 Petr 3, 15) und kennenlernen möchte, was die katholische Kirche glaubt.

Dieser Katechismus ist nicht dazu bestimmt, die von den kirchlichen Autoritäten, den Diözesanbischöfen und den Bischofskonferenzen vorschriftsgemäß approbierten örtlichen Katechismen zu ersetzen, besonders wenn sie die Approbation des apostolischen Stuhles erhalten haben. Er ist dazu bestimmt, zur Abfassung neuer örtlicher Katechismen zu ermuntern und die zu unterstützen, die den verschiedenen Situationen und Kulturen Rechnung tragen, aber zugleich sorgfältig die Einheit des Glaubens und die Treue zur katholischen Lehre wahren.

V

SCHLUSS

Am Ende dieses Dokumentes, das den „Katechismus der katholischen Kirche“ vorstellt, bitte ich die allerseligste Jungfrau Maria, die Mutter des menschgewordenen Wortes und Mutter der Kirche, sie möge mit ihrer mächtigen Fürbitte den katechetischen Dienst der gesamten Kirche auf allen Ebenen in dieser Zeit unterstützen, da diese zu einem neuen Bemühen um Evangelisierung aufgerufen ist. Möge das Licht des wahren Glaubens die Menschheit von der Unwissenheit und der Sklaverei der Sünde befreien und sie so zur einzigen dieses Namens würdigen Freiheit hinführen (vgl. Joh 8, 32): zu derjenigen des Lebens in Jesus Christus unter der Führung des Heiligen Geistes, hienieden und im Himmelreich, in der Fülle der Seligkeit der Anschauung Gottes von Angesicht zu Angesicht (vgl. 1 Kor 13, 12; 2 Kor 5, 6–8)!

Gegeben am 11. Oktober 1992, dem dreißigsten Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Ökumenischen Vatikanischen Konzils, im vierzehnten Jahr meines Pontifikates.

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Quelle

29 Kommentare zu “Johannes Paul II.: Apostolische Konstitution FIDEI DEPOSITUM

  1. Johannes Paul II., FIDEI DEPOSITUM, 11. Oktober 1992: „Der „Katechismus der katholischen Kirche“, den ich am 25. Juni 1992 approbiert habe und dessen Veröffentlichung ich kraft meines apostolischen Amtes heute anordne, ist eine Darlegung des Glaubens der Kirche und der katholischen Lehre, wie sie von der Heiligen Schrift, der apostolischen Überlieferung und vom Lehramt der Kirche bezeugt oder erleuchtet wird. Ich erkenne ihn als gültiges und legitimes Werkzeug im Dienst der kirchlichen Gemeinschaft an, ferner als sichere Norm für die Lehre des Glaubens.

    Johannes Paul II. hat kraft seiner antiapostolischen Autorität approbiert und promulgiert und erfüllt sämtliche Bedingungen der Unfehlbarkeit, nur daß er kein Papst war. Die V2-Päpste achten, wie früher schon gesagt, sehr genau darauf, daß die Verkündung von Häresie formgerecht abläuft und somit verbindlich wäre, wenn die Gegenpäpste höchste Gewalt in der Kirche hätten. Das ist das Gefährliche für diejenigen, die sich hartnäckig weigern, die Realität der V2-Apostasie zu erkennen.

    Katechismus der Katholischen Kirche, 1401: „Wenn nach dem Urteil des Diözesanbischofs eine schwere Notlage dazu drängt, spenden katholische Priester die Sakramente der Buße, der Eucharistie und der Krankensalbung erlaubt auch den übrigen nicht in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehenden Christen, die von sich aus darum bitten, sofern sie bezüglich dieser Sakramente den katholischen Glauben bekunden und in rechter Weise disponiert sind [Vgl. [link] CIC, can. 844, § 4].
    http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P48.HTM

  2. @Ci-devant

    Dieser Paragraph 1401 ist doch völlig in Ordnung; die Einschränkung lautet ja zurecht: die von sich aus darum bitten, sofern sie bezüglich dieser Sakramente den katholischen Glauben bekunden und in rechter Weise disponiert sind [Vgl. [link] CIC, can. 844, § 4].

    PS: Und definieren Sie einimal seine „Anti-Apostolizität“!

  3. POSchenker 12. Juni 2016 um 19:10

    Häretikern die Sakramente zu erlauben, ist nicht apostolisch.

    Es steht dort nicht, sofern sie den katholischen Glauben bekunden und sichtbar konvertiert sind, sondern „sofern sie bezüglich dieser Sakramente den katholischen Glauben bekunden“. Das heißt, Akatholiken dürfen nach V2-Lehre die Sakramente empfangen, sofern sie bezüglich dieser Sakramente den Glauben bekunden, aber ansonsten dürfen sie alles andere ablehnen, was den wahren Glauben ausmacht.

    Es ist traurig, daß Sie das versuchen wegzureden.

    Das ist unwiderlegbar häretisch, aber ein unverzichtbares Zirkelargument der V2-Organisaion für den Ökumenismus. Motto: Seht, sie dürfen die Sakramente empfangen, also gehören sie zur Kirche.

  4. @Ci-devant

    Nein, Sie ziehen falsche Schlüsse. Die Einschränkung umfasst ja auch dies:
    Wenn nach dem Urteil des Diözesanbischofs eine schwere Notlage dazu drängt…

  5. Ci-devant 12. Juni 2016 um 19:51

    So steht es im „Kirchenrecht“ vom Duo Wojtyla/Ratzinger.

  6. POSchenker 12. Juni 2016 um 20:13: „Die Einschränkung umfasst ja auch dies: Wenn nach dem Urteil des Diözesanbischofs eine schwere Notlage dazu drängt…

    Ich kann mir dazu das Schmunzeln des „Diözesanbischofs“ bildhaft vorstellen.

    POSchenker 12. Juni 2016 um 20:13: „Nein, Sie ziehen falsche Schlüsse.

    Lesen Sie bitte aufmerksam diesen von JP2 feierlich promulgierten Katechismus.

    Der Neue Katechismus lehrt, daß protestantische Sekten Mittel zum Heil seien. Nach V2-Lehre gäbe es keinen Grund, katholisch zu werden. Deshalb wird in der „pastoralen“ Praxis Konvertierungswilligen gesagt, daß sie Protestanten bleiben können.

    V2-Katechismus, Nr. 819: „Zudem sind außerhalb der sichtbaren Grenzen der katholischen Kirche „vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden“ (LG 8): „das geschriebene Wort Gottes, das Leben der Gnade, Glaube, Hoffnung und Liebe und andere innere Gaben des Heiligen Geistes und sichtbare Elemente“ (UR 3) [Vgl. LG 15]. Der Geist Christi bedient sich dieser Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften als Mittel zum Heil. Ihre Kraft kommt aus der Gnaden- und Wahrheitsfülle, die Christus der katholischen Kirche anvertraut hat. Alle diese Güter stammen von Christus, führen zu ihm [Vgl. UR 3] und drängen von selbst „auf die katholische Einheit hin“ (LG 8).

    Auch für antichristliche Juden gibt es eine gute Nachricht, denn der Alte Bund ist nie widerrufen worden.

    V2-Katechismus, Nr. 121: „Das Alte Testament ist ein unaufgebbarer Teil der Heiligen Schrift. Seine Bücher sind von Gott inspiriert und behalten einen dauernden Wert [Vgl. DV 14.], denn der Alte Bund ist nie widerrufen worden.

    Die Muselmanen dürfen nicht fehlen. Im neuen Katechismus steht, daß uns Allah und nicht etwa Jesus Christus am Jüngsten Tag richten wird. Das wird besonders die Fachkräfte freuen, die dem ganzen Spuk vielleicht schon bald ein Ende bereiten sollen. Diese sind ja systematisch zu Hunderttausenden eingeschleust worden und im Straßenkampf ausgebildet. In ihnen lodert die Wut über die militärischen Operationen des Westens. Wir werden propagandistisch zunehmend auf Konfrontation eingestimmt. Die Haßpropaganda läuft auf Hochtouren. Die Medien berichten im Monatstakt von angeblichen muselmanischen Anschlägen, so als würde sich irgendjemand für Allah einen Sprenggürtel umbinden.

    V2-Katechismus, Nr. 841: „Die Beziehungen der Kirche zu den Muslimen. „Die Heilsabsicht umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime, die sich zum Festhalten am Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einzigen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird“ (LG 16)1.

    Es ist totale Apostasie.

  7. Thomas Waibel 13. Juni 2016 um 12:44: „So steht es im „Kirchenrecht“ vom Duo Wojtyla/Ratzinger.“

    Es ist alles aus einem Guß und die Gußform ist das Zweite Vatikanische „Konzil“.

  8. Ci-devant 13. Juni 2016 um 13:35

    Sol ist es!
    Es gibt schon wirklich ein hohes Maß an Blindheit oder schlechter Wille, um zu behaupten, man könne und müsse, die fraglichen Dokumente des „Konzils“ im Lichte der Tradition verstehen.

  9. @Ci-devant 13. Juni 2016 um 13:35

    Zitat
    Der Neue Katechismus lehrt, daß protestantische Sekten Mittel zum Heil seien. Nach V2-Lehre gäbe es keinen Grund, katholisch zu werden. Deshalb wird in der „pastoralen“ Praxis Konvertierungswilligen gesagt, daß sie Protestanten bleiben können.

    Niemand soll aus Angst oder Furcht Katholik werden, denn das wäre fatal, wie die Kirchengeschichte deutlich zeigte, sondern aus persönlicher Überzeugung und Reife.

    Zitat
    V2-Katechismus, Nr. 819: „Zudem sind außerhalb der sichtbaren Grenzen der katholischen Kirche „vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden“ (LG 8): „das geschriebene Wort Gottes, das Leben der Gnade, Glaube, Hoffnung und Liebe und andere innere Gaben des Heiligen Geistes und sichtbare Elemente“ (UR 3) [Vgl. LG 15]. Der Geist Christi bedient sich dieser Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften als Mittel zum Heil. Ihre Kraft kommt aus der Gnaden- und Wahrheitsfülle, die Christus der katholischen Kirche anvertraut hat. Alle diese Güter stammen von Christus, führen zu ihm [Vgl. UR 3] und drängen von selbst „auf die katholische Einheit hin“ (LG 8).“

    Letztendlich profitieren sogar die Sedisvakantisten davon, weil auch diese eine Sekte ausserhalb der von Gott gestifteten (offiziellen) röm.-kath. Kirche. Doch für Ihre Untreue, Hochmut, Verlassen der Wahrheit und mehrfachen Sünden wider des heiligen Geistes (z.B. Hohn gegenüber den heiligen Päpsten) riskieren die Sedisvakantisten noch das wenige Heil zu vergeuden, dass allen christlichen Sekten und Abtrünnigen noch zustehen könnte. Also seien Sie sich da nicht so sicher.

    Zitat
    Auch für antichristliche Juden gibt es eine gute Nachricht, denn der Alte Bund ist nie widerrufen worden.“

    Hier erreicht Ihre Doppelzüngigkeit den Höhepunkt. Einerseits anerkennen Sie auch das Alte Testament als inspirierte Schrift an und diese Schrift ist eng mit dem Judentum bzw. Alten Bund verknüpft und auf der anderen Seite wollen Sie wiederum Widerruf geltend machen. Das kommt davon, wenn einerseits eine falschverstandene moderne Bibelforschung „nach Ausschwitz“ keine christliche Theologie des Alten Testamentes mehr bzw. nur noch eine rein jüdische (da in deren Hoheit) akzeptieren kann oder anderseits sich in einen ebenso fatalen Antijudaismus verkeilt, wohl wissend, dass Jesus inkl. die Gottesmutter und Josef zeitlebens die jüdischen Gebräuche (inkl. Beschneidung, Vorstellung im Tempel, Rabbi, Tempelbesuch, feiern der jüdischen Feste usw.) gepflegt haben.

    Zitat
    V2-Katechismus, Nr. 121: „Das Alte Testament ist ein unaufgebbarer Teil der Heiligen Schrift. Seine Bücher sind von Gott inspiriert und behalten einen dauernden Wert [Vgl. DV 14.], denn der Alte Bund ist nie widerrufen worden.“

    Das ist wahr. Doch eine kluge und fachmännische christlich-theologische Auslegung ist von grösster Bedeutung um nicht die Gefahr der falschen Schlüsse zu ziehen.

    Zitat
    Die Muselmanen dürfen nicht fehlen. Im neuen Katechismus steht, daß uns Allah und nicht etwa Jesus Christus am Jüngsten Tag richten wird.

    Wo soll das im Katechismus der röm.-kath. Kirche stehen?

    Zitat
    V2-Katechismus, Nr. 841: „Die Beziehungen der Kirche zu den Muslimen. „Die Heilsabsicht umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime, die sich zum Festhalten am Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einzigen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird“ (LG 16)1.“

    Ein Muslim, der gerecht gelebt hat, kann auch Barmherzigkeit vor Gott erlangen. Das ist nicht ausgeschlossen. Auch in der Mystiker finden sich Hinweise, dass nicht nur Katholiken in den Himmel kommen. Die Hochmütigen und Abtrünnigen hingegen haben es schwerer, weil sie Verrat geübt hatten wie Judas, der Jesus und damit der Wahrheit so Nahe gestanden haben.

  10. Stefan1 14. Juni 2016 um 07:10: „Ein Muslim, der gerecht gelebt hat, kann auch Barmherzigkeit vor Gott erlangen. Das ist nicht ausgeschlossen. Auch in der Mystiker finden sich Hinweise, dass nicht nur Katholiken in den Himmel kommen.“

    Das ist das Spucken ins Angesicht Jesu Christi.

    Stefan1 14. Juni 2016 um 07:10: „Die Hochmütigen und Abtrünnigen hingegen haben es schwerer, weil sie Verrat geübt hatten wie Judas, der Jesus und damit der Wahrheit so Nahe gestanden haben.“

    Ich weiß nicht, ob das die Höhe der Heuchelei sein soll, oder Selbstverurteilung.

  11. Um sich zu retten, muß man den wahren Glauben bekennen. Aus diesem Grund gibt es im Himmel nur Katholiken.

    Gutgläubige Akatholiken gehören zur der Seele der Kirche und sind damit katholisch im Geist und können sich retten, wenn sie gewisse Bedingungen erfüllen.

  12. Um sich zu retten, ist es notwendig, den wahren Glauben zu bekennen.

    Gutgläubige Akatholiken gehören nicht zum Leib, aber zur Seele der Kirche und können sich retten, wenn sie gewisse Bedingungen erfüllen.

    Daher gilt der Grundsatz, daß es im Himmel nur Katholiken gibt.

  13. Um sich zu retten, ist es notwendig den wahren Glauben zu bekennen. Gutgläubige Akatholiken gehören zur Seele der Kirche und sind Katholiken im Geist.

    Im Himmel gibt es nur Katholiken.

  14. @Ci-devant 14. Juni 2016 um 15:09

    Zitat
    „Ein Muslim, der gerecht gelebt hat, kann auch Barmherzigkeit vor Gott erlangen. (…)“
    Das ist das Spucken ins Angesicht Jesu Christi.

    „Die Hochmütigen und Abtrünnigen hingegen haben es schwerer, weil sie Verrat geübt hatten wie Judas, der Jesus und damit der Wahrheit so Nahe gestanden haben.“
    Ich weiß nicht, ob das die Höhe der Heuchelei sein soll, oder Selbstverurteilung.

    Nein, es ist Anklage gegen diejenigen, die alles gehabt haben und als Treulose, Heuchler und Verräter die (offizielle) röm.-kath. Kirche verlassen haben.

    Lesen Sie mal genau durch, was Maria Simma berichtet hat:
    http://kath-zdw.ch/maria/simma.html

    Überaus viele Seelen sind im Fegfeuer. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Einmal sah sie viele Seelen, lauter unbekannte. Die Seelen, die gegen den Glauben gefehlt haben, trugen eine dunkle Flamme auf dem Herzen, andere, die durch Unzucht gesündigt hatten, eine rote Flamme.

    Dann wieder sah sie die Armen Seelen in Gruppen:

    Priester, Ordensmänner, Ordensschwestern, sie sah Katholiken, Protestanten und Heiden. Die Seelen der Katholiken müssen schwerer leiden als die der Protestanten. Die Heiden hingegen haben ein noch leichteres Fegfeuer, aber sie bekommen auch weniger Hilfe, und es dauert länger. Die Katholiken bekommen mehr Hilfe und werden rascher erlöst.

    Sie sah auch viele Ordensmänner und Ordensschwestern im Fegfeuer wegen Lauheit und Lieblosigkeit. Bereits Kinder von sechs Jahren können längere Zeit im Fegfeuer leiden müssen.

  15. Stefan1, Sie sind doch der Neugläubige, der ständig gegen den Glauben sündigt. Ich halte eisern an dem fest, was ich einmal als Katholik gelernt habe.

    Übrigens, Maria Simma können Sie völlig vergessen!

  16. Thomas Waibel 14. Juni 2016 um 19:15: „… Akatholiken … können sich retten …“

    Thomas Waibel 14. Juni 2016 um 19:18: „… Akatholiken … sind Katholiken im Geist.“

    Stefan1 14. Juni 2016 um 20:45: „Die Seelen der Katholiken müssen schwerer leiden als die der Protestanten. Die Heiden hingegen haben ein noch leichteres Fegfeuer…“

    Das ist reine, unverhohlene Apostasie. Das ist der Große Abfall.

  17. @Josua 14. Juni 2016 um 23:09

    Zitat
    Übrigens, Maria Simma können Sie völlig vergessen!

    Ganz bestimmt nicht, schon gar nicht Apostasie, übrigens gibt es auch vergleichbare Aussagen von Katharina Emmerich. Auch wenn keine Verpflichtung zum Glauben an den Aussagen besteht, so sind diese für mich von grösserer Bedeutung als Aussagen von sektiererischen Sedisvakantisten, die abtrünnig und untreu der einen röm.-kath. Kirche mit dem Papst geworden sind. Auch Sie bedürfen der besonderer Barmherzigkeit Gottes, da sie in einer falschen Sekte ausharren.

    http://kath-zdw.ch/maria/fegefeuer.html#Mystische Beziehungen zu den Verstorbenen
    Die ehrw. Katharina Emmerich sagt, dass diejenigen, die sich nicht in der katholischen Kirche befanden, im Fegefeuer abgesondert seien und mehr leiden, wie sie keine Hilfe durch das hl. Messopfer und durch die Gebete der Kirche für die Verstorbenen erlangen.

    Zu bemitleiden sind daher die Seelen jener Andersgläubigen, die an kein Fegfeuer glauben und daher ihrer verstorbenen Angehörigen im Gebete nicht gedenken und auch keine guten Werke für sie verrichten, zumal sie diese meistens für überflüssig halten. Ein gutes Werk verrichtet also ein Katholik, der in seinen Gebeten auch der verstorbenen Andersgläubigen gedenkt, die im Fegfeuer sind.

  18. Stefan1 15. Juni 2016 um 05:53: „… übrigens gibt es auch vergleichbare Aussagen von Katharina Emmerich. Auch wenn keine Verpflichtung zum Glauben an den Aussagen besteht, so sind diese für mich von grösserer Bedeutung als Aussagen von sektiererischen Sedisvakantisten …Ein gutes Werk verrichtet also ein Katholik, der in seinen Gebeten auch der verstorbenen Andersgläubigen gedenkt, die im Fegfeuer sind.

    Aussagen von falschen Mystikern hat für Sie größere Bedeutung als die unfehlbare Lehre der Kirche, weil Sie den Glauben nicht haben.

    Papst Innozenz III., Viertes Laterankonzil, Constitution 1, 1215, ex cathedra: „Una vero est fidelium universalis Ecclesia, extra quam nullus omnino salvatur, in qua idem ipse sacerdos est sacrificium Iesus Christus.“ (Denzinger-Schönmetzer 802)
    („Es gibt aber eine Allgemeine Kirche der Gläubigen, außerhalb derer überhaupt niemand gerettet wird, in welcher daselbst ist Jesus Christus Priester und Opfer zugleich.„)

    Bonifatius VIII. Bulle „Unam sanctam“, 18. November 1302, ex cathedra
    Eine heilige katholische und ebenso apostolische Kirche zu glauben und festzuhalten, werden wir auf Drängen des Glaubens gezwungen, und diese glauben wir fest und bekennen wir aufrichtig, außerhalb derer weder Heil noch Vergebung der Sünden ist …“

    Papst Eugen IV., Konzil von FLORENZ, Bulle Cantate Domino, 1442, ex cathedra
    Sie glaubt fest, bekennt und verkündet, daß „niemand, der sich außerhalb der katholischen Kirche befindet, nicht nur keine Heiden, sondern auch keine Juden oder Häretiker und Schismatiker, des ewigen Lebens teilhaft werden können …“ (DH 1351)

    Papst Pius IV., Bulle Iniunctum nobis, 13. November 1564, ex Cathedra: „Diesen wahren, katholischen Glauben, außer dem niemand kann selig sein …“

    Papst Pius IX., Dogmatische Konstitution Dei filius, Vatikanisches Konzil, über den katholischen Glauben, 24. April 1870: „Weil es aber ohne den Glauben unmöglich ist, Gott zu gefallen (Hebr 11,6) und in die Gemeinschaft seiner Kinder aufgenommen zu werden, darum hat noch niemand ohne ihn die Rechtfertigung erlangt; auch wird niemand das ewige Leben erreichen, wenn er nicht bis an sein Ende im Glauben verharrt (vgl. Mt 10,22; 24,13).

    Papst Eugen IV., Bulle “Cantate Domino,” Konzil von Florenz 1441, ex Cathedra: „Und niemand kann, wenn er auch noch so viele Almosen gibt und für den Namen Christi sein Blut vergießt, gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt„.
    http://herzmariae.blogspot.com/2013/11/bulle-cantate-domino.html
    http://archive.today/87ZyZ

  19. Tomás, Thomas Waibel,

    Sie haben sich in der Vergangenheit bei Ihrer hartnäckigen Vertretung der Seele-der-Kirche-Häresie auf den Volkskatechismus „Kompendium der christlichen Lehre“ berufen, der auch als „Katechismus von Pius X.“ bezeichnet wird.

    Die Tatsache, daß dieser Katechismus während der Regierungszeit des hl. Pius X. herauskam, macht den Katechismus nicht unfehlbar. Im Gegensatz zu dem neuen V2-Katechismus ist der Katechismus aus der Zeit Pius X. nicht feierlich unter Anrufung seiner Apostolischen Autorität promulgiert worden. Katechismen sind immer fehlbar. Nur eine feierliche Promulgation ex Cathedra würde einem Katechismus Unfehlbarkeit verleihen, wie im Falle des V2-Katechismus, sofern JP2 Papst gewesen wäre.

    Es gibt aber nicht einmal den Beweis, daß er wirklich von Pius X. stammt. Nicht einmal Benedikt XVI. behauptet das, obwohl er aus einer Sicht zurecht keine Probleme mit diesem Katechismus hat.

    Benedikt XVI., GENERALAUDIENZ, Castel Gandolfo, Mittwoch, 18. August 2010: „Dieser Katechismus, der den Namen Pius’ X. trägt, war aufgrund seiner einfachen, klaren und genauen Sprache und seinem gut durchdachten Aufbau für viele eine sichere Leitlinie zum Verständnis der Glaubenswahrheiten.
    http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/audiences/2010/documents/hf_ben-xvi_aud_20100818.html

    Der Irrtum von der alleinigen Zugehörigkeit zur Seele der Kirche ist spätestens mit der Enzyklika Mystici Corporis von Papst Pius XII. nicht mehr vertretbar.

    Michael Schmaus, Katholische Dogmatik, Band III, Dritte Auflage, München, 1958, § 177a IV., 2.: „Nicht gangbar ist die Lösung, daß ein Mensch zur Seele der Kirche gehören kann, ohne zu ihrem Leibe zu gehören. […] Die Enz. Mystici Corporis Pius’ XII. hat dies klar erwiesen. Der Mensch gehört entweder zu der einen, einheitlichen, Inneres und Äußeres umgreifenden Kirche oder er gehört nicht zu ihr. Er kann nicht bloß zu einer Schicht der Kirche gehören. Die Kirche ist ein unteilbares Ganzes. Man kann sie nicht in einen äußeren und in einen inneren Bereich zerschneiden und auseinanderreißen.
    Zitiert aus heilsdogma.wordpress.com

    Kirche und Heiliger Geist bilden eine Einheit. Die Kirche ist der Leib Christi und der Heilige Geist ist dessen Seele. Der Heilige Geist ist die SEELE der Kirche und beide sind untrennbar verbunden.

    Papst Leo XIII., Divinum illud munus: „Und es soll genügen, dies zu bekräftigen, daß, während Christus das Haupt der Kirche ist, der Heilige Geist ihre Seele ist: ‚Was in unserem Leib die Seele ist, das ist der Heilige Geist im Leib Christi, der die Kirche ist‘.“ Papst Pius XII. bekräftigt dies in Mystici corporis: „Diese Gegenwart und Wirkung des Geistes Jesu Christi … hat Leo XIII. ja in seiner Enzyklika ‚Divinum illud‘ durch folgende Worte kurz und treffend ausgedrückt: ‚Es ist soll genügen, dies zu bekräftigen: Während Christus das Haupt der Kirche ist, ist der Heilige Geist ihre Seele‘.

    Die Leugnung der Einheit des Leibes und der Seele der Kirche führt zu der Häresie, daß die Kirche nicht sichtbar ist, man kann nicht unsichtbar in die Kirche eintreten. Papst Leo XIII., Satis Cognitum, 29. Juni 1896: „Gerade weil die Kirche ein Leib ist, ist sie mit den Augen wahrnehmbar.

    Außerdem widerspricht der Katechismus dem Lehramt von Papst Pius X.

    Hl. Papst Pius X., Enzyklika »Acerbo nimis« vom 15. April 1905: „Mit Recht hat darüber Unser Vorgänger Benedikt XIV. geschrieben: Wir behaupten, dass ein großer Teil derjenigen, welche ewig verdammt werden, dieses endlose Unglück deswegen erleiden, weil sie die Glaubenswahrheiten nicht kannten, welche man notwendig wissen und glauben muss, um unter die Auserwählten gezählt zu werden.
    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Acerbo_nimis_(Wortlaut)

  20. @Ci-devant 15. Juni 2016 um 15:30
    @Ci-devant 15. Juni 2016 um 15:33

    Seien Sie vorsichtig mit Verurteilungen von Mystiker. Überdenken Sie Ihre missliche Situation ausserhalb der wahren röm.-kath. Kirche mit dem Papst Franziskus und Ihr Verharren im irrtümlichen Sedisvakantisums.

    Lesen Sie aufmerksam folgenden Artikel:

    http://www.theologie-heute.de/Extra_ecclesiam1.pdf
    Zitat
    Papst Pius IX. erklärt in seiner Ansprache “Singulari quidam” im Jahre 1854 ohne Umschweife, der Satz “außerhalb der Kirche gibt es kein Heil” sei eine formelle Glaubenswahrheit, fügt dann aber hinzu, dass die ausgenommen sind von diesem Axiom, die die wahre Kirche nicht kennen und dass niemand die Grenzen dieser Unkenntnis bestimmen kann . Wörtlich sagt er: “Im Glau9 ben müssen wir festhalten, dass außerhalb der apostolischen römischen Kirche niemand gerettet werden kann; sie ist einzige Arche des Heiles, und jeder, der nicht in sie eintritt, wird in der Flut untergehen. Aber dennoch muss gleicherweise für gewiss gelten, dass diejenigen, die in unüberwindlicher Unkenntnis der wahren Religion leben, von keiner Schuld dieser Art vor den Augen des Herrn betroffen werden” (…)

    Auch der Weltkatechismus greift diese Thematik neuerdings wieder auf, wenn er, die Kirchenkonstitution “Lumen gentium” des II. Vatikanischen Konzils zitierend, feststellt: “Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott jedoch aufrichtigen Herzens sucht und seinen durch den Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluss der Gnade in den Taten zu erfüllen versucht, kann das ewige Heil erlangen”. Bezeichnenderweise schließt der Katechismus an dieses Zitat sogleich noch eine Stelle aus dem Missionsdekret des II. Vatikanischen Konzils “Ad gentes” an, wenn er sagt: “Wenngleich Gott Menschen, die das Evangelium ohne ihre Schuld nicht kennen, auf Wegen, die er weiß, zum Glauben führen kann, ohne den es ‘unmöglich’ ist, ihm ‘zu gefallen’ (Hebr 11,6), so liegt doch auf der Kirche die Notwendigkeit und zugleich das heilige Recht der Verkündigung der Frohbotschaft” an alle Menschen.

    Angesichts der konkreten Möglichkeit, dass man das Heil auch außerhalb der Kirche finden kann, kann, wie das II. Vatikanische Konzil feststellt, unter Umständen gar ein dezidierter Atheist das Heil finden, nämlich dann, wenn er wirklich davon überzeugt ist, dass er keinen Gott gibt , obwohl es in concreto sicher leichter denkbar ist, dass man eine falsche Religion für 17 die wahre hält, als dass man die Nichtexistenz Gottes für die Wahrheit hält.

    Lumen gentium, Nr. 14.
    Mit der Möglichkeit des Heiles außerhalb der katholischen Kirche verhält es sich deshalb so, weil das menschliche Erkennen nun einmal ein komplexer Vorgang ist und weil gerade in religiösen Fragen oder in der Frage der religiösen Erkenntnis seelische Einstellungen und moralische Haltungen stets eine bedeutende Rolle spielen.
    Dabei ist wohl zu bedenken: Wenn solche, die nicht zur Kirche Christi gehören, das Heil erlangen, dann erlangen sie es nicht durch ihre Irrtümer, durch die Irrtümer ihrer Religionen oder durch ihr falsches religiöses System, sondern durch Christus und durch seine Kirche. Sie erlangen dann das Heil trotz der Irrtümer oder trotz des falschen religiösen Systems, das sie als ihre Religion verstehen.
    Warum ist das aber so, dass der, der nach bestem Wissen und Gewissen den Willen Gottes erfüllt, auch außerhalb der Kirche Christi das Heil finden kann? – Das ergibt sich aus dem allgemeinen Heilswillen Gottes. Nach 1 Tim 2, 4 will Gott das Heil aller Menschen. Gemäß 2 Petr 3,9 will er, dass niemand zugrundegeht. Das heißt freilich nicht, dass alle das Heil auch wirklich finden. Es ist ein Unterschied, ob jemand das Heil finden kann oder ob er es wirklich findet.
    Wie die gerettet werden können, die ohne Schuld nicht zur Kirche gehören, aber sich bemühen, den Willen Gottes zu erfüllen, soweit sie es können, so werden die nicht gerettet, die in der Kirche sind, die der Kirche eingegliedert sind, aber nicht in der Liebe verharren und nicht in der heiligmachenden Gnade leben und sterben, die zwar, wie es die Dogmatische Konstitution des II. Vatikanischen Konzils über die Kirche ausdrückt, dem Leibe nach im Schoß der Kirche verbleiben, nicht aber dem Herzen nach .

    Es gibt also auch die Möglichkeit des Heiles außerhalb der Kirche. Indessen hat die Kirche stets die Überzeugung gehegt, dass der normale Weg des Heiles der leichtere ist, dass es leichter ist, das Heil zu finden, wenn man der wahren Kirche angehört, der Kirche Christi im Vollsinn, als wenn man sie ohne persönliche Schuld nicht als solche kennt oder kennengelernt hat. Denn denjenigen, die außerhalb der Kirche stehen, stehen viele Heilsmittel nicht zur Verfügung. Also: Normalerweise ist die katholische Kirche der leichteste und sicherste Weg zum Himmel. Diese
    Überzeugung war in allen Jahrhunderten ein bedeutender Ansporn für die Missionierung der Völker.

    Wenn wir der wahren Kirche angehören, so darf uns das nicht überheblich machen. Denn auch das ist Gabe, Geschenk Gottes, zugleich aber auch Aufgabe. Darauf weist wiederum die Kirchenkonstitution des II. Vatikanischen Konzils hin, wenn sie feststellt: “Alle Söhne der Kirche sollen aber dessen eingedenk sein, dass ihre ausgezeichnete Stellung nicht den eigenen Verdiensten, sondern der besonderen Gnade Christi zuzuschreiben ist; wenn sie ihr im Denken, Reden und Handeln nicht entsprechen, wird ihnen statt Heil strengeres Gericht zuteil”

  21. Stefan1 15. Juni 2016 um 23:14,

    Es ist ein Fehler, ungeprüft Zitate von der todbringenden Zunge der Häretiker zu übernehmen. Der Häretiker, dessen Text Sie kopiert haben, kann nicht einmal einen einzigen Namen der Schreiben von Papst Pius IX. korrekt wiedergeben, aus denen er zitiert, behauptet aber selbstbewußt, daß das Heilsdogma nicht ernst zu nehmen sei.

    In Singulari quadam schreibt Papst Pius IX. völlig richtig, daß derjenige, der in „unüberwindlicher Unkenntnis“ der wahren Religion lebt, keine Schuld in dieser Angelegenheit („huiusce rei culpa“) trägt. Solche tragen natürlich keine Schuld daran, daß sie das Evangelium nie gehört haben. Man kommt natürlich auch nicht in die Hölle wegen etwas, was man nicht kennen kann, sondern wegen der eigenen Sünde und Erbsünde. Davon, daß man in „unüberwindlicher Unkenntnis“ der wahren Religion gerettet werden könnte, sagt Pius IX. aber kein Wort. Er stellt ja nicht zunächst fest, daß es außerhalb der Kirche kein Heil gibt, um dann zu erklären, daß es aber außerhalb der Kirche Heil gibt. Er war ja kein lästernder, böswilliger Häretiker.

    Papst Pius IX., Singulari quadam, 9. Dezember 1854:
    „Im Glauben müssen wir festhalten, daß außerhalb der apostolischen römischen Kirche niemand gerettet werden kann; sie ist die einzige Arche des Heils und jeder, der nicht in sie eintritt, muß in der Flut untergehen. Aber ebenso müssen wir sicher daran festhalten, daß von dieser Schuld (genaue Übersetzung: „von der Schuld in ebendieser Angelegenheit“, huiusce rei culpa) in den Augen des Herrn niemand betroffen wird, der da lebt in unüberwindlicher Unkenntnis der wahren Religion. . . .“ (Rahners Neuner-Roos, 1965, S. 223)

    Papst Pius IX., Quanto conficiamur moerore, 10. AUGUST 1863,
    7. „Wiederum müssen Wir den äußerst schweren Irrtum erwähnen und tadeln, in dem sich bedauernswerterweise manche Katholiken
    befinden, die meinen, Menschen, die in Irrtümern leben und dem wahren Glauben und der katholischen Einheit ferne stehen, könnten zum ewigen Leben gelangen. Dies widerstreitet freilich der katholischen Lehre in höchstem Maße. Wir alle wissen, dass jene, die mit unüberwindlicher Unwissenheit im Hinblick auf unsere heilige Religion behaftet sind, dann, wenn sie sorgsam die Gebote des natürlichen Gesetzes halten, die von Gott in die Herzen aller Menschen geschrieben worden sind, wenn sie bereit sind, Gott zu gehorchen und wenn sie ein tugendhaftes und pflichtgemäßes Leben führen, durch die Macht des göttlichen Lichtes und der Gnade das ewige Leben erlangen können. Denn Gott wird in Übereinstimmung mit seiner unendlichen Güte und Barmherzigkeit nicht zulassen, dass jemand, der nicht einer willentlichen Verfehlung schuldig ist, ewige Bestrafung erleidet.
    8. Jedoch ist das katholische Dogma ebenso wohlbekannt, dass niemand außerhalb der katholischen Kirche gerettet werden kann, und dass jene, die sich hartnäckig der Autorität und den Definitionen jener Kirche widersetzen und die hartnäckig von der Einheit der Kirche und vom Nachfolger Petri, dem Römischen Papst, getrennt bleiben (denen der Erlöser die Sorge für seinen Weinberg anvertraut hat), das Heil nicht erlangen können.“

    Mit „göttliches Licht“ bezieht sich Pius IX. auf die Schrift:

    2 Korinther 4:3-4 „Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist’s in denen, die verloren werden, verdeckt; bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.

    Apostelgeschichte 26:17: „und ich will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter welche ich dich jetzt sende, aufzutun ihre Augen, daß sie sich bekehren von der Finsternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Sünden und das Erbe samt denen, die geheiligt werden durch den Glauben an mich.

    „Göttliche Gnade“ meint im Zusammenhang mit der Verkündigung des Evangeliums die Gnade der Konversion. Die Berufenen und Erwählten bekommen die Gnade, das Evangelium zu hören und sich zu bekehren.

    Papst Pius IX. verurteilt in Quanto conficiamur moerore also die Idee, daß diejenigen, „die in Irrtümern leben und dem wahren Glauben und der katholischen Einheit ferne stehen“, zum ewigen Leben gelangen könnten. Er schreibt, daß solche unter diesen aber, die berufen und erwählt sind, von Gott die Gnade bekommen, das Evangelium zu hören und sich zu bekehren. Das hat klaren Bezug zur Schrift und ist der Umkehrschluß zu 2 Korinther 4:3-4: „Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist’s in denen, die verloren werden, verdeckt; bei welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.“

  22. POSchenker 16. Juni 2016 um 18:00

    Das Übliche. Es nahm seinen Anfang mit der Blut- und Begierdetaufe-Häresie, ging weiter über die Häresie der impliziten Kirchengliedschaft bis zur totalen Apostasie, daß Muslime, Hindus, Buddhisten gerettet werden, die sogar auch Lefebvre teilte.

  23. POSchenker 16. Juni 2016 um 20:43: „Lesen Sie auch noch dies: „Außerhalb der Kirche kein Heil?“

    Ich habe dazu schon Stefan1 geantwortet.

    Joseph Schumacher, der Autor, ist gemäß Kathpedia offenbar im Jahre 1959 geweihter Priester und Universitätsprofessor und Doktor der Theologie. Man muß also davon ausgehen, daß er weiß, was er schreibt. Er leugnet ganz offen das Heilsdogma und versteigt sich zu folgender wahnsinnigen Aussage.

    Joseph Schumacher: „Angesichts der konkreten Möglichkeit, dass man das Heil auch außerhalb der Kirche finden kann, kann, wie das II. Vatikanische Konzil feststellt, unter Umständen gar ein dezidierter Atheist das Heil finden, nämlich dann, wenn er wirklich davon überzeugt ist, dass er[!] keinen Gott gibt…

    Ein Atheist kann gerettet werden, aber nur, wenn er wirklich überzeugt ist, daß es keinen Gott gibt. Der Wahnsinn ist offenbar immer noch steigerbar.

    Ich habe ja weiter oben schon einige Verdrehungen und Halbwahrheiten in seinem Text aufgezeigt. Die folgende Aussage ist aber auch entlarvend.

    Joseph Schumacher: „…die Möglichkeit der Begnadigung auch außerhalb der katholischen Kirche […], nämlich im Falle unüberwindlicher Unkenntnis oder Unwissenheit. Jahrzehnte später wird dieser Gedanke noch tiefer durchdacht, wenn Papst Pius XII. in der Enzyklika “Mystici Corporis” in diesem Zusammenhang von einer Hinordnung auf den mystischen Leib Christi und von einer abgestuften Zugehörigkeit zur Kirche Christi spricht.

    Papst Pius XII. schreibt dort „in diesem Zusammenhang“ nichts dergleichen, im Gegenteil. Es ist also einfach eine dreiste Lüge.

    Papst Pius XII., Enzyklika Mystici Corporis über den mystischen Leib Christi (29. Juni 1943): „Den Gliedern der Kirche aber sind in Wahrheit nur jene zuzuzählen, die das Bad der Wiedergeburt empfingen, sich zum wahren Glauben bekennen und sich weder selbst zu ihrem Unsegen vom Zusammenhang des Leibes getrennt haben, noch wegen schwerer Verstöße durch die rechtmäßige kirchliche Obrigkeit davon ausgeschlossen worden sind. „Denn – so sagt der Apostel – durch einen Geist wurden wir alle zu einem Leibe getauft, ob Juden oder Heiden, ob Sklaven oder Freie“ (l. Cor. 12, 13.). Wie es also in der wahren Gemeinschaft der Christgläubigen nur einen Leib gibt, nur einen Geist, einen Herrn und eine Taufe, so kann es auch nur einen Glauben in ihr geben (Eph. 4, 5.); und deshalb ist, wer die Kirche zu hören sich weigert, nach dem Gebot des Herrn als Heide und öffentlicher Sünder zu betrachten (Matth. 18, 17.). Aus diesem Grunde können die, welche im Glauben oder in der Leitung voneinander getrennt sind, nicht in diesem einen Leib und aus seinem einen göttlichen Geiste leben.
    http://www.stjosef.at/dokumente/mystici_corporis.htm

    Der Dogmatiker Schmaus fand darin auch nichts „von einer abgestuften Zugehörigkeit zur Kirche“.

    Michael Schmaus, Katholische Dogmatik, Band III, Dritte Auflage, München, 1958, § 177a IV., 2.: „Die Enz. Mystici Corporis Pius’ XII. hat dies klar erwiesen. Der Mensch gehört entweder zu der einen, einheitlichen, Inneres und Äußeres umgreifenden Kirche oder er gehört nicht zu ihr. Er kann nicht bloß zu einer Schicht der Kirche gehören. Die Kirche ist ein unteilbares Ganzes. Man kann sie nicht in einen äußeren und in einen inneren Bereich zerschneiden und auseinanderreißen.

  24. POSchenker 16. Juni 2016 um 22:26: „Ich habe noch etwas für Sie, auf Italienisch: 31 maggio 1995 – Giovanni Paol II – Udienza generale! Sorgfältig, ohne Vorurteil, lesen!“

    JP2 schreibt dort von unsichtbaren Gliedern der Kirche, die es aus oben genannten Gründen nicht gibt.

    Weiter sagt er, wie man es oft auch von Traditionalisten hören kann, daß man es einfach dem göttlichen Urteil überlassen sollte, was das ewige Schicksal derjenigen betrifft, die ohne eigenes Verschulden Christus nicht kennen. Wir WISSEN aber aus den Definitionen des Dogmas, daß solche NICHT gerettet werden.

    Dann definiert er das Dogma einfach um und erklärt, daß es „für diejenigen, denen es nicht bewußt ist, daß die Kirche von Gott durch Jesus Christus gegründet wurde, nicht verpflichtend ist, ihr beizutreten und darin zu verharren, um das Heil zu erlangen (Lumen Gentium, 14)“. Es gibt aber nur das, was die Kirche einmal erklärt hat. Wenn es so wäre, wie JP2 erklärt, hätte das Dogma auch so definiert werden müssen.

    Papst Pius IX., Dogmatische Konstitution Dei filius, Erstes Vatikanisches Konzil, 24. April 1870: “Denn die Glaubenslehre, die ja Gott geoffenbart hat, ist nicht nach Art eines philosophischen Lehrsystems dem menschlichen Geiste vorgelegt worden, um durch seine Forscherarbeit erst vervollkommnet zu werden. Sie ist vielmehr der Braut Christi anvertraut worden als göttliches Lehrgut, um von ihr treu behütet und unfehlbar erklärt zu werden. Daher muss an dem Sinn der Heilslehren, wie ihn die Kirche, unsre heilige Mutter, einmal dargelegt hat, immerdar festgehalten werden und man darf niemals, etwa unter dem Vorwand und aus dem Scheingrund einer tiefern Erkenntnis, von diesem Sinn abgehen. So wachse denn im Lauf der Zeiten und Jahrhunderte und blühe weit und mächtig auf, Einsicht, Wissenschaft und Weisheit, in den einzelnen und in der Gesamtheit, in jedem Menschen wie in der ganzen Kirche: in dem ihnen zustehenden Bereich. Der Sinn der Glaubenssätze aber und die Lehrverkündigung müssen die gleichen bleiben (Vinzenz von Lerin, Common. n 28).“
    http://www.kathpedia.com/index.php/Dei_filius_(Wortlaut)

    Es gibt keinen unsichtbaren impliziten Beitritt in die Kirche, den Leib Christi, wie er weiter behauptet. Denn es wird zwar nicht verlangt, alle tieferen Glaubenswahrheiten zu kennen, aber es gibt Glaubenswahrheiten, die man notwendig wissen muß, für die es also nicht reicht, sie „implizit mitzuglauben“.

    Hl. Papst Pius X., Enzyklika Acerbo nimis, 15. April 1905: „Mit Recht hat darüber Unser Vorgänger Benedikt XIV. geschrieben: Wir behaupten, dass ein großer Teil derjenigen, welche ewig verdammt werden, dieses endlose Unglück deswegen erleiden, weil sie die Glaubenswahrheiten nicht kannten, welche man notwendig wissen und glauben muss, um unter die Auserwählten gezählt zu werden.“

    Papst Benedikt XIV., Enzyklika Cum Religiosi, 26. Juni 1754:
    „Wir können jedoch nicht darüber erfreut sein, wenn Uns nachfolgend berichtet wird, daß es häufig der Fall war, daß im Gefolge des Religionsunterrichts in der Vorbereitung zur Beichte und Heiligen Kommunion diese Leute in Unwissen über die Glaubensgeheimnisse waren, sogar über solche Dinge, welche mit Notwendigkeit des Mittels [necessitas medii] gewußt werden müssen; folglich sind sie nicht zu den Sakramenten zuzulassen.“

    Necessitas medii (Notwendigkeit des Mittels) bedeutet „unbedingte Heilsnotwendigkeit“ in Abgrenzung zu necessitas praecepti (Notwendigkeit des Gebotes), zu welcher Mittel gehören, die nicht absolut notwendig zum Heil sind, aber dennoch zu beobachten sind.

    Das Dogma sagt, daß es für jeden Menschen („wer auch immer“) ab dem Vernunftsalter – die Formulierung „wer auch immer gerettet sein WILL“ schließt das unvernünftige Kind aus – heilsnotwenig ist, den katholischen Glauben festzuhalten. „Festhalten“ beinhaltet, daß man etwas empfangen hat. Worin der katholische Glaube besteht wird auch gesagt, nämlich der Glaube an die Trinität und Inkarnation.

    Papst Eugen IV., 22. November 1439, Konzil von Florenz, 8. Sitzung, Athanasische Glaubensregeln, ex cathedra: „Wer auch immer gerettet sein will, muß vor allem den katholischen Glauben festhalten. Wer ihn nicht ganz und unverletzt bewahrt, wird ohne Zweifel auf ewig verloren sein. Der katholische Glaube besteht darin, daß wir den einen Gott in der Dreiheit und die Dreiheit in der Einheit verehren … Zum ewigen Heil ist es aber auch notwendig, die Inkarnation unseres Herrn Jesus Christus treu zu glauben.“

    Die Inkarnation und die Dreifaltigkeit müssen explizit geglaubt werden. Genau das sagt das Dogma.

    Auch eine Begierdetaufe oder gar eine implizite [stillschweigende] Begierdetaufe ist nicht vereinbar mit der Lehre. Auch Lefebvre irrt hier leider.

    Lefebvre, Offener Brief an die ratlosen Katholiken:
    „Sie haben oft sagen hören: „Außerhalb der Kirche kein Heil“ und dieses Wort schockiert die zeitgenössigen Anschauungen. … Soll das heißen, daß kein Protestant, kein Moslem, kein Buddhist, kein Animist gerettet wird? Nein! So zu denken ist ein zweiter Irrtum. Jene, die bei den Worten des hl. Cyprian: ‚Außerhalb der Kirche kein Heil‘ nach Intoleranz schreien, verwerfen das Credo: ‚Ich glaube an die eine Taufe zur Vergebung der Sünden‘ und sind ungenügend darüber belehrt, was die Taufe wirklich ist. Es gibt drei Arten, die Taufe zu empfangen: die Taufe mit Wasser, die Bluttaufe … und die Begierdetaufe. … So lautet die Lehre der Kirche, die auch die implizite Begierdetaufe anerkennt. Sie beruht auf dem Entschluss, den Willen Gottes erfüllen zu wollen. Gott kennt alle Seelen und weiß daher, dass es bei den Protestanten, den Moslems, den Buddhisten und in der ganzen Menschheit Seelen gibt, die guten Willens sind. Sie empfangen die Taufgnade, ohne es zu wissen, aber auf wirksame Weise. Dadurch vereinigen sie sich mit der Kirche.“

    Bei Dr. Ludwig Ott heißt es zur Wirkung der Begierdetaufe, S.428: “Die Begierdetaufe wirkt ex opere operantis. Sie verleiht die Rechtfertigungsgnade, womit die Nachlassung der Erbsünde, aller persönlichen schweren Sünden und der ewigen Sündenstrafe verbunden ist. Läßliche Sünden und zeitliche Sündenstrafen werden entsprechend dem Grade der subjektiven Disposition nachgelassen. Der Taufcharakter wird nicht eingeprägt.

    Die Begierdetaufe ist also keine Taufe. Etwas anderes zu behaupten, ist anathema.

    Papst Paul III., Concilium von Trient, Ad consummationem, 7. Sitzung,
    über die Sakramente, 3. März 1547, 9. Canon: „Wenn jemand sagt (auch unten, Sitzung 23, Kanon 4), in den drei Sakramenten, der Taufe nämlich, der Firmung und der Weihe, werde der Seele nicht ein Charakter, das ist, ein geistiges und unauslöschliches Zeichen eingeprägt, weswegen sie nicht wiederholt werden können, der sei im Bann.
    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Ad_consummationem_(Wortlaut)

    Wenn also die sog. Begierdetaufe keine Taufe ist, ergeben sich folgende schwerwiegende Probleme:

    Befinden sich „Begierdegetaufte“ in der Kirche? Nein! Denn ohne das Bad der Wiedergeburt (Taufe) keine Zugehörigkeit zu der Kirche und keine Bezeichnung als Christen. Die Kirche richtet nicht über diejenigen, die mangels Taufe außerhalb von ihr stehen, aber ohne Taufe kann man aufgrund der Erbsünde nicht eingehen in das Reich Gottes.

    Papst Eugen IV., Konzil von Florenz, “Exultate Deo,” 22. Nov. 1439, ex cathedra:
    Den ersten Platz unter allen Sakramenten nimmt die heilige Taufe ein, sie ist die Pforte zum geistlichen Leben. Durch sie werden wir nämlich zu Gliedern Christi und dem Leib der Kirche zugehörig. Und da durch den ersten Menschen der Tod in alle einzog, können wir nicht, wie die Wahrheit sagt, in das Reich der Himmel eintreten, wenn wir nicht wiedergeboren werden aus Wasser und Geist. Die Materie dieses Sakraments ist wahres und natürliches Wasser, …

    Papst Julius III., Konzil von Trient, Sacrosancta oecumenica, 14. Sitzung, 2. Kapitel, 25. November 1551, ex cathedra:
    Übrigens wird dieses Sakrament aus (oben, Sitzung 6 Kap 14 von der Rechtfertigung und unten, Kanon 2 von der Buße) vielen Gründen als von der Taufe verschieden erkannt. Denn, außer dass die Materie und Form, durch welche das Wesentliche des Sakraments vollbracht wird, sehr weit von einander abstehen, ist es offenbar gewiss, dass der Verwalter der Taufe nicht Richter sein muss, zumal die Kirche über niemanden Gericht ausübt, der nicht zuerst durch die Pforte der Taufe selbst in sie hineingetreten ist. Denn, sagt der Apostel, (1 Kor 5,12) was habe ich über die zu urteilen, welche draußen sind? Anders verhält es sich mit den Dienern des Glaubens, welche Christus der Herr einmal (1 Kor 12,13) durch das Taufbad zu Gliedern seines Leibes gemacht hat.

    Papst Pius XII., Enzyklika „Mystici Corporis“ über den mystischen Leib Christi, 29. Juni 1943: „Den Gliedern der Kirche aber sind in Wahrheit nur jene zuzuzählen, die das Bad der Wiedergeburt empfingen, sich zum wahren Glauben bekennen und sich weder selbst zu ihrem Unsegen vom Zusammenhang des Leibes getrennt haben, noch wegen schwerer Verstöße durch die rechtmäßige kirchliche Obrigkeit davon ausgeschlossen worden sind.

    Papst Pius XII., Mediator Dei, 43, 20. November 1947: „Wie die Taufe alle Christen als solche bezeichnet und von den übrigen Menschen sondert, die im Läuterungsbad nicht gewaschen und keine Glieder Christi sind, so unterscheidet gleicherweise das Sakrament der Priesterweihe die Priester von allen übrigen mit dieser Gnadengabe nicht ausgestatteten Christen …
    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Mediator_dei_(Wortlaut)

    Sind „Begierdegetaufte“ Gläubige? Nein! Denn die Taufe ist das Sakrament des Glaubens und ohne Glauben auch keine Ausgießung der Rechtfertigungsgnade.

    Papst Paul III., Konzil von Trient, 6. Sitzung, Cum hoc tempore, 13. Januar 1547, über die Rechtfertigung, ex cathedra: „… ferner die werkzeugliche Ursache das Sakrament der Taufe, welches ein Sakrament des Glaubens ist, ohne den (Hebr 11,6) niemals jemanden die Rechtfertigung zukam …

  25. @Ci-devant 17. Juni 2016 um 15:45

    Lesen Sie über Maria Anna Lindmayr und Anna Katharina Emmerichs (einer der grössten Mystikerin) Visionen:

    Am verlassensten sind nach Anna Katharina Emmerich und Maria Anna Lindmayr jene Seelen, die nicht der Katholischen Kirche angehören, da sie von ihren Angehörigen, die nicht an das Fegfeuer glauben, verlassen sind. Niemand betet für sie, keiner schenkt ihnen gute Werke. Besonders fehlt das hl. Messopfer, das durch nichts ersetzt werden kann.

  26. @Stefan1 18. Juni 2016 um 08:44

    Richtig.
    Eine sichtbare Amtl.- OFFIZIELLE Kirche muss es einfach geben. Um das kommen wir nicht herum. Alles andere ist Phantasterei.

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