„Jesus ist die inkarnierte Zärtlichkeit Gottes“

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Heiligsprechung, 5. Juni 2016 / © CTV – OSSERVATORE ROMANO

Predigt von Papst Franziskus zur Heiligsprechung von Stanisław Papczynski und Maria Elisabeth Hesselblad

Papst Franziskus scheint unermüdbar. Nach einer sehr intensiven Woche hat er am heutigen Sonntag um 10.30 Uhr auf dem Petersplatz die Heiligsprechungen von Stanisław Papczynski (1631-1701), Gründer der Marianer, und Maria Elisabeth Hesselblad (1870-1957), Gründerin des schwedischen Zweigs des Erlöserordens der Birgittinnen, vorgenommen.‬

‪Ausgehend von den Lesungen des X. Sonntags im Jahreskreis, ging er in seiner Predigt auf das „zentrale Ereignis“ des christlichen Glaubens ein: „den Sieg Gottes über das Leid und den Tod.“‬

‪„Es geht darum, nicht vor dem Kreuz davonzulaufen, sondern dort zu bleiben, wie es die Jungfrau und Mutter Maria getan hat“, so erklärte Jorge Bergoglio, der daran erinnerte, dass die beiden neuen Heiligen aus Polen und Schweden genau dieses im Laufe ihres Lebens getan haben. „Sie blieben eng mit dem Leiden Jesu verbunden, und an ihnen zeigte sich die Kraft seiner Auferstehung“, betonte der Papst.‬

‪Schon die Geschichte der Witwe von Sarepta erzähle uns von der Güte und Zärtlichkeit Gottes, der gegenüber dem Tod des einzigen Sohnes dieser Frau einfach nicht passiv oder taub bleibe.‬

‪Und die Zärtlichkeit Gottes offenbare sich „vollkommen“ in Jesus, wie die Auferweckung des einzigen Sohnes der Witwe von Naïn in Galiläa uns zeige. Jesus sei „kein Magier“, sondern „die inkarnierte Zärtlichkeit Gottes, in ihm wirke das unendliche Mitleid des Vaters“, unterstrich Jorge Bergoglio.‬

‪Und das Wirken Gottes hat nie aufgehört und seine Liebe gilt auch heute für jeden. „Auch bei den Sündern, bei jedem Einzelnen, hört Jesus nicht auf, den Sieg der lebenspendenden Gnade aufleuchten zu lassen“, fuhr der Papst fort, während er die zwei neuen Heiligen als „beispielhafte Zeugen“ des Geheimnisses der Auferstehung bezeichnete.‬

‪Vor dem Schlußsegen betete der Papst, wie immer, den Angelus. In seiner kurzen Ansprache vor dem Mariengebet grüsste er die sehr zahlreichen Gläubigen und Pilger auf dem Petersplatz, insbesondere die offizielle Delegation aus Polen, die von Staatspräsident Andrzej Duda geleitet war, und aus Schweden.‬

Wir dokumentieren im Folgenden in der offiziellen Übersetzung die Predigt von Papst Franziskus.

***

Das Wort Gottes, das wir gehört haben, führt uns wieder zum zentralen Ereignis unseres Glaubens hin: den Sieg Gottes über das Leid und den Tod. Es ist das Evangelium der Hoffnung, das dem Ostergeheimnis Christi entspringt und von seinem Antlitz aufstrahlt, welches Gott Vater, den Tröster der Betrübten, offenbart. Es ist ein Wort, das uns mit dem Leiden unseres Herrn Jesus tief verbunden zu bleiben heißt, auf dass sich die Kraft seiner Auferstehung an uns zeige.

Im Leiden Christi finden wir in der Tat die Antwort Gottes auf den angstvollen – und mitunter entrüsteten – Schrei, den die Erfahrung des Schmerzes und des Todes in uns auslöst. Es geht darum, nicht vor dem Kreuz davonzulaufen, sondern dort zu bleiben, wie es die Jungfrau und Mutter Maria getan hat. Gemeinsam mit Jesus hat sie gelitten und erhielt so die Gnade, gegen alle Hoffnung zu hoffen (vgl. Röm 4,18).

Dies war auch die Erfahrung eines Stanislaus von Jesus Maria und einer Maria Elisabeth Hesselblad, die heute heiliggesprochen wurden: Sie blieben eng mit dem Leiden Jesu verbunden, und an ihnen zeigte sich die Kraft seiner Auferstehung.

Die erste Lesung und das Evangelium des heutigen Sonntags stellen uns eben zwei wunderbare Zeichen von Auferweckung vor: das erste wird vom Propheten Elija bewirkt, das zweite von Jesus. In beiden Fällen sind die Toten junge Söhne von Witwen, die ihren Müttern lebend zurückgegeben werden.

Die Witwe von Sarepta – eine nicht jüdische Frau, die dennoch den Propheten Elija in ihrem Haus aufgenommen hatte – ist über den Propheten und über Gott entrüstet. Denn ihr Kind war erkrankt, gerade als Elija bei ihr zu Gast war, und jetzt war es in ihren Armen gestorben. Da sagt Elija zu jener Frau: »Gib mir deinen Sohn!« (1 Kön 17,19). Dies ist ein Schlüsselwort: Es drückt die Haltung Gottes gegenüber unserem Tod (in allen seinen Formen) aus. Gott sagt nicht: „Behalte ihn, sieh, wie du damit zurechtkommst!“, sondern: „Gib ihn mir.“ Und in der Tat nimmt der Prophet das Kind und trägt es in das Obergemach hinauf. Dort – allein – „ringt er mit Gott“ im Gebet, indem er ihm die Widersinnigkeit dieses Todes gegenüberstellt. Und der Herr erhörte die Stimme des Elija, denn in Wirklichkeit war er – Gott – es, der durch den Propheten sprach und handelte. Er hatte durch Elijas Mund zur Frau gesagt: „Gib mir deinen Sohn“. Und jetzt war er es, der ihn der Mutter lebend zurückgab.

Die Zärtlichkeit Gottes offenbart sich vollkommen in Jesus. Im Evangelium (Lk 7,11-17) haben wir gehört, wie Jesus mit jener Witwe von Naïn in Galiläa, die gerade ihren einzigen Sohn, der noch ein Jugendlicher war, zum Grabe begleitete, »Mitleid« hatte (V. 13). Doch Jesus tritt näher, fasst die Bahre an, hält den Leichenzug an und wird sicher auch liebevoll über das von Tränen benetzte Gesicht dieser armen Mutter gestrichen haben. »Weine nicht!«, sagt er zu ihr (V. 13) – als ob er sie bitten würde: „Gib mir deinen Sohn“. Jesus erbittet sich unseren Tod, um uns davon zu befreien und uns das Leben zurückzugeben. Und tatsächlich wachte jener junge Mann wie von einem tiefen Schlaf auf und begann wieder zu sprechen. »Und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück« (V. 15). Er ist kein Magier! Er ist die inkarnierte Zärtlichkeit Gottes, in ihm wirkt das unendliche Mitleid des Vaters.

Eine Art von Auferweckung finden wir auch beim Apostel Paulus, der von einem Feind und grausamen Verfolger der Christen zu einem Zeugen und Boten des Evangeliums wurde (vgl.Gal 1,13-17). Diese radikale Veränderung war nicht sein Werk, sondern Geschenk der Barmherzigkeit Gottes, der ihn »auserwählte und durch seine Gnade berufen hat« und an ihm seinen Sohn offenbarte, damit er ihn unter den Heiden verkündige (vgl. Vv. 15-16). Paulus sagt, dass es Gott Vater gefallen hat, den Sohn nicht nur ihm, sondern an ihm zu offenbaren, also indem er gleichsam in seiner Person – in seinem Fleisch und Geist – den Tod und die Auferstehung Christi einprägte. So wird der Apostel nicht nur ein Bote, sondern vor allem ein Zeuge.

Auch bei uns Sündern, bei jedem Einzelnen, hört Jesus nicht auf, den Sieg der lebenspendenden Gnade aufleuchten zu lassen. Heute und alle Tage sagt er zur Mutter Kirche: „Gib mir deine Kinder“ – das sind wir alle. Er nimmt unsere Sünden auf sich, er nimmt sie hinweg und gibt uns der Kirche selbst lebend zurück. Und genau das ist es, was auf besondere Weise in diesem Jahr der Barmherzigkeit geschieht.

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Quelle

9 Kommentare zu “„Jesus ist die inkarnierte Zärtlichkeit Gottes“

  1. Mein Eintrag kam auf die falsche Seite. Hier gehört er hin! Auf die „zärtliche“ Seite!

    Also, es gibt sie – die detaillierte Francis-Seite. Über diese wollen wir noch nichts weiter verraten. Eine Seite der Ketzereien von Francis, exakt und mustergültig zusammengestellt für @dspecht, @Pierre etc. und alle Leser hier. Man könnte das Ganze überschreiben: „Offen zu Tage tretende Häresie und Apostasie des derzeitigen Besetzers von Rom“

    Die Ideologie, diese Denkungsart des Kommunismus, hat sich – o Elend – im Vatikan etabliert. Wie leicht kann man sich vorstellen, daß die Muttergottes im Dritten Teil des Geheimnisses weiterfährt, daß diese „Irrlehren“ ein falscher Papst sich zu eigen macht und es untersagt ist, ihm zu folgen. Das wäre von den 20 Zeilen ein kleiner Satz, der aber aussagekräftig genug wäre, der Realität ins Auge zu begegnen.

    Denken wir also nur an das blasphemische kommunistische Kruzifix, wie Francis sich tolerant präsentierte.
    Seine einseitige Sorge für die Armen entspricht nicht dem Evangelium. Unser HERR sagt: „Arme habt ihr allezeit bei euch“. Wer sich nicht um die armen Sünder kümmert, die sich der Verdammnis nahen, wer sich nicht den Armen Seelen im Fegfeuer annimmt, dessen Worte und Handlungen sind nur leere Phrasen. Und es wird im Text darauf hingewiesen, daß Francis die Soziallehre der Kirche für seine Zwecke und Theorien vereinnahmen will, also verdrehen. „Bei der Erstellung des Dokuments“, heißt es, (gemeint ist Laudato Si) suchte Franz den Rat von einer Vielzahl von Öko-kommunistischen Führer“, denen pastorale Angelegenheiten völlig fremd sind.

    Was nun bedeutet für Jorge der Glaube? Für Jorge bedeutet der christliche Glaube Dienst an der Person zu leben, als Ganzes und allen Völkern, beginnend mit denen die am Rande leben! Wo ist aber die Verherrlichung Gottes, zu der der Mensch erschaffen ist, wo bleibt die Sorge um die unsterblichen Seelen, wo geht es um die absolute Wahrheit und das Übernatürliche?

    Doch zumindest können wir ein Teilchen Wahrhaftigkeit erkennen, wenn Francis sich selbst als leprakrank bezeichnet. Sagt er doch, die Römische Kurie ist „Lepra des Papsttums“. Nun gehört er als „Papst“ jedoch selbst zur Kurie. Denn der Begriff „Römische Kurie“ bezeichnet sowohl den Papst als auch die Dienststellen. Natürlich wissen wir genau, daß Jorge in erster Linie das Heilige Offizium gemeint hat, das ja seine Vorgänger bereits dem Abfall übergeben haben.

    Apropos „absolute Wahrheit“! Dazu bekräftigt der „Oberste Lehrer“, den Bischof Fellay händeschüttelnd und angrinsend begrüßt, das uns Gott aber in der Heiligen Schrift verboten hat, also der Oberste Guru bekräftigt, daß wir nie über „absolute Wahrheit“ sprechen sollen, und dass Gott „ist der Geist der Welt, und jeder kann ihn auf seine Weise interpretieren“!
    Dann kann Francis auch nicht die Homosexuellen nach den Geboten Gottes und nach der Heiligen Schrift beurteilen. Dazu sei er unfähig. Wir kennen seine Aussage: „Wer bin ich dass ich urteile?“
    Was sie als Neuestes noch nicht gehört haben sollten: Die Sünden sind ab sofort nicht mehr zu meiden. Denn nach Francis sind unsere Sünden „ein privilegierter Ort, Gott zu begegnen“. Für ihn ist Sünde nicht so sehr ein Vergehen gegen Gott, sondern ein Grund, sich zu rühmen. Und übrigens ist Sünde relativ, weil jedes Gewissen einer Person selbst bestimmt, was richtig und was falsch ist.
    In bezug auf die Brote und Fische würde Francis gern eine neue Perspektive wahrnehmen: „Sie haben sich nicht vermehrt, nein, das ist nicht wahr!“
    Nach Francis hat die Kirche „die sündige Gewohnheit“, auf sich selbst viel zu sehr zu konzentrieren, eben selbstbezogen zu sein! Gelle, da schaust! Wußten wir aber schon!
    Und zum Letzten, das aber nicht die letzte Gotteslästerung ist, die im Text aufgelistet ist: Francis verkündet blasphemisch und frech: Jesus „Fehlerhaftigkeit“ in seinen „Eskapaden im Tempel“, für dieses Abenteuer er seine Eltern wahrscheinlich um Vergebung zu bitten hatte und dass er in die Welt kam zu „lernen, wie man ein Mann zu sein hat“!!

    Forts.
    „Es tut uns leid für Sie, Bewunderer von Francis“, fährt der Text weiter. „Doch das kommt Ihnen vielleicht gerade recht, wenn Sie Schwierigkeiten haben mit der Ewigkeit. Denn es wird Ihnen ja versprochen: „jeder ist gerettet“! und „die ewige Verdammnis ist außerhalb des Wegs der Kirche“! „Gott verurteilt nie“!

    Und ich frage Sie, warum werden diese markanten Aussprüche Ihres ach so lieben Heiligen Vaters (Bischof Athanasius Schneider) so schnell vergessen? Und er nennt die fromme Praxis des Betens des Rosenkranzes als heute nicht mehr aktuell!

    „Wir zitieren nicht Luther“, schreibt die Seite weiter, „aber Francis“! Und was schreibt sie weiter für jene, die doch diesen Bergoglio – wie Ihren Wojtyla – für so marianisch halten?

    „Jemand, der die Beziehung zu Gott und Jesus Christus zu verformen trachtet, tut sich auch nicht schwer, das gegenüber Maria zu tun. Sagte er doch ohne Skrupel, daß sie [Maria] behauptet, „durch den Engel Gabriel getäuscht“ worden zu sein“!

    Katechismus, Yoga und zen stehen bei ihm auf gleichem Niveau und dass die Todesstrafe gegen die göttliche Barmherzigkeit und Gerechtigkeit sei.

    Um wieviel mehr wird er gegen Gott lästern, der nicht nur zeitliche Strafen, sondern ewige verhängt?

    Es steht für Jorge nichts im Wege, wenn in der ehelichen Bindung eine Irreversibilität vorliegen sollte, eine Zweitverbindung einzugehen. Ein Zusammenleben junger Menschen vor der Ehe ist normal. Und um ein guter Katholik zu sein ist es nicht notwendig, Kinder zu haben wie die Karnickel! Nach ihm sollte die Kirche nie an die Nähe der Türe verweisen, auch nicht bei den Sakramenten, denn „der Herr verurteilt nie und verzeiht immer“!

    Es sei nicht notwendig, ständig solche Themen der Moral wie Homosexualität oder Verhütungsmitteln aufzuwerfen, denn [eine solche Beständigkeit] mache die Menschen müde.
    Und die Seite weist zurecht darauf hin, daß er die Beziehung zu Gott völlig ändern möchte. Wir sollen uns „nicht die Hände schmutzig machen“, meint Francis, andere zu verurteilen. „Die Kirche soll zu ihren Wurzeln zurückgehen, klein und arm.“ Also Bergoglio will sie, die Kirche, schon längst vernichtet sehen!

    Zudem sei die Trennung zwischen den verschiedenen protestantischen Sekten und der katholischen Kirche ein Skandal! Diesen Skandal wird er sicher nächstes Jahr rundum ausrotten und beenden!

  2. @Alexius

    Doch zumindest können wir ein Teilchen Wahrhaftigkeit erkennen, wenn Francis sich selbst als leprakrank bezeichnet. Sagt er doch, die Römische Kurie ist „Lepra des Papsttums“.

    Wo haben Sie denn das her?! Wann und womit hat Papst Franziskus „die Kurie als ‚Lepra des Papsttums‘ bezeichnet“?
    Beleg(e), bitte!

    Zitat aus „Lumen fidei“:
    57. Das Licht des Glaubens lässt uns nicht die Leiden der Welt vergessen. Für wie viele Männer und Frauen des Glaubens waren die Leidenden Mittler des Lichts! So der Leprakranke für den heiligen Franz von Assisi oder für die selige Mutter Teresa von Kalkutta ihre Armen. Sie haben das Geheimnis verstanden, das in ihnen zugegen ist. Sicher haben sie nicht alle ihre Leiden getilgt, wenn sie sich ihnen genähert haben, und konnten auch nicht jedes Übel erklären. Der Glaube ist nicht ein Licht, das all unsere Finsternis vertreibt, sondern eine Leuchte, die unsere Schritte in der Nacht leitet, und dies genügt für den Weg. Dem Leidenden gibt Gott nicht einen Gedanken, der alles erklärt, sondern er bietet ihm seine Antwort an in Form einer begleitenden Gegenwart, einer Geschichte des Guten, die sich mit jeder Leidensgeschichte verbindet, um in ihr ein Tor zum Licht aufzutun. In Christus wollte Gott selbst diesen Weg mit uns teilen und sein Sehen schenken, um darin das Licht zu schauen. Christus, der den Schmerz erduldet hat, ist »der Urheber und Vollender des Glaubens« (Hebr 12,2).

  3. Wie schaurig und gespenstisch hören sich zu obigem Artikel die feierlichen, formvollendeten Beteuerungen von Bischof Bernard Fellay an, sozusagen als Eid an den abtrünnigen Vatikan, überreicht Kardinal Levada am 15. April 2012:

    „Wir versprechen der Katholischen Kirche und dem Römischen Pontifex, dem Obersten Hirten, Stellvertreter Christi, Nachfolger Petri und Oberhaupt des Bischofskollegiums STETE TREUE!!“

    Seine Beteuerungen an die falschen Päpste, die weder Nachfolger Petri noch Stellvertreter Christi sind, stützt er frevelnd auf Lumen Gentium.

    Bischof Fellay anerkennt „die Autoritäten des Lehramtes“, also der Konzilspäpste einschließlich Bergoglio, „dem es allein obliegt, das Wort Gottes, sei es schriftlich niedergelegt oder sei es getreu der Tradition überliefert, authentisch auszulegen…“

    In Punkt 4) behauptet er nicht, daß das II. Vatikanum sich hätte vollständig der gesamten katholischen Tradition verpflichten müssen, nein, nein, die gesamte katholische Tradition hat sich nach dem II. Vatikanischen Konzil auszurichten! Diese katholische Tradition, so sagt er sinngemäß, lasse die Lehren des II. Vatikanischen Konzils verstehen!

    In Punkt 7) vollendet er dann tatsächlich den Bruch der gesamten Piusbruderschaft mit der Tradition:
    „Wir erklären, dass wir die Gültigkeit des Messopfes (!!) und der Sakramente“ (also die neuen Sakramente, an deren Gültigkeit die Piusbruderschaft immer zumindest Zweifel aufkommen ließ, ebenso wie an der von Lefebvre genannten „Luthermesse“) ANERKENNEN!

    Schlußendlich, als verräterischen Abschluss, sei er willens (natürlich mitsamt der Priesterbruderschaft, einschließlich Bischof Galarreta und Bischof Tissier de Mallerais, die sich dem nicht widersetzten), das häretische Kirchenrecht von 1983 ZU RESPEKTIEREN!

  4. Alexius 6. Juni 2016 um 13:47

    Ein sehr gute Beschreibung von der antichristlichen Ideologie und Politik von Don Modesto.

  5. Alexius 6. Juni 2016 um 16:29

    Ohne die Bekenntnis zu allen Häresien des „Konzils“ und ihre Produkten, zu denen die „Liturgie“ von Montini und das „Kirchenrecht“ von Wojtyla gehören, wird es keine Aufnahme in der Konzilssekte geben.
    Das ist die Eintrittskarte und wer diese nicht bezahlen will oder kann, kommt nicht rein.

    Wenn Fellay immer wieder beteuert, daß es keine faule Kompromisse geben wird, betreibt er nur Volksverdummung.

    Wäre Fellay nicht bereit, diese Eintrittskarte zu kaufen, würde er nicht mit Bergoglio verhandeln.

  6. Thomas, 6. Juni 2016 17:02: „Ohne die Bekenntnis zu allen Häresien des „Konzils“ und ihre Produkten, zu denen die „Liturgie“ von Montini und das „Kirchenrecht“ von Wojtyla gehören, wird es keine Aufnahme in der Konzilssekte geben..“

    Richtig! Und das Jubilieren, die Priesterbruderschaft brauche das Konzil nicht mehr anzuerkennen ist reine Heuchelei. Denn die Anerkennung liegt dem Vatikan ja bereits vor!

    Heuchelei war es ebenso, was Fellay sich in Kansas City im Oktober 2013 leistete. Sagt er doch:

    „Sich vorzustellen, daß einige Leute weiterhin vorgeben, wir seien [immer noch] entschlossen, zu einer Übereinkunft mit Rom zu gelangen…..Die Armen. Ich fordere sie wirklich auf zu beweisen, was sie sagen. Sie geben vor, daß ich anders denke als ich handle. Sie sind doch nicht in meinem Kopf.“

    Jene, die seine krummen Sachen durchschauen und die Lage richtig beurteilen, nennt Fellay verächtlich „Die Armen“! Gäbe es nicht diese „Armen“, hätte der Großteil kein Indiz seiner unglaublichen Machenschaften.

    Dieser falsche Geist hat sich in der Priesterbruderschaft St. Pius X. festgekrallt und er ist nicht mehr auszurotten, weil viel zu viel Priester und Laien von Anfang an mitgelaufen sind.

    Listig wie immer, dreht er die ganze Sache wie er es gerade braucht. Wir seien ja mit Rom schon lehrmäßig übereingekommen, meint er, denn wenn Rom sagt, wir haben das Recht, Irrtümer blosszulegen, haben wir den Beweis von der Bekehrung Roms. Geht’s noch verdrehter?

  7. Alexius 6. Juni 2016 um 20:51

    Die Tatsache, daß die Führungskräfte der Piusbruderschaft alle hin und her drehen, so wie sie es gerade brauchen, zeigt daß sie gegen besseres Wissen reden und handeln. Deswegen ist von ihnen keine Bekehrung zu erwarten.
    Dasselbe gilt für Bergoglio, Ratzinger und die modernistische „Bischöfe“.

    Wer hartnäckig die Wahrheit bekämpft, ist nicht bekehrbar.

  8. @Thomas 6. Juni 23:19: „..gegen besseres Wissen reden und handeln.“

    Das hat sich insbesondere gezeigt, als die Piusbruderschaft anfing, gegen ihre eigenen Beschlüsse auf dem Generalkapitel 2006 entgegenzuhandeln und diese aufzugeben.

    Im Hinblick auf den Entschluss von Bischof Fellay, die ganze Piusbruderschaft in Spaltung und Zwietracht zu lenken und der Konzilssekte anheimzustellen, mußten neue Bedingungen her. Fellay war sehr wohl bewußt, wohin das führen wird, doch mit Wissen und Willen steuerte er seine Titanic auf die Klippe.

    Selbst bestätigte er sogar sein Wissen voraus:
    Er wußte, daß es „unvermeidlich“ sei, daß sich ein Teil der Bruderschaft im Falle eines Abkommens mit Rom nicht anschließen würde:

    „Ich kann nicht ausschließen, daß es vielleicht zur einer Spaltung [in der Bruderschaft] käme.“ (Interview mit dem Catholic News Service).

    Wenn wir sehen, welche neuen Bedingungen auf dem Generalkapitel 2012 festgelegt wurden, schauert es einem.

    Die dritte Bedingung z.B. verlangte eine Gewährleistung von mindestens einem Bischof. Ein Bischof für die ganze Welt! Ein einziger Bischof, der das Sakrament der Firmung spendet und die Heiligen Öle weiht?
    „Ein Bischof“!? Klar, daß hier zum Ausdruck kommt, daß die FSSPX das Zepter aus der Hand zu geben bereit ist, um es den Konzilsbischöfen zu überreichen. Welcher Verrat!

    Nun wissen wir auch, warum es nach dem Tod von Lefebvre zu keinen neuen Bischofsweihen gekommen ist. Der Plan von Msgr. Fellay war längst geschmiedet.

    Längst hätte die FSSPX nach dem Tod von Lefebvre mindestens 10 Bischöfe weihen müssen, denn klagte sie nicht fortwährend, dem Andrang der Anfragen weltweit nicht Genüge leisten zu können?
    Doch da schwirrten in den Köpfen der Verantwortlichen ganz andere Pläne!

    Dann war es der WUNSCH der Piusbruderschaft, daß ihre Häuser der Kontrolle durch die Diözesanbischöfe abgeschirmt sei. Also lediglich ein „Wunsch“! Das muss man sich vorstellen. Jeder weiss, daß dieser Wunsch von Rom niemals erfüllt werden wird.
    Im übrigen kann eine Bedingung nicht gleichzeitig zu einem Wunsch gemacht werden und ein Wunsch schließt jede Bedingung aus! Wie konnte nur Tissier de Mallerais und Galarreta diesem beipflichten? Williamson schreibt zu recht: „Das ist einfach unglaublich. Fast 40 Jahre lang hat die Priesterbruderschaft für die Rettung des Glaubens gekämpft und ihre wahrheitsliebende praktische Glaubensübung vor der Einmischung durch die Ortsbischöfe geschützt. Und nun kommt das Generalkapitel daher und spricht nur noch den Wunsch nach Unabhängigkeit von diesen Ortsbischöfen aus? Liebe Leser, die Priesterbruderschaft ist leider nicht mehr das, was sie einmal war…“

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