„Erinnern Sie sich, Dublin beginnt heute!“

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Pressekonferenz Weltfamilientag 2016 / © ZENIT – HSM

Pressekonferenz über den Weltfamilientag in Dublin
vom 22. bis 26. August 2016

Amoris laetitia erfordert nicht nur eine einfache Überholung der Familienpastoral, sondern sehr viel mehr“, stellte Msgr. Vincenzo Paglia, Präsident des Päpstlichen Rates für die Familie, während der Pressekonferenz anlässlich des Weltfamilientags, der in Dublin vom 22. bis zum 26. August stattfinden wird, fest. Eine neue Weise, die Kirche zu leben, sei erforderlich. Dem Weltfamilientreffen komme daher in diesem wichtigen Moment im Leben der Kirche eine besondere Bedeutung zu, da das Treffen erneut in Europa stattfinde.

Im letzten Jahr wurde das Weltfamilientreffen in Philadelphia ausgetragen, und Papst Franziskus besuchte das Treffen während seiner USA-Reise. Das erste Treffen dieser Art wurde 1994 in Rom organisiert. Danach folgten Austragungsorte in der ganzen Welt.

In seiner Ansprache bezeichnete Msgr. Paglia die apostolische Exhortation „Amoris laetitia“ als Leitfaden der Begegnung und erinnerte an die bewegenden Worte von Papst Franziskus im Rahmen der Verleihung des Karls-Preises in Rom. Der Papst hatte in seiner Ansprache an die humanistischen Werte Europas appelliert und zum interkulturellen und interreligiösen Dialog aufgerufen. Unter den gesellschaftlichen, sozialen, religiösen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen nannte Msgr. Paglia die Förderung der Familie, die in Europa einen besonders schlechten Stand habe, als besonders wichtig und zitierte Papst Franziskus, der von einem jungen Europa träumt, das Mutter ist, das dem Armen hilft, zuhört, dem Bedürftigen und Migranten hilft.

Schon der Titel des diesjährigen Weltfamilientreffens, „Das Evangelium der Familie, Freude für die Welt.“, stelle das „Wir“ der Familie in den Mittelpunkt und das Bedürfnis nach Liebe eines jeden Menschen. Die Familien dienten als Vorbild für Politik und Gesellschaft, die von individualistischen Tendenzen beherrscht würden. Dem Weltfamilientreffen blickt Msgr. Paglia mit großem Enthusiasmus entgegen: „Ich würde beinahe sagen, (es ist) entscheidend für die Familien und die ganze Kirche, die Irländer, die Europäer, die ganze Welt“.

In gleicher Weise äußerte sich auch Msgr. Diarmuid Martin, Erzbischof von Dublin, über das Treffen im August und berichtete von einer Begegnung mit Papst Franziskus während der Familiensynode 2015. „… und während ich am ersten Morgen in den Synodensaal trat, sagte Papst Franziskus zu mir: ‚Erinnern Sie sich, Dublin beginnt heute!’“ Die Ermahnung des Papstes zeige, das Weltfamilientreffen stelle kein isoliertes Ereignis dar, sondern sei Teil eines Erneuerungs-, Ermutigungs- und Begleitprozesses in der Familienpstoral.

Auch wenn das Treffen in Dublin stattfinde, sei die gesamte Kirche eingebunden, erklärte der Erzbischof und gab einige Informationen zur Situation der Familien in Irland. Irland sei ein junges Land, es gebe viele Eheschließungen und wenige Scheidungen, die Geburtenrate liege bei zwei Kindern. Viele Familien litten aber unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen: Die Erneuerung der Familiepastoral sei dringlicher als je zuvor. Familien komme eine grundlegende Rolle in der Erneuerung und in der Weitergabe des Glaubens zu.

Erzbischof Martin erhofft sich, dass der Weltfamilientag die Familien ermutige. Die Kirche sei aufgerufen, ihnen in neuer Weise beizustehen und sie zu begleiten. „Die Hoffnung besteht darin, dass der Weltfamilientag in Dublin ein Fest vom Liebeszeugnis Gottes durch Jesus Christus ist.“

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