»Der Schöpfungsbericht im Buch Genesis richtig gelesen«

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Wenn wir im Buch Genesis den Schöpfungsbericht lesen, so riskieren wir, uns vorzustellen, Gott sei ein Magier gewesen mit einem Zauberstab, der alle Dinge verwirklichen kann. Dem ist nicht so. Er hat die Wesen erschaffen, und er hat sie entwickeln lassen gemäß den inneren Gesetzen, die er jedem gegeben hat, damit sie sich weiterformen und ihre eigene Fülle erreichen. Er hat den Wesen des Universums die Unabhängigkeit gegeben und hat sie gleichzeitig seiner fortwährenden Präsenz versichert, indem er jeder Realität das Sein gegeben hat. Auf diese Weise dauerte die Schöpfung Jahrhundert um Jahrhundert, Jahrtausend um Jahrtausend fort, bis sie zu der geworden ist, wie wir sie heute kennen, eben weil Gott weder ein Demiurg noch ein Magier ist, sondern der Schöpfer, der allen Dinge das Sein verleiht. Der Anfang der Welt ist nicht das Werk des Chaos, das seinen Ursprung einem anderen verdankt, nein, es entstammt direkt einem Obersten Prinzip, das die Dinge aus Liebe schafft. Der »Big-Bang«, der Urknall, den man heute an den Anfang der Welt setzt, steht nicht in Widerspruch zum göttlichen Schöpfungsplan, er verlangt nach ihm. Die Evolution in der Natur steht nicht im Kontrast zum Begriff Schöpfung, denn die Evolution setzt die Erschaffung der Wesen voraus, die sich entwickeln.

Was jedoch den Menschen angeht, so gibt es eine Änderung und eine Neuheit. Als am sechsten Tag in der Erzählung der Genesis die Erschaffung des Menschen kommt, gibt Gott dem menschlichen Wesen eine andere Art von Autonomie, eine Autonomie, die sich von jener der Natur unterscheidet: es ist die Freiheit. Er sagt dem Menschen, allen Dingen den Namen zu geben und im Lauf der Geschichte voranzugehen. Er überträgt ihm die Verantwortung für die Schöpfung, damit er über sie herrscht und sie weiterentwickelt bis ans Ende der Zeiten. Deshalb entspricht das Verhalten des Wissenschaftlers, und insbesondere des christlichen Wissenschaftlers, der Tatsache, dass er sich über die Zukunft der Menschheit und der Erde Gedanken macht, und als freier und verantwortlicher Mensch einen Beitrag leistet, die Erde zu bearbeiten und zu behüten und die sowohl auf den Menschen als auch auf die Natur bezogenen Risiken beseitigt.

Gleichzeitig muss der Wissenschaftler von dem Vertrauen bewegt sein, das die Natur in ihren evolutiven Mechanismen Potentialitäten birgt, die von der Intelligenz und der Freiheit entdeckt und verwirklicht werden müssen, um zu jenem Fortschritt zu gelangen, der im Schöpferplan vorgesehen ist. Somit hat der Mensch mit seinem – wenn auch beschränkten– Handeln an der Macht Gottes Anteil und ist in der Lage eine Welt aufzubauen, die seinem zweifachen Leben, dem leiblichen und dem geistlichen, entspricht.

Eine Welt aufzubauen für alle Menschen und nicht für eine bestimmte Gruppe oder eine bevorzugte Klasse. Diese Hoffnung und dieses Vertrauen auf Gott, Autor der Natur, und die Fähigkeit des menschlichen Geistes, bewirken es, dem Forscher eine neue Energie und eine tiefe innere Ruhe zu geben. Es ist aber auch wahr, dass das menschliche Handeln, wenn seine Freiheit zur Autonomie wird – die keine Freiheit ist, sondern eben Autonomie –, die Schöpfung zerstört und der Mensch an die Stelle des Schöpfers tritt. Und das ist die schwere Sünde gegen Gott, den Schöpfer.

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Quelle

35 Kommentare zu “»Der Schöpfungsbericht im Buch Genesis richtig gelesen«

  1. „Die Evolution in der Natur steht nicht im Kontrast zum Begriff Schöpfung, denn die Evolution setzt die Erschaffung der Wesen voraus, die sich entwickeln.“

    Lieber Herr Poschenker, das ist doch Nonsens. Daß es begrenzte Anpassung gibt, ist unbestreitbar, aber Evolution durch Anpassungsdruck setzt doch nicht die Schöpfung voraus, sondern leugnet diese. Außerdem verleugnet diese Unwahrheit die Erbsünde; denn demnach hätte es den Tod schon vor dem Sündenfall gegeben; denn Evolution setzt Tod voraus. Die Evolutionslehre macht keinen Sinn, selbst wenn man Trilliarden von Jahren als Erdzeitalter annimmt. Ganz zu schweigen von schon zu Lebzeiten überführten Wissenschaftsbetrügern wie Ernst Häckel, deren Fälschungen elementare Bestandteile dieser Irrlehre sind.

  2. @Ci-devant

    Die „Evolution“, die hier Papst Franziskus meint, betrifft nicht den Menschen. Die Pflanzen- und Tierwelt ist ja von Urbeginn ihrer Erschaffung an nicht UNSTERBLICH!

  3. POSchenker 13. Mai 2016 um 15:30: „Die Pflanzen- und Tierwelt ist ja von Uranbeginn ihrer Erschaffung an nicht UNSTERBLICH!“

    Woraus schließen Sie das?

  4. @Ci-devant

    Nur die Menschen haben eine UNSTERBLICHE SEELE. Und unsterblich sind auch die ENGEL. Aber niemals DIE TIERE und schon gar nicht DIE PFLANZEN!

  5. Euer Gott ist also einer, der nicht alle Dinge verwirklichen kann, wie aus dem ersten Satz hervorgeht.

    Das muss wohl jemand anderes sein, als der wahre Gott. Der wahre Gott ist nämlich allmächtig. Das hat uns die wahre Kirche unfehlbar offenbart.

  6. @MarionStrauss

    Gemeint ist mit diesem ersten Satz nicht: dass GOTT nicht alle Dinge verwirklichen kann, sondern dass er sie nicht wie ein Magier mit einem Zauberstab verwirklicht. Im italienischen Original lautet dieser Satz:
    Quando leggiamo nella Genesi il racconto della Creazione rischiamo di immaginare che Dio sia stato un mago, con tanto di bacchetta magica in grado di fare tutte le cose.

  7. Ci-devant 13. Mai 2016 um 15:15

    Glaube und Evolutionismus schließen sich gegenseitig aus.

    Der Evolutionismus ist zutiefst atheistisch und wurde gerade erfunden, um das Entstehen des Universums ohne Gott zu erklären.

    Als Wojtyla behauptet hat, der Evolutionismus sei mehr als nur eine Theorie, also eine Gesetzmäßigkeit, hat der die Schöpfung und damit den Schöpfer geleugnet.

    Wojtyla war nicht „nur“ ein Häretiker, sondern ein Apostat.

  8. @Tomás

    Sie können also nicht unterscheiden zwischen einem atheistischen Evolutionismus und dem Glauben an eine gottgewollte und gottbestimmte, gottüberwachte Evolution!

  9. Es gab nie eine „Evolution“.
    Die Schöpfung war von Anfang an
    vollständig mit allen bekannten Arten.
    Was wir seit Menschengedenken, d. h.
    seit dem ersten Sündenfall erleben, ist
    ein großes Aussterben der Arten.
    Das ist seit dem Sündenfall so bestimmt
    und wird weitergehen bis zum Ende der
    Welt, bis der Herr mit großer Macht und
    Herrlichkeit wiederkommt um Gericht zu
    halten.
    Dann wird er seine Schöpfung wiederherstellen.

  10. @jan

    Die Genesis – der Schöpfungsbericht – sagt ja, dass die Schöpfung nicht von Anfang an, auf einmal, vollständig war. Sie ist ein „6-Tagewerk“!

  11. Entweder hat Gott das Universum in 6 Etappen („Tage“) geschaffen oder alles ist aus dem Nichts, aus eigener Kraft und aus Zufall entstanden.

    Man kann nicht den Evolutionismus „taufen“, also christlich machen.

  12. POSchenker 13. Mai 2016 um 15:30

    Vollkommen richtig!

    Ihre Erklärung POSchenker 13. Mai 2016 um 15:38 trifft aber nicht ganz.

    Denn es geht ja um die leibliche Unsterblichkeit des Menschen, den leiblichen Tod. Selbstverständlich ist seine Seele unsterblich. Sein Leib aber von Natur genau so wenig wie der der Tiere. Wenn also GOTT als praeternaturle Gabe dem Mensch die leibliche Unsterblichkeit verleihen konnte, dann rein theoretisch auch den Tieren. Aber ihre Erklärung zieht dann insofern, als dass es für den Menschen ANGEMESSEN war aufgrund eben seiner seelischen Unsterblichkeit, für die Tiere hingegen nicht.

    Einige Kirchenväter / Theologen gingen wohl aber dennoch davon aus, dass auch der tierische Tod erst durch die Erbsünde in die Welt getreten sei u/o dass Löwen früher Pflanzenfresser gewesen seien (etc.).

    Thomas stellt sich klar gegen diese These. Er ist der Ansicht, dass in der Tat der tierische Tod unabhängig von der Erbsünde vorhanden ist und etwa der Löwe selbstverständlich von Anfang an Fleischfresser war – also auch Töter

    – s.th. I, 96, 1, ad 2.

  13. Und selbstverständlich gibt es eine christliche Interpretation der Evolutionslehre.

    Schon Augustinus hat (zumindest zeitweise) eine solche vertreten, Pius XII läßt in „Humani Generis“ sogar die Spekulation darüber, ob der Menschenleib sich evolutiv aus der Tierwelt entwickelt habe, als kirchlich zulässig zu und setzt als Grenze nur jene, dass die Seele des Menschen unmittelbar von GOTT geschaffen sei und es auch nur ein erstes Menschenpaar gegeben habe.

    Alles andere ist theologisch offen – oder man muss auch Pius XII (wie auch Augustin und andere) zum Häretiker stempeln.

  14. Also, man lese s.th. I, 96, 1, ad 2 sowie die entscheidenden Stellen der Enz. „Humani Generis“ Pius´ XII. (und dann auch noch Augustin etc. zum Sechstage-Werk).

  15. dspecht 13. Mai 2016 um 17:38: „Pius XII läßt in „Humani Generis“ sogar die Spekulation darüber, ob der Menschenleib sich evolutiv aus der Tierwelt entwickelt habe, als kirchlich zulässig zu …“

    Ich bin den Text gerade überflogen und finde die Stelle nicht. Können Sie bitte zitieren?

  16. POSchenker 13. Mai 2016 um 16:11,

    verstehe ich Sie richtig, daß Sie der Meinung sind, daß die Eltern Adams – er muß ja Eltern gehabt haben, wenn er evolutiv entstanden sein soll – Tiere gewesen seien?

  17. dspecht 13. Mai 2016 um 17:38: „Pius XII läßt in „Humani Generis“ sogar die Spekulation darüber, ob der Menschenleib sich evolutiv aus der Tierwelt entwickelt habe, als kirchlich zulässig zu …“

    Ich finde nur eine Verurteilung der Evolutionslehre…

    Papst Pius XII., Enzyklika „Humani generis“ (Nr. 5) über einige falsche Ansichten, die die Grundlagen der katholischen Lehre zu untergraben drohen (12. August 1950): „Einige lassen unklug und urteilslos die sogenannte Entwicklungslehre, die auf dem eigenen Gebiet der Naturwissenschaften noch nicht sicher bewiesen ist, für den Ursprung aller Dinge zu und verlangen sie; vermessentlich huldigen sie der monistischen und pantheistischen Auffassung, dass das Weltall einer ständigen Entwicklung unterworfen sei.
    http://www.stjosef.at/dokumente/humani_generis.htm

    … und eine Verurteilung der Ansicht, Adam sei nicht der einzige Stammvater aller Menschen.

    Papst Pius XII., Enzyklika „Humani generis“ (Nr. 37) über einige falsche Ansichten, die die Grundlagen der katholischen Lehre zu untergraben drohen (12. August 1950): „Darum können Gläubige sich nicht der Meinung anschließen, nach der es entweder nach Adam hier auf Erden wirkliche Menschen gegeben habe, die nicht von ihm, als dem Stammvater aller auf natürliche Weise abstammen, oder dass Adam eine Menge von Stammvätern bezeichne, weil auf keine Weise klar wird, wie diese Ansicht in Übereinstimmung gebracht werden kann mit dem, was die Quellen der Offenbarung und die Akten des kirchlichen Lehramts über die Erbsünde sagen; diese geht hervor aus der wirklich begangenen Sünde Adams, die durch die Geburt auf alle überging und jedem einzelnen zu eigen ist.

  18. Ci-devant 13. Mai 2016 um 18:06
    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Humani_generis_%28Wortlaut%29

    … 36 Das kirchliche Lehramt verbietet daher nicht, dass die Entwicklungslehre, entsprechend dem heutigen Stand der Profanwissenschaft und der Theologie, von den Fachleuten beider Gebiete in Forschung und Erörterung behandelt werde, insofern die Untersuchung den Ursprung des menschlichen Leibes aus schon vorliegender und belebter Materie betrifft; …

  19. @Ci-devant

    Nein, es gibt keine Eltern Adams. Adam und Eva wurden als Erstmenschen VOLLKOMMEN, mit vollkommenem unsterblichem Leib und vollkommener unsterblicher Seele erschaffen!

  20. @MarionStrauss

    Auch dies ist möglich, heißt es doch im Schöpfungsbericht (Genesis 2):

    Erschaffung Adams
    Und der HERR, Gott, bildete den Menschen, Staub vom Erdboden, und hauchte in seine
    Nase den Hauch des Lebens, da wurde der Mensch zu einer lebendigen Seele.

  21. Wenn Adam vor der Einhauchung der Seele ein Affe war, dann hätte Adam natürlich Eltern 😉

    Ich denke es ist laut Pius aber erlaubt zu sagen, daß Adam aus einem toten Affen von Gott erschaffen wurde. Also nicht aus Staub direkt oder aus Ton oder gar aus nichts, sondern aus Affenfell und Affenherz und Affernfingernägel etc. oder so ähnlich.

  22. MarionStrauss 13. Mai 2016 um 18:33,

    ganz herzlichen Dank für die Textstelle.
    ___________________________________

    POSchenker,

    vielen Dank für Ihre Antwort, die mich einigermaßen beruhigt.

  23. dspecht 13. Mai 2016 um 17:38: „Alles andere ist theologisch offen – oder man muss auch Pius XII (wie auch Augustin und andere) zum Häretiker stempeln.“

    Dann muß ich Ihnen wohl ausnahmsweise Recht geben. Ich bin zwar nicht glücklich mit dem, was Papst Pius XII. schreibt, aber eine Häresie kann ich nicht entdecken.

    Papst Pius XII., Enzyklika „Humani generis“ (36) über einige falsche Ansichten, die die Grundlagen der katholischen Lehre zu untergraben drohen (12. August 1950): „Aus diesem Grund verbietet das Lehramt der Kirche nicht, dass in Übereinstimmung mit dem augenblicklichen Stand der menschlichen Wissenschaften und der Theologie die Entwicklungslehre Gegenstand der Untersuchungen und Besprechungen der Fachleute beider Gebiete sei, insoweit sie Forschungen anstellt über den Ursprung des menschlichen Körpers aus einer bereits bestehenden, lebenden Materie, während der katholische Glaube uns verpflichtet, daran festzuhalten, dass die Seelen unmittelbar von Gott geschaffen sind. Es sollen diese Verhandlungen in der Weise geschehen, dass die Gründe für beide Ansichten, also dieser, die der Entwicklungslehre zustimmt, wie jener, die ihr entgegensteht, mit nötigen Ernst abgewogen und beurteilt, vorausgesetzt, dass alle bereit sind, das Urteil der Kirche anzunehmen, der Christus das Amt anvertraut hat, die Heilige Schrift authentisch zu erklären und die Grundsätze des Glaubens zu schützen[11]. Einige überschreiten nun verwegen diese Freiheit der Meinungsäußerung, da sie so tun, als sei der Ursprung des menschlichen Körpers aus einer bereits bestehenden und lebenden Materie durch bis jetzt gefundene Hinweise und durch Schlussfolgerungen aus diesen bereits mit vollständiger Sicherheit bewiesen; ebenso tun sie, als ob aus den Quellen der Offenbarung kein Grund vorliege, der auf diesem Gebiet nicht die allergrößte Mäßigung und Vorsicht geböte.
    http://www.stjosef.at/dokumente/humani_generis.htm

  24. An @Tomas

    @Tomás 13. Mai 2016 um 16:50

    “ Entweder hat Gott das Universum in 6 Etappen („Tage“) geschaffen oder alles ist aus dem Nichts, aus eigener Kraft und aus Zufall entstanden.

    Man kann nicht den Evolutionismus „taufen“, also christlich machen. “

    Dabei schreibt @dspecht 13. Mai 2016 um 17:38

    “ Und selbstverständlich gibt es eine christliche Interpretation der Evolutionslehre.

    Schon Augustinus hat (zumindest zeitweise) eine solche vertreten, Pius XII läßt in „Humani Generis“ sogar die Spekulation darüber, ob der Menschenleib sich evolutiv aus der Tierwelt entwickelt habe, als kirchlich zulässig zu und setzt als Grenze nur jene, dass die Seele des Menschen unmittelbar von GOTT geschaffen sei und es auch nur ein erstes Menschenpaar gegeben habe.

    Alles andere ist theologisch offen – oder man muss auch Pius XII (wie auch Augustin und andere) zum Häretiker stempeln. “

    @Tomas, sagten Sie nicht selbst dass P.Pius XII. schon damals „modernistisch angehaucht“ gewesen sei?!?

    Ergo: Müsste, wenn Sie wirklich KONSEQUENT(!!!) wären, auch P.Pius XII. als HAERETIKER einstufen müssen! q.e.d.
    Das haben Sie aber bis jetzt tunlichst vermieden als „konsequenter“ Sedisvakantist. Warum auch immer.

    Damit habe ich ( eigentl. hat es ja @dspecht für mich getan weil Sie, @Tomas sich bis jetzt weigerten mir diesbezüglich eine aufklärende Antwort [im Allgem. Teil nachzulesen] zu geben! ) Sie, @Tomas, ÜBERFÜHRT.

  25. 1. Vatikan. Konzil:

    Denz. 3025
    Wer nicht bekennt, daß die Welt und ALLE DINGE, die in ihr enthalten sind – sowohl die geistigen als auch die materiellen -, ihrem ganzen Wesen nach von Gott aus nichts hervorgebracht wurden , …., der sei mit dem Anathema belegt.

    auch Denz 3002

    Ich denke aus den beiden Textstellen geht klar hervor, daß nicht nur Engel, Sand, Affen, Gewürm, Berge, Erdbeeren, etc, sondern auch der Mensch nicht aus einem Affen, sondern aus nichts geschaffen wurde.

  26. @MarionStrauss

    Nochmals aus Genesis 2:
    Erschaffung Adams
    Und der HERR, Gott, bildete den Menschen, Staub vom Erdboden, und hauchte in seine Nase den Hauch des Lebens, da wurde der Mensch zu einer lebendigen Seele.

    Also hat Er den Menschen (seinen Leib) nicht „aus dem Nichts“ gebildet, sondern aus dem „Staub vom Erdboden“!

    Und da Er zuvor den „Erdboden“ aus dem Nichts hervorgebracht hat, hat er damit auch den Leib des Menschen über den „Erdboden“, also (in 2 Stufen) beides zusammen genommen aus dem Nichts hervorgebracht!

  27. dspecht schreibt: Schon Augustinus hat (zumindest zeitweise) eine solche vertreten.

    Augustin schreibt, daß Gott nichteinmal 6 Tage gebraucht hat um die Welt zu erschaffen: „Wenn nun von diesen Werken berichtet wird, daß sie an ein und demselben Tage, der sich sechsmal wiederholt, vollendet worden seien, so geschieht das wegen der Vollkommenheit der Sechszahl; nicht also als hätte Gott eines Zeitraumes bedurft, wie wenn er die Schöpfung, die nachmals durch regelmäßige Bewegungen die Zeit erst bilden sollte, nicht zumal hätte ins Dasein rufen können,“ http://www.unifr.ch/bkv/kapitel1929-29.htm

    Daß sich eine Amöbe nicht innerhalb eines normalen Tages zu einem Affen entwickelt wusste Augustinus wohl genauso gut wie Sie und ich 😉 Den Kirchenvätern so einen Schmarren reinzuschieben ist unredlich. Sie sahen auch die Ähnlichkeiten der verschiednen Lebenwesen. Daß die sich aber mit der Zeit in andere Spezie verwandeln, das hat mit Sicherheit keiner von ihnen behauptet.

  28. Po Schenker, lesen Sie einmal Dei filius, 1. Vatikanische Konzil, zumindest diese beiden Stellen die ich erwähnt habe. Die Schriftauslegung ist Sache von Päpsten, Konzilien etc 🙂

  29. Anfangszustände auf der Erde und Erschaffung des Mannes; Pflanzung des Gottesgartens (= des Paradieses) in Eden und Erschaffung des Weibes

    Zur Zeit, als Gott der HERR Erde und Himmel schuf, als es auf der Erde noch keine Sträucher auf dem Felde gab und noch keine Pflanzen auf den Fluren gewachsen waren, weil Gott der HERR noch keinen Regen auf die Erde hatte fallen lassen und auch noch keine Menschen da waren, um den Ackerboden zu bestellen – es stieg aber ein Wasserdunst von der Erde auf und tränkte die ganze Oberfläche des Erdbodens –: da bildete Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies ihm den Lebensodem in die Nase; so wurde der Mensch zu einem lebenden Wesen. Hierauf pflanzte Gott der HERR einen Garten in Eden nach Osten hin und versetzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte. Dann ließ Gott der HERR allerlei Bäume aus dem Erdboden hervorwachsen, die lieblich anzusehen waren und wohlschmeckende Früchte trugen, dazu auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen (oder: von Gut und Böse).
    Genesis 2,5-9

    Erschaffung des Weibes und Stiftung der Ehe

    Hierauf sagte Gott der HERR: »Es ist nicht gut für den Menschen, daß er allein ist: ich will ihm eine Hilfe schaffen, die zu ihm paßt (oder: ihm zur Seite stehe).« Da bildete Gott der HERR aus Erde alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie benennen würde; und wie der Mensch sie alle (= jedes einzelne) benennen würde, so sollten sie heißen. So legte denn der Mensch allem Vieh (= allen zahmen Tieren) und den Vögeln des Himmels und allen wilden Tieren Namen bei; aber für einen Menschen fand er keine Hilfe (oder: Gehilfin) darunter, die zu ihm gepaßt hätte (vgl. V.18). Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so daß er einschlief; dann nahm er eine von seinen Rippen heraus und verschloß deren Stelle wieder mit Fleisch; die Rippe aber, die Gott aus dem Menschen genommen hatte, gestaltete er zu einem Weibe und führte dieses dem Menschen zu. Da rief der Mensch aus: »Diese endlich ist es: Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch! Diese soll ›Männin‹ heißen; denn vom Manne ist diese genommen.« Darum verläßt ein Mann seinen Vater und seine Mutter und hängt seinem Weibe an, und sie werden ein Fleisch sein. Und sie waren beide nackt, der Mensch (oder: Mann) und sein Weib, und doch schämten sie sich nicht (voreinander).
    Genesis 2,18-25
    ________________________________________________________________

    Muss man denn über solche Geheimnisse immer spekulieren? Warum nicht einfach im Glauben, im Staunen so annehmen, wie es hier steht?

  30. Es ist ja eigentlich schon witzig, wenn mir von der Kirche offiziell erlaubt wird zu sagen, daß Herr PoSchenker oder sonst wer, der mir nun nicht allzu sympatisch ist, vom Affen abstammt. Ich finde es wahrhaft witzig!

    Mir aber aufzwingen zu wollen auch nur zu denken , daß Adam, die Hl. Jungfrau Maria und unser Erlöser Jesus Christus die Köpfe und Hirne von Affen oder vielleicht Würmern haben, das geht nicht. Solch eine Aufforderung ist … Ich denke das muss nicht ausgesprochen werden. Und von welcher Seite solcherlei Aufforderungen kommen, müsste auch jedem, der auch nur ein ganz klein wenig vernunftbegabt ist klar sein.

  31. „Der »Big-Bang«, der Urknall, den man heute an den Anfang der Welt setzt, steht nicht in Widerspruch zum göttlichen Schöpfungsplan, er verlangt nach ihm.“
    „Papst“ Franziskus 0.
    _______________________________________________________________

    „Hütet euch aber vor den falschen Propheten, welche in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt ein jeder gute Baum gute Früchte, der faule Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum sollt ihr sie an ihren Früchten erkennen.“
    Matthäus 7,15-20

  32. @ DSPECHT:
    „Einige Kirchenväter / Theologen gingen wohl aber dennoch davon aus, dass auch der tierische Tod erst durch die Erbsünde in die Welt getreten sei u/o dass Löwen früher Pflanzenfresser gewesen seien (etc.).“

    Das sehe auch ich so und der Löwe wird wieder Stroh fressen!

    „Die Kuh und die Bärin werden miteinander weiden und ihre Jungen zusammenamme lagern. Der Löwe wird Stroh fressen wie das Rindvieh.“
    Jesaja 11,7

  33. Josua 13. Mai 2016 um 22:50

    Auch das dürfen Sie so sehen – es ist keine Häresie oder auch sonst wie verurteilt.

    Aber auch die gegenteilige Ansicht ist keine Häresie und ebenfalls nicht verurteilt.
    Und Thomas, ein Vertreter dieser letzteren Ansicht, sagt über die erstere Ansicht, sie sei „omnino irrationabile“ (eben s.th. I, 96, 1, ad 2).

  34. @ MarionStrauss 13. Mai 2016 um 21:39

    Mir aber aufzwingen zu wollen auch nur zu denken , daß Adam, die Hl. Jungfrau Maria und unser Erlöser Jesus Christus die Köpfe und Hirne von Affen oder vielleicht Würmern haben, das geht nicht. Solch eine Aufforderung ist …

    Nun, Sie scheinen zu übersehen, dass gemäß der Stufenleiter des Seins Affen, ja selbst Würmer als organisch-sensitive Wesen WEIT über der anorganischen Materie wie bloßer STAUB und ERDE stehen.

    Nun, dann müssten Sie es auch für eine Zumutung halten, dass der Menschenleib aus eben solcher ERDE und STAUB gebildet wurde – damit lästerten Sie aber gegen die Bibel, welche genau dies berichtet.

    Wenn wir also aus ERD-STAUB, sprich (mindestens einmal anorganischer) Materie gebildet wurden – und das unserer Würde nicht dem geringsten widerstreitet – um wieviel mehr widerspricht es nicht unserer Würde (und auch nicht der Weisheit GOTTes), organische Materie als Materie anzunehmen, aus der unser Leib geformt wurde (also bereits belebten, organisierten Erdstaub), welche uns in der Seins-Stufenleiter doch viel näher steht!!

    Und man vergesse auch nicht die alte Väterlehre, wonach der Mensch ein Mikrokosmos ist, ALLES im Kosmos, was unter ihm steht, also alles Materielle mit allen seinen Seinstufen, in sich vereinend und enthaltend!

  35. ci-devant et al.:

    Und ich halte mich strikt an die Vorgaben der Kirche:
    Es ist festzuhalten:
    – Es gab ein EINZIGES erstes Menschenpaar, Adam und Eva
    – Die Geistseele wurde/wird unmittelbar von GOTT erschaffen – und damit auch das Wesen Mensch (seine Wesensform und somit das Wesen).

    Was die leiblich-materielle Seite betrifft (wie sie genau beschaffen war, was mit „Staub vom Erdboden“ genau gemeint war, wie sie entstanden ist bzw. geschaffen wurde resp. sich unter der Leitung GOTTes sich entwickelt hat), darüber schweigt sich die Hl. Schrift aus und auch die Hl. Kirche macht hier keinerlei Glaubensvorschriften. Der Gedanke, dass – unter GOTTes Leitung – die materielle Seite sich entwickelt haben könnte ist nie als Glaubensirrtum verurteilt worden.

    Wenn Sie mir eine solche Verurteilung beibringen, bin ich sofort bereit, mich zu unterwerfen und meine Meinung zurückzunehmen.

    (Wie auch sonst, auch wenn Sie mir das vielleicht nicht glauben, weil Ihre Interpretation bestimmert Lehramtsäußerungen von der meinen – und der offenkundigen des Wortsinnes – abweicht — wobei ich bitte AN DIESER STELLE die Diskussion um andere Themen nicht neu zu eröffenen, wir können Sie ggf. anderen Orts führen.)

    Bis zum Beibringen einer solchen kirchlichen Verurteilung muss die Evolutionslehre (mit oben gemachten Einschränkungen und Erklärungen) als legitime katholische Meinung gelten gelassen werden.

    (Was also die leiblich-materielle Seite betrifft kann es sogar eine Evolution über Artgrenzen hinweg geben – dazu braucht es aber ja immer eine jeweilige Wesensform der neuen Art, und diese wurde dann von GOTT (wohl) jeweils unmittelbar erschaffen.)

    Übrigens, dieses eine mal muss ich sogar Bergoglio einmal loben und zustimmend zitieren, wenn er sagt: „Die Evolution in der Natur steht nicht im Kontrast zum Begriff Schöpfung, denn die Evolution setzt die Erschaffung der Wesen voraus, die sich entwickeln.“

    Er hat damit einmal wirklich etwas sehr weises gesagt – – und jedenfalls – mal – etwas, was nicht im Gegensatz zur kirchlichen Lehrevorlage steht.

    Ja, es sieht sogar nach einer sehr konservativen Auffassung der Evolutionslehre aus, nämlich einer nur innerhalb der Arten (Wesen) – wobei selbst eine weitere, wie eben dargelegt, nicht gegen eine kirchliche Verurteilung verstoßen würde.

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