PAPST BENEDIKT XVI.: RELIGIONSFREIHEIT, EIN WEG FÜR DEN FRIEDEN

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BOTSCHAFT
SEINER HEILIGKEIT
PAPST BENEDIKT XVI.

ZUR FEIER DES
WELTFRIEDENSTAGES

1. JANUAR 2011

RELIGIONSFREIHEIT, EIN WEG FÜR DEN FRIEDEN

 

1. Zu Beginn eines neuen Jahres will mein Glückwunsch alle und jeden einzelnen erreichen; es ist ein Wunsch für ein frohes Wohlergehen, vor allem aber ist es ein Friedenswunsch. Auch das Jahr, das seine Türen schließt, war leider von Verfolgung, von Diskriminierung, von schrecklichen Gewalttaten und von religiöser Intoleranz gezeichnet.

Ich denke besonders an das geschätzte Land Irak, das auf seinem Weg in die ersehnte Stabilität und Versöhnung weiterhin ein Schauplatz von Gewalt und Anschlägen ist. Mir kommen die jüngsten Leiden der christlichen Gemeinde in den Sinn und insbesondere der niederträchtige Angriff auf die syro-katholische Kathedrale „Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe“ in Bagdad, wo am vergangenen 31. Oktober zwei Priester und über fünfzig Gläubige, die zur Feier der heiligen Messe versammelt waren, getötet wurden. Diesem Anschlag folgten in den Tagen danach weitere Angriffe, auch auf Privathäuser. Sie haben in der christlichen Gemeinde Angst ausgelöst sowie bei vielen ihrer Mitglieder den Wunsch geweckt, auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen zu emigrieren. Ihnen bekunde ich meine Nähe und die der ganzen Kirche, was auch in der kürzlich abgehaltenen Sonderversammlung der Bischofssynode für den Nahen Osten konkret zum Ausdruck gekommen ist. Diese Versammlung hat die katholischen Gemeinden im Irak und im gesamten Nahen Osten ermutigt, die Gemeinschaft zu leben und in jenen Ländern weiterhin ein mutiges Glaubenszeugnis zu geben.

Von Herzen danke ich den Regierungen, die sich bemühen, die Leiden dieser Brüder und Schwestern in ihrer menschlichen Existenz zu lindern, und fordere die Katholiken auf, für ihre Brüder und Schwestern im Glauben, die unter Gewalt und Intoleranz leiden, zu beten und sich mit ihnen solidarisch zu zeigen. In diesem Zusammenhang schien mir eine besonders gute Gelegenheit gegeben, euch allen einige Gedanken über die Religionsfreiheit als Weg für den Frieden mitzuteilen. Denn es ist schmerzlich festzustellen, daß es in einigen Regionen der Welt nicht möglich ist, den eigenen Glauben frei zu bekennen und zum Ausdruck zu bringen, ohne das Leben und die persönliche Freiheit aufs Spiel zu setzen. In anderen Gebieten existieren lautlosere und raffiniertere Formen von Vorurteil und Widerstand gegen die Gläubigen und gegen religiöse Symbole. Die Christen sind gegenwärtig die Religionsgruppe, welche die meisten Verfolgungen aufgrund ihres Glaubens erleidet. Viele erfahren tagtäglich Beleidigungen und leben oft in Angst wegen ihrer Suche nach der Wahrheit, wegen ihres Glaubens an Jesus Christus und wegen ihres offenen Aufrufs zur Anerkennung der Religionsfreiheit. Das kann man alles nicht dulden, weil es eine Beleidigung Gottes und der Menschenwürde ist; es stellt außerdem eine Bedrohung für die Sicherheit und den Frieden dar und verhindert eine echte ganzheitliche Entwicklung des Menschen.[1]

In der Religionsfreiheit nämlich findet die Besonderheit der menschlichen Person, durch die sie das eigene persönliche und gemeinschaftliche Leben auf Gott hinordnen kann, ihren Ausdruck: Im Licht Gottes versteht man die Identität, den Sinn und das Ziel der Person vollständig. Diese Freiheit willkürlich zu verweigern oder zu beschränken bedeutet, eine verkürzende Sicht des Menschen zu haben; die öffentliche Rolle der Religion zu verdunkeln bedeutet, eine ungerechte Gesellschaft aufzubauen, da sie nicht im rechten Verhältnis zur wahren Natur der menschlichen Person steht; dies bedeutet, die Durchsetzung eines echten und dauerhaften Friedens der ganzen Menschheitsfamilie unmöglich zu machen.

Ich fordere daher die Menschen guten Willens auf, den Einsatz für den Aufbau einer Welt zu erneuern, in der alle frei sind, ihre Religion oder ihren Glauben zu bekennen und ihre Liebe zu Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit allen Gedanken zu leben (vgl. Mt 22,37). Das ist die Gesinnung, welche die Botschaft zur Feier des XLIV. Weltfriedenstags, die dem ThemaReligionsfreiheit, ein Weg für den Frieden gewidmet ist, inspiriert und leitet.

Das heilige Recht auf Leben und auf ein religiöses Leben

2. Das Recht auf Religionsfreiheit ist in der Würde des Menschen selbst verankert,[2] dessen transzendente Natur nicht ignoriert oder vernachlässigt werden darf. Gott hat Mann und Frau als sein Abbild erschaffen (vgl. Gen 1,27). Deshalb besitzt jeder Mensch das heilige Recht auf ein ganzheitliches Leben auch in spiritueller Hinsicht. Ohne die Anerkennung des eigenen geistigen Wesens, ohne die Öffnung auf das Transzendente hin zieht der Mensch sich auf sich selbst zurück, kann er keine Antworten auf die Fragen seines Herzens nach dem Sinn des Lebens finden und keine dauerhaften ethischen Werte und Grundsätze gewinnen, kann er nicht einmal echte Freiheit erfahren und eine gerechte Gesellschaft entwickeln.[3]

Die Heilige Schrift offenbart in Übereinstimmung mit unserer eigenen Erfahrung den tiefen Wert der Menschenwürde: „Seh ich den Himmel, das Werk deiner Finger, Mond und Sterne, die du befestigt: Was ist der Mensch, daß du an ihn denkst, des Menschen Kind, daß du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, hast ihm alles zu Füßen gelegt“ (Ps 8,4-7).

Angesichts der erhabenen Wirklichkeit der menschlichen Natur kann uns das gleiche Staunen überkommen, das der Psalmist zum Ausdruck bringt. Sie zeigt sich als ein Offensein für das Mysterium, als die Fähigkeit, den Fragen über sich selbst und über den Ursprung des Universums auf den Grund zu gehen, als innerer Widerhall der höchsten Liebe Gottes, der Ursprung und Ziel aller Dinge, eines jeden Menschen und aller Völker ist.[4] Die transzendente Würde der Person ist ein wesentlicher Wert der jüdisch-christlichen Weisheit, sie kann aber dank der Vernunft von allen erkannt werden. Diese Würde im Sinn einer Fähigkeit, die eigene Materialität zu überschreiten und die Wahrheit zu suchen, muß als ein allgemeines Gut anerkannt werden, das für den Aufbau einer auf die volle Verwirklichung des Menschen ausgerichteten Gesellschaft unverzichtbar ist. Die Achtung wesentlicher Elemente der Menschenwürde wie das Recht auf Leben und das Recht auf die Religionsfreiheit ist eine Bedingung für die moralische Legitimität jeder gesellschaftlichen und rechtlichen Vorschrift.

Religionsfreiheit und gegenseitige Achtung

3. Die Religionsfreiheit ist der Ausgangspunkt der moralischen Freiheit. Tatsächlich verleiht das in der menschlichen Natur verwurzelte Offensein für die Wahrheit und das Gute jedem Menschen volle Würde und gewährleistet den gegenseitigen Respekt zwischen Personen. Darum ist die Religionsfreiheit nicht nur als Schutz gegenüber Nötigungen zu verstehen, sondern in erster Linie als Fähigkeit, die eigenen Entscheidungen gemäß der Wahrheit zu ordnen.

Es besteht eine untrennbare Verbindung zwischen Freiheit und Achtung des anderen: „Die einzelnen Menschen und die sozialen Gruppen sind bei der Ausübung ihrer Rechte durch das Sittengesetz verpflichtet, sowohl die Rechte der andern wie auch die eigenen Pflichten den anderen und dem Gemeinwohl gegenüber zu beachten.“[5]

Eine Gott gegenüber feindliche oder gleichgültige Freiheit endet in der Verneinung ihrer selbst und gewährleistet nicht die vollkommene Achtung gegenüber dem anderen. Ein Wille, der sich für gänzlich unfähig hält, die Wahrheit und das Gute zu suchen, hat keine objektiven Gründe noch Motive für sein Handeln außer denen, die seine augenblicklichen und zufälligen Interessen ihm diktieren; er hat keine „Identität“, die durch wirklich freie und bewußte Entscheidungen zu schützen und aufzubauen ist. Er kann daher nicht die Achtung seitens anderer „Willen“ fordern, die sich ebenfalls von ihrem tiefsten Sein losgelöst haben, die also andere „Gründe“ oder sogar gar keinen „Grund“ geltend machen können. Die Illusion, im ethischen Relativismus den Schlüssel für ein friedliches Zusammenleben zu finden, ist in Wirklichkeit der Ursprung von Spaltungen und von Verneinung der Würde der Menschen. So ist es verständlicherweise notwendig, eine zweifache Dimension in der Einheit der menschlichen Person anzuerkennen: die religiöse und die soziale. In diesem Zusammenhang ist es unvorstellbar, daß die Gläubigen „einen Teil von sich – ihren Glauben – unterdrücken müssen, um aktive Bürger zu sein. Es sollte niemals erforderlich sein, Gott zu verleugnen, um in den Genuß der eigenen Rechte zu kommen“.[6]

Die Familie, eine Schule der Freiheit und des Friedens

4. Wenn die Religionsfreiheit ein Weg für den Frieden ist, dann ist die religiöse Erziehung der bevorzugte Weg, die neuen Generationen zu befähigen, im anderen den eigenen Bruder bzw. die eigene Schwester zu erkennen, mit denen man gemeinsam vorangehen und zusammenarbeiten muß, damit alle sich als lebendige Glieder ein und derselben Menschheitsfamilie empfinden, aus der niemand ausgeschlossen werden darf.

Die auf die Ehe gegründete Familie, Ausdruck inniger Gemeinschaft und gegenseitiger Ergänzung zwischen einem Mann und einer Frau, fügt sich in diesen Zusammenhang als die erste Schule von Bildung und von sozialem, kulturellem, moralischem und geistlichem Wachstum der Kinder ein, die im Vater und in der Mutter stets die ersten Zeugen eines Lebens finden sollten, das auf die Suche nach der Wahrheit und die Liebe zu Gott ausgerichtet ist. Die Eltern selbst müßten immer frei sein, ihr Erbe des Glaubens, der Werte und der Kultur ohne Zwänge und in Verantwortung an ihre Kinder weiterzugeben. Die Familie, die erste Zelle der menschlichen Gesellschaft, ist der vorrangige Bereich der Erziehung zu harmonischen Beziehungen auf allen nationalen und internationalen Ebenen menschlichen Zusammenlebens. Das ist der Weg, der weise eingeschlagen werden muß, um ein solides und solidarisches gesellschaftliches Gefüge zu schaffen, um die jungen Menschen darauf vorzubereiten, im Leben ihre Verantwortung zu übernehmen, in einer freien Gesellschaft, in einem Geist der Verständnisses und des Friedens.

Ein gemeinsames Erbe

5. Man könnte sagen, daß unter den Grundrechten und Grundfreiheiten, die in der Menschenwürde wurzeln, die Religionsfreiheit einen speziellen Stand besitzt. Wenn die Religionsfreiheit anerkannt wird, ist die Würde der Person in ihrer Wurzel geachtet und das Ethos sowie die Institutionen der Völker werden gestärkt. Wenn umgekehrt die Religionsfreiheit verweigert wird, wenn versucht wird zu verbieten, daß man die eigene Religion oder den eigenen Glauben bekennt und ihnen gemäß lebt, wird die Würde des Menschen beleidigt, und mit ihr werden die Gerechtigkeit und der Frieden bedroht, die auf jener rechten, im Licht des höchsten Wahren und Guten aufgebauten gesellschaftlichen Ordnung basieren.

In diesem Sinne ist die Religionsfreiheit auch eine Errungenschaft politischer und rechtlicher Kultur. Sie ist ein wesentliches Gut: Jeder Mensch muß frei das Recht wahrnehmen können, seine Religion oder seinen Glauben als einzelner oder gemeinschaftlich zu bekennen und auszudrücken, sowohl öffentlich als auch privat, im Unterricht, in Bräuchen, in Veröffentlichungen, im Kult und in der Befolgung der Riten. Er dürfte nicht auf Hindernisse stoßen, falls er sich eventuell einer anderen Religion anschließen oder gar keine Religion bekennen wollte. In diesem Bereich erweist sich die internationale Ordnung als bedeutungsvoll und ist ein wesentlicher Bezugspunkt für die Staaten, da sie keinerlei Ausnahme von der Religionsfreiheit gestattet, außer dem legitimen Bedürfnis der öffentlichen Ordnung, die auf der Gerechtigkeit beruht.[7] Auf diese Weise erkennt die internationale Ordnung den Rechten religiöser Natur den gleichen Status zu wie dem Recht auf Leben und auf persönliche Freiheit, womit sie deren Zugehörigkeit zum wesentlichen Kern der Menschenrechte beweist, zu jenen universalen und natürlichen Rechten, die das menschliche Gesetz niemals verweigern darf.

Die Religionsfreiheit ist nicht ausschließliches Erbe der Gläubigen, sondern der gesamten Familie der Völker der Erde. Sie ist ein unabdingbares Element eines Rechtsstaates; man kann sie nicht verweigern, ohne zugleich alle Grundrechte und -freiheiten zu verletzen, da sie deren Zusammenfassung und Gipfel ist. Sie ist „eine Art ‚Lackmustest‘ für die Achtung aller weiteren Menschenrechte“.[8] Während sie die Ausübung der spezifisch menschlichen Fähigkeiten fördert, schafft sie die nötigen Voraussetzungen für die Verwirklichung einer ganzheitlichen Entwicklung, die einheitlich die Ganzheit der Person in allen ihren Dimensionen betrifft.[9]

Die öffentliche Dimension der Religion

6. Obschon die Religionsfreiheit wie jede Freiheit von der persönlichen Sphäre ausgeht, verwirklicht sie sich in der Beziehung zu den anderen. Eine Freiheit ohne Beziehung ist keine vollendete Freiheit. Auch die Religionsfreiheit erschöpft sich nicht in der rein individuellen Dimension, sondern sie verwirklicht sich in der eigenen Gemeinschaft und in der Gesellschaft, in Übereinstimmung mit dem relationalen Wesen der Person und mit der öffentlichen Natur der Religion.

Der relationale Charakter ist eine entscheidende Komponente der Religionsfreiheit, die die Gemeinschaften der Gläubigen zur Solidarität für das Gemeinwohl drängt. In dieser gemeinschaftlichen Dimension bleibt jeder Mensch einzig und unwiederholbar, und zugleich vollendet und verwirklicht er sich ganz.

Der Beitrag, den die religiösen Gemeinschaften für die Gesellschaft leisten, ist unbestreitbar. Zahlreiche karitative und kulturelle Einrichtungen bestätigen die konstruktive Rolle der Gläubigen für das gesellschaftliche Leben. Noch bedeutender ist der ethische Beitrag der Religion im politischen Bereich. Er sollte nicht marginalisiert oder verboten, sondern als wertvolle Unterstützung zur Förderung des Gemeinwohls verstanden werden. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die religiöse Dimension der Kultur zu erwähnen, die über die Jahrhunderte hin durch die sozialen und vor allem ethischen Beiträge der Religion entwickelt wurde. Diese Dimension stellt keinesfalls eine Diskriminierung derer dar, die ihre Glaubensinhalte nicht teilen, sondern sie stärkt vielmehr den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Integration und die Solidarität.

Religionsfreiheit, eine Kraft der Freiheit und der Zivilisation:
die Gefahren ihrer Instrumentalisierung

7. Die Instrumentalisierung der Religionsfreiheit zur Verschleierung geheimer Interessen – wie zum Beispiel der Umsturz der konstituierten Ordnung, das Horten von Ressourcen oder die Erhaltung der Macht durch eine Gruppe – kann der Gesellschaft ungeheuren Schaden zufügen. Fanatismus, Fundamentalismus und Handlungen, die gegen die Menschenrechte verstoßen, können niemals gerechtfertigt werden, am wenigsten, wenn sie im Namen der Religion geschehen. Das Bekenntnis einer Religion darf nicht instrumentalisiert, noch mit Gewalt aufgezwungen werden. Die Staaten und die verschiedenen menschlichen Gemeinschaften dürfen also niemals vergessen, daß die Religionsfreiheit die Voraussetzung für die Suche nach der Wahrheit ist und daß sich die Wahrheit nicht mit Gewalt durchsetzt, sondern „kraft der Wahrheit selbst“.[10] In diesem Sinne ist die Religion eine positive und treibende Kraft für den Aufbau der zivilen und der politischen Gesellschaft.

Wie könnte man den Beitrag der großen Weltreligionen zur Entwicklung der Zivilisation leugnen? Die aufrichtige Suche nach Gott hat zu einer vermehrten Achtung der Menschenwürde geführt. Die christlichen Gemeinschaften haben mit ihrem Erbe an Werten und Grundsätzen erheblich dazu beigetragen, daß Menschen und Völker sich ihrer eigenen Identität und ihrer Würde bewußt wurden, und ebenso sind sie an der Errungenschaft demokratischer Einrichtungen sowie an der Festschreibung der Menschenrechte und der entsprechenden Pflichten beteiligt.

Auch heute, in einer zunehmend globalisierten Gesellschaft, sind die Christen berufen, nicht allein mit einem verantwortlichen zivilen, wirtschaftlichen und politischen Engagement, sondern auch mit dem Zeugnis der eigenen Nächstenliebe und des persönlichen Glaubens einen wertvollen Beitrag zu leisten zum mühsamen und erhebenden Einsatz für die Gerechtigkeit, für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und für die rechte Ordnung der menschlichen Angelegenheiten. Die Ausschließung der Religion aus dem öffentlichen Leben entzieht diesem einen lebenswichtigen Bereich, der offen ist für die Transzendenz. Ohne diese Grunderfahrung ist es schwierig, die Gesellschaften auf allgemeine ethische Grundsätze hin zu orientieren, und kaum möglich, nationale und internationale Richtlinien aufzustellen, in denen die Grundrechte und -freiheiten vollständig anerkannt und verwirklicht werden können, entsprechend den – leider immer noch unbeachteten oder bestrittenen – Zielsetzungen derAllgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948.

Eine Frage der Gerechtigkeit und der Zivilisation:
Der Fundamentalismus und die Feindseligkeit gegenüber Gläubigen beeinträchtigen die positive Laizität der Staaten

8. Mit der gleichen Entschiedenheit, mit der alle Formen von Fanatismus und religiösem Fundamentalismus verurteilt werden, muß auch allen Formen von Religionsfeindlichkeit, die die öffentliche Rolle der Gläubigen im zivilen und politischen Leben begrenzen, entgegengetreten werden.

Man darf nicht vergessen, daß der religiöse Fundamentalismus und der Laizismus spiegelbildlich einander gegenüberstehende extreme Formen der Ablehnung des legitimen Pluralismus und des Prinzips der Laizität sind. Beide setzen nämlich eine einengende und partielle Sicht des Menschen absolut, indem sie im ersten Fall Formen von religiösem Integralismus und im zweiten von Rationalismus unterstützen. Die Gesellschaft, die die Religion gewaltsam aufzwingen oder – im Gegenteil – verbieten will, ist ungerecht gegenüber dem Menschen und Gott, aber auch gegenüber sich selbst. Gott ruft die Menschheit zu sich mit einem Plan der Liebe, der den ganzen Menschen in seiner natürlichen und geistlichen Dimension einbezieht und zugleich eine Antwort in Freiheit und Verantwortung erwartet, die aus ganzem Herzen und mit der ganzen individuellen und gemeinschaftlichen Existenz gegeben wird. So muß also auch die Gesellschaft, insofern sie Ausdruck der Person und der Gesamtheit der sie grundlegenden Dimensionen ist, so leben und sich organisieren, daß sie das Sich-öffnen auf die Transzendenz hin begünstigt. Genau aus diesem Grund dürfen die Gesetze und die Institutionen einer Gesellschaft nicht so gestaltet sein, daß sie die religiöse Dimension der Bürger nicht beachten oder gänzlich von ihr absehen. Durch das demokratische Wirken von Bürgern, die sich ihrer hohen Berufung bewußt sind, müssen die Gesetze und Institutionen dem Wesen des Menschen angepaßt werden, damit sie ihn in seiner religiösen Dimension unterstützen können. Da diese kein Werk des Staates ist, kann sie nicht manipuliert werden, sondern muß vielmehr anerkannt und respektiert werden.

Wenn die Rechtsordnung – sei es auf nationaler oder internationaler Ebene – den religiösen oder antireligiösen Fanatismus zuläßt oder toleriert, kommt sie ihrer Aufgabe nicht nach, die Gerechtigkeit und das Recht eines jeden zu schützen und zu fördern. Diese Wirklichkeiten können nicht der Willkür des Gesetzgebers oder der Mehrheit ausgesetzt werden, denn – wie schon Cicero lehrte – die Rechtsprechung besteht aus mehr als einer bloßen Schaffung des Gesetzes und seiner Anwendung. Sie schließt ein, jedem seine Würde zuzuerkennen.[11] Und diese ist ohne garantierte und in ihrem Wesen gelebte Religionsfreiheit verstümmelt und verletzt, der Gefahr ausgesetzt, unter die Vorherrschaft von Götzen, von relativen Gütern zu geraten, die absolut gesetzt werden. All das bringt die Gesellschaft in die Gefahr von politischen und ideologischen Totalitarismen, welche die öffentliche Macht nachdrücklich betonen, während die Gewissensfreiheit, die Freiheit des Denkens und die Religionsfreiheit, als wären sie Konkurrenten, Beeinträchtigungen oder Zwang erleiden.

Der Dialog zwischen zivilen und religiösen Institutionen

9. Das Erbe an Grundsätzen und an Werten, die durch eine authentische Religiosität zum Ausdruck kommen, ist ein Reichtum für die Völker und ihr Ethos

Unter Berücksichtigung der positiven Laizität der staatlichen Institutionen muß die öffentliche Dimension der Religion immer anerkannt werden. Zu diesem Zweck ist ein gesunder Dialog zwischen den zivilen und den religiösen Institutionen für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und der Eintracht der Gesellschaft von grundlegender Bedeutung.

In der Liebe und der Wahrheit leben

10. In der globalisierten Welt, die von zunehmend multiethnischen und multireligiösen Gesellschaften gekennzeichnet ist, können die großen Religionen einen wichtigen Faktor der Einheit und des Friedens für die Menschheitsfamilie darstellen. Auf der Basis der eigenen religiösen Überzeugungen und der rationalen Suche nach dem Gemeinwohl sollen ihre Anhänger verantwortungsvoll ihren eigenen Einsatz in einem Umfeld der Religionsfreiheit ausüben. Es ist notwendig, in den verschiedenen religiösen Kulturen das zu beherzigen, was sich für das zivile Miteinander als positiv erweist, während alles der Würde des Menschen Entgegenstehende verworfen werden muß.

Der öffentliche Raum, den die internationale Gemeinschaft den Religionen und ihrem Angebot eines „guten Lebens“ zur Verfügung stellt, fördert das Hervortreten eines gemeinsam geteilten Maßstabs der Wahrheit und des Guten wie auch einen moralischen Konsens – beides Dinge, die für ein gerechtes und friedvolles Miteinander grundlegend sind. Die Leader der großen Religionen sind wegen ihrer Rolle, ihres Einflusses und ihrer Autorität in ihren eigenen Gemeinschaften als erste zum gegenseitigen Respekt und zum Dialog angehalten.

Die Christen ihrerseits werden vom Glauben an Gott selbst, dem Vater des Herrn Jesus Christus, dazu aufgefordert, als Brüder und Schwestern zu leben, die in der Kirche zusammenkommen und am Aufbau einer neuen Welt mitarbeiten, der prophetischen Vorwegnahme der Reiches Gottes, wo die Menschen und Völker „nichts Böses mehr tun und kein Verbrechen begehen […]; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist“ (vgl. Jes 11,9).

Dialog als gemeinsame Suche

11. Für die Kirche stellt der Dialog zwischen den Anhängern verschiedener Religionen ein wichtiges Werkzeug dar, um mit allen Religionsgemeinschaften zum Gemeinwohl zusammenzuarbeiten. Die Kirche selbst lehnt nichts von alledem ab, was in den verschiedenen Religionen wahr und heilig ist. „Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet.“[13]

Der aufgezeigte Weg ist nicht der des Relativismus oder des religiösen Synkretismus. Denn die Kirche „verkündet und sie muß verkündigen Christus, der ‚der Weg, die Wahrheit und das Leben‘ ist (Joh 14,6), in dem die Menschen die Fülle des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat“[14]. Dies schließt jedoch den Dialog und die gemeinsame Suche nach der Wahrheit in verschiedenen Lebensumfeldern nicht aus, da nämlich, wie ein vom heiligen Thomas von Aquin oft gebrauchtes Wort sagt, „jede Wahrheit, von wem auch immer sie vorgebracht wird, vom Heiligen Geist kommt“[15].

Im Jahr 2011 begehen wir den 25. Jahrestag des Weltgebetstages für den Frieden, zu dem Papst Johannes Paul II. 1986 nach Assisi eingeladen hatte. Damals haben die Leader der großen Weltreligionen Zeugnis davon gegeben, daß die Religion ein Faktor der Einheit und des Friedens und nicht der Trennung und des Konflikts ist. Die Erinnerung an diese Erfahrung ist Grund zur Hoffnung auf eine Zukunft, in der alle Gläubigen sich als Arbeiter für die Gerechtigkeit und Friedensstifter sehen und wirklich zu solchen machen.

Moralische Wahrheit in Politik und Diplomatie

12. Die Politik und die Diplomatie sollten auf das von den großen Weltreligionen angebotene moralische und geistige Erbe schauen, um die Wahrheit sowie die allgemeinen Prinzipien und Werte zu erkennen und zu vertreten, die nicht geleugnet werden können, ohne damit auch die Würde des Menschen zu leugnen. Was heißt aber, praktisch gesprochen, die moralische Wahrheit in der Welt der Politik und der Diplomatie zu fördern? Es bedeutet, auf der Basis der objektiven und vollständigen Kenntnis der Fakten verantwortungsvoll zu handeln; es bedeutet, politische Ideologien aufzubrechen, die die Wahrheit und die Würde des Menschen letztlich verdrängen und unter dem Vorwand des Friedens, der Entwicklung und der Menschenrechte Pseudo-Werte fördern wollen; es bedeutet, ein ständiges Bemühen zu fördern, das positive Recht auf die Prinzipien des Naturrechts zu gründen[16]. Das alles ist notwendig und hängt mit der Achtung der Würde und des Wertes der menschlichen Person zusammen, wie sie die Völker der Erde in der Charta der Organisation der Vereinten Nationen von 1945 festgelegt haben, welche die Werte und allgemeinen moralischen Prinzipien als Maßstab für die Normen, Einrichtungen und Systeme des Miteinanders auf nationaler und internationaler Ebene darlegt.

Jenseits von Haß und Vorurteil

13. Trotz der Lehren der Geschichte und der Anstrengungen der Staaten, der internationalen Organisationen auf Welt- und Ortsebene, der Nichtregierungsorganisationen und aller Menschen guten Willens, die sich jeden Tag für den Schutz der Grundrechte und -freiheiten einsetzen, sind heute noch in der Welt Verfolgungen, Diskriminierungen, Akte der Gewalt und Intoleranz aus religiösen Gründen zu verzeichnen. Insbesondere in Asien und Afrika sind die Opfer hauptsächlich Angehörige der religiösen Minderheiten, die daran gehindert werden, die eigene Religion frei zu bekennen oder sie zu wechseln, und zwar durch Einschüchterung und Verletzung der Grundrechte, der Grundfreiheiten und der notwendigen Güter bis hin zur Beraubung der persönlichen Freiheit oder zum Verlust des Lebens selbst.

Es gibt dann – wie ich bereits festgestellt habe – raffiniertere Formen der Feindseligkeit gegenüber der Religion, die in den westlichen Ländern mitunter in der Verleugnung der Geschichte und der religiösen Symbole, die die Identität und die Kultur der Mehrheit der Bürger widerspiegeln, zum Ausdruck gebracht werden. Oft fachen sie Haß und Vorurteile an und stehen nicht im Einklang mit einer sachlichen und ausgewogenen Sicht des Pluralismus und der Laizität der Institutionen, ohne zu beachten, daß die jungen Generationen Gefahr laufen, mit dem wertvollen geistigen Erbe ihrer Länder nicht in Berührung zu kommen.

Die Verteidigung der Religion verläuft über die Verteidigung der Rechte und Freiheiten der Religionsgemeinschaften. Die Leader der großen Weltreligionen und die Verantwortlichen der Nationen mögen daher ihr Bemühen um die Förderung und den Schutz der Religionsfreiheit erneuern, insbesondere um die Verteidigung der religiösen Minderheiten, die keine Gefahr für die Identität der Mehrheit darstellen, sondern, im Gegenteil, eine Gelegenheit zum Dialog und zur gegenseitigen kulturellen Bereicherung. Ihre Verteidigung ist die ideale Art und Weise, den Geist des Wohlwollens, der Offenheit und der Gegenseitigkeit zu stärken, mit dem die Grundrechte und -freiheiten in allen Gebieten und Regionen der Welt geschützt werden können.

Die Religionsfreiheit in der Welt

14. Ich wende mich schließlich den christlichen Gemeinschaften zu, die unter Verfolgung, Diskriminierung, Akten der Gewalt und der Intoleranz leiden, insbesondere in Asien, in Afrika, im Nahen Osten und besonders im Heiligen Land, dem von Gott auserlesenen und gesegneten Ort. Während ich ihnen meine väterliche Zuneigung erneuere und sie meines Gebetes versichere, bitte ich alle Verantwortlichen um schnelles Handeln, um jeden Übergriff auf Christen zu beenden, die in jenen Gebieten leben. Die Jünger Christi mögen angesichts der gegenwärtigen Widrigkeiten nicht den Mut verlieren, denn das Zeugnis des Evangeliums ist und wird immer ein Zeichen des Widerspruchs sein.

Betrachten wir in unserem Herzen die Worte Jesu: „Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. […] Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. […] Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein“ (Mt 5,4-12). Erneuern wir nun „die übernommene Verpflichtung zur Nachsicht und zum Verzeihen, die wir im Vater unser von Gott erbitten, wo wir selbst die Bedingung und das Maß des ersehnten Erbarmens festlegen, wenn wir nämlich beten: ‚Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern‘ (Mt 6,12)“.[17] Gewalt wird nicht mit Gewalt überwunden. Unser Schmerzensschrei soll immer vom Glauben, von der Hoffnung und vom Zeugnis der Liebe Gottes begleitet werden. Ich drücke auch meine Hoffnung aus, daß im Westen, besonders in Europa, die Feindschaft und die Vorurteile gegen Christen aufhören, die darauf beruhen, daß sie ihr eigenes Leben in einer konsequenten Weise nach den Werten und den Grundsätzen ausrichten wollen, wie sie im Evangelium zum Ausdruck gebracht sind. Europa möge sich vielmehr mit seinen eigenen christlichen Wurzeln wiederversöhnen, die grundlegend sind, um die Rolle zu begreifen, die es gehabt hat, die es hat und die es in der Geschichte haben will. So wird es auf Gerechtigkeit, Eintracht und Frieden hoffen können, wenn es einen ernsthaften Dialog mit allen Völkern pflegt.

Religionsfreiheit, ein Weg für den Frieden

15. Die Welt braucht Gott. Sie braucht ethische und geistliche Werte, die allgemein geteilt werden. Und die Religion kann bei dieser Suche einen wertvollen Beitrag für den Aufbau einer gerechten und friedlichen sozialen Ordnung auf nationaler und internationaler Ebene leisten.

Der Friede ist ein Geschenk Gottes und zugleich ein Plan, der realisiert werden muß und nie ganz vollendet ist. Eine mit Gott versöhnte Gesellschaft ist näher am Frieden, der nicht einfach das Fehlen von Krieg, nicht bloß Frucht militärischer oder wirtschaftlicher Vorherrschaft und noch weniger täuschender Irreführung oder geschickter Manipulationen ist. Der Friede ist hingegen das Ergebnis eines Prozesses der Reinigung und des kulturellen, moralischen und geistlichen Fortschritts einer jeden Person und eines jeden Volkes, in dem die menschliche Würde vollkommen geachtet wird. Alle, die Mitarbeiter des Friedens werden wollen, und besonders die Jugendlichen lade ich ein, auf ihre innere Stimme zu hören, um in Gott den festen Bezugspunkt für den Gewinn echter Freiheit und die unerschöpfliche Kraft zu finden, um die Welt mit einem neuen Geist auszurichten, der befähigt, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Papst Paul VI., dessen Weisheit und Weitblick die Einrichtung des Weltfriedenstags zu verdanken ist, lehrt: „Man muß dem Frieden vor allem andere Waffen geben als jene, die zum Töten und Vernichten der Menschheit bestimmt sind. Man braucht vor allem moralische Waffen, die dem internationalen Recht Kraft und Geltung verschaffen; zuallererst jene zur Einhaltung der Verträge.“[18] Die Religionsfreiheit ist eine echte Waffe des Friedens mit einer geschichtlichen und prophetischen Mission. Sie bringt in der Tat die tiefsten Eigenschaften und Möglichkeiten des Menschen, die die Welt verändern und verbessern können, zur Geltung und macht sie fruchtbar. Sie erlaubt, die Hoffnung auf eine Zukunft der Gerechtigkeit und des Friedens zu nähren, auch gegenüber den schweren Ungerechtigkeiten sowie den materiellen und moralischen Nöten. Auf daß alle Menschen und die Gesellschaften auf allen Ebenen und in jedem Teil der Erde bald die Religionsfreiheit als Weg für den Frieden erfahren können!

Aus dem Vatikan, am 8. Dezember 2010

 

BENEDICTUS PP XVI

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62 Kommentare zu “PAPST BENEDIKT XVI.: RELIGIONSFREIHEIT, EIN WEG FÜR DEN FRIEDEN

  1. 2. Anders verhält es sich jedoch bei der Lehre über die Religionsfreiheit, welche den wichtigsten Streitpunkt bei den Gesprächen zwischen Rom und der Piusbruderschaft darstellt. Das Konzilsdokument über die Religionsfreiheit „Dignitatis humanae“ steht in einem unüberbrückbaren Gegensatz zur überlieferten Lehre, was von den beiden wichtigsten Verfassern des Dokuments, P. Courtney Murray und P. Yves Congar, auch unverhohlen zugegeben wird: „Man kann nicht leugnen, daß die Erklärung über die Religionsfreiheit materiell anderes sagt als der Syllabus von 1864 und sogar ungefähr das Gegenteil der Sätze 16, 17 und 19.“[3] (Yves Congar) „Fast genau ein Jahrhundert später scheint die Erklärung über die Religionsfreiheit genau das als katholische Lehre zu verkünden, was Gregor XVI. als Wahnsinn, als eine verrückte Idee bezeichnet hat.“[4] (Courtney Murray)

    P. Lugmayr suggeriert, die Religionsfreiheit sei vom katholischen Lehramt nur verurteilt worden, insofern sie von der Anschauung abgeleitet wurde, der Mensch könne gar nicht die Wahrheit erkennen. Diese Behauptung ist, mit Verlaub gesagt, vollkommener Unsinn: Zwar wurde auch die These verurteilt, daß die Wahrheit vom Menschen nicht erkannt werden könne, indem etwa das Erste Vatikanische Konzil die Erkennbarkeit Gottes mit der reinen Vernunft als Glaubenssatz dogmatisierte, aber mit der Lehre über die Religionsfreiheit hat diese Thematik herzlich wenig zu tun.

    a) Die traditionelle Lehre über die Religionsfreiheit besagt, daß niemand ein Recht darauf hat, eine falsche Religion zu verbreiten, und daß der Staat unter Umständen die Verbreitung einer falschen Religion (auch durch Zwang!) verhindern müsse.

    Die Pflicht des Staates, die Verbreitung falscher Religionen notfalls durch Zwang zu verhindern, liegt darin begründet, daß der Staat eine Fürsorgefunktion auch für das Seelenheil der Bürger hat. Die katholische Soziallehre übernimmt das antike Prinzip, daß Struktur und Aufgabe der staatlichen Ordnung in Analogie zum Menschenbild aufgebaut sein sollen: „Das Urteil über das letzte Ziel der ganzen Gesellschaft [muß] dasselbe wie über das Endziel des einzelnen sein.“[5] (Thomas von Aquin)

    Nach katholischer Anthropologie zeichnet sich die menschliche Existenz durch eine Dualität von Natur und Gnade aus: Das natürliche Glück besteht in der Befriedigung der natürlichen Bedürfnisse (Nahrung, Wasser, Strom, Sicherheit usw.), während das übernatürliche Glück identisch ist mit dem Seelenheil und der Teilhabe an der göttlichen Natur. In Entsprechung zu Natur und Übernatur gibt es in der menschlichen Gesellschaft die staatliche Gewalt und die kirchliche Gewalt: Die staatliche Gewalt hat die Aufgabe, die profanen Bedürfnisse des Menschen zu gewährleisten, während die Kirche den Menschen in den Himmel führen soll. Obwohl die primäre Aufgabe des Staates also in den weltlichen Angelegenheiten besteht, muß er dennoch dem Umstand Rechnung tragen, daß das übernatürliche Heil des Menschen Vorrang hat vor den natürlichen Bedürfnissen: „Nun ist es aber nicht das letzte Endziel einer in Gemeinschaft verbundenen Gesellschaft, bloß nach der Tugend zu leben, sondern vielmehr durch dieses tugendvolle Leben in den Genuß der göttlichen Verheißungen zu gelangen.“[6] (Thomas von Aquin)

    Die ideale Zusammenarbeit von Kirche und Staat besteht also darin, daß der Staat sich trotz institutioneller Verschiedenheit von der Kirche die Ziele der Kirche zu eigen macht und im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag dazu leistet. In der praktischen Umsetzung kann diese Fürsorgetätigkeit des Staates für das Seelenheil der Bürger freilich nicht darin bestehen, daß religiöse Akte wie Gebet und Sakramentenempfang etwa per Gesetz vorgeschrieben werden, da es sich dabei wesenhaft um freie Willensakte handelt, aber es ist durchaus zulässig und geboten, der Kirche besondere gesellschaftliche Privilegien einzuräumen und die Verbreitung falscher Religionen und Ideologien zu unterbinden, um eine Gefährdung für das Seelenheil der Bürger zu unterbinden. Die Aufgabe des Staates ist also vergleichbar mit der Erziehungsaufgabe eines christlichen Elternpaares, welches die optimalen Bedingungen dafür schaffen muß, daß ihre Kinder den Glauben aus freien Stücken annehmen und leben, die Akte der Frömmigkeit selbst jedoch nicht erzwingen kann.

    Wenn der Staat jedoch das übernatürliche Ziel des Menschen in keiner Weise berücksichtigt und sich nur auf die profane Bedürfnissicherung beschränkt, so handelt es sich dabei – von der Analogie von Menschenbild und Staat her gedacht – eher um einen Staat für Tiere, die das Ziel ihrer Existenz ausschließlich im Diesseits haben: „Der Trennung von Kirche und Staat liegt deutlich die Leugnung des Übernatürlichen zugrunde. Denn hierbei werden die staatlichen Unternehmungen ausschließlich nach der Wohlfahrt dieses sterblichen Lebens bemessen […]. Die höchste Angelegenheit der Bürger aber, die ewige Seligkeit […], vernachlässigt er vollständig als eine dem Staat fremde Sache.“ (Pius X., Vehementer nos, 1906, Nr. 3)

    b) Die Konzilserklärung „Dignitatis humanae“ lehnt eine Fürsorgefunktion des Staates für das Seelenheil der Bürger ab: „Die staatliche Gewalt, deren Wesenszweck in der Sorge für das zeitliche Gemeinwohl besteht, muß das religiöse Leben der Bürger nur anerkennen und begünstigen, sie würde aber ihre Grenzen überschreiten, wenn sie so weit ginge, religiöse Akte zu bestimmen oder zu verhindern.“ (Dignitatis humanae Nr. 3)

    Die Konzilserklärung behauptet zwar zu Recht, daß der Wesenszweck des Staates in der Sorge für das zeitliche Gemeinwohl besteht, da ihm im Zuge der Dualität von Natur und Gnade die Fürsorge für die natürlichen Bedürfnisse und der Kirche die Fürsorge für das Seelenheil zukommt. Doch ungeachtet dieser Aufgabenverteilung haben Staat und Kirche eine ganzheitliche Fürsorgefunktion sowohl für das Seelenheil als auch für das zeitliche Wohl, da auch Natur und Gnade keine Gegensätze darstellen und nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen: Auch bei der Familie handelt es sich wie beim Staat um eine natürliche Gemeinschaft, der zunächst die Sorge um die natürlichen Bedürfnisse zukommt, aber dennoch haben die Eltern eine Verantwortung für das Seelenheil der Kinder. Umgekehrt sorgt sich die Kirche, obwohl ihr zunächst die Sorge für das Seelenheil zukommt, von jeher auch um die natürlichen Bedürfnisse der Menschen und entfaltet eine reichhaltige karitative Tätigkeit.

    Die Konzilserklärung behauptet weiterhin zu Recht, daß religiöse Akte nicht bestimmt werden können: Nur als freie Willensakte entfalten die Akte der Frömmigkeit ihre heilsbringende Wirkung und dieses forum internum ist der Staatsgewalt faktisch unzugänglich. Es ist aber durchaus möglich, die öffentliche Ausübung und insbesondere die Missionstätigkeit falscher Religionen zu unterbinden oder die Verbreitung glaubensfeindlicher Ideen in der Öffentlichkeit zu unterbinden, insofern davon eine Gefährdung für das Seelenheil Dritter ausgeht.

    Die Konzilserklärung begründet die Inkompetenz des Staates in religiösen Dingen mit der These, daß der Mensch ein Recht darauf habe, in religiösen Dingen nach seinem Gewissen zu handeln und damit im Bereich der Religion keinem staatlichen Zwang unterliegen dürfe und auch nicht bei der Verbreitung seiner Religion behindert werden dürfe: „Das Vatikanische Konzil erklärt, daß die menschliche Person ein Recht auf religiöse Freiheit hat. Diese Freiheit besteht darin, daß alle Menschen frei sein müssen von jedem Zwang […], so daß in religiösen Dingen niemand gezwungen wird, gegen sein Gewissen zu handeln.“ (Dignitatis humame, Nr. 2) „Auch haben die religiösen Gemeinschaften das Recht, keine Behinderung bei der öffentlichen Lehre und Bezeugung ihres Glaubens in Wort und Schrift zu erfahren.“ (Dignitatis humanae, Nr. 4)

    Bei der moralischen Bewertung einer Handlung kommt es weniger auf das faktische Verhalten, sondern auf die Absicht an. Der Mensch hat die Pflicht, seinem Gewissen auch dann zu gehorchen, wenn es sich im Irrtum befindet (andererseits ist er auch zur Bildung seines Gewissens verpflichtet). Wenn ein Mensch eine an sich schlechte Handlung begeht, aber aufgrund eines unverschuldeten Irrtums der Meinung ist, es handele sich um eine gute Handlung oder sogar um seine Pflicht, so begeht er keine Sünde. Die Konzilserklärung über die Religionsfreiheit argumentiert folgendermaßen: Der Mensch hat die Pflicht, seinem Gewissen auch dann zu folgen, wenn es sich im Irrtum befindet. Folglich ist es dem Staat verboten, die Religionsausübung der falschen Religionen zu behindern.

    Die evidente Argumentationsschwäche der Erklärung besteht darin, daß das subjektiv irrende Gewissen (welches eine objektiv schlechte Handlung zwar vor Gott entschuldigen, aber nicht zu einer in sich guten Handlung machen kann), zum Anknüpfungspunkt für die öffentliche Ordnung gemacht wird. Dies ist offenkundiger Widersinn, wie an einem einfachen Beispiel deutlich wird: Wenn das irrende Gewissen eines Götzendieners diesen verpflichtet, dem Moloch ein Menschenopfer darzubringen, so mag er durch seinen Irrtum möglicherweise vor Gott entschuldigt sein, dennoch hat die öffentliche Ordnung die Aufgabe, ihn von seiner objektiv schlechten Handlung abzuhalten und somit daran zu hindern, nach seinem Gewissen zu handeln. Wenn der Staat also die Pflicht und die Befugnis haben muß, einen Menschen durch Zwang von einer religiösen Handlung abzuhalten, um die Rechte Dritter zu schützen, so muß er dieses Recht und diese Pflicht erst recht haben, wenn es um den Schutz des Seelenheils seiner Bürger geht, welches nach katholischem Glauben ein viel höheres Gut ist als das irdische Leben.

    Zusammenfassend bleibt festzustellen, daß die neue Lehre über die Religionsfreiheit im klaren Gegensatz zur überlieferten Lehre steht. Weiterhin ist festzustellen, daß die traditionelle Lehre über die Religionsfreiheit in sich stimmig und konsequent ist, ein intellektuelles Kunstwerk, verwurzelt in der antiken Philosophie, während die Argumentation in „Dignitatis humanae“ bereits auf den ersten Blick widersprüchlich ist und die Erklärung selbst einräumen muß, daß „die Offenbarung das Recht auf Freiheit von äußerem Zwang nicht ausdrücklich lehrt“ (Dignitatis humanae, Nr. 9).Die historische Mission der Piusbruderschaft besteht gerade darin, den Finger beständig in die Wunde der Religionsfreiheit zu legen und nicht nachzugeben, bis dieses Problem ausgeräumt ist – die Kontinuitätsthese dagegen erweist sich bei näherer Untersuchung als die große Lebenslüge der Petrusbruderschaft. Zwar ist das traditionelle katholische Staatsideal unter den gegenwärtigen Umständen weit von der Realität entfernt – doch unsere Aufgabe als Katholiken besteht gerade darin, die Diskrepanz zwischen Ideal und Realität in der heutigen Zeit schlichtweg auszuhalten und treu im Glauben zu verharren, notfalls über Jahrhunderte, anstatt unsere Ideale mit untragbaren theologischen Argumenten gewaltsam an die Realität anzugleichen.

    [ aus https://antonloehmer.wordpress.com/2014/07/21/die-lebensluge-der-petrusbruderschaft/ ]

  2. Dieses Ihr Dokument ist vom Samstag, 15. November 2003 .
    Loehmers Beitrag aber vom 21. Juli 2014
    Glauben Sie mir, alls wurde schon bereits mitberücksichtigt.

  3. @Pierre

    Weichen Sie nicht aus, „Pierre“. Schreiben Sie uns hier lieber, inwiefern SIE bei Ihrer Verurteilung der Religionsfreiheit die betreffenden Verteidigungsargumente des Dokumentes des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden berücksichtigt/beachtet und widerlegt haben!

  4. @POS, das hat bereits @Tomas in vortrefflicher Weise schon zig- mal erklärt und da steh ich hinter @Tomas Argumenten.
    Abgesehen davon wollten Sie sich von mir, einem Laien sowieso keine Argumente gelten lassen. Bin ja auch kein Kirchendogmatiker und Kirchenrechtler, kein Experte wie May.
    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Georg_May

  5. @Pierre

    Mir ist nicht gewärtig, dass „Tomás“ zu irgendetwas „zig-mal in vortrefflicher Weise“ argumentiert hätte!

  6. @POS

    Wollen Sie mich verunsichern oder hat @Tomas nicht oft genug in zahlreichen Beiträgen VORTREFFLICH dazu Stellung genommen? S. Archiv
    Besser als @Tomas könnte ich zu diesem Thema nicht formulieren und argumentieren.

  7. @Pierre

    Also, wenn Sie es „nicht besser formulieren“ können, dann haben Sie eben, wie er, kein wirkliches, taugliches und gültiges Argument GEGEN die Religionsfreiheit.

  8. @POSchenker 3. März 2016 um 23:04

    Wenn SIE ( als Autorität ) meinen …
    Vielleicht lesen Sie aber trotzdem in diesem obigen LINK. Könnte hilfreich sein.

  9. „Die traditionelle Lehre über die Religionsfreiheit besagt, daß niemand ein Recht darauf hat, eine falsche Religion zu verbreiten, und daß der Staat unter Umständen die Verbreitung einer falschen Religion (auch durch Zwang!) verhindern müsse.“

    Das ist der allerwichtigste Satz an der Geschichte. So müsste von rechts wegen der Mondgötzenglaube verboten werden, weil das eine ganz furchtbare Mordreligion ist und auch viele andere abscheuliche Verbrechen im Gepäck hat. Beispiele gibt es dazu in Hülle und Fülle. Leider sind wir momentan von staatswegen zu einem Verbot nicht in der Lage. Das könnte sich aber in einigen Jahren ändern, denn nach dem Abräumen wird der heilige katholische Glaube neu erblühen. Das Gesetz, dass den Kindern den Tod bringt wird dann auch wieder abgeschafft werden.

    Freiheit, die von Gott abgesegnet ist besteht grundsätzlich NUR im Rahmen der 10 Gebote Gottes.

    Eines ist auch klar, was auch von mir respektiert wird: zum Glauben darf niemand gezwungen werden. Überzeugungsarbeit, natürlich mit Einfühlungsvermögen, muss schon aus den Gründen der wahren Gottes- und Nächstenliebe geleistet werden.

  10. Es soll und muss um den WAHREN Frieden gehen – und nicht um einen weltl.SCHEIN – Frieden.

    ? “ Das heilige Recht auf Leben und auf ein religiöses Leben “ ?

    Richtig muss es heissen (aus kath.Sicht): Das heilige göttliche Recht steht NUR dem Kath.Glauben zu.
    Alle anderen Glaubensrichtungen können staatlicherseits ( um einen allgem. Ruhe des öffentlichen Lebens zu gewährleisten ) NUR GEDULDET ( in privater Ausübung ) werden, zumindest kann und darf es kein Recht zur ÖFFETLICHEN Ausübung oder Einflussnahme/Anerkennung oder Unterstützung anderer Religionen geben.

    Der WAHRE Friede ist nur mit der einen WAHREN Religion in Einklang zu bringen. Auch auf Erden gilt: Ausserhalb der Kirche KEIN HEIL!
    http://www.nachfolgejesu.com/restarmee/PDF/%60extra%20ecclesiam%20nulla%20salus%C2%B4%20-%20Das%20Heilsdogma%20-%20%20Eine%20unver%C3%A4nderliche%20Wahrheit.pdf

  11. @Pierre

    Danke, „Pierre“, für diesen Link. Ich habe das Dokument aufmerksam gelesen, und mein Urteil lautet: es ist eine hervorragende Analyse der Konflikte, die die zweitvatikanische „Religionsfreiheit“ unter den Gläubigen „der Tradition“ hervorgerufen hat und gleichzeitig eine einleuchtende Erklärung und Rechtfertigung der Auslegung der Konzilspäpste der damit erfolgten Reform in absoluter Kontinuität mit der unaufgebbaren Lehre der Kirche.

  12. @POSchenker 4. März 2016 um 09:41

    Hierin stimme ich voll zu. Und von POS treffend zusammengefasst! Papst Benedikt wie immer vortrefflich. Vielen Dank.

  13. Die verderblichste Freiheit für die Seelen ist die Freiheit zum Irrtum!
    Entgegen der neuen Wahnsinnsdarlegung von Bischof Fellay, die Religionsfreiheit in Dignitatis Humanae sei sehr, sehr begrenzt und man dürfe aus den Irrtümern des Konzils keine Superhäresien machen, spricht Lefebvre von der Religionsfreiheit als von einer „vergifteten Quelle“.
    Was sagt Abbé Bernard Tissier de Mallerais über die Religionsfreiheit als Bedingung des Friedens?
    „Am 1. Januar 1988 erließ Papst Johannes Paul II. anläßlich des „Tags des Friedens“ eine Botschaft mit dem Thema: „Die Religionsfreiheit ist die Bedingung, um mitsammen den Frieden zu leben“. Die Lehre des Konzils aufgreifend beschwor der Papst die Würde der menschlichen Person, die freie Suche nach der Wahrheit, die Gewissens- und Religionsfreiheit, die Unzuständigkeit des Staats zur Hinderung der Ausübung einer Religion usw. Dabei qualifizierte er das Recht auf Religionsfreiheit als „Maß der anderen Grundrechte“, insofern es »den empfindlichsten Bereich der Autonomie der Person respektieren läßt, indem es ihr erlaubt, nach den Imperativen ihres Gewissens zu handeln« und zwar ebenso privat wie öffentlich. Sodann verurteilt er Intoleranz und Diskriminierung aus religiösen Gründen. Schließlich pries er die Religionsfreiheit als Faktor der Verantwortlichkeit der Individuen und der Solidarität der Religionen und rief zu einer loyalen Konkurrenz zwischen der religiösen Weltsicht und dem Atheismus auf. Zum Abschluß schien ihm die Zusammenkunft von Assisi, die gemeinsame Front von Jesus, Allah, Buddha usw. zum Zweck des gemeinsamen Erbauens des Friedens, »der Fruchtbarkeit der Religionsfreiheit für den Frieden Ausdruck zu verleihen.«
    Leider müssen wir die Irrtümer und Illusionen beklagen, welche diese Rede enthält, DIE EINE ILLUSTRATION ZU DER VERBLENDUNG DES GEGENWÄRTIGEN ROM UND SEINEM ZÄHEN VERHARREN IM IRRTUM DARSTELLT…
    Die Religionsfreiheit ist nicht EIN Irrtum, sondern ein ganzes Gewebe von Irrtümern sowohl auf der Ebene des einzelnen Menschen als der Gesellschaft. Sie ist ein wahres Unglück, theoretisch wie praktisch!“
    de Mallerais weist dann hin auf Johannes Paul II. »freien Suche nach der Wahrheit« und fährt weiter:
    „Das jedoch ist ein Betrug des Zweiten Vatikanischen Konzils und zwar ein sehr schwerwiegender! Im Namen der freien Suche wird der Irrtum rehabilitiert! Man beurteilt eine Handlung nicht mehr nach ihrem Gegenstand, sondern nach den angenommenen Absichten ihres Urhebers. Das ist reiner Subjektivismus…Die Suche ist nichts als ein Mythus.. In dieser Hinsicht ist die Suche eine Krankheit des Geistes. Gegenüber dem Katholizismus trat die freie Suche auf als das »examen liberum«, die „freie Prüfung Luthers, und die Quintessenz des »examen liberum« war Hegel.. Die gesunde religiöse Haltung ist die Intoleranz in der Doktrin, die Ablehnung jeder anderen Vorstellung von der Gottheit..
    Johannes Paul II. beschwört auch die Würde der menschlichen Person.. Sagen wir also ganz klar: Nur das tatsächliche Festhalten an der Wahrheit begründet die wahre Menschenwürde und infolgedessen die wahre Religionsfreiheit. – der wahren Würde die wahre Freiheit, der falschen Würde die falsche Religionsfreiheit. Die einzige legitime natürliche Autonomie in religiösen Dingen gegenüber jeder Person und jeder menschlichen Gewalt ist die der Katholiken!..
    Der hl. Augustinus liefert uns einen guten Schluß für die Verurteilung dieser falschen Freiheit von Zwang in religiösen Dingen: ‚Keine für die Seelen verderblichere Freiheit als die Freiheit zum Irrtum“

  14. POSchenker 3. März 2016 um 23:04

    Das „Recht“ auf Religionsfreiheit wurde etliche Male von der Kirche verurteilt (z.B. durch Pius IX. im Syllabus).

    Da dieses „Recht“ die Christkönig-Lehre, die von Pius XI. in seiner Enzyklika „Quas primas“ zum Dogma erhoben wurde, leugnet, ist die „Dignitatis humanae“ häretisch und alle „Konzilspäpste“ sind Häretiker und können keine wahre Päpste sein, weil ein wahrer Papst niemals vom wahren Glauben abweichen kann.

  15. Josua 3. März 2016 um 23:20

    Freiheit kann es nur für die Wahrheit und das Gute geben.
    Freiheit für alles ist Libertinage.
    Wobei die Liberalen für die Freiheit für alles nur in der Theorie sind. Dagegen sind sie in der Praxis sehr intolerant gegenüber allem was katholisch ist oder es scheint zu sein.

  16. @Tomás 9. März 2016 um 10:21

    POS, hier muss ich @Tomas einfach recht geben ( bis auf das Papst- Legitimationsproblem ).

  17. @Pierre, was wollen Sie eigentlich mit Ihrem Beitrag vom 3. März 2016, 21:58?

    Die Piusbruderschaft können Sie damit keineswegs verteidigen, denn deren Kurs, mit Bischof Fellay an der Spitze, ist seit 15 Jahren ein ganz neuer, von ihrer bisherigen Haltung eine völlig abweichende. Das haben Sie immer noch nicht zur Kenntnis genommen. Denn bereits 2001 kam es zu seiner Erklärung, gemäß der das Zweite Vatikanum zu 95% angenommen werden kann (vgl. ,DICI‘, n. 8, 18 Mai 2001) (4):
    …“Man könnte meinen, dass wir das zweite Vatikanische Konzil in seiner Vollständigkeit verwerfen. Aber das ist nicht so, wir akzeptieren 95% davon. Es ist vielmehr einem Geist, einem Gebärden den wir uns widersetzen …).“

    Und so hat Fellay begonnen, die Bruderschaft kaputtzumachen. Und seit diesen 15 Jahren hat er nicht aufgehört, Disharmonie, Konflikte, Zerrissenheit und Seelennot zu erzeugen.

    Sie lesen also, daß selbst die Verfasser des Dokuments überzeugt sind, etwas geschaffen zu haben, nämlich „daß die Erklärung über die Religionsfreiheit materiell anderes sagt als der Syllabus von 1864 und sogar ungefähr das Gegenteil der Sätze 16, 17 und 19.“

    Und damit sollten Sie eigentlich endlich begreifen, wie sehr sich die Neue Bruderschaft von ihrer bisherigen Haltung entfernt hat, also eine nicht mehr erkennbare Priesterbruderschaft St. Pius X. ist.
    Die Sichtweise des Erzbischofs Lefebvre über die Ansichten Ratzingers bezüglich Religionsfreiheit:
    „Ratzinger selbst sagt: ‚Dieses Dokument versichert vielleicht zum erstenmal mit solcher Klarheit, daß es Entscheidungen des Lehramtes gibt, die nicht das letzte Wort über die Materie als solche sein können, sondern die eine substantielle Verankerung und vor allem ein Ausdruck pastoraler Klugheit sind, eine Art von provisorischen Verfügungen.‘
    Also die Entscheidungen des Lehramts werden für ihn einfach »provisorische Verfügungen«! Sie sehen nun die Beispiele, die er gibt – das ist erschreckend – in dieser Hinsicht kann man signalisieren, daß die Erklärungen der Päpste des letzten Jahrhunderts über die Religionsfreiheit provisorische oder pastorale Erklärungen werden wie auch die antimodernistischen Entscheidungen vom Anfang des Jahrhunderts.“

    Lefebvre: „DAS IST UNGLAUBLICH, KARDINAL RATZINGER WAGT SICH AN DIE ENZYKLIKA »PASCENDI DOMINICI GREGIS«, AN »QUANTA CURA« UND DEN SYLLABUS, ALSO AN DIE ENZYKLIKA DES PAPSTES PIUS X., AN DAS DEKRET »LAMENTABILI« UND AN DIE BESCHLÜSSE DER BIBELKOMMISSION DERSELBEN ZEIT. WAS DER HEILIGE PAPST PIUS X. APPROBIERT HAT, WIRD EBENFALLS PROVISORISCHE VERFÜGUNG: DAS IST SEHR SCHLIMM! DIESE ANTIMODERNISTISCHEN ENTSCHEIDUNGEN HÄTTEN EINEN SEHR GROSSEN DIENST GELEISTET, ABER NACHDEM SIE IN IHRER ZEIT IHREN PASTORALEN DIENST GELEISTET HABEN, IN IHRER SPEZIELLEN BESTIMMUNG, SIND SIE JETZT ÜBERHOLT. VORBEI IST ES MIT DER ENZYKLIKA DES HEILIGEN PAPSTES PIUS X., MIT DEN BESCHLÜSSEN DER FRÜHEREN PÄPSTE, DAS IST ZU ENDE, DAS WAREN PROVISORISCHE, PASTORALE VERFÜGUNGEN.“

    Somit ist es also zu Ende mit Ihrer vielgepriesenen Piusbruderschaft!

    Wenn Sie also, @Pierre, hier kund geben:

    „Zusammenfassend bleibt festzustellen, daß die neue Lehre über die Religionsfreiheit im klaren Gegensatz zur überlieferten Lehre steht“,

    dann hätten wir von Ihnen, @Pierre, gern eine Antwort darauf, ob Ihre „Katholische Kirche“ entgegengesetzt zur überlieferten Lehre stehen kann? Ob sie den ganzen Erdenrund eine im Glauben entgegengesetzte Lehre zu glauben vorlegen und Irrlehren verbreiten kann, die sonst nur die Feinde der Kirche, die Häretiker, die Ketzer verbreiten. Ist sie dann die Katholische Kirche, wenn sie Ketzerlehren verbreitet? Nein! Sie ist es nicht! Denn niemals, zu keiner Zeit, kann ein Papst, ein Konzil, in Sachen des Glaubens und der Moral irren und die ganze Christenheit in Irrtum führen. Denn der Papst ist unfehlbar in allen Fragen des Glaubens und in allem, was die Moral betrifft. Denn das muss er sein im Hinblick auf die Gläubigen, damit diese das ewige Heil erreichen. Denn, so sagt die Kirche: Das Heil der Seelen ist das oberste Gesetz“! Folglich darf das kirchliche Lehramt nichts im Glauben Hinderliches oder gar Falsches verkünden.

    Denn genau deswegen, weil ein Papst keine falschen Lehren verbreiten KANN, POS, Pierre, sind diese Sektenhäupter weder Stellvertreter Christi, Nachfolger des heiligen Petrus noch Oberhaupt der Katholischen Kirche.

  18. Eine Antwort auch @Pierre dazu: Kommt das von Ihnen (also nur eine Frage). Haben Sie das geschrieben: „und somit ist auch diese ehemalige Röm.Kath. Kirche zu einer SEKTE ‚mutiert‘. Diese Röm.Kath. Kirche hat sich im gesamten damit SELBST EXKOMMUNIZIERT.
    Es geht grundsätzlich um das katholische Lehramt dass NICHT und NIE Haersien (Religionsfreiheit und Ökumenismusdekret) lehren kann. Und wenn doch, dann ist das eben NICHT mehr die Röm.Kath.Kirche.“?? Oder wissen Sie, wer diesen Unsinn geschrieben hat? Es wäre mehr als absurd!

  19. @Alexius 9. März 2016 um 11:21

    Es ging darum ( genau weiss ich das auch nicht mehr wo ich den Beitrag geschrieben hatte, bei @Josua ?), den Standpunkt aus der Sichtweise der Sedis zu beurteilen.

    Wer verstehen will, hat es auch so verstanden.

    Aber bitte, nochmals, um nur ja keine unnötigen Missverständisse aufkommen zu lassen:

    1. Die Hl.Röm.Kath.Kirche ( = Mystische Leib Christi ) kann und geht nicht/NIE unter sondern bleibt IMMER für alle Ewigkeit UNVERÄNDERT bestehen.
    2. Die sichtbare streitende Kirche mit Ihrem Sitz in Rom ist seit V2 nicht mehr ausreichend oder überhaupt nicht ( max. vereinzelt ) mehr mit legitimen Klerikern besetzt. Das äussere Erscheinungsbild (Phänotyp) bleibt soweit bestehen, nur inhaltlich ist das „Wesen ein anderes“, eine Sekte ( „deswegen“mutiert“; ) Nochmals ( um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen ): Die Hl.Röm.Kath.Kirche kann in Ihrem Wesen NIE mutieren weil UNABÄNDERLICH und EWIGLICH.
    3. Die Hl.Röm.kath.Kirche kann in Ihrem unfehlbaren Lehramt ( wozu auch ein Ökumenisches Konzil gehört, weil dieses zum ordentlichen Lehramt gehört ) nicht irren oder haeretisch sein.
    4. Die Mitglieder incl. des Papstes/der nachfolgenden Päpste die sich der neuen verderblichen (Irr-) Lehre verpflichtet hatten und haben sind samt und sonders mit ipso facto EXKOMMUNIZIERT.
    5. Somit sind alle ( grossteils ) lebenden Mitglieder dieser Hl.Röm.Kath.Kirche im exkommunizierten Rahmen noch als Sekte/pseudokatholische Religionsgemeinschaft ( zur Sekte „mutiert“ ) vereinigt, die nach Aussen noch als „Hl.Röm.Kath.Kirche“ erkennbar bleibt und von der Öffentlichkeit aber auch als solche OHNE Bedenken bis auf Weiteres akzeptiert und anerkannt wird ( s. Alta Vendita ).
    5. Die Ämter der Hl.Röm.kath.Kirche sind vorwiegend/allesamt leer/“leer“ in dem Sinne dass zwar die Wirkung von ipso facto dieses grundsätzlich rechtsverbindlich vorschreibt aber in der Tat die Ämter jetzt illegitim, aber dennoch besetzt ( fremdbesetzt ) sind, natürlich auch NIE einen Anspruch auf Rechtswirkung haben können ( eben weil exkommuniziert ).

    Die OFFENE Frage ist und bleibt deswegen: Von wo wird DANN die Hl.Kirche von Rechts wegen wahrgenommen und regiert?

    Hoffentlich mit dieser Aufklärung Ihnen gedient zu haben.

    Pierre

  20. @ Pierre, 9. März 2016 um 12:23 Uhr
    „Die OFFENE Frage ist und bleibt deswegen: Von wo wird DANN die Hl.Kirche von Rechts wegen wahrgenommen und regiert?“

    Ob alle Bischofssitze von Häretikern und Apostaten besetzt sind wissen wir nicht. Da ja der Papstthron zurzeit von einem Häretiker besetzt ist, können die Katholiken zurzeit von keinem Oberhirten regiert werden. Das sollte eigentlich einleuchtend sein. Aber hindert uns diese tragische Geschichte am KATHOLISCHSEIN? NEIN, denn es geht trotzdem weiter. Wir halten uns einfach an all das, was wir als Katholiken gelernt haben und warten ab und bleiben in Bereitschaft. Da der Oberhirte fehlt befinden wir uns in einem tatsächlichen Notstand.

    Zur Wahrnehmung überhaupt:
    Was man sieht, hört, fühlt und riecht nimmt der Mensch wahr. Wenn die Hirten und die Gläubigen das ernst nehmen, was die Kirche lehrt, nehmen die anderen Menschen von der Kirche ein gutes Bild wahr. Wenn die Hirten und die Gläubigen ihren Glauben nicht ernst nehmen, nehmen die anderen Menschen von der Kirche ein schlechtes Bild wahr. Menschen machen den Fehler, dass sie in den guten, wie den schlechten Taten, die Kirche am Werk sehen. Nein, so dürfen wir nicht denken, denn es sind immer nur die Menschen, die ein Bild abgeben, entweder ein gutes oder ein schlechtes. Die MAKELLOSE BRAUT CHRISTI bleibt indes immer gleich und zwar von Anfang an.

  21. @ Josua:

    Einleuchtend ist nur, daß die Kirche auch die zweitkonziliaristischen Päpste als ihre Päpste einsetzte.
    Um ein Wort von Ihnen auch hier anzuwenden: Es ist eine Vergewaltigung des gesunden Menschenverstandes, von der Kirche eingesetzte Päpste nicht als Päpste anzuerkennen.

    Was man sieht, hört, fühlt und riecht, nimmt der Mensch mit den von Gott gegebenen Sinnen im wahrsten Sinne des Wortes wahr (allerdings gibt es zuweilen auch Sinnestäuschungen).

    Wenn ein Mensch jedoch Texte liest oder hört, muß der Mensch das Aufgenommene erst verarbeiten. Und es gibt Menschen, die es fertigbringen, das, was sie lesen oder hören, über die Wirklichkeit hinwegzusetzen – was natürlich grundverkehrt ist.

  22. Seefeldt, dass das ausgerechnet wieder Sie sagen, gerade Sie!?

    @ Seefeldt: „Es ist eine Vergewaltigung des gesunden Menschenverstandes, von der Kirche eingesetzte Päpste nicht als Päpste anzuerkennen.“

    @ Josua: Einen solchen Unsinn hat die Welt selten gelesen. Was soll da gegen den gesunden Menschenverstand sein, wenn ich Häretiker und Apostaten nicht als rechtmäßige Päpste sehe? Soll das die „Logig“ von Meister Seefeldt sein?

  23. @Josua

    Es hilft nichts: Man muss in der heutigen Zeit vernünftig und doch wachsam sein. Z.B., die V2- Päpste sind bis auf weiteres wahre legitime Päpste. Ich und @Seefeldt sehen das ein.

  24. Pierre, die traurige Wahrheit ist, dass Sie und ihr Mentor gegen die unfehlbare Lehre der Kirche stehen. Hier können Sie es nochmals ganz genau lesen!

    “So hat die Kirche stets gehandelt, gestützt auf das einstimmige Urteil der Väter; diese waren immer der Überzeugung, es sei aus der katholischen Gemeinschaft AUSGESCHLOSSEN und von der Kirche ABGEFALLEN, wer auch NUR IM GERINGSTEN von der durch das beglaubigte Lehramt vorgetragenen Lehre ABGEWICHEN sei. … Augustinus meint, es könnten auch noch andere Irrlehren entstehen, und jeder, der auch NUR EINER EINZIGEN zustimme, sei dadurch VON DER KATHOLISCHEN EINHEIT GETRENNT” (Enzyklika “Satis cognitum” von Leo XIII.)

  25. Pierre, hier sind Sie nochmals verurteilt worden. Also ich würde mich an ihrer Stelle schleunigst ändern!

    “Welchen Sinn hat es, den Lehrsatz der Suprematie St. Peters und seiner Nachfolger öffentlich zu verkündigen? Welchen Sinn hat es, immer und immer wieder den Glauben an die katholische Kirche und den Gehorsam zum Apostolischen Stuhl zu wiederholen, wenn die Handlungen diesen Worten entgegenstehen? Ist nicht Ungehorsam umso schändlicher, als Gehorsam Pflicht ist? Erstreckt sich die Autorität des Heiligen Stuhls nicht auf die Maßnahmen, die Wir verpflichtet gewesen sind zu ergreifen? Reicht es vielleicht aus, in Glaubensgemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl zu stehen, ohne gehorsam zu sein? So etwas kann es nicht geben, ohne daß der Katholische Glaube beschädigt wird! Tatsächlich, Ehrwürdige Brüder und geliebte Söhne, geht es darum, die Macht des Heiligen Stuhls anzuerkennen, sogar über die Kirchen, nicht bloß darin, was den Glauben betrifft, sondern auch in dem, was zur Disziplin gehört. Wer das bestreiten würde, ist ein KETZER; wer das anerkennt, sich aber hartnäckig weigert zu folgen, ist des ANATHEMAS würdig!” (Pius IX. in “Quae in Patriarchatu”)

  26. @Pierre, Sie sind am Thema vorbeigegangen und haben nicht konkret auf die Frage geantwortet, ob die Katholische Kirche entgegengesetzt zur überlieferten Lehre stehen kann? Ob sie den ganzen Erdenrund eine im Glauben entgegengesetzte Lehre zu glauben vorlegen und Irrlehren verbreiten kann? Ob sie sich in ihrem Wesen überhaupt jemals verändern kann, wenn Sie schreiben: „Das äussere Erscheinungsbild (Phänotyp) bleibt soweit bestehen, nur inhaltlich ist das Wesen ein anderes“?
    Sie sind nicht auf die Kursabweichungen durch Bischof Fellay eingegangen. Auf die Aussage von ihm, das Konzil zu 95 % annehmen zu können, haben Sie ebenfalls nicht geantwortet – wie gehabt!

    So wie die Katholische Kirche von jeher sich nie verstand als zwei verschiedene, kennen auch wir keine Heilige Römisch-Katholische Kirche und zugleich eine „sichtbar streitende“!
    Welch unsagbar kompliziertes Gebäude müssen Sie sich doch aufbauen, um Ihre geistlose Theorie zu verteidigen.
    Wenn das „Wesen“ ein anderes ist, dann haben wir es doch nicht mehr mit der Katholischen Kirche zu tun, denn das „Wesen“ macht ja eine Sache aus. Die Katholische Kirche kann sich aber niemals in ihrem Wesen verändern.

  27. @Alexius 9. März 2016 um 22:41

    Frage mich ernstlich ob Sie noch verstehen wollen!?

    Glauben Sie nicht auch dass Sie z.B. mit der Frage “ , ob die Katholische Kirche entgegengesetzt zur überlieferten Lehre stehen kann? “ mich für dumm verkaufen wollen, oder wie? Laufend habe ich diesen Eindruck bei Ihnen? Kann das sein?

    ANTWORT:
    Selbst wie ich u. @Seefeldt nur PRIVAT die Irrtümer u./oder auch Haeresien von V2 erkennen/“erkennen“ ( weil immer auch die subjektive Sichtweise mitzuberücksichtigen ist ) mögen/können so heisst das noch lange nicht, dass dieser oder jener Haeretiker ( wenn er überhaupt einer sein soll ) als solcher auch von der Kirche als Haeretiker festgestellt und verurteilt werden muss.
    Hinzu kommt, dass ( sich selbst erkennende haeretische ) klerikale Amtspersonen fast wahrscheinlich im SICHTBAREN Amt verbleiben werden/wollen wenn nicht der Schuldige von sich selbst aus geht ( auf Grund von ipso facto oder seitens seines schlechten Gewissens ) oder erst ein Gericht darüber zu entscheiden und abzuurteilen hat.

    Nachdem wir, ich u. @Seefeldt, zu allerhöchst VERMUTEN ( zum Unterschied von rechtsgültigen Beweisen ) dass es sich um Haeresie handelt/handeln mag, distanzieren wir uns PRIVAT ( UNVERBINDLICH ) durch unsere nachvollziehbaren vernünftigen Entscheidungen diese Irrtümer NICHT in unser Glaubensgut aufnehmen ( Widerstand im geistl. Notstand ) zu können. Genau dies berechtigt uns, bis zur rechtsgültigen Verurteilung, in der Erkenntnis und im Gewissen diese Irrtümer NICHT anzunehmen.

    INDES ist aber in der Zwischenzeit ( der Zeitraum zwischen Offenkundigkeit der Haeresie und Feststellug/Verurteiung ) die Hl.Glaubenskongreagtion ( Hl.Inquisition ) gefordert der offenkundig gewordenen Sache OFFIZIELL und VERBINDLICH nachzugehen bis die Haeresie und die Haeretiker RECHTENS ÜBERFÜHRT und RECHTENS VERBINDLICH VERURTEILT ( wenn auch mit weltl. Gewalt des Amtes enthoben ) worden sind. Wir befinden uns eben gerade in dieser unglücklichen Zeitspanne ( wie schon Lefebvre dies eingestehen musste ) wo die Kutsche mit den Inquisitoren noch ( wenn überhaupt? ) auf dem Weg zu den scheinbaren offenkundigen Haeretikern und deren naheliegenden Haeresien sind ( s.der Film „Im Namen der Rose ).

    NUR die Hl.Inquisitin hat das Recht, die Autorität, die Ermächtigung einer OFFIZIELLEN VERBINDLICHEN Amtsenthebung bei Widerstand gegen die kirchl. Jurisdiktion, notfalls unter Inanspruchnahme der Staatsgewalt.

    Ad:
    „Kursabweichungen durch Bischof Fellay“

    Erst wenn die Sache ERNST ( eine Integration unter lehrmässigen Abstrichen ) wird/werden sollte ist Handlungsbedarf gegeben. Vorher über Spekulationen zu diskutieren ist sinnlos. Verleumdungsgefahr!

    „Auf die Aussage von ihm, das Konzil zu 95 % annehmen zu können, …“

    Meine Güte, was hat seinerzeit S.E.Lefebvre nicht alles gesagt ( heisse Luft u/o. markige Worte ). Wenn man Lefebvre nach seinen Worten hätte ernst nehmen müssen dann hätte er ein LUPENREINER Sedisvakantist sein MÜSSEN! Also. Weiteres erspare ich mir in seiner „Widersprüchlichkeit“ und seinem eigentlichen Tun ( Die Neun ).

    “ So wie die Katholische Kirche von jeher sich nie verstand als zwei verschiedene, kennen auch wir keine Heilige Römisch-Katholische Kirche und zugleich eine “sichtbar streitende”! “
    “ Wenn das “Wesen” ein anderes ist, dann haben wir es doch nicht mehr mit der Katholischen Kirche zu tun, denn das “Wesen” macht ja eine Sache aus. Die Katholische Kirche kann sich aber niemals in ihrem Wesen verändern. “

    Na klar. Wollen Sie anscheinend mich noch immer oder immer wieder missverstehen, oder was liegt Ihnen daran?

    “ Welch unsagbar kompliziertes Gebäude müssen Sie sich doch aufbauen, um Ihre geistlose Theorie zu verteidigen. “

    Dann beschweren Sie sich doch endlich bei S.E.Lefebvre (R.i.p.) selbst!! Nichts anderes als seinen Standpunkt vertrete ich. Wenn Sie damit nicht klar kommen dann ist das IHR Problem. Und wenn Sie dennoch wieder einen „Rückfall“ haben sollten dann besinnen sich dass ICH ein FSSPX- ler der alten Garde bin. Noch Unklarheiten?

    Nehmen Sie bitte, all das, einfach mal zur Kenntnis! Es ginge auch einfacher und freundlicher mit Ihnen. Nichts für ungut! ;-`

  28. Alexius, dieser @ Pierre und sein Mentor sind hoffnungslose Fälle. Diese Herren sind gänzlich verhärtet. Alles wird nur verdreht. Das sind jene Kandidaten, die Wissende sind und somit keine Rechtfertigung erlangen werden, außer, dass sie sich noch bekehren.

  29. @ Josua:

    Verhärtet sind Sie schon selbst. Sie verweigern sich offensichtlichen Tatsachen, und wie die Pharisäer setzen Sie tote Buchstaben über Geist und Wirklichkeit. Doch Gott ist die Wahrheit. Indem Sie sich der Wirklichkeit und damit der Wahrheit verweigern, verweigern Sie sich Gott.

  30. @Josua, man sieht, wie sehr diese Verhärteten immer wieder in Unsicherheit geraten und ihnen Bedenken kommen. Nur zum offenen Zugeben reicht’s noch nicht.

    Ja, @Pierre, beantworten Sie die Frage klipp und klar mit einem Ja oder Nein, so wie das Josua von Ihnen auch schon mehrmals verlangte: Kann die Katholische Kirche zur überlieferten Lehre entgegengesetzt stehen? Ja oder Nein!
    Denn wiederum weichen Sie aus. Diesmal auf das Thema „Häretiker“. Wir sind aber jetzt bei der Katholischen Kirche. Dieser Katholischen Kirche, die nach Christi Verheißung unzerstörbar ist, unterschieben sie ein „neues Wesen“. Sie habe sich „mutiert“, also sich umgeändert und umgeformt, verändert in ein neues Wesen, in eine Sekte, sagen Sie. Tickt’s da noch richtig?

    „Es geht grundsätzlich um das katholische Lehramt dass NICHT und NIE Haersien (Religionsfreiheit und Ökumenismusdekret) lehren kann. Und wenn doch, dann ist das eben NICHT mehr die Röm.Kath. Kirche.“

    Auch hier scheint Ihr Grundgedanke durch, daß sich dieses katholische Lehramt dann, wenn es Falsches lehrt, umgewandelt hat.
    „ist nicht mehr“ heißt doch, vor ihrer falschen Aussage war sie die Kirche, nach der Aussage war sie es auf einmal nicht mehr.

    Sie kommen also ins Wanken und glauben: „Und dann ist das eben NICHT mehr die Römisch-katholische Kirche.“
    Die Römisch-katholische Kirche kann nicht Falsches lehren. Die Kirche kann sich nicht irren. Die Kirche kann keine Irrtümer verkünden. Sie kann nicht in Häresie fallen. Die Katholische Kirche kann nicht „mutieren“ zu einer Sekte!
    Und deswegen gilt nach wie vor: Diese Konzilssekte ist nicht die Katholische Kirche und war sie noch nie!

    Sie sehen also, mit Ihrer und der Neuen FSSPX-Theorie kommen Sie nur in einen Hexenkessel und das muss kommen wenn man glaubt, diese Konzilssekte sei die Katholische Kirche, sie habe sich nur umgewandelt.

    Und wiederum sind Sie nicht auf die Kursabweichungen Fellays eingegangen und gaben keine Antwort auf sein Annehmen des Konzils zu 95%!

  31. @Alexius 10. März 2016 um 18:07

    Sie, es ist wirklich fast zum Lachen mit Ihnen:
    1. Wollen Sie nicht lesen WAS ich schrieb oder
    2. wollen Sie nicht VERSTEHEN ich schrìeb

    Sie schreiben: “ Und wiederum sind Sie nicht auf die Kursabweichungen Fellays eingegangen und gaben keine Antwort auf sein Annehmen des Konzils zu 95%! “

    Bitte für Sie EXTRA kopiert: Meine Güte, was hat seinerzeit S.E.Lefebvre nicht alles gesagt ( heisse Luft u/o. markige Worte ). Wenn man Lefebvre nach seinen Worten hätte ernst nehmen müssen dann hätte er ein LUPENREINER Sedisvakantist sein MÜSSEN! Also. Weiteres erspare ich mir in seiner “Widersprüchlichkeit” und seinem eigentlichen Tun ( Die Neun ).

    Sie schreiben: “ Sie sehen also, mit Ihrer und der Neuen FSSPX-Theorie kommen Sie nur in einen Hexenkessel und das muss kommen wenn man glaubt, diese Konzilssekte sei die Katholische Kirche, sie habe sich nur umgewandelt. “

    Wieder für SIE EXTRA kopiert: Dann beschweren Sie sich doch endlich bei S.E.Lefebvre (R.i.p.) selbst!! Nichts anderes als seinen Standpunkt vertrete ich. Wenn Sie damit nicht klar kommen dann ist das IHR Problem. Und wenn Sie dennoch wieder einen “Rückfall” haben sollten dann besinnen sich dass ICH ein FSSPX- ler der alten Garde bin. Noch Unklarheiten?
    DAHER bitte ich Sie ( in Ihrem Interesse ): Nehmen Sie für Ihre Argumente nicht mehr S.E. Lefebvre in den Mund. Dann sind Sie gleich noch unglaubwürdiger.

    Sie schreiben: „Ja, @Pierre, beantworten Sie die Frage klipp und klar mit einem Ja oder Nein, so wie das Josua von Ihnen auch schon mehrmals verlangte: Kann die Katholische Kirche zur überlieferten Lehre entgegengesetzt stehen? Ja oder Nein!“

    N E I N! Ist das K L A R genug ?!?

    NUR sollten Sie auch andere Punkte ( z.B. private Feststellung versus Überschreitung von Amtsbefugnissen , die vorhandene Jurisdiktionsgewalt und Hierarchische Ordnung als WESEN der Kirche; wer ist in der Sedisvakanz die befugte, zuständige, autorisierte Jurisdiktionsgewalt? ) bei IHRER konsequenten Schlussfolgerung miteinbeziehen. Tun Sie aber nicht.

    Nur damit auch andere sehen WIE SERIÖS SIE arbeiten, wie Sie mir dieses vorwerfen und mich dann noch beleidigen:
    “ Wir sind aber jetzt bei der Katholischen Kirche. Dieser Katholischen Kirche, die nach Christi Verheißung unzerstörbar ist, unterschieben sie ein “neues Wesen”. Sie habe sich “mutiert”, also sich umgeändert und umgeformt, verändert in ein neues Wesen, in eine Sekte, sagen Sie. Tickt’s da noch richtig? “

    SIE, lieber @Alexius, können oder wollen nicht anders lesen/u.o. verstehen als das was SIE glauben bei mir herauslesen/verstehen zu WOLLEN!

    Also was schrieb ICH gleich als NÄCHSTEN Satz ( in @Pierre 9. März 2016 um 12:23 Punkt 2.):
    “ Nochmals ( um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen ): Die Hl.Röm.Kath.Kirche kann in Ihrem Wesen NIE mutieren weil UNABÄNDERLICH und EWIGLICH. “

    Sie, @Alexius, so löblich Ihr katholischer Einsatz hier ist, aber mit dieser Art von UNSERIOSITÄT und Unfairness disqualifizieren Sie sich selbst.

  32. Niemand hat ein Recht auf Irrtum! Damit ist alles gesagt!

    Bischof Tissier de Mallerais:
    „ Es ist also eine strenge Pflicht für jeden Priester, der katholisch bleiben will, von dieser konziliaren Kirche sich zu trennen, solange sie nicht zur Tradition des Lehramtes der Kirche und des katholischen Glaubens zurückfindet.“

    Natürlich meint de Mallerais eben jene Sekte, denn das ist die präzise Kennzeichnung.

    „Dignitatis Humanae“ ist eine von den Erzfeinden der Kirche verfaßte Instruktion, eine falsche Lehre, eine Lehre, die den Aussagen der Päpste vor dem Konzil widerspricht. Benedikt XVI. widersetzt sich den Lehrschreiben vor dem Konzil, sie sind für ihn ja nur „Provisorische Verfügungen“! Ratzinger verstoßt in rechtswidriger Weise dem Antimodernisteneid, der nach wie vor besteht:

    “Ich, N.N., umfasse fest und nehme samt und sonders an, was vom irrtumslosen Lehramt der Kirche definiert, behauptet und erklärt wurde, vor allem diejenigen Lehrkapitel, die den Irrtümern dieser Zeit unmittelbar widerstreiten..“

    Ratzinger verstoßt in frevlerischer Weise dem Krönungseid, der nach wie vor Gültigkeit hat:

    „Ich gelobe,
    nichts an der Überlieferung, nichts an dem, was ich von meinen gottgefälligen Vorgängern bewahrt vorgefunden habe, zu schmälern, zu ändern oder darin irgendeine Neuerung zuzulassen; vielmehr mit glühender Hingabe als ihr wahrhaft treuer Schüler und Nachfolger mit meiner ganzen Kraft und Anstrengung das überlieferte Gut ehrfurchtsvoll zu bewahren…“

    Wiederum ein Beweis: Weil die Katholische Kirche nichts Falsches lehren kann, haben wir es nicht mit einer gewandelten Kirche, sondern mit einer eigenständigen Sekte zu tun, die sich die „Ämter“ erschlichen und den Vatikan besetzt hält. Die Katholische Kirche dagegen haben wir – wenn auch unter Betrübnis – immer noch im Lehramt der Katholischen Kirche, jenes Lehramt vor dem Konzil. Wir halten uns an die Lehrschreiben der Päpste vor dem Konzil, wir halten uns an die Aussagen der wahren Heiligen vor dem Konzil, wir halten uns an die Tridentinische Messe kraft der Bulle »Quo Primum«, wir bauen auf die kirchliche Überlieferung und halten die erhabenen Kirchenväter in Ehren.

    „Dialog als gemeinsame Suche“
    Dieser Begriff ist häretisch. Denn niemand als die Katholische Kirche besitzt die Wahrheit und sie besitzt sie voll und ganz! Sie besitzt die Einheit im Glauben. Sie ist nicht auf der Suche nach der Wahrheit! Sie BESITZT die WAHREIT bereits!

    Auch die falschen Religionen „suchen“ nicht! Denn sie haben sich verhärtet in ihrem festen Gefüge, sie haben eine ausdrückliche Sinndeutung ihrer „Religion“ und sind gar nicht auf der Suche nach der Wahrheit. Das ist die Lüge der Konzilssekte!

    „Die Kirche selbst lehnt nichts von alledem ab, was in den verschiedenen Religionen wahr und heilig ist.“
    Das sagt nicht die Kirche, sondern die Konzilssekte! Denn in anderen Gemeinschaften gibt es nichts „Wahres“, niemals etwas „Heiliges“. Was diese an achtunggebietenden Elementen aufweisen, stammt nicht von ihnen, es stammt einzig und allein von der Katholischen Kirche.

    „Das Recht auf Religionsfreiheit ist in der Würde des Menschen selbst verankert.“
    Es gibt kein Recht auf Irrtum. Eine weiter Lüge der Logensekte. Die einzige Würde des Menschen besteht in der Annahme der Wahrheit, der Taufe und des wahren Glaubens. Sie allein rechtfertigt, sie allein stellt die Kindschaft Gottes her. Sie allein führt zum Heil. Außerhalb der Kirche, der Wahren, – – KEIN HEIL!

  33. @Alexius 10. März 2016 um 21:31

    “ Natürlich meint de Mallerais eben jene Sekte, denn das ist die präzise Kennzeichnung. “

    Nein, das ist unwahr! Das hat nichts mit Seriosität zu tun.
    de Mallerais, der der FSSPX angehört liest – una cum – Messen!!!

    Damit sind Sie überführt, @Alexius.

  34. Alexius, Pierre hat immer noch nicht begriffen, das Häretiker keine Katholiken mehr sind. Er ist ein FSSPX- ler der alten Garde.

    Pierre, wenn Sie aus den Fehlern von Erzbischof Marcel Lefebvre nichts gelernt haben bleiben Sie für immer in diesem Wirrwarr stecken. Fehler dienen auch dazu aus ihnen zu lernen und solche eben nicht mehr zu machen.

    Sie brauchen sich also nichts einbilden, dass Sie ein FSSPX- ler der alten Garde sind. Die neue Garde ist aber zweifelsohne noch schlimmer.

    Wer nicht Schiffbruch erleiden will, muss ein Katholik der alten Garde sein und nicht irgendeiner Vereinigung.

  35. @Josua 10. März 2016 um 22:09

    Die FSSPX hat sich bestens bewährt in einem so langen Zeitraum und ist DAS Erfolgsmodell des Kath.Glaubens.
    Von wegen Fehlern von S.E.Lefebvre. Die macht doch jeder. Aber nicht GRAVIERENDE welche den wahren Glauben gefährden. So ist das.

  36. Und immer noch fehlen Ihre Antworten, @Pierre!

    Bischof Tissier de Mallerais:
    „ Es ist also eine strenge Pflicht für jeden Priester, der katholisch bleiben will, von dieser konziliaren Kirche sich zu trennen, solange sie nicht zur Tradition des Lehramtes der Kirche und des katholischen Glaubens zurückfindet.“

    Von was also sagt Tissier de Mallerais soll man sich trennen? Von dieser „Kirche“ des Konzils, die u.a. Ketzereien die Religionsfreiheit lehrt, das heißt, nichts mit ihr zu tun haben, sich ihr nicht unterwerfen, sich von ihr nicht anerkennen lassen.
    Eine „strenge Pflicht“! Man muss sich also von ihr abschneiden, von ihr loslösen, loslösen von ihrem Ketzerkonzil, von ihren ketzerischen „Sakramenten“, von ihrer Luthermesse, von ihrer Fälscherwerkstatt, von ihren falschen Lehren.

  37. @ Pierre, 10. März 2016 um 22:16 Uhr

    Wenn man vom heiligen katholischen Glauben keine Ahnung hat kommt man zu ihrem irrigen Ergebnis.

    “So hat die Kirche stets gehandelt, gestützt auf das einstimmige Urteil der Väter; diese waren immer der Überzeugung, es sei aus der katholischen Gemeinschaft AUSGESCHLOSSEN und von der Kirche ABGEFALLEN, wer auch NUR IM GERINGSTEN von der durch das beglaubigte Lehramt vorgetragenen Lehre ABGEWICHEN sei. … Augustinus meint, es könnten auch noch andere Irrlehren entstehen, und jeder, der auch NUR EINER EINZIGEN zustimme, sei dadurch VON DER KATHOLISCHEN EINHEIT GETRENNT” (Enzyklika “Satis cognitum” von Leo XIII.)

    Hier der Beweis, dass Sie und alle Piusbrüder, die das so sehen, wie Sie, nicht katholisch sind!

  38. @Josua 10. März 2016 um 22:26

    “ Hier der Beweis, dass Sie und alle Piusbrüder, die das so sehen, wie Sie, nicht katholisch sind! “

    Dann können Sie Bischof Tissier de Mallerais gleich mit hinzu rechnen!

  39. „… Der wesentlichste Punkt aber, der gefährlichste Punkt am Konzil, der letzten Endes sein Hauptgegenstand war, gewollt von den Modernisten wie Kardinal Bea und Kardinal Willebrands, WAR DIE RELIGIONSFREIHEIT, und jenes Sekretariat für die Einheit der Christen wurde kurz vor dem Konzil gegründet, um nicht durch die übrigen römischen Kongregationen gestört zu werden, die noch traditionell gesinnt waren. Dieses Sekretariat für die Einheit der Christen ist gegründet worden, um den Text über die Religionsfreiheit besser durchzubringen, denn das war das Entscheidende!..

    Daher kommt also das schwere Unheil, denn aus dieser Religionsfreiheit ist der Ökumenismus hervorgegangen, und der Ökumenismus hat das ganze Leben der Kirche vergiftet. Man fasste den Entschluss, alles im Licht des Ökumenismus zu ändern: vor allem die Liturgie, aber in gewisser Weise auch die Verfassung der Kirche mit jenen Bischofskonferenzen. Man begann die Kirche zu demokratisieren und sogar den Status des Priesters zu ändern, den Priestern mehr Freiheit zu lassen, ihnen zu erlauben zu heiraten. Das alles wurde unternommen, um sich den Protestanten anzunähern, um keine Schwierigkeiten mehr mit den Feinden der Kirche zu haben. Und deshalb können wir in diesem Punkt nicht nachgeben..“

    Das ist das Urteil von Erzbischof Lefebvre über die Religionsfreiheit! Und so hat es die Priesterbruderschaft St. Pius X. immer gesehen bis zu jenem Tag, wo für Bischof Fellay 95% des Konzils annehmbar waren.
    Und wer hat diesen Auszug des Vortrags vom Erzbischof am 27. November 2013 als er noch katholisch war – hier publik gemacht?
    Richtig! Herr Paul Otto Schenker!

  40. @Alexius 10. März 2016 um 22:17

    Dann fragen Sie doch „Ihren“ werten Bischof Tissier de Mallerais warum er sich noch nicht getrennt hat wenn er noch immer die – una cum – Messen liest/lesen muss ( die schlimme FSSPX kann Ihm ja keinen Freiraum gewähren … )! Ist doch interessant!

    Aber vielleicht hat Bischof Tissier de Mallerais noch nichts vom Sedisvakantismus gehört und ist deswegen noch kein Sedi? Unterbreiten Sie ihm doch diesen Vorschlag? Die Neun in Amerika würden sich sichtlich freuen 😉

    Dann hat die FSSPX wenigstens einen Kryptosedi ( Verräter ) weniger.

  41. Und wenn Sie auf eine „Quelle“ bestehen:
    „Vortrag von S.E. Erzbischof Marcel Lefebvre vom 27.10.1985 in Ecône (Auszug)
    27. November 2013 von poschenker“

  42. @Alexius 10. März 2016 um 22:33

    “ Das ist das Urteil von Erzbischof Lefebvre über die Religionsfreiheit! Und so hat es die Priesterbruderschaft St. Pius X. immer gesehen … “

    … und ist auch heute ( Widerstandsprogramm ) so. Abgesehen davon war die FSSPX eine Gründung dieser Ihrer Sekte, dieser Konzilssekte. Noch wissen, @Alexius?

  43. Nochmals! Bitte um Kenntnisnahme! Danke.

    @Pierre 10. März 2016 um 22:30

    @Josua 10. März 2016 um 22:26

    ” Hier der Beweis, dass Sie und alle Piusbrüder, die das so sehen, wie Sie, nicht katholisch sind! ”

    Dann können Sie Bischof Tissier de Mallerais gleich mit hinzu rechnen!

  44. Von Ihnen, @Pierre, erwarte ich noch die Antwort auf die Frage:
    Kann die Katholische Kirche zu einer Sekte mutieren? Kann sich die unzerstörbare Kirche mit einem unfehlbaren Papsttum, mit einem unfehlbaren Lehramt selbst exkommunizieren?

    Denn Sie schreiben: „..und somit ist auch diese ehemalige Röm.Kath. Kirche zu einer SEKTE „mutiert“. Diese Röm.Kath. Kirche hat sich im gesamten damit SELBST EXKOMMUNIZIERT.“

    Warum nehmen Sie nicht Stellung zu Ihrem Wirrwarr hier.
    Sie schreiben doch, kämen von Rom Häresien wie die Religionsfreiheit, „dann ist das eben NICHT mehr die Röm.Kath. Kirche“.
    Wer ist sie dann?

  45. @Alexius 10. März 2016 um 22:49

    Ihnen wurde nun schon 2x die Antwort präsentiert. Lesen Sie nicht vollständig? Oder sehen Sie NUR was Ihnen vordergründig „spanisch“ vorkommt?

    Gleich weiter.

  46. @Alexius

    @Pierre 10. März 2016 um 18:56 und

    @Pierre 9. März 2016 um 12:23

    @Alexius 9. März 2016 um 11:21

    Es ging darum ( genau weiss ich das auch nicht mehr wo ich den Beitrag geschrieben hatte, bei @Josua ?), den Standpunkt aus der Sichtweise der Sedis zu beurteilen.

    Wer verstehen will, hat es auch so verstanden.

    Aber bitte, nochmals, um nur ja keine unnötigen Missverständisse aufkommen zu lassen:

    1. Die Hl.Röm.Kath.Kirche ( = Mystische Leib Christi ) kann und geht nicht/NIE unter sondern bleibt IMMER für alle Ewigkeit UNVERÄNDERT bestehen.
    2. Die sichtbare streitende Kirche mit Ihrem Sitz in Rom ist seit V2 nicht mehr ausreichend oder überhaupt nicht ( max. vereinzelt ) mehr mit legitimen Klerikern besetzt. Das äussere Erscheinungsbild (Phänotyp) bleibt soweit bestehen, nur inhaltlich ist das “Wesen ein anderes”, eine Sekte ( “deswegen”mutiert”; ) Nochmals ( um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen ): Die Hl.Röm.Kath.Kirche kann in Ihrem Wesen NIE mutieren weil UNABÄNDERLICH und EWIGLICH.
    3. Die Hl.Röm.kath.Kirche kann in Ihrem unfehlbaren Lehramt ( wozu auch ein Ökumenisches Konzil gehört, weil dieses zum ordentlichen Lehramt gehört ) nicht irren oder haeretisch sein.
    4. Die Mitglieder incl. des Papstes/der nachfolgenden Päpste die sich der neuen verderblichen (Irr-) Lehre verpflichtet hatten und haben sind samt und sonders mit ipso facto EXKOMMUNIZIERT.
    5. Somit sind alle ( grossteils ) lebenden Mitglieder dieser Hl.Röm.Kath.Kirche im exkommunizierten Rahmen noch als Sekte/pseudokatholische Religionsgemeinschaft ( zur Sekte “mutiert” ) vereinigt, die nach Aussen noch als “Hl.Röm.Kath.Kirche” erkennbar bleibt und von der Öffentlichkeit aber auch als solche OHNE Bedenken bis auf Weiteres akzeptiert und anerkannt wird ( s. Alta Vendita ).
    5. Die Ämter der Hl.Röm.kath.Kirche sind vorwiegend/allesamt leer/”leer” in dem Sinne dass zwar die Wirkung von ipso facto dieses grundsätzlich rechtsverbindlich vorschreibt aber in der Tat die Ämter jetzt illegitim, aber dennoch besetzt ( fremdbesetzt ) sind, natürlich auch NIE einen Anspruch auf Rechtswirkung haben können ( eben weil exkommuniziert ).

    Die OFFENE Frage ist und bleibt deswegen: Von wo wird DANN die Hl.Kirche von Rechts wegen wahrgenommen und regiert?

    Hoffentlich mit dieser Aufklärung Ihnen gedient zu haben.

    Also zusammenfassend: ad 2. ( und andere Punkte ):

    Diese „Sekte“ ( die Ihr Sedis meint/bestimmt dass es so ist ) ist unter dem Deckmantel der wahren Hl.Röm.Kath.Kirche tätig. DAS ist Fakt. S.Alta Vendita oder die Unterminierung der Kath.Kirche ( von Mary Ball Martinez ) oder die Verschwörung gegen die Kirche (von Maurice Pinay).

    Ich ( PRIVAT ) aber als FSSPX- ler, Nicht- Sedi sage: All jene die das V2 gesamt gesehen bedenkenlos annehmen können, sich also voll und ganz den Dokumenten des V2 unterstellen und verpflichten, haben sich – ipso facto – exkommuniziert und treiben ihr Unwesen als bereits Exkommunizierte INNERHALB ( was natürlich als ein absoluter Widerspruch zu sein schein aber nicht ist ) dieser Hl.Kath.Kirche weiter. DAS ist ja der Clou von Alta Vendita. Klar?!?

    ABER: NOCH IMMER ist diese PRIVATE Einsicht/Erkenntnis und PRIVATE Feststellung NIE und NICHT ALLGEM. VERBINDLICH! Deswegen sind diese für uns ( privat gesehen ) exkommuniziert Erscheinende nocht nicht öffentl. rechtl. verbindlich Exkommunizierte ( s.z.B. Küng etc. ). Das ist ja das Problem und die Ursache allen Übels.
    Das Wesen der Hl.Kirche ändert sich ja dabei nicht, nur weil jene ( vielleicht/höchstwahrscheinlich/sicherlich ) Exkommunizierten von ÖFFENTLICHEN Rechts wegen noch im Amt sitzen und NIEMAND fähig ist denen den Prozess zu machen, bzw. niemand sonst, ausser der Hl.Glaubenskongregation, sprich der Hl. Inquisition RECHTENS befugt ist MIT GEWALT dagegen vorzugehen. Dieses Krebsgeschwür hat sich NICHT SELBST ENTFERNT mit ipso facto ( das ist auch wieder das Problem des ipso facto selbst ) sondern MUSS, Gott sei`s geklagt, herausgeschnitten werden. Bislang war der Chirurg die Hl.Inquisition. Was aber, wenn selbst diese ( die Hl.Inquisition ) mit dem Krebsgeschwür davon betroffen ist?

    Soweit steckt man im praktisch-rechtl. Dilemma. Aber keine Angst. Der WAHRE Glauben bzw. das unfehlbare Lehramt wird -noch- von der FSSPX, als Garant des wahren Glaubens, weitergetragen und weitergeführt.

  47. @Alexius

    http://www.katholisches.info/2016/03/08/kardinal-der-katholischen-kirche-und-logenmeister-der-freimaurerei-zumindest-ehrenhalber/

    Angesehen?

    Dann nun mal eine einfache logische (Nach-)Frage: Was würde das für einen Sinn machen wenn die FM vollstes Interesse an einer Zusammenarbeit ( eigentl. eine „Zusammenarbeit“ um eine Sekte zerstören zu können? ) mit in einer pseudokatholischen Sekte (Konzilssekte), die natürlich nicht und NIE die Hl.Röm.Kath.Kirche sein kann, bekundet? Wie unsinnig, oder!

    Wenn ich Sedi wäre dann müsste ich zu denen ( zur FM ) laut hinüberschreien: Halt, nein, das ist doch nicht die Hl.Röm.Kath.Kirche mit Sitz in Röm die Ihr zerstören wollt, es ist nur eine weitere belanglose Sekte. Kommt doch zu uns wahren Gläubigen, den Sedis, die wir die Kath.Kirche noch aufrecht erhalten. Uns Sedis müsst Ihr doch zerstören weil es Euer Auftrag ist!
    Und siehe da – nur besteht seitens der FM leider KEIN Interesse, an Euch (armseliges Grüppchen) Sedis, Euch unterminieren zu müssen … 😦 Seid Ihr etwa nicht die richtigen Gegner?

    Versteht Ihr Sedis jetzt dass Ihr auf verlorenem Posten steht? Nicht einmal die FM zeigt Interesse an Euch! Na, da muss doch was faul dran sein, oder? Seid Ihr etwa am falschen Kriegsschauplatz? Scheint so. Nicht, scheint so, es IST SO!

    Besinnt Euch und kehrt endlich um!
    Zurück mit Euch an die Front ( FSSPX )! Dort werdet Ihr gebraucht. Dort ist auch der WAHRE Gegner.

  48. Fideliter: „Was können Sie den Gläubigen sagen, die immer noch auf die Möglichkeit eines Arrangements mit Rom hoffen?“

    Mgr. Lefebvre: „Unsere WAHREN Gläubigen, die, welche das Problem begriffen haben und die uns ihrerseits geholfen haben, die gerade und feste Linie der Tradition und des Glaubens zu verfolgen, hatten Angst vor den Schritten, die ich in Rom getan habe. Sie haben mir gesagt, daß das gefährlich sei und daß ich meine Zeit verlöre. Ja, natürlich habe ich bis zur letzten Minute gehofft, daß man in Rom ein klein wenig Loyalität bezeugen würde. Man kann mir nicht vorwerfen, nicht das Maximum getan zu haben. Daher glaube ich jetzt denen, die mir sagen: ‚Sie müssen sich mit Rom verständigen‘, sagen zu können, daß ich sogar weiter gegangen bin als ich hätte gehen dürfen.“

    Fideliter: „In der letzten Nummer des Bulletins »Introibo« bemerkt Père André, daß etwa zehn Bischöfe, wiewohl sie die neue Messe lesen, Hoffnung geben. Sie werden durch das »bischöfliche Trombinoskop« als »traditionstreue Bischöfe« qualifiziert.“

    Mgr. Lefebvre: „Ja, aber sie sind alle konziliar. Es gibt nur Mgr. de Castro Mayer und mich, die dem Konzil und seinen Verwirklichungen Widerstand geleistet haben, nachdem wir während des Konzils zweihundertfünfzig waren, die gegen seine Irrtümer opponiert haben..“
    (Interview mit Erzbischof Lefebvre aus Anlaß des 20jährigen Bestehens der Bruderschaft)

    „daß ich meine Zeit [mit Rom] verlöre“

    Bischof Fellay spielt es keine Rolle, seit mindestens 7 Jahren die Zeit zu verlieren mit jenen, von denen die Heilige Schrift warnt, ihnen nicht einmal den Gruß zu geben. Wenn er selbst von mindestens 120 Logenbrüdern im Vatikan spricht, ist es dann erlaubt, diesen Logenpalast überhaupt zu betreten?
    Papst Klemens XII. befiehlt ausdrücklich unter der Strafe der Exkommunikation ein Fernbleiben jener Sekte. Dessen ungeachtet umarmen sie sich und lassen sich umarmen, begrüßen und lassen sich begrüßen, laden ein und lassen sich einladen.
    Das ist von der Kirche VERBOTEN!
    Wenn die Päpste vor dem Konzil die Strafe der Exkommunikation in einer Bulle kraft des päpstlichen Lehramtes ausgesprochen haben, gilt das für immer und niemand kann dies ändern. Diese Exkommunikation wirkt DURCH DIE TAT SELBST – OHNE WEITERE ERKLÄRUNG. Also niemand braucht abzuwarten, bis eine Exkommunikation über eine Häresie, eines Verbots, eines Edikts ausgesprochen wird. Dies wäre nur eine zusätzliche im Nachhinein erfolgte Bekräftigung der bereits vollzogenen Exkommunikation! Genauso verfährt Papst Klemens XII. in seiner Bulle gegen die Geheimsekte! Er sagt: “ Wir befehlen ihnen (allen Laien, Würdenträgern – wer auch immer – ] ausdrücklich, sich jeglicher Beziehung zu diesen Gesellschaften, Versammlungen, Konventen, Vereinigungen, Kongregationen oder Konventikeln unter Strafe der Exkommunikation ganz und gar zu enthalten. Diese Strafe ziehen sich alle zu, die dem oben Verkündeten zuwiderhandeln, und zwar durch die Tat selbst und ohne jede weitere Erklärung.“
    Es braucht also ganz und gar nicht eine „Erklärung“, eine zusätzliche Bestätigung kirchengerichtlicherseits erfolgen. Die Strafe tritt durch die Tat selbst ein und ist damit vollzogen.
    So besteht auch für den Beichtvater keine Schuldigkeit, bei einem Pönitenten, der sich diese Strafe automatisch zugezogen hat, zuerst abzuwarten, bis offiziell ein Gericht dies bestätigt, sondern er wickelt das unmittelbar mit dem Heiligen Stuhl ab. Nur in Todesnähe kann der Beichtvater diese Strafe selbst aufheben. Und das ist bei o.g. Bulle der Fall für jene, die sich mit diesen Geheimsekten einlassen. Es heißt darin „Wir befehlen ihnen ausdrücklich, sich JEGLICHER BEZIEHUNG zu diesen Gesellschaften.. GANZ UND GAR ZU ENTHALTEN.

    Auf die Frage von Fideliter, daß es doch noch etwa 10 Bischöfe gäbe, die Hoffnung geben.
    Mgr. Lefebvre: „Ja, aber sie sind alle konziliar“!

    Der Schein trügt, wenn sich so mancher Bischof – mag er auch aus Kasachstan kommen und dem O.A. nahestehen – im Tugendgewande öffentlich zeigt und Tradition vortäuscht, wenn er gleichzeitig die neue Messe liest, den Papst mit jeder scharfen Kritik verschont und das Konzil nicht verwirft.
    ___
    @Pierre, wie „weiß auf schwarz“ geschrieben: Es geht allein um Ihre Antwort mit einem Ja oder Nein – „Was darüber hinausgeht…..“

  49. @Alexius 11. März 2016 um 10:27

    “ … , ist es dann erlaubt, diesen Logenpalast überhaupt zu betreten? “

    Ja, hallo, soll man denn diese lieben Brüder noch/einfach gewähren lassen, denen noch helfen sich weiter ausbreiten ( bitte, bedient Euch nur, … ) zu können IN UNSEREM EIGEMTUM!?! DAS wäre Wahnsinn!!! Also bei allem kirchl.gläubigen Verständnis! Kein gutgläubiger Katholik würde so einen Verrat begangen „aus Freundschaft“. So weit aber hat aber bereits der Vatikan gearbeitet!

    “ Papst Klemens XII. befiehlt ausdrücklich unter der Strafe der Exkommunikation ein Fernbleiben jener Sekte. “

    Wenn diese Sekte (FM) nicht INNERHALB unserer Mauern wäre, sicherlich. Aber, wir haben die Sektengemeinschaft ( incl. ev. ipso facto Exkommunizierten ) als Gegner INNERHALB der Kirche und deswegen ist es unsere moralische Pflicht jene zu vertreiben, und da hat man mal logischerweise Kontakt, weil der Gegner noch aus Fleisch und Blut ist, und nicht unsichtbar!

    “ Diese Exkommunikation wirkt DURCH DIE TAT SELBST – OHNE WEITERE ERKLÄRUNG. Also niemand braucht abzuwarten, bis eine Exkommunikation über eine Häresie, eines Verbots, eines Edikts ausgesprochen wird. “

    Wenn dem so ist, wie sie sagen und ich Ihnen gewissermassen soweit recht geben könnte, dann frage ich mich aber, was sind dann meine und Ihre ERLAUBTEN Mittel dieses WIRKLICH KONKRET umzusetzen, d.h. jene Okkupanten aus ROM von unseren kirchlichen Ämtern zu vertreiben?!?
    Bin ich jetzt demnach wirklich legitimiert dagegen auch gewaltmässig vorzugehen, oder WIE?!? Mache ich mich sicher nicht strafbar?
    Hier möchte ich von Ihnen einmal eine KONKRETE Stellungnahme hören!
    Werden Sie mich im Gefängnis besuchen wenn man mich deswegen (berechtigterweise) einsperren würde?!? Ich denke nicht, Sie sog. wahrer Glaubensgenosse!
    Auf Ihre Hilfe bräuchte ich dann sicherlich nicht zu warten! Und ich habe Ihnen vertraut! Glauben Sie wirklich, allen ernstes, dass man im Namen der Kirche, jeder für sich PRIVAT, nach Rom fahren kann und diese sich widersetzenden Okkupanten notfalls erschiessen kann wenn jene nicht ihr Amt räumt?!?
    Hallo Cowboy, SELBSTJUSTIZ ist angesagt!! Ja ticken Sie noch richtig, @Alexius, wenn man so vorgehen könnte?!?

    “ Es braucht also ganz und gar nicht eine “Erklärung” … “

    Ja, dann beweisen Sie uns WIE KONKRET das bei IHNEN aussieht! Rom lacht doch über Sie, als ein kleines bellendes Hündchen das zurückschreckt wenn es ernst wird. WENN Sie so überzeugt sind von Ihrer Sichtweise dann sind Sie auch im. Namen Gottes LEGITIMIERT und VERPFLICHTET die Wölfe im Schafspelz TÄTLICH zu bekämpfen analog den Kreuzzügen!!!!! NUR, Sie sind entweder zu feige oder noch zu unsicher! Was sollte Sie davon abhalten Gerechtigkeit im Namen Gottes zu üben?!? Sie wären dann DER wahre Befreier Roms und würden höchstwahrscheinlich später einmal heiliggesprochen werden und die Geschichte hätte Sie auch nicht vergessen! Ist doch was !-)

    @Alexius, sparen Sie sich das mit dem Verweis auf – ipso facto-. Bringt nichts. Das sehen Sie selbst. Die PRAKTISCHEN Dinge können mit ipso facto jedenfalls NICHT gelöst werden. Das werden Sie nun hoffentlich einsehen – oder Sie BEWEISEN ES UNS UND BEFREIEN das fremdbesetzte Rom! DANN kann ich Sie auch ERNST nehmen.

    Tun Sie es, aber tun Sie es bald.

  50. Alexius 10. März 2016 um 22:49
    Wir sind immer noch nicht am Punkt angelangt, wo Sie geschrieben haben:
    “..und somit ist auch diese ehemalige Röm.Kath. Kirche zu einer SEKTE “mutiert”. Diese Röm.Kath. Kirche hat sich im gesamten damit SELBST EXKOMMUNIZIERT.”
    Das „Ja“ oder „Nein“ ist immer noch nicht gesprochen:
    Kann die Katholische Kirche sich selbst exkommunizieren? Ja oder nein? Kann sie zu einer Sekte mutieren? Ja oder nein?

  51. @Alexius 11. März 2016 um 21:27

    Sie sind aber wohl ein ganz Genauer. Bin ich auch.

    Lieber Freund, natürlich kann die Kirche nicht zu einer Sekte mutieren i.wahrsten Sinn des Wortes. Gemeint sind natürlich die lebenden Kirchenmitglieder, die, welche durch ipso facto exkommuniziert sein soll(t)en, wenn jene vorbehaltslos die V2 Dokumente angenommen haben und sich so gesamt gesehen zu einer Sekte „mutiert“ haben.
    Vielleicht ist es so besser verständlich?
    Und wenn Sie eingangs gelesen haben sollten Sie wissen dass ich aus der Position u. Sichtweise der Sedis geschrieben habe.
    Hoffentlich jetzt alles klar? 🙂

  52. @Pierre: “..und somit ist auch diese ehemalige Röm.Kath. Kirche zu einer SEKTE “mutiert”. Diese Röm.Kath. Kirche hat sich im gesamten damit SELBST EXKOMMUNIZIERT.”
    Kann die Katholische Kirche sich selbst exkommunizieren? Ja oder nein? Kann sie zu einer Sekte mutieren? Ja oder nein?
    Kann sich die unzerstörbare Kirche mit einem unfehlbaren Papsttum, mit einem unfehlbaren Lehramt spalten? Von den vier Merkmalen der Katholischen Kirche ist das erste: DIE EINHEIT!
    Sie kommen hier nicht weiter, klar, wenn Sie die Katholische Kirche zerteilen in zwei Kirchen, der wahren, katholischen und der „sichtbar Streitenden“. Die Katholische Kirche ist eine Einheit und läßt sich nicht zergliedern, halbieren. Da hilft es dann auch nicht, wenn Sie sich widersprechen: „Die Hl.Röm.Kath.Kirche kann in Ihrem Wesen NIE mutieren weil UNABÄNDERLICH und EWIGLICH.“

    Dann geben Sie immer noch nicht zu, daß sich der Kurs der Priesterbruderschaft radikal geändert hat. In dieser sich veränderten Bruderschaft sind Sie nun einmal! Da hilft auch nicht Ihr Hinweis, in der „alten Garde“ zu sein. Denn dadurch, daß sie der Neuen Bruderschaft angehören, müssen Sie alles billigen und befürworten, was entgegengesetzt ist zur „alten Garde“! Dann müssen Sie auch akzeptieren, wenn Bischof Fellay sich von Exkommunizierten „anerkennen“ lassen und mit Exkommunizierten zusammenarbeiten will. Genau darauf aber steht die von Klemens XII. ausgesprochene EXKOMMUNIKATION!

    Der größte Unsinn des neuen Kurses Ihrer hochgelobten Bruderschaft liegt darin zu behaupten, die FSSPX habe sich getrennt von Rom, sie müsse zurück. Dann hat also Lefebvre eine nichtkatholische Bruderschaft aufgebaut, was? Sie müssen auch akzeptieren, wenn Fellay die Muttergottes instrumentalisiert und die Gebetserhörung für die „Rücknahme“ der Exkommunikation und des Motu Proprio Ihr zuschreibt? Es ist wie eine Lästerung! Wie oft wurde doch von der Bruderschaft vorgebracht, es gibt keine Exkommunikation, warum erbittet sie dann aus Schein eine Rücknahme? Sind das alles Spekulationen?

    Obwohl der Generalobere Rom gegenüber längst das Konzil, das Neue Kirchenrecht und die Neue Messe anerkannt hat, behauptet er im Oktober 2013 in Kansas, daß er nicht akzeptieren könne die Neue Messe, diese „Hermeneutik der Kontinuität“.
    Sagte er aber nicht, nachdem er einer neuen Messe beigewohnt hat, daß Lefebvre nicht die ablehnende Haltung gegenüber dem NOM eingenommen hätte, wenn er an diesem so würdig zelebrierten NOM teilgenommen hätte? Spekuilationen?

    Auch die Religionsfreiheit ist kein Problem mehr für ihn, wenn diese „im Licht der vollständigen und ununterbrochenen Überlieferung aufgefaßt wird“! Sind das alles Spekulationen?

    @Pierre: „Ja, hallo, soll man denn diese lieben Brüder noch/einfach gewähren lassen, denen noch helfen sich weiter ausbreiten ( bitte, bedient Euch nur, … ) zu können IN UNSEREM EIGEMTUM!?! DAS wäre Wahnsinn!!! Also bei allem kirchl.gläubigen Verständnis! Kein gutgläubiger Katholik würde so einen Verrat begangen “aus Freundschaft”. So weit aber hat aber bereits der Vatikan gearbeitet“

    Ich bin zum einen kein „Hallo-Typ“; für mich gilt nach wie vor das „Grüß’Gott“! Zum anderen: „diese lieben Brüder einfach gewähren lassen“? Es geht doch darum, daß Bischof Fellay mit seiner Annäherung an exkommunizierte Sektenglieder, seinem Zusammenarbeiten wollen ein falsches Bild gibt, als wäre es die Katholische Kirche, zu der er die Bruderschaft zurückführen müsse.

    Auf meinen Hinweis, Papst Klemens XII. befiehlt ausdrücklich unter der Strafe der Exkommunikation ein Fernbleiben jener Sekte, schreiben Sie:

    „Wenn diese Sekte (FM) nicht INNERHALB unserer Mauern wäre, sicherlich. Aber, wir haben die Sektengemeinschaft ( incl. ev. ipso facto Exkommunizierten ) als Gegner INNERHALB der Kirche“

    Falsch, @Pierre. Ist also der Befehl Klemens XII. von einem Mauerwerk abhängig? Wenn diese Brüder exkommuniziert sind, was Sie selbst zugeben, dann sind sie eben nicht mehr „innerhalb“, sie sind außerhalb der Kirche. Was die äußeren Mauern betrifft, werden diese ohnehin – vielleicht schon bald – gestürmt werden. Diese Gegner befinden sich nicht „INNERHALB“ der Kirche, weil Sie immer noch nicht begriffen haben, daß Exkommunikation AUSSCHLUSS bedeutet!

    Auf den Vermerk Klemens XII. in meinem Kommentar ” Diese Exkommunikation wirkt DURCH DIE TAT SELBST – OHNE WEITERE ERKLÄRUNG“ – Also niemand braucht abzuwarten, bis eine Exkommunikation über eine Häresie, eines Verbots, eines Edikts ausgesprochen wird. ” schreiben Sie:
    „Wenn dem so ist, wie sie sagen…“

    Sie begreifen schon, daß obige Aussage nicht von mir kommt? Sie begreifen schon, daß angegebene Aussage „Diese Exkommunikation wirkt DURCH DIE TAT SELBST – OHNE WEITERE ERKLÄRUNG“ vom höchsten Oberhaupt der Katholischen Kirche, dem Stellvertreter Christi, dem Nachfolger des Heiligen Petrus, dem Pontifex, nämlich Papst Klemens XII., stammt?
    Diese von Klemens XII. verhängte Exkommunikation wird durch die Tat selbst wirksam – ohne weitere Erklärung.
    Ein Abwarten auf ein ausgesprochenes kirchenrechtliches Urteil ist nicht nötig!

    Übrigens, über wen Rom lacht ist doch die naive Bruderschaft, die trotz unzähliger Warnsignale vom Himmel in die Falle gelaufen ist.

    Wir haben nicht ein fremdbesetztes Rom gewaltsam zu befreien – dafür sorgt Gott – sondern wir haben den Kampf aufzunehmen im Glauben. Das Schwert des Glaubens ist unsere Waffe!

  53. Warum wird immer alles so kompliziert ausgedrückt? Es ist doch ganz einfach! Wer die Häresien bezüglich Ökumenismus und Religionsfreiheit angenommen hat ist vom heiligen katholischen Glauben abgefallen. Gott kennt sie alle. Wer noch richtig katholisch denkt, der weiß ganz sicher, dass es mit solchen Menschen keine Gemeinschaft mehr geben kann. Man braucht dazu nur betrachten, was die Sichtbarkeit der Kirche ausmacht. Unter anderem steht da: sie haben alle den selben Glauben. Ohne diesen reinen katholischen Glauben geht gar nichts!

    Das schlimme dabei ist, dass diese Abgefallenen aus dem Kirchenraum heraus ihr Zerstörungswerk fortsetzen. Sie geben sich als Katholiken aus, aber sie sind in Wahrheit keine Katholiken mehr.

    Man betrachte dazu die Vision von Anna Katharina Emmerich über die Menschenmachwerkskirche.

  54. Wie @Josua sagt, er möchte, wie soviele auch in der Bruderschaft – den Irrtum mit der Wahrheit versöhnen. Das aber verwirft Unser HERR aufs schärfste.

    „Lieber Freund, natürlich kann die Kirche nicht zu einer Sekte mutieren i.wahrsten Sinn des Wortes. Gemeint sind natürlich die lebenden Kirchenmitglieder, die, welche durch ipso facto exkommuniziert sein soll(t)en, wenn jene vorbehaltslos die V2 Dokumente angenommen haben und sich so gesamt gesehen zu einer Sekte “mutiert” haben.Vielleicht ist es so besser verständlich?“
    Keineswegs!
    „die lebenden Kirchenmitglieder“, denen wollen Sie sich doch mit Bischof Fellay anschließen, und schließen sich deshalb nach Ihren eigenen Worten einer Sekte an. Nun, Ihre Konzilshäupter haben doch einer nach dem anderen die V2-Dokumente angenommen und so haben wir es – nach Ihrer eigenen Aussage – mit Sektierer, mit einer Sekte zu tun, nicht wahr? Endlich begriffen!

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