Der heilige Josemaria Escrivá über: DIE EINHEIT DER CHRISTEN

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Der heilige Josemaria Escrivá

Die Kirche bittet die Christen in der Woche vom 18. bis zum 25. Januar, dem Fest des hl. Paulus, um mehr Gebet für die Einheit.

Bitte Gott darum, daß in der heiligen Kirche, unserer Mutter, die Herzen aller – wie zur Zeit der Urchristen – als ein einziges Herz schlagen, damit das Wort der Schrift sich bis zum Ende der Zeiten wirklich erfülle: »Multitudinis autem credentium erat cor unum et anima una« – die Gläubigen waren ein Herz und eine Seele.
Ich meine das sehr ernst: du darfst diese heilige Einheit nicht verletzen. Betrachte dies in deinem Gebet!
Im Feuer der Schmiede, 632

Wahre Ökumene
Ich verehre mit allen meinen Kräften das Rom des Petrus und des Paulus, das getränkt ist vom Blut der Märtyrer, den Mittelpunkt, von dem so viele hinausgezogen sind in die ganze Welt, um die Heilsbotschaft Christi zu verkünden. Römisch sein bedeutet in keiner Weise Abkapselung, sondern rechte Ökumene; es beinhaltet den Wunsch, das Herz weit zu machen, es allen Menschen mit dem Erlöserverlangen Christi zu öffnen, der alle sucht und alle aufnimmt, weil Er alle zuerst geliebt hat.
Loyal zur Kirche, 28

Nimm folgendes Anliegen in dein tägliches Gebet: daß alle katholischen Christen treu sind, daß wir entschieden um die Heiligkeit kämpfen.
Eine selbstverständliche Aufforderung! Was denn sonst könnten wir denen wünschen, die wir lieben und die mit uns durch das starke Band des Glaubens verbunden sind?
Im Feuer der Schmiede, 925

Die Einheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist
Ich will mit dem beginnen, was wir beim heiligen Cyprian lesen: Die universelle Kirche zeigt sich uns als ein Volk, dessen Einheit aus der Einheit des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes hervorgeht.
Das übernatürliche Ziel der Kirche, 1

Die Ausgießung des Heiligen Geistes, die uns christusförmig macht, führt uns zu der Erkenntnis, daß wir Kinder Gottes sind. Der Tröster, der die Liebe ist, lehrt uns, auf diese Tugend unser ganzes Leben zu gründen; und consummati in unum, einsgeworden mit Christus, können wir unter den Menschen das sein, was nach dem heiligen Augustinus die Eucharistie ist: Zeichen der Einheit, Band der Liebe.
Christus begegnen, 87

Jesus spricht: »So sage auch ich euch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan werden.«
Bete. Bei welcher menschlichen Unternehmung könnte man dir größere Erfolgschancen zusichern?
Der Weg, 96

Die Gemeinschaft der Heiligen
Du wirst deine Pflicht leichter erfüllen, wenn du an die Hilfe denkst, die deine Brüder dir leisten. Und an die Hilfe, die du ihnen versagst, wenn du nicht treu bist.
Der Weg, 549

Im Gedanken an so manche Situation der Geschichte, die der Teufel aufs neue herbeizuführen sucht, scheint mir das, was du über Loyalität schreibst, ins Schwarze zu treffen: »Den ganzen Tag über steigt mir aus Kopf, Herz und Mund das Stoßgebet zum Himmel: Rom!«
Die Spur des Sämanns, 344

Einheit und Vielfalt
Du warst verblüfft darüber, daß ich die mangelnde »Gleichförmigkeit« in diesem Apostolat, in dem du arbeitest, guthieß.
Und ich sagte dir: Einheit und Vielfalt. – Ihr müßt so verschieden sein, wie die Heiligen im Himmel verschieden sind, denn jeder von ihnen hat seine besondere persönliche Note. – Darüber hinaus aber müßt ihr euch gleichen wie die Heiligen, die keine Heiligen wären, wäre nicht jeder von ihnen eins mit Christus geworden.
Der Weg, 947

Treue
Die Kirche ist apostolisch aufgrund ihrer Verfassung. So kommt es, daß jene Kirche, die wirklich die katholische ist und heißt, zugleich die Vorrechte der Einheit, der Heiligkeit und der apostolischen Nachfolge deutlich aufweisen muß. Die katholische Kirche zeigt also eine offensichtliche und vollkommene Einheit auf der ganzen Erde und unter allen Völkern; jene Einheit, deren Grund, Wurzel und unbesiegbarer Ursprung die höchste Autorität und der höchste Vorrang des heiligen Apostelfürsten Petrus und seiner Nachfolger auf dem römischen Stuhle ist. Es gibt keine andere katholische Kirche als jene, die, auf den einen Petrus auferbaut, in der Einheit des Glaubens und der Liebe heranwächst zum einen zusammengefügten und zusammengehaltenen Leib
Wir werden dazu beitragen, die Apostolizität in den Augen aller deutlicher sichtbar zu machen, wenn wir unsere Einheit mit dem Papst, die ja Einheit mit Petrus ist, mit ausgesuchter Treue unter Beweis stellen. Die Liebe zum Heiligen Vater muß eine herrliche Leidenschaft in uns sein, denn in ihm sehen wir Christus. Wenn wir mit dem Herrn im Gebet verkehren, werden wir einen klaren Blick bekommen, der uns auch hinter Ereignissen, die wir vielleicht manchmal nicht verstehen oder die uns Kummer bereiten und die Tränen in die Augen treiben, das Wirken des Heiligen Geistes erkennen läßt.
Loyal zur Kirche, 30

Mit welch wunderbaren Schattierungen hat unser Herr doch von dieser Lehre gesprochen. Er reiht ein Gleichnis und ein Bild an das andere, damit wir sie verstehen, damit diese Leidenschaft für die Einheit unserer Seele tief eingeprägt bleibt. Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet Er ab; jede, die Frucht bringt, reinigt Er, damit sie noch mehr Frucht bringe… Bleibt in mir, und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich selbst keine Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt viele Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun (Joh 15,1-5).
Loyal zur Kirche, 20

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Quelle

5 Kommentare zu “Der heilige Josemaria Escrivá über: DIE EINHEIT DER CHRISTEN

  1. Um einen etwas besseren Einblick in das OPUS DEI und seinen Gründer Jose Maria Escriva, man darf ihn auch Marquis von Peralta nennen, zu bekommen empfehle ich das Buch „Opus judei“.

  2. @Franz 30. Januar 2016 um 16:40

    Konnte Ihren Buchvorschlag nicht finden. Ist es eines von diesen?

    http://www.opusfrei.org/show.php?id=152 Widmar Puhl
    Teufelskreis im Namen Gottes: Ich war im Opus Dei

    http://www.vabene.at/collect/analyse/215-2.htm Alfred Kirchmayr/Dietmar Scharmitzer
    Opus Dei
    Teufelswerk?
    Das Irrenhaus Gottes

    http://www.amazon.de/OPUS-DEI-Die-dunkle-Macht-Vatikan/dp/3831114854
    Gottes Werk ?
    Das Opus Dei (Werk Gottes) ist laut seinen eigenen Vorstellungen eine Vorwegnahme und lebensnahe Verwirklichung ursprünglicher Laienspiritualität, die das II. Vatikanische Konzil zu einer der wichtigsten Aussagen machte. Das wahre Ziel des Opus Dei: Beeinflussung staatlicher Politik und Umgehung aller Regeln des weltweiten Finanzsystems.

    Der elitäre Orden hat sich zu einem der einflußreichsten Faktoren in der katholischen Kirche entwickelt und führende Positionen im Vatikan erklommen. Die „Heilige Mafia“ wird Opus Dei daher auch genannt. In einigen Ländern errang der Orden massivst Einfluss in Wirtschaft und Politik mit seinen sektenähnlichen Methoden und Infiltration der Gesellschaft im Sinne einer größtenteils faschistischen Ideologie.

    Wie konnte das Opus Dei mehr Macht und Reichtum auf sich vereinigen und warum lässt der Vatikan diese Art und Weise der menschenunwürdigen Evangelisierung und Unterwanderung der Religiosität zu? Das Buch zeigt den Werdegang dieser katholischen Organisation und beleuchtet die internationalen Verflechtungen

  3. Lieber Pierre. Die spanische Originalausgabe ist schwierig zu finden. Du findest aber eine deutsche Ūbersetzung beim Verlag „Pro fide catholica“ mit dem Titel „Die ganze Wahrheit über das Opus dei“. Dieses Buch ist eine wahre Fundgrube und wurde 1994 gedruckt!

  4. @Pierre et al.

    Aussagen der Päpste über den seligen Josemaría und das Opus Dei:

    Johannes Paul II.

    “Ein klarer Ausdruck der göttlichen Vorsehung ist die jahrhundertelange ununterbrochene von Männern und Frauen, die treu zu Christus mit ihrem Leben und ihrer Botschaft die verschiedenen Epochen der Geschichte erleuchten. Unter diesen grossen Persönlichkeiten nimmt der selige Josemaría Escrivá einen besonderen Platz ein, denn, wie ich schon am Tag seiner Seligsprechung betont habe, erinnerte er die heutige Welt an die universale Berufung zur Heiligkeit und an den christlichen Wert, den die berufliche Arbeit in den normalen Umständen jedes Einzelnen erlangen kann”. (Audienz mit den Teilnehmern des Kongresses über die Lehre des seligen Josemaría, 14.10.1993).

    “Mit übernatürlichem Weitblick verkündete der selige Josemaría unermüdlich die universale Berufung zur Heiligkeit und zum Apostolat. Christus ruft alle auf, sich in der Wirklichkeit des täglichen Lebens zu heiligen; für ihn ist auch die Arbeit ein Mittel der Selbstheiligung und des Apostolates, wenn man in Vereinigung mit Christus lebt; denn als der Sohn Gottes Mensch wurde, hat er sich irgendwie mit der ganzen Wirklichkeit des Menschen und der ganzen Schöpfung vereint (vgl. Dominum et vivificantem, 50). In einer Gesellschaft, in der das unkontrollierte Streben nach materiellem Besitz vorherrscht, die Dinge in Idole und in eine Ursache der Gottesferne verwandelt, hat der neue Selige uns daran erinnert, dass genau diese Wirklichkeiten, Geschöpfe Gottes und des menschlichen Genies, zur Ehre Gottes gereichen und Anlass der Begegnung mit Christus sein können, wenn sie in rechter Weise zur Ehre des Schöpfers und zum Dienst an den Brüdern gebraucht werden”. (Seligsprechungszeremonie von Josemaría Escrivá, 17.5.1992).

    Johannes Paul I.

    “Escrivá de Balaguer sagte oft gemäss dem Evangelium: ‘Christus verlangt nicht nur etwas Güte, sondern viel Güte. Aber er will nicht, dass wir sie mittels ausserordentlichen Handlungen erreichen, sondern durch gewöhnliche Handlungen, wenn auch die Art und Weise wie diese Handlungen ausgeführt werden, aussergewöhnlich sein muss’. Dort, ‘nel bel mezzo della strada’ – im Büro, in der Fabrik – heiligen wir uns jedes Mal, wenn wir unsere Pflicht mit Kompetenz, aus Liebe zu Gott und mit frohem Herzen erfüllen. So verwandelt sich die tägliche Arbeit nicht in eine ‘tägliche Tragödie’ sondern in ein ‘tägliches Lächeln’”.(Artikel in Il Gazzettino, Venedig, 25.7.1978)

    Paul VI.

    “In seinen Worten haben wir die Begeisterung der brennenden und grosszügigen Spiritualität der gesamten Institution entdeckt, die in unserer Zeit als lebendiges Zeichen der ewigen Jugend der Kirche geboren wurde (…). Wir betrachten mit väterlicher Zufriedenheit wieviel das Opus Dei für das Reich Gottes geleistet hat und weiter leistet; der Wunsch, das Gute zu tun leitet es an; die entfachte Liebe zur Kirche und zu ihrem sichtbaren Haupt unterscheidet es; der brennende Eifer für die Seelen drängt es auf die mühsamen und schwierigen Wege des Apostolates der Präsenz und des Zeugnisses in allen Sektoren unserer Zeit”. (handschriftlicher Brief an Msgr. Josemaría Escrivá de Balaguer, 1.10.1964).

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