ÜBER DIE ENGEL-NAMEN

Wenn durch die Allmacht GOTTES, durch das Göttliche „WERDE“! die Seele eines Menschen geschaffen wird, so ruft sie GOTT bei ihrem Namen.

Sie ist ja keine Sache, sie ist Ebenbild GOTTES und bestimmt, GOTT einmal zu schauen und den Himmel zu erben. Und diesen ihren Namen trägt ihr Schutzengel, der gleichzeitig mit der Erschaffung dieser Seele aufgerufen wird und vor GOTTES Thron erscheint, auf einer Tafel auf seiner Brust. Der Name ist versiegelt, das heißt, sowohl Engel wie Mensch ihn am Tag des Gerichtes und nur in einzelnen Fällen, besondere in Alten Bund, teilt ein Engel den Wunsch GOTTES in Bezug auf den Namen des kommenden Kindes mit („und du sollst ihm den Namen … geben“).

GOTT ruft aber auch den Schutzengel bei seinem Namen. Denn auch er ist Bild GOTTES, GEIST vom GEIST, und schaut immerdar das Angesicht GOTTES in ewiger Seligkeit. GOTT bevölkert nicht seinen Himmel mit niederen, schemenhaften Dienern und umgibt Sich nicht mit unter der Persönlichkeit eines Menschen stehenden Massenwesen ohne Namen wie einfach der Sammelbegriff „Volk“. Jeder Engel steht in seiner Fassungskraft, GOTT zu schauen, weit über den lebenden Menschen und das allein ist schon ein Kriterium für die Größe, den Wert und die Macht, die Persönlichkeit eines Engels.

GOTT hat jedem Engel einen Namen gegeben, genau wie später jedem Menschen. Wir haben hiefür genug Beispiele aus der Hl. Schrift, (RAPHAEL, GABRIEL, von den gefallenen Engel (Luzifer, Satan, Beelzebub etc.)

Wenn wir auch nur die Chöre, nicht aber auch die einzelnen Namen der Engel bisher gewusst haben, so darf man daraus nicht schließen, dass die Engel überhaupt keinen Namen haben, sondern wohl aber darauf, dass wir nur wenig Namen bisher gehört haben, viele Namen vergessen und nicht aufgezeichnet haben, GOTT aber in Seiner Weisheit, die Kenntnis der Engel-Namen einem späteren Zeitpunkt vorbehalten hat, wo der Mensch sich dem Geistigen auftut, und das Reich des GEISTES und welches wir Reich MARIENS nennen, gekommen ist.

Dieses Reich MARIENS geht dem Christkönigreich JESU CHRISTI voran, wie das Morgenrot der Sonne.

Mit diesem Reich MARIENS auf Erden treten auch die Herolde MARIENS, die heiligen Engel, in einem viel gewaltigeren Maß auf als früher. Sie gehen MARIA voran und begleiten sie, sie bereiten den Boden und ebnen die Wege, damit MARIA nicht nur Schotter und Gestrüpp und Sumpf vorfinde, sondern Rosen auf ihrem Weg, und das ist nur recht und billig. Die heiligen Engel sind die getreuen Diener ihrer Königin, und wo sie ist, da sind sie auch und wo sie herrscht, da treten sie auch in den Vordergrund.

Das eine steht fest Die heiligen Engel sind Persönlichkeiten von ganz gewaltigem Format. Sie tragen einen Namen mit vollem Recht. Dieser Name tut dem Heil der Seelen keinen Schaden, selbst wenn wir ihn richt verstehen. Einmal werden wir in jubelnder Dankbarkeit verstehen. GOTT will ja, dass wir die Engel viel mehr verehren und der Grund für diesen Wunsch GOTTES wird uns von Jahr zu Jahr einsichtiger werden bei der steigenden Dämonie unserer Zeit. Ohne die Waffen der heiligen Engel werden wie kaum je die höllischen Mächte besiegen können.

Nun ist aber der Mensch auf das Wort hin ausgerichtet, er denkt und spricht in Worten, er braucht einen Wortbegriff für seine Vorstellungsmöglichkeit. Wenn GOTT ihm hundert Engel der Liebe vor Augen stellt, wird der Mensch fragen: „Wie kenne ich sie auseinander?“

Sie an Kleidern oder Attributen zu erkennen, ist wirklich einer solchen Persönlichkeit, wie sie der Engel ist, unwürdig. Noch unwürdiger wäre es, ihnen überhaupt einen Namen abzusprechen und sie nur als Gattung gelten zu lassen, wo wir jedem Stern einen Namen geben, jedem Pferd und jedem Hund.

Was die Glaubwürdigkeit der Engel-Namen betrifft, so wird nirgends ein Glaube gefordert in allen Engelschriften, es ist nicht nur alles dem Urteil der heiligen Kirche untergeordnet, sondern der natürliche Verstand sagt uns, dass wir einen Engel leichter von einem anderen durch seinen Namen unterscheiden, als namenlose Engel unterscheiden zu sollen. Der Name macht den Engel fasslicher für den Menschen, umso mehr, als im Namen gleich seine Aufgabe und Wesenheit liegt, wenn uns vielleicht auch der Name selbst fremd klingen sollte. Was der Mensch nicht benennen kann, das ist ihm schwerer begreiflich. GOTT will aber, dass wir den Engel begreifen, darum stellt ER ihn uns als eine mit einem Eigennamen geprägte Persönlichkeit vor und dieser Eigenname spiegelt seine Wesenheit oder seine Aufgabeimmer aber eine Wesenheit GOTTES wieder. Nehmen wir hier nur als Beispiel: MALACHIEL, der heißt „AUGE GOTTES“. Wir spüren bei diesem Eigennamen förmlich die Klarsicht dieses Engels als seine Wesenseigentümlichkeit sowie die Wachsamkeit, die Bereitschaft, als die Charakteristik seiner Aufgabe wie ein Fundament. Der Eigenname ist zum Heil der Seelen ebenso wenig notwendig wie der Eigenname des Menschen; aber er ist notwendig für die Unterscheidung der einzelnen Engel und für die leichtere Fasslichkeit jedes einzelnen Engels, denn GOTT stellt uns ja nicht bloß einen Engel, sondern viele, viele vor Augen. ER weiß wie schwerfällig der Mensch ist, und wie schnell sich seine Begriffe verwirren, wenn ihm nicht alles klar und „mundgerecht“ gesagt wird. Und so wird der gütige GOTT wohl auch gewusst haben, warum wir zu jedem Engel auch den Namen wie einen Schlüssel mitbekommen haben. Der Name sperrt uns den Begriff für diesen Engel und seine Aufgabe auf, und deshalb ist der Name auch zum Heil der Seelen, wenn auch nur indirekt, notwendig.

Man wird einwenden, „nun sind wir Jahrhunderte ohne Engel-Namen ausgekommen und nun sollten sie auf einmal notwendig sein?

Ja, wir sind Jahrhunderte ohne Telefon und Radio ausgekommen und doch sind sie jetzt sehr notwendig. Vieles geschieht im Himmel und auf Erden, was vorher noch nicht war. Der Same, den die heiligen Engel auf den Acker der Erde säen, geht oft lange nicht auf, nun aber ist er da, genau so, wie es jahrhundertelang keine Ordensfamilien gab und nun sind sie da, wie es vorher keinen heiligen Franziskus oder Ignatius oder Dominikus im Himmel gab und jetzt gibt es ihn, wie es Jahrhunderte vorher kein Herz-JESU-Fest in der Hl. Kirche gab, und jetzt gibt es dieses.

Ferner wird man einwenden: „ist es denn sicher, dass diese Namen wirklich göttlichen Ursprungs sind? Können sich da nicht dämonische Namen eingeschlichen haben?

Wenn es sich um Anbetung handelt, schleicht sich ganz gewiss kein dämonischer Name ein. Es kann sich ein Dämon einschleichen, wenn es sich nur um die Wirksamkeit eines Engels in Bezug auf den Menschen, auf die Natur, ohne Bezogenheit auf GOTT, handelt. Denn der Dämon hängt nicht mit seinem Angesicht am Angesicht GOTTES, sondern er will durch sensationelle, sprunghaft wechselnde Erkenntnisse, die sämtlich unter die Rubrik „scheinbare Vorteile für den Menschen“ fallen, glänzen und den Menschen dadurch fangen. Es ist ihm nicht darum zu tun, den Menschen zu GOTT zu führen, sondern er will selbst wenn er einige fromme Schachzüge tut, den Menschen von GOTT wegführen. Dadurch muss man bei diesen Schriften nicht das Ganze nach einem Teil beurteilen, sondern den Teil nach dem Ganzen. Dass sich der Böse auch Namen der Engel bedient, ist ohne weiteres möglich, die Schriften drehen sich aber nicht um Namen, sondern rein um die Herrlichkeit GOTTES durch Engel und Mensch, und der Name ist nur ein begrifflicher Wort- und Vorstellungsbehelf zur Charakteristik des Engels.

Durch die GOTTgewollte Kenntnis über die Welt der Dämonen ist gerade durch diese Schriften („Welt der Dämonen“) eine schärfere Scheidung und Unterscheidung zwischen Engel und Dämon möglich als bisher. Damit ist eine Richtung aufgezeigt, dass besonders der Priester seinen Erzfeind und Gegner kennen lernen soll, um ihn wirksam bekämpfen zu können. Und damit ist ein Grenzgebiet getroffen, das zum Vorwurf werden kann, das aber später sicher in die Taktik des Kampfes einkalkuliert werden wird, nämlich der Göttliche Einfluss der Natur auf den Menschen. Wir haben die Natur kampflos den Einflüssen des Bösen überlassen, wir haben uns besonders aus der nun mit einem ganz giftigen Odium umgebenen sog. Astrologie ganz zurückgezogen und bedenken gar nicht, dass wir damit dem Bösen einen breiten Raum für seine höllischen Angriffe freigegeben haben.

Es sollte das Werk der katholischen Wissenschaft sein, dieses Gebiet wie die Einflüsse der Natur auf den Menschen, wieder für GOTT zurückzuerobern, denn GOTT gehört alles, auch die Natur und die natürlichen Kräfte, die von GOTT zum Heil des Menschen geschaffen sind, die Kräfte des Himmels und der Erde. Nirgends in den Schriften wird der dämonischen Astrologie, nämlich der Zukunftsdeuterei, Wahrsagerei und Zauberei die Stange gehalten, aber deswegen dürfen die das Weltall behütenden Engel mit ihren Kräften nicht verschwiegen werden. Denn auch das ist zum Heil der Seelen, zu wissen, dass nicht nur Dämonen auf den Gestirnen hocken, sondern über ihnen GOTT mit Seinen Engeln steht, dass das Vertrauen auf die Hilfe GOTTES und der Seinen jeden dämonischen Einfluss besiegen oder verhindern kann.

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Quelle: Aus meinem persönlichen Archiv früher, vervielfältigter Schriften des Engelwerkes

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