Homilien: Franziskus PP: Es zählt der Geist, nicht der Theologieabschluss

Papstmesse: Es zählt der Geist, nicht der Theologieabschluss

Der Heilige Geist, nicht der Universitätsabschluss in Theologie, gibt dem Christen seine besondere Vollmacht. Das sagte Papst Franziskus an diesem Dienstag in seiner Predigt während der Morgenmesse in der Casa Santa Marta. Der Papst bezog sich auf die Lesung aus dem Tagesevangelium: Die Menschen hätten über Jesus gestaunt, weil er sprach wie einer, der Vollmacht hat. Jesus sei kein gewöhnlicher Prediger gewesen, sondern habe seine Vollmacht durch die Salbung des Heiligen Geistes, erinnerte der Papst:

„Wir haben diese Gedanken Christi, das heißt den Geist Christi. Das ist die christliche Identität: Nicht den Geist der Welt haben, nicht diese Weise des Denkens, des Urteilens. Du kannst fünf Abschlüsse in Theologie haben, aber trotzdem den Geist Gottes nicht haben. Vielleicht bist du ein großer Theologe, aber kein Christ, denn du hast den Geist Gottes nicht. Der Geist der Vollmacht, der dir eine Identität gibt, das ist der Heilige Geist, die Salbung durch den Heiligen Geist.“

Deswegen mochten die Menschen ihre Prediger nicht, die Schriftgelehrten, denn diese hätten theologisch gesprochen, aber hätten das Herz nicht erreicht und keine Freiheit geschenkt. Sie hätten nicht so gesprochen, dass die Menschen ihre eigene Identität gefunden hätten, weil sie nicht mit dem Heiligen Geist vereint gewesen seien. Auch die Predigt des Paulus sei nicht aus der Klugheit der Theologie gekommen, sondern vom Geist gelehrt worden.

„Die Vollmacht Jesu – die Vollmacht eines Christen – kommt aus dieser Fähigkeit, die Dinge des Geistes zu verstehen und die Sprache des Geistes zu verstehen. Sie kommt eben aus der Salbung durch den Heiligen Geist. Oft finden wir uns unter Gläubigen, alten und einfachen Menschen, die vielleicht nicht einmal die Grundschule beendet haben, aber die darüber besser sprechen können als ein Theologe, weil sie den Geist Christi haben. Das müssen auch wir uns erbitten. Herr, gib uns eine christliche Identität, die, die auch du gehabt hast. Schenke uns deinen Geist. Schenk uns deine Weise des Denkens, des Hörens, des Sprechens: Schenk uns die Salbung des Heiligen Geistes.“

(rv 02.09.2014 ord)

_______

Quelle

_______

Siehe dazu auch: „Theologie brauch unabgeschlossenes Denken

23 Kommentare zu “Homilien: Franziskus PP: Es zählt der Geist, nicht der Theologieabschluss

  1. Und damit setzt er sich über die XXIII Session des Konzils von Trient hinweg!
    @ POSChenker und andere: Ich habe keinen Aufschrei der Empörung in den deutschen Fakultäten der Theologie gehört, rührt dieses Wort des „Papstes“ doch an der Wurzel des Theologiestudiums und damit an der wissenschaftlichen Evaluierbarkeit der Theologie im Rahmen des universitären Fächerkanons. Nein, natürlich nicht, den die Modernisten und Progressisten, die ja sowieso sich eher an Joachim von Fiore als an Unserem Heiland und Herren Jesus Christus selbst jhalten, denen Giordano Bruno näher als die Heiligen Augustinus undThomas von Aquin und sogar dem Apostel Paulus stehen, da braucht der spritistische Aufruf von Bergoglio ja nicht weiter zu stören.
    Also: Ohne Theologieabschluß werden dann womöglich Ad-hoc-Priester gebildet; dann spricht wohl irgendwann mal ein „Bischof“: „Ups, mir ist eben die Hand ausgerutscht!“
    Wie klar muß man denn noch serviert bekommen, daß das, was im Vatikan sich abspielt, nicht mehr „Kirche“ ist, sondern die Konzilssekte, die nichts aber auch gar nichts mehr mit der SICHTBAREN EINEN HEILIGEN KATHOLISCHEN UND APOSTOLISCHEN KIRCHE, WELCHE DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE IST, zu tun hat?
    Daher, und das geht an die konsequenten Sedisvakantisten, sollten sich die Vereinigungen der Tradition einig sein und sich zur Römisch-Katholischen Kirche bekennen und die Kirche sichtbar machen. Ich gebe ja die Hoffnung nicht auf und weiß, daß es sehr viele Priester der FSSPX und der Konzilssekte gibt, die sich sehr wohl an den Gedanken einer Trennung gewöhnt haben, also weg vom irren Vatikan, die aber nur aus Furcht noch „una cum“ zelebrieren. Es ist mir auch bekannt, daß viele den Schritt in die Katholische Kirche wegen der zahllosen Streitigkeiten und Spaltungen innerhalb der Tradition („Wohin soll ich mich wenden…?“) scheuen, aber um der Theologie willen, die sie nuneinmal erfolgreich absolviert haben, sollten sie diesen Schritt AUS VERNUNFTGRÜNDEN dringend überlegen! Es bleibt nicht mehr viel Zeit!

  2. „Wir haben diese Gedanken Christi, das heißt den Geist Christi.“

    Was für eine Blasphemie. Die häretischen Gedanken der Menschenmachwerkskirche sollen also die „Gedanken Christi“ sein. Wahnsinn. Der Zeitgeist soll also der „Geist Christi“ sein. Perverser geht es nicht.

    „Das ist die christliche Identität: Nicht den Geist der Welt haben“

    Aber das ist es ja eben, was Bergoglio und Co. und die Menschenmachwerkskirche mit ihrer menschengemachten „Einheit“ ist: der Geist der Welt.

    „Du kannst fünf Abschlüsse in Theologie haben, aber trotzdem den Geist Gottes nicht haben.“

    Das stimmt auf jeden Fall für die V2-„Theologie“. Da könnte man auch Hundert Abschlüsse machen, ohne den Geist Gottes zu haben. Und es stimmt auch für alle, die nicht wahrhaftig bzw. aufrichtig an die wahre Theologie der röm.-kath. Kirche Glauben, obwohl sie dieselbe „studiert“ haben, also z.B. für die noch „vorkonziliar“ ausgebildeten V2-„Kleriker“ und auch für die häretischen „Mittelwegs“-Ideologen. Und eines gilt auf jeden Fall absolut: Wer die wahre Theologie der Kirche Christi verwirft (egal ob mit Abschluß oder ohne), hat definitiv nicht den Geist Gottes.

    Bergoglio ist nur ein Rabulist ohne jegliche theologische Substanz. Er ist ein passender „Papst“ der V2-„Kirche“. Er ist der passende „Heilige Vater“ für alle Sophisten und Rabulisten.

  3. @Stephan

    Ich möchte von Ihnen gerne wissen, ob Sie die Enzyklika „Lumen fidei“ von PP Franziskus einmal kritisch durchgelesen haben. Nennen Sie mir/uns doch die Stellen, die Sie für häretisch halten. Eine Enzyklika ist ja eher (als eine Homilie/Predigt) geeignet, das (verbindliche) päpstliche Denken klar zu machen.

  4. “ Wie klar muß man denn noch serviert bekommen, daß das, was im Vatikan sich abspielt, nicht mehr “Kirche” ist, sondern die Konzilssekte, die nichts aber auch gar nichts mehr mit der SICHTBAREN EINEN HEILIGEN KATHOLISCHEN UND APOSTOLISCHEN KIRCHE, WELCHE DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE IST, zu tun hat? “
    RICHTIG!

    Was braucht es da noch „weiterer“ Beweise ? Man sollte doch einmal zu einem Abschluss kommen anstatt ständig -Beiweise- einzufordern um diese dann schlussendlich doch nicht gelten zu lassen …
    Wer nicht sehen WILL …

  5. @Pierre

    Wenn Sie sich schon so in Sicherheit wiegen, „dass die Konzilssekte nicht mehr die Kirche ist“, dann beteiligen Sie sich doch aus Ihrer Sicht zugunsten der noch Aufklärungsbedürftigen am NACHWEIS, dass die „Konzilspäpste“ HÄRETIKER, ja sogar APOSTATEN sind! Tun Sie das gefälligst auch einmal anhand ihrer offiziellen Dokumente, insbesondere ihrer ENZYKLIKEN!

  6. Wieso zu erregt ? Jeder auf seine Weise … UND wenn ich nur anderen Kommentatoren zustimme ist das auch ein Beitrag. Oder wollen Sie dass ich noch hier schreibe ? fg Pierre

  7. @POS

    Ich habe mich schon immer an die Verbindlichkeiten eines ehrwürdigen Bischof Thuc gehalten der schon 1982 (!) die Sedisvakanz ÖFFENTRLICH ERKLÄRT hat. Und dies war eine GÜLTIGE LEGITIME Handlung seitens der wahren röm.kath.Kirche. Die Kirche hat somit gesprochen. Dies sollte und müsste doch als -Beweis- diesen, wenn Sie so wollen. Mehr geht nicht. Also was wollen Sie dann von mir, einfachen Laien? Ich brauch nicht mehr als das zu wissen.

  8. @Pierre

    Sie können sich doch, um Ihre Katholizität zu sichern, nicht nur auf Bischof Thuc abstützen. Pierre Martin Ngô Đình Thục war und ist mindestens sehr umstritten.

  9. @POS

    Die Mehrheit der Sedi- Priester/Bischöfe liegt auf dieser Thuc-Linie und sind anerkannt. Einzig und allein Bischof Kelly ( auch einer der Neun von der FSSPX ) war unsicher und hat sich von einem anderen Sedi- Bischof weihen lassen. Wobei ich jetzt auch nicht darüber informiert bin inwiefern er heute noch dazu steht.

  10. Es braucht eine wahre Hermeneutik des Evangeliums, um das Leben, die Welt, die Menschen besser zu verstehen, keine Synthese, sondern eine spirituelle Atmosphäre der Forschung und der Sicherheit, die auf den W a h r h e i t e n d e s V e r s t a n – d e s u n d d e s G l a u b e n s gründet. Philosophie und Theologie erlauben es, Überzeugungen zu gewinnen, die die Intelligenz strukturieren und sie stärken und den Willen erleuchten… Doch all das ist nur fruchtbar, wenn man es mit einem offenen Geist und auf Knien vollzieht. Mit offenem Geist und auf Knien. Der Theologe, der sich am e i g e n e n abgeschlossenen Denken ergötzt, ist mittelmäßig.”

    Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/10/papst:_theologie_braucht_unabgeschlossenes_denken/ted-789526
    des Internetauftritts von Radio Vatikan

    In den von mir gemachten Sperrungen kann man sehr wohl wieder bei präziser philologischer Analyse: „sulle verità di ragione e di fede“. Das liest sich doch anders als die deutsche Übersetzung!! Zum einen bezieht sich Bergoglio auf die Enzyklika „fFdes et Ratio“ /wenn auch unausgesprochen, in der ausgesprochen von den Wahrheiten des Glaubens die Rede ist. Es gibt aber nur eine Wahrheit des Glaubens, das „depositum fidei“, das der Heilige Apostel Paulus im 1. Korintherbrief klar bezeichnet: Es ist die Paradosis, die Traditio, das „Tradidi et quod accepi“ (1. Kor 12 und 15!), also das eine. Es heißt eben nicht „Tradidi et q u a e accepi“, im Griechischen steht auch nicht das plurale consumativum „hata“, sondern „ho“. ES GIBT DAHER NUR EINE WAHRHEIT, ES IST DAS WORT GOTTES, DER FLEISCH GEWORDENE LOGOS, JESUS CHRISTUS UNSER HERR. So lehrt das Konzil von Nikaia, so lehrt das Konzil von Ephesus, so lehrt das konzil von Chalzedon, so lehrt das Provinzialkonzil, die III Synode von Toledo usw. es gibt aslo nur die „EINE EINZIGE TRADITION, die IN DER HEILIGEN SCHRIFT UND DER TRADITION unverfälscht überliefert wird“ (Konzil von Trient!)
    Und damit gibt Bergoglio, wie schon weit vor ihm die die Tradition und die Heilige Schrift behandelnde Konzilskonstitution t „Dei Verbum“ im Glauben vor, daß er sich aus „Wahrheiten“ zusammensetzt, also es „Elemente“ von „Wahrheit“, „Heiligkeit“ und „Heiligung“ gibt. Habe ich nicht gelernt, daß alles was zusammengesetzt ist, vergeht? Und da soll mir keiner mit den Zwei Naturen Unseres Herren und Heilandes Jesus Christus kommen, da hat das Konzil von Chalzedon genug gelehrt. Entsprechende Literatur gibt es hier überreich.
    Christi Menschennatur ist eben, weil sie ohne Erbsünde ist, eine EINFACHE, wie schon Athanasius lehrt. Dieses zieht sich durch die gesamte katholisch-orthodoxe Literatur der Kirchenväter, alles andere stand unter „anathema“. Also gibt es im Glauben nur die Einzige Wahrheit, so wie es nur EIN CHRISTUS (Symbolum Athanasium) gibt, so wie es nur EINE Jirche gibt. Noch ein Hinweis: Heute ist der Festtag des Heiligen Papst Pius X.! Man braucht nur die Antrittsenzyklika „E suprema apostolatus“ zu lesen und sieht die Häresien der Nachkonzilspäpste mit klaren Augen.

  11. POSchenker 3. September 2014 um 18:43

    @Pierre

    “ Sie können sich doch, um Ihre Katholizität zu sichern, nicht nur auf Bischof Thuc abstützen. Pierre Martin Ngô Đình Thục war und ist mindestens sehr umstritten.“

    Zur leichteren und besseren Einschätzung und Entscheidunsfindung:
    http://www.monarchieliga.de/index.php?title=Die_SSPV_und_die_Thuc-Bisch%C3%B6fe

    In der Hoffnung damit gewisse Unklarheiten aus der Welt geschafft zu haben grüsst freundlichst , Ihr Pierre

  12. Und noch ein Nachtrag: „annis consolidetur, dilatetur tempore, sublimetur aetate»(Commonitorium primum, 23: PL 50, 668)“
    Vollständig heißt dieser Satz: „ita etiam Christianae Religionis dogma has decet profectuum leges, ut annis scilicet consolidetur, dilatetur tempore, sublimetur aetate, incorruptum tamen illibatumque permanet et universis partium suarum mensuris cunctisque quasi menbris ac sensibus propriis plenum atque perfectum sit, quod nihil praeterea permutationis admittat, nulla proprietatis dispendiaa, nullam definitionis sustinuat varietatem!“

    Merkt man da nicht den gewaltigen Unterschied zum Konzilstext „Dei Verbum 9“ zu der „Lebendigen Tradition“ etc…

    Das ist der typische Fall von : „Ich greife mal ein Zitat aus dem Zusammenhang und lege es nach meiner Meinung aus!“ Im Griechischen nennt man dieses „hairesis“, sich aus dem Gut den Aspekt heraussuchen und in eine andere philosophisch-theologische Tradition stellen. Uns solche Leute nennt auch Vinzenz von Lerins „Häretiker“ – übrigens im selben Text!

  13. Bei Pater Guerard des Lauriers Bischofsweihe: Die eidesstattliche Erklärung von P. Noel Barbara bezeugt, daß Bf. Ngo-Dinh-Thuc an diesem die Weihe rechtens durchgeführt hat und diese Weihe auch offiziell bestätigt hat.

    Sind damit nun eventuelle Unsicherheiten bereinigt , Hr. @POS – oder noch immer nicht?

  14. Ad Bischof Guerard des Lauriers ( Vertreter der Cassiacum- These ): Zu unserem ( Sedis ) Bedauern ist diesem Bischof eine besondere Fehleinschätzung vorzuwerfen:

    Der Sedisprivationismus betrachtet den Heiligen Stuhl lediglich als de jure (formaliter) unbesetzt. In diesem Zusammenhang wird auch gelegentlich die Cassiacum-These erwähnt.

    Diese Position ist als unlogisch und theologisch fragwürdig von der Hand zu weisen. Sie widerspricht der Bulle „Ex cum Apostolatus“. Ein Häretiker verliert nicht nur die Amtsgewalt, er ist auch aus der Kirche ausgeschlossen.

  15. Warum sollen wir uns weiter mit den V2-Päpsten befassen? Kein einziger V2-„Papst“ hat sich je für seine Glaubensverrätereien oder seine Pflichtvergessenheit entschuldigt.

    Die Herde Jesu Christi ist in die Irre geführt worden und fast schutzlos den reißenden Wölfen ausgeliefert.

    „Papst“ Franziskus beeindruckt mich mit diesen Reden nicht. Über seine wahre Gesinnung verrät das noch lange nichts. Er hat sicher damit etwas ganz anderes gemeint als ich. So kann man nur einige desinformierte Gläubige fangen.

    Die Waagschale bleibt bis zu seiner vollständigen Bekehrung weiter nach unten gedrückt. Wahrer Papst wird er trotzdem nie werden.

  16. @ POSchenker 3. September 2014 um 17:43

    Bergoglio ist bekannterweise ein Freund von „ökumenischen Gottesdiensten“. Er wirkte bereits etliche Male aktiv bei nicht-katholischen „Gottesdiensten“ mit. Die Kirche sieht darin den Tatbestand der Häresie erfüllt. Und Pius XI. hat sich hierzu auch unmißverständlich ausgedrückt:

    „…weder der Apostolische Stuhl in irgendeiner Weise an ihren Konferenzen teilnehmen kann, noch dass es den Katholiken irgendwie erlaubt sein kann, diese Versuche zu unterstützen oder an ihnen mitzuarbeiten. Wenn sie das täten, so würden sie einer falschen christlichen Religion, die von der einen Kirche Christi grundverschieden ist, Geltung verschaffen.“

    Im selben Dokument verwirft Pius XI. die Idee, daß die Kirche aus (noch getrennten) Teilkirchen bestehen würde, eine Idee, die Bergoglio und alle V2ler teilen:

    „…die Kirche bestehe aus sich heraus und ihrer Natur nach aus verschiedenen Teilen, d. h. aus den verschiedensten Teilkirchen oder getrennten Gemeinschaften, die jetzt noch getrennt sind… Die VERTRETER SOLCHER ANSICHTEN sind nun nicht nur in IRRTUM und SELBSTTÄUSCHUNG befangen, sondern sie LEHNEN AUCH DIE WAHRE RELIGION AB, INDEM SIE IHREN BEGRIFF VERFÄLSCHEN [also nicht unbedingt explizit leugnen]. Auf diese Weise kommen sie Schritt für Schritt zum Naturalismus und Atheismus. Daraus ergibt sich dann ganz klar die Folgerung, dass JEDER, DER SOLCHEN ANSICHTEN UND BEMÜHUNGEN BEIPFLICHTET, DEN BODEN DER VON GOTT GEOFFENBARTEN RELIGION VOLLSTÄNDIG VERLÄSST.“

    Bergoglio steht also überhaupt nicht auf dem Boden der von Gott geoffenbarten Religion. Die Sache ist somit klar. Daß das für Sie, Herr Schenker, trotzdem noch alles irgendwie „katholisch“ sein kann, spricht nicht für Bergoglio, sondern gegen Sie selbst.

    Und warum sollte ich unbedingt eine „Enzyklika“ eines offenkundigen Nicht-Katholiken untersuchen? Wäre es nicht besser, die tatsächliche Theologie der röm.-kath. Kirche zu studieren?

  17. Worauf wird eigentlich abgezielt? Es geht immer darum, die überlieferte Lehre der Kirche zu verwerfen. Das Sichstützen auf die bewährten („vorkonziliaren“) Theologen soll hierzu madig gemacht werden. Der Theologe selbst ist nicht das Lehramt. Aber es gibt auch keine tatsächliche Theologie, die der verbindlichen Lehre der Kirche widersprechen könnte. In diesem Sinne ist der „Geist Christi“, den Bergoglio beschwört, der Geist der Lüge.

    Selbst ein Wojtyla sagte 1998 in „Fides et ration“ noch, daß z.B. ein hl. Thomas von Aquin „zu Recht von der Kirche immer als Lehrmeister des Denkens und Vorbild dafür hingestellt worden ist, wie Theologie richtig betrieben werden soll“. Man vergleiche diese Aussage mit jener Bergoglios. Der „Sprung“ bzw. „Fortschritt“ der Modernisten bzw. Post-Modernisten ist enorm. Nun wird offen der Charismatismus gepriesen, der angeblich den „Geist Gottes“ bezeugen soll. Es ist eine fortwährende Aufweichung und Vernebelung des wahren Geistes Christi.

    Bergoglio meint, nicht den Geist der Welt zu haben. Doch wurde V2 ja extra für die Öffnung zur Welt, also zum Welt- bzw. Zeitgeist, initiiert. Hat Bergoglio mit V2 gebrochen? Oder ist es die bereits gewohnte Falschetikettierung? Die „Konzilskirche“ nennt sich ja auch „katholisch“. Sie täuscht vor, katholisch zu sein. Bergoglio täuscht auch vor, den Geist der Welt nicht zu haben. Doch wie sollte er die Welt überwunden haben ohne die wahre Theologie, ohne die überlieferte Lehre der Kirche? Als V2-Vertreter ist er doch offenkundig ein Kind des „Fürsten der Welt“.

  18. Nein, es geht beim Ökumenismus darum JEDE Tradition zu zerstören. Ich habe an anderer Stelle ja einmal geschrieben, daß sich Martin Luther im Grab herumdreht angesichts der Verkommenheit der EKD und des Lutherischen Weltbundes, so verrät man selbst Martin Luther (Das ist so wie bei den Dschihadisten innerhalb der Sunna!).
    Ökumenismus und Orthodoxie stehen diametral entgegen, das wissen die Schismatiker der non-filioque-Häresie. Es gibt dort mittlerweile zahlreiche Eigen-National-„Kirchen“, daß im Westen der Überblick verloren geht. Sie alle haben EINANDER EXKOMMUNIZIERT. Es ist also reine Heuchlerei bei Synoden von „Oikoumene“ zu reden, sie existiert faktisch nicht, da kann ein Starvez ein Schisma hervorrufen, etc…
    Also soll es auch innerhalb der Konzilssekte sein. Man exkommuniziert einander, aber niemand interessiert es, verbotene Communio in sacris allenthalben praktiziert (daher ist die Teilnahme am NOM eine schismatische Handlung, Pater Pfluger!), doktrinäre oder gar dogmatische Differenzem interssieren nicht!
    Ist schon einmal aufgefallen, daß kein Konzils“papst“ in der Öffentlichkeit mehr geweint hat? Papst Pius X hat angesichts der Zustände in Kirche und Staat geweint, hat öffentlich unter Tränen gebetet…
    Nein, der Ökumenismus macht die Menschen kalt und hartherzig, es ist eine Machtfrage, eine kalte Berechnung („ich habe soviele „Gläubige“, du hast soviele Gläubige, wer ist besser, wer hat recht?!) Das ist wie bei Firmenzusammenschlüssen im DAX oder Dow Jones- Bereich. So ist das eben. Da ist nichts mehr übernatürliches mehr, keine Liebe, nur noch „Gutmenschentum“ und Gottesverachtung und rationales Kalkül, mehr nicht!

  19. @ Christoph Rhein 8. September 2014 um 23:39

    Ich habe folgendes geschrieben: „Worauf wird eigentlich abgezielt? Es geht immer darum, die überlieferte Lehre der Kirche zu verwerfen. Das Sichstützen auf die bewährten (“vorkonziliaren”) Theologen soll hierzu madig gemacht werden.“

    Darauf schreiben Sie: „Nein, es geht beim Ökumenismus darum JEDE Tradition zu zerstören.“

    Es ging hier aber gar nicht um den „Ökumenismus“ im Konkreten, sondern es geht um die Frage des Theologiestudiums und dem entsprechenden Geist Christi. Der Ökumenismus spielt insgesamt auch immer eine Rolle, aber hier konkret bezieht sich Bergoglio explizit auf den „Wert“ des Theologen. Und in diesem Zusammenhang verwirft er implizit die bewährte Lehre der Theologen und zieht dieser den antikatholischen Charismatismus vor. Bald wird es womöglich auch noch der Spiritismus sein…

  20. Wie Sie merken, bin ich leider im falschen Thread gelandet, bitte vielmals um Entschuldigung, natürlich gehört dieses Posting zum Thread Ökumenismus.

  21. Stephan,

    welche bewährten “vorkonziliaren” Theologen meinst Du? Karl Rahner, Henri de Lubac, Yves Congar, Hans Urs von Balthasar oder Michael Schmaus?

    Daß Du es mit den Dogmen der Kirche und mit der Wahrheit allgemein nicht so streng nimmst, wissen wir ja. Aber was Du hier ausbreitest, wirft in mir die Frage auf, ob wir überhaupt in der gleichen Welt leben.

    Die “vorkonziliare“ Theologie hatte abgewirtschaftet und ist DIE Vorbereiterin „des großen Konzils“ geworden.

  22. @ Ci-devant 10. September 2014 um 12:56

    Daß für Sie als häretischen „Mittelwegs“-Ideologen (unter „sedisvakantistischer“ Maske) Leute wie Rahner und Co. überhaupt als „vorkonziliare“ Theologen in Frage kämen, wundert mich nicht…

    Ich meine dagegen die bewährten Theologen und Kirchenlehrer wie z.B. der hl. Thomas von Aquin, der hl. Kardinal Bellarmin, der hl. Alphons v. Liguori usw. Doch deren Ausführungen über die Dogmen der Kirche wollen Sie nicht folgen, wie ein Bergoglio ja auch nicht.

    Sie geben zwar großspurig vor, dem Wortlaut der Dogmen „treu“ zu sein, während Sie aber wie ein Pharisäer die Bedeutung der Dogmen nach eigenem Gustus auslegen. In diesem Sinne fussen Sie wie Bergoglio auf dem Charismatismus bzw. protestantischen Hochmut.

    Wer den Ausführungen der bewährten Kirchenlehrer (und auch den Erklärungen des unfehlbaren Lehramtes) folgt, ist dagegen für Sie ein Häretiker. In diesem Sinne gehen Sie ebenso konform mit Bergoglio, der ja auch jeglichen katholischen Geist verabscheut.

    Sie scheiben: „Daß Du es mit den Dogmen der Kirche und mit der Wahrheit allgemein nicht so streng nimmst, wissen wir ja.“

    Spielen Sie wieder Haltet-den-Dieb? Ihre antikatholische Rabulistik und Verdrehung der Wahrheit und der Lehre der Kirche ist doch nun bereits allseits bekannt… Aber Sie können ja gerne versuchen, aufzuzeigen, inwiefern ich „den Dogmen der Kirche und der Wahrheit allgemein“ widersprechen würde?

    Sie schreiben: „Aber was Du hier ausbreitest, wirft in mir die Frage auf, ob wir überhaupt in der gleichen Welt leben.“

    Offensichtlich leben wir in derselben Welt. Aber der Unterschied besteht darin, daß ich die „westliche Wertegemeinschaft“ und die entsprechende Entwicklung als das sehe, was sie ist, während Sie sich einem Selbstbetrug bzw. einer „christlichen“ Illusion hingeben.

    Sie schreiben: „Die “vorkonziliare” Theologie hatte abgewirtschaftet und ist DIE Vorbereiterin “des großen Konzils” geworden.“

    Hier sehen wir wieder schön Ihren Einklang mit dem Geiste Bergoglios. Die „vorkonziliäre“ Häresie, welche V2 tatsächlich vorbereitet hat, bezeichnen Sie als Theologie (während sie doch das Gegenteil ist). Ich dagegen bezeichne sie als das, was sie ist: Häresie. Doch wie Bergoglio vermischen Sie die Dinge und verschleiern somit Problematik der Phase vor V2. Sie sind eben ein Sophist und Rabulist, nichts weiter. Aber es ist Ihre häretische Ideologie und Verdrehung der Wahrheit, die nun abgewirtschaftet hat…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.