DER WEG, DER ZUM LEBEN FÜHRT … (Das Tagebuch von Gaby) – Folge 08

* 142 *

[B 597] Da ich mich fragte, wie viele Personen es wohl sein mögen, die auf dem rechten Weg sind, da es mit den Priestern nun einmal so steht, habe ich in mir gehört:

[B 598] «Auf der Erde, in der Welt, finde Ich nicht ein Herz auf hundert, das Mir treu ist und Mich liebt, wie Ich es will. Ich habe euch alle eingeladen, an den gleichen Wonnen teilzunehmen, doch nur sehr weni­ge werden dahin gelangen; denn Ich finde nirgendwo Herzen, die bereit sind, alles zu opfern auf Erden, um in den Himmel zu kommen.»

«Denn täuscht euch darin nicht, Meine Kinder, nichts Unreines wird in das Reich Meines Vaters ein­gehen. Ihr müßt gereinigt sein von jeglicher Beflec­kung, und das einzige Mittel, euch reinzumachen, ist die Sühne im Leiden, in den Schmerzen und die Ent­sagung gegenüber allen Sünden, die ihr begangen habt, indem ihr es ablehntet, Meinen Willen zu tun. Ihr müßt auch, um bei Mir zugelassen zu werden, Mich auf Erden geliebt haben mit eurer ganzen Seele, mit allen euren Kräften, und euren Nächsten aus Lie­be zu Mir. Niemand wird diesem Gesetz der Liebe und der Nächstenliebe entgehen, und wenn ihr euch wei­gert, es zu beachten, werdet ihr alle [B 599] fern von Mir verloren gehen.»

* 143 *

Ich sage Ihnen, mein Pater, ich hätte nicht gedacht, daß es so schwierig sein würde, das Lippenstiftrot (die Schminke) wegzumachen. Ich habe das Gefühl, als ob jedermann mich anblickt. Ich fühle mich nicht wohl; es ist entsetzlich. Mir scheint, daß mir etwas fehlt; ich den­ke, daß es nicht schlimmer wäre, wie wenn ich eines schönen Morgens zur Messe ginge und vergäße, meine Strümpfe anzuziehen. Da habe ich gleich folgendes ge­hört:

«Arme kleine Tochter! Du siehst (nun), bis zu wel­chem Grad du an diesen Nichtigkeiten hängst! Du findest es hart, die Schminke zu opfern; was wird es wohl dann erst sein, wenn die Zeit der großen Opfer kommt?» …

[B 601] Es ist (doch) klar, ein Farbanstrich verschö­nert, und nicht nur die Häuser, nicht wahr?

* 144 *

[1. Mai 1955] «Die Zeiten gehen zu Ende, und Ich wer­de bald streng verfahren müssen gegen diese sündige Welt, die sich weigert, innezuhalten, um Mich anzu­hören. Wie ist Meine Traurigkeit groß angesichts al­ler dieser kalten und selbstzufriedenen Herzen! Wie viele gibt es unter ihnen, die an diesem Tag des Herrn innehalten, um aufrichtig an Mich zu denken, und das mit ihrem Herzen, mit Liebe tun? Ich fühle Mich ein­sam und fremd inmitten dieser frivolen (leichtferti­gen) Welt, die begierig nach allen Vergnügen jagt. Ich finde keinen Platz, Mich auszuruhen. Öffne Mir dein Herz, Kleine, und laß dich nicht ablenken durch diese Nichtigkeiten, die die Herzen von Mir fernhalten.»

* 145 *

[B 602] Ich war damit beschäftigt, »Steak» zu machen, und meine Pfanne hatte Feuer gefangen, und die Flam­me ist sehr hoch emporgestiegen. Er hat gesagt:

«Siehst du dich in die Flammen eingetaucht, die tausendmal glühender wären als diese, und doch, Kleine, wenn du nicht auf alles verzichtest um Mei­netwillen, wirst du ihnen nicht entgehen.»

* 146 *

[2. Mai 1955] Heute morgen schien mir, Ihn bei mir kniend zu sehen, das Gesicht in Seinen beiden Händen. Er weinte, und in meinem Herzen hörte ich:

«Sieh die Verlassenheit, in der Ich Mich befinde. Ich werde nirgends aufgenommen. Überall verleug­net man Mich, macht man Mich lächerlich, verhöhnt man Mich. Ich finde niemanden, der Mich liebt. Das Herz des Menschen ist egoistisch und hart; er sucht nur, was seinen Sinnen und seinem Stolz schmeichelt. [B 603] Nehmt euch indes in acht; denn wenn auch jede Sünde vergeben wird, bleibt doch nicht eine einzige Beleidigung ungestraft, die ihr Mir zugefügt haben werdet. Beeilet euch, aufrichtige Reue zu er­wecken und alle diese Sünden zu sühnen, wenn ihr für all eure Laster nicht schwerstens bestraft werden wollt.

Ich sah Ihn, als ich heimging zu uns, mit tränenüber­strömtem Angesicht. Ich sagte zu Ihm: «Warum weinst Du? Ich hab‘ das nicht gern, und ich weiß nicht, was ich tun soll, um Dich zu trösten.»

«Liebe mich, Kleine, und verlaß Mich nie, du, Mein kleines Kind. Selbst wenn du das zu hart findest und wenn du manchmal versucht bist, zurückzuweichen, verlaß Mich nie. Ich bedarf der Seelen so sehr, um Mich über diese groben Beleidigungen hinwegzutrö­sten, die Ich von den meisten Menschen empfange. Vor allem fürchte dich nicht, Ich werde dir stets diese Kraft geben, die dir fehlt, um Mir auf dem Erlösungs­weg zu folgen. [B 604] Hab Vertrauen, Kleine, was dir auch immer zustoßen mag, und selbst wenn du an ge­wissen Tagen meinst, daß Ich dich verlasse, so wird dem doch nie so sein; denn Ich werde immer da sein bei dir, um dir zu helfen, den Weg zu gehen, den zu beschreiten Ich dich gebeten habe, mit Mir, um Mir diese Seelen näherzubringen, die sich weigern, Mich zu lieben und sich selbst zu verleugnen. In Zukunft sollst du es ablehnen, an diese Orte zu gehen wie je­nen, zu dem du gestern gegangen bist (Grill-Party). Ich will dich da nicht sehen, nicht einen Augenblick, denn diese Orte sind die Schlupfwinkel aller Laster und aller Niedrigkeiten; schon wenn du sie nur mit deinen Füßen betreten würdest, könntest du deine Seele beschmutzen, die – vergiß es nie – Mir gehört.»

Ich weiß nicht, was es mir ausmacht, Ihn so zu sehen; es tut mir so weh, ich kann nicht beschreiben, wie ent­setzlich das ist. Wenn man mir gesagt hätte, alle meine Verwandten seien gestorben [B 605] und ich hätte nie­manden mehr, ich glaube, der Schmerz, den ich dabei empfunden haben würde, hätte sich nicht vergleichen lassen mit dem, den ich in diesem Moment fühle.

Ich wünschte so sehr, ich könnte es verhindern, daß Tränen aus Seinen Augen fließen, doch ich kann es nicht, und ich kann nicht umhin, auch zu weinen. Eben versuchte ich – da ich nicht weinen wollte – meine Ge­danken auf etwas anderes zu lenken. An Ihn denkend, begann ich dieses Lied zu singen, das wie folgt lautet: «Mein Herz weint für Dich, weint für Dich aus Liebe; wenn es eines Tages stirbt, wird es für dich gewesen sein.» Und durch Seine Tränen hindurch habe ich Ihn lä­cheln gesehen; aber ich glaube, daß mir dieses Lächeln noch mehr Schmerz verursacht hat als die Tränen, so traurig war Er. Ich scheine empfindsam zu sein; ich kann nicht anders als weinen, meine Augen sind stets wäßrig: Ich versuche, es zurückzuhalten, doch wider Willen flie­ßen die Tränen. Was geht mit mir vor? Vielleicht bin ich tatsächlich von Sinnen, Herr?

[B 606] Ich möchte Sie, mein Pater, so gerne hier bei mir haben in diesem Moment. Ich fühle mich einsam; nur Ihnen kann ich sagen, was ich empfinde. Was werde ich sagen, wenn man es merken sollte, daß ich weine? Es gibt nichts zu machen, solange ich Ihn mit diesem Ge­sicht vor mir habe, werde ich nicht anders können.

«Du Kleine, wirst du Mitleid haben mit diesem Mann der Schmerzen, der Ich bin? Wirst du Meine Leiden und Meine Schmerzen teilen wollen? Wirst du den Mut haben, Mir alles zu opfern? Wird dein Herz taub bleiben können auf den Anruf des Meinigen?»

«Ich will deine Liebe. Ich will fühlen, daß du Mir ganz gehörst, damit Ich in dein Herz kommen kann, um den Trost zu suchen, dessen Ich bedarf; denn obwohl Ich der Herr der Welt bin, wird kein einziges Menschenherz je einen Schmerz empfinden, der ver­gleichbar wäre mit dem, den Ich erleide angesichts der Undankbarkeit und der Achtlosigkeit der Men­schen, vor allem Meiner auserwählten Seelen, die sich Meiner bedienen, [B 607] um die Ausschweifun­gen ihres Herzens und ihres Lebens zu verdecken. Ich kann das nicht mehr länger ertragen; Mein Herz steht im Begriff, Sich zu empören. Ich habe genug gelit­ten.»

«Beeilt euch also, Mich zu lieben, wie Ich geliebt werden will. Schneidet aus eurem Herzen alles Über­schüssige heraus, und gebt Mir den Platz, der Mir ge­bührt.»

«Macht schnell, Meine kleinen Kinder. Früher als ihr glaubt, werdet ihr alle vor Mir erscheinen, und wenn ihr Mich auf Erden nicht geliebt habt, werde Ich euch für immer und ewig weit von Mir stoßen. Un­zählbar werden die Plätze sein, die leer bleiben in Meinem Reich, weil die Menschen in ihrer Verblen­dung ihr irdisches Glück demjenigen vorgezogen ha­ben werden, das Ich ihnen hätte geben können, wenn sie Mich geliebt hätten.»

[B 608] «Nichts verursacht Mir mehr Leiden als der Anblick der Seelen, für die Ich Mein Blut vergeblich vergossen habe. Jeden Tag mehrt sich die Zahl der sich auflehnenden Seelen, die begierig sind nach Freuden und Vergnügen aller Art, und ach! jeden Tag auch nimmt die Zahl der gerechten Seelen bedauer­lich ab, die den Wunsch hegen, Mir zu gefallen und alles zu opfern. Wie viele werden den Mut aufbringen, bis zum Ende durchzuhalten? Ich sage euch allen, die ihr keinen anderen Wunsch kennt, als Mir zu gefal­len: selbst wenn ihr überall um euch her die anderen zurückweichen und Mich verlassen seht, tut nicht desgleichen, und vertraut und hofft auf Mich, bis zum Ende. Dann werde Ich euch das Hundertfältige des­sen geben, was ihr für Mich getan haben werdet.»

«Traurigen Herzens sage Ich euch sogar: Wenn sich unter Meinen Priestern und denjenigen, die da­mit beauftragt sind, Meine Kirche zu leiten, welche befinden, die euch eine andere Lehre vortragen als die der Entsagung und des Opfers, [B 609] des Gebets und der Buße, hört nicht auf sie; denn ihre Lehre ist falsch, selbst wenn sie euch dem Anschein nach nicht schlecht erscheint.»

«Der Weg, der zu Mir führt, war immer ein harter und schwieriger Weg, und selbst wenn gewisse Mei­ner Priester, die einen leichteren Weg für sich selbst haben wollen, versuchen, Meine Lehre zu erleichtern, indem sie sie nicht so lehren, wie sie ist, indem sie ein Beispiel der Nachlässigkeit und der Gleichgültigkeit in ihrem Wandel und in ihrer Diensterfüllung geben, so sage Ich euch: vertraut euch ihnen nicht an. Sie sind schlechte Diener, die Ich für ihren Ungehorsam bestrafen werde; denn Ich habe sie als Meine Nach­folger ausgesandt, damit sie Meine Lehre so lehren, wie Ich sie Selbst gelehrt habe, ohne einen einzigen Abstrich zu machen, und nicht entsprechend ihrem Geschmack und ihrer Schwäche.»

[B 610] «Wehe allen diesen schlechten Priestern, die die Ursache des Verlustes einer so großen Zahl von Seelen sind, weil sie selbst der Beobachtung Mei­ner Gesetze ihren Eigensinn, ihre Bequemlichkeit, ihre Leidenschaften, ja sogar ihre Laster vorziehen. Da sie sie selbst nicht in die Tat umsetzen können, diese Lehre, die die Meine ist, schließen sie Kom­promisse für die andern. Ich habe es euch gesagt, und Ich wiederhole es für euch Menschen des 20. Jahrhunderts, die ihr nur eurer Befriedigung lebt: Ich werde nicht ein einziges Meiner Gesetze ändern, und wenn ihr sie nicht alle befolgt bis in ihre gering­sten Einzelheiten, werdet ihr alle zugrundegehen.»

«Ihr werdet bei allem [B 611], was ihr tut, niemals nach eurem Gutdünken handeln, euer Vergnügen und eure Befriedigung suchen können, und dabei vorgeben können, Mich zu lieben. Wer Mich aufrich­tig lieben will, muß all seinen Neigungen, seinen Wünschen entsagen und darf nie seine Befriedigung suchen, sondern muß alles tun und alles annehmen aus Liebe zu Mir. Nur wenn er so handelt, wird er bis zu Mir gelangen.»

«Von jetzt an bis zum Ende der Zeiten wird es viele falsche Propheten geben, die versuchen werden, euch zu überzeugen, daß sie es sind, die die wahre Lehre verkünden. Und ihr werdet solche falsche Propheten selbst unter den Meinen finden; das wird euren Weg noch schwieriger machen; denn der Zweifel wird in euer Herz eindringen. Aber seid sicher, daß wenn man euch nicht die Selbstverleugnung predigt, die Geduld in euern Prüfungen, die Erfüllung eurer Stan­despflichten, bis in die kleinsten Einzelheiten, und vor allem die Liebe zu Gott und euerm Nächsten aus Liebe zu Mir, dann lehrt man euch nicht die wahre Lehre.»

«Ich will, daß sich die Welt und vor allem die Prie­ster wohl darüber im Klaren sind, daß selbst wenn Ich es ihnen noch nicht fühlbar zeige, Ich ihren Wandel, ihr Benehmen verurteile. [B 612] Schlagt also Gewinn aus all diesen Warnungen, die Ich euch gebe. Das zeigt euch klar, daß Meine Liebe zu euch trotz euerm schlechten Benehmen Mir gegenüber den gerechten Zorn übersteigt, den die Flut der Schandtaten in Mir aufwühlt, die von der Erde zu Mir emporsteigt, wie eine Herausforderung an Meine unendliche Barm­herzigkeit.»

«Da Ich noch einmal geruhte, Mich zu euch berab­zuneigen und euch vor den unheilvollen Schicksals­schlägen zu warnen, die euer Anteil sein werden, wenn ihr euer Leben nicht ändert, so bitte Ich euch, macht keine tauben Ohren. Denn wenn ihr euch wei­gert, Mich heute zu hören, werde Ich euch euerm Schicksal überlassen, und die Gerechtigkeit wird die Stelle der Barmherzigkeit einnehmen. Dann wird Mein Gericht schrecklich und unerbittlich sein, und ihr werdet dagegen nichts tun können; denn es wird zu spät sein für euch.»

«Gehet denn in euch, solange noch Zeit ist dafür; denn Ich wiederhole es euch: die Zeit drängt, und bald werdet ihr über alles Rechenschaft abzulegen haben vor Meinem Vater. [B 613] Was werdet ihr Ihm vorzubringen haben, um eure Weigerung, Mich zu lieben, zu entschuldigen? Seht, Ich reiche euch die Arme, und Ich öffne euch Mein Herz, kommet zu Mir, und Ich werde alle eure Sünden vergessen im Aus­tausch gegen eine aufrichtige und totale Liebe. Mei­ne kleinen Kinder, Ich bitte euch darum, zwingt Mich also nicht, streng mit euch zu verfahren, die Ich euch so sehr liebhabe, trotz allem, was ihr euch Mir gegen­über habt zuschulden kommen lassen. Habt keine Furcht, es gibt keine Sünde, so groß sie auch sein möge, die Ich nicht nachlassen kann, wenn ihr Mir die aufrichtige Reue und den wahren Wunsch zeigt, aus euerm Leben eine Meiner Liebe dargebrachte im­merwährende Opfergabe zu machen.»

[B 614, 3. Mai 1955] «Ich will, daß diese Gedanken, die Ich dir übermittelt habe, sich überall in der Welt ausbreiten, damit alle darüber nachdenken und den Irrtum erkennen können, in dem die Welt versunken ist.»

«Alles was ihr in diesen Gedanken finden werdet, fordere Ich von jedem einzelnen Menschen, ungeach­tet seiner Klasse, seines Standes oder seiner Beru­fung. Wenn ihr nicht alles aufrichtig übt, was Ich von euch verlange, werdet ihr unwiederbringlich verlo­rengehen; denn rascher als ihr glaubt, werdet ihr vor Meinem Vater über die Werke eures Lebens Rechen­schaft ablegen müssen.»

«Beeilt euch also, Meine Kinder, die Zeit drängt. Nützt diese Gunst, die Ich euch erweise, alle und je­der, wer ihr auch seid, während Ich euch die Gele­genheit gebe, eure Sünden zu erkennen und sie auf­richtig zu bereuen.»

«Laßt hinter euch diese Vergnügen, selbst die harmlosen, und diese üblen Leidenschaften, die euch direkt in die Hölle bringen, und betretet den Weg der Buße, des Opfers und der Entsagung, der euch [B 615] mit Bestimmtheit zu Mir führen wird.»

«Vergeßt vor allem nicht, daß ihr nicht nur im Zu­sammenhang mit dem Verstoß gegen meine Gebote Opfer bringen müßt, sondern daß ihr vor allem auch auf das verzichten müßt, was euch erlaubt ist, wenn ihr zur Verminderung der Leiden beitragen wollt, die eine Folge eurer Sünden sind.»

Ich wollte das nicht schreiben, was Er mir sagte, da hat Er hinzugefügt:

«Wie kannst du vorgeben, Mich zu lieben, und da­bei dich weigern, Mir zu helfen, möglichst viele See­len an Mich zu ziehen, und allen Meine Gedanken und Meine Ansichten bekanntzugeben? Wenn du in dieser Weigerung verharrst, wirst du viele Seelen von Mir fernhalten; denn zahlreich sind die Seelen, die zu Mir zurückkehren werden aufgrund all dieser Schrif­ten, vor allem unter den Priestern.»

«Zu ihrem größeren Unglück werden es viele von ihnen leider ablehnen, an dies alles zu glauben; aber sie werde Ich ihrem Schicksal überlassen, [B 616] und wenn sie in das Grab der Schmerzen, des Stöhnens, der Leiden und der Tränen gesunken sein werden, wird ihnen der Verstand aufgehen, doch dann wird es für sie zu spät sein; denn es wird ihnen nicht mehr möglich sein, Mich zu lieben in dieser verfluchten Hölle, in der sie ewig wohnen werden. Und die größte Qual dieser Seelen wird es sein festzustellen, daß sie sich aus eigener Schuld ins Verderben gestürzt hat­ten, indem sie sich weigerten, auf Mich zu hören und Nutzen zu ziehen aus diesen Warnungen, die Ich ih­nen heute in Meiner unendlichen Barmherzigkeit und vor allem wegen Meiner großen Liebe zu den Sün­dern gebe.» …

* 147 *

[5. Mai 1955] «Mein Gott, ich verlasse mich in allem auf Dich, und Du hältst mich nicht wach!»

«Beim nächsten Mal wirst du dich hinknien. Du kannst jetzt schlafen, es ist 2 Uhr.»

[B 617] «Bist du nicht stolz auf dich? Ich jedenfalls bin es.»

«Du verlangst nicht viel»

«Ich verlange nie das Unmögliche; tue stets soviel wie eben möglich, und versuche nicht zu erfahren, ob es genug ist; Ich werde alles ergänzen, was dir abgeht. Liebe Mich, und sorge dich nicht um den Rest.»

* 148 *

Ich ging sehr schnell, als ich zu mir nach Hause zurück­kehrte, um beizeiten dort zu sein, Da hat Er mir gesagt:

«Willst du, daß Ich dir Flügel gebe, Kleine?»

«Ich bitte Dich nicht um gar soviel, Herr; doch gib, daß ich nicht zu spät ankomme», habe ich geantwortet.

* 149 *

[B 618] Ich war gegangen, um meine Heilige Stunde zu halten, aber ich konnte nicht persönlich beten, weil die Kirche voller Kinder war, die ganz laut beteten, und ich fragte mich, ob es Ihm gefalle, daß ich die gleichen Gebete spreche wie die kleinen Kinder.                    

«Das Gebet der Kinder ist (gerade) das Gebet, das Mir am teuersten ist. Dein Herz und deine kindliche Treuherzigkeit sind der Grund dafür, daß Ich dich so sehr liebe. Bist du nicht das kleinste und schwächste dieser Kinder? Versuche nicht, dein Herz zu ändern; du gefällst mir so.»

* 150 *

Ich dachte an das, was der Pater am Vortag hinsichtlich des Sparens gesagt hatte, und ich bat Ihn, mir sparen zu helfen, weil es notwendig sei.

«Ich würde Mich nicht gegen die materielle Absi­cherung erheben, wenn der Mensch in seiner Stumpf­sinnigkeit sich dieser Sicherheit, die ihm das Sparen bringt, nicht bediente, um sich von Mir zu entfernen, indem er sich in allem gänzlich auf sich selbst ver­läßt.»

«Übe das Sparen, nicht um dir dadurch eine Si­cherheit zu verschaffen, die dich vielleicht von Mir entfernen wird, sondern um den Armen und Elenden zu helfen, [B 619] die nicht nur nicht an die Zukunft denken (können), sondern nicht einmal für die Ge­genwart genug haben. Das Elend wäre nicht so groß in der heutigen Welt, wenn die Herzen nicht so egoi­stisch und so kleinlich wären, und wenn man sich nicht mit dem Vorwand, für die Zukunft vorzusorgen, weigern würde, jenen beizustehen, denen es am Not­wendigen in der Gegenwart fehlt. Täuscht euch je­doch darüber nicht; denn ihr werdet Rechenschaft abzulegen haben über all diesen überspannten, närri­schen Luxus und Komfort, dieweil euer Bruder nicht einmal ein Stück Brot hat, um seinen Hunger zu stil­len. Ihr lehnt es ab, den Überfluß herzugeben, wäh­rend ihr sogar das Notwendige mit denjenigen teilen müßtet, die nichts besitzen. Denkt wohl daran: ihr werdet nach dem Grad der Liebe und der Mildtätig­keit, die ihr eurem Nächsten aus Liebe zu Mir ge­schenkt haben werdet, gerichtet werden.»

* 151 *

[B 620, 7. Mai 1955] « Warst du erbost, Herr?»

«Glaubst du, daß Mein Zorn nicht zurecht besteht, Kleine? Überall wohin Ich blicke auf dieser Erde, sehe Ich nur erdverhaftete Herzen, so eingenommen von ihren Leidenschaften und von ihren Lastern, daß sie sich aufführen, als existierte Ich nicht. Nie haben sie auch nur einen Gedanken für Mich. Sie sind zu­frieden mit sich selbst, und wenn man sie handeln sieht, würde man glauben, sie seien für immer auf der Erde. Doch sie mögen sich vorsehen, alle die süchtig sind nach Genüssen, nach Vergnügen und selbst nach niedersten Lastern; denn Ich werde sie in ihrer Sünde überraschen; Ich werde sie schlagen, ohne Vorwar­nung, wie ein Donnerschlag, und in einem Nu werden sie Mir gegenüberstehen, ohne Mir eine einzige Ent­schuldigung vorbringen zu können. Denn wenn ihr euch vor Meinem Vater befinden werdet, [B 621] wird keine Zeit mehr dazu sein, eure Niedrigkeiten und eure Sünden zu entschuldigen oder zu verbergen; denn von aller Ewigkeit her kenne Ich euer Herz bis in die kleinsten Winkel hinein, und nicht einer eurer Gedanken ist Mir unbekannt.»

«Unsinnige Menschen, ihr glaubt, in Sicherheit zu sein, weil ihr dem Äußern nach in den Augen eurer Brüder als rechtschaffen und ehrbar geltet. Ihr ver­steckt euch, um euch euren Schändlichkeiten hinzu­geben; aber wenn auch eure Brüder nur eure Fassade kennen, so weiß Ich doch, was ihr wert seid, und ihr werdet Meiner Gerechtigkeit nicht entgehen können, die furchtbar sein wird. Ich wiederhole es euch: Mein Zorn ist groß, beeilt euch, Reue zu erwecken, wenn ihr nicht wollt, daß Mein Arm schwer auf euch la­ste; denn sonst wird es zu spät sein. An jenem Tag werden weder eure Klagen noch eure Flehrufe zu Mir empordringen können. Mein Herz [B 622] wird kalt sein wie Stein für euch; Ich werde euch dann das auf­tischen, was ihr Mir während eures irdischen Lebens aufgetischt habt: Haß, Verachtung, Gleichgültig­keit.»

«Es hat den Anschein, als ob auf der Erde große Frömmigkeit herrscht; aber wie viele leben aus die­sem Glauben, den sie zu besitzen scheinen, wenn man sie beten sieht? Die Gebete, das Lippengemurmel ge­fällt Mir nicht; es wäre besser für euch, weniger mit dem Mund zu beten, und dafür aus euerm ganzen Le­ben ein immerwährendes Gebet zu machen, indem ihr arbeitet, euren Nächsten und all die Widerwärtigkei­ten und die Leiden eures Lebens ertragt aus Liebe zu Mir, und vor allem, indem ihr die Vergnügen, die Ge­nüsse und die Befriedigungen all eurer Begierden flieht, und indem ihr euch selbst entsagt, um nur mehr für Mich zu leben.»

[B 623] »Mögen jene, die sagen: Schließlich ist das ja nichts Schlechtes, Gott verlangt nicht gar so viel, mögen sie sich in Acht nehmen und ihr Herz prüfen; denn ihre Gedanken sind falsch. Ich will kein halbes Maß; Ich fordere alles; denn vergeßt es nicht: Ich habe euch auf die Erde gesetzt, damit ihr an jedem Tag eures Lebens darnach strebt, die gleiche Heilig­keit zu erlangen wie Ich. Habe Ich es euch nicht ge­sagt in der Vergangenheit: ‹Seid vollkommen wie euer himmlischer Vater vollkommen ist›.»

«Selbst für die Genußsüchtigen des 20. Jahrhun­derts, denen das alles widerstrebt, gilt das noch im­mer. Ihr müßt versuchen, euch zu heiligen, und das jeden Tag mehr; denn, wenn ihr so heilig sein werdet, wie man heiliger nicht mehr sein kann, werdet ihr noch nicht einmal Mein Schatten sein. Vor allem ver­laßt euch nicht auf euch selbst; denn ihr würdet nie dahin gelangen. Lernt, euch Mir anzuvertrauen in al­lem, [B 624] selbst in den für euer Leben notwendigen materiellen Dingen, und ihr werdet niemals an irgend etwas Mangel leiden.»

«Zeigt Mir ein bißchen Glaube und Vertrauen, und Ich werde euch alles geben, dessen ihr bedürft, um zu Mir zu gelangen, das einzige, was euch interessieren soll hier unten. Denn alles übrige ist Nichtigkeit und ist nicht der Mühe wert, sich darüber aufzuhalten. Glaubt Mir, Meine Kinder, Ich bin der Weg der Wahrheit, und das ist der einzige Weg, der euch zum wahren Leben führen wird.»

«Wenn Ich schon alles fordere vom Weltmenschen, so fordere Ich noch mehr von den Priestern; denn sie habe Ich auserwählt aus den andern, um Meine Barke in den guten (richtigen) Hafen zu steuern. Sie müssen mit ihrem Wandel den anderen ein Beispiel geben, indem sie sich bis in die kleinsten Einzelheiten selbst an Meine geringsten Gesetze halten. Mögen alle diese Priester, die sich leidenschaftlich ereifern für den Sport, das Theater, das Auto, die Getränke, die Ge­schöpfe, endlich die Vergnügen, die Befriedigungen aller Art, die Verantwortung, die auf ihnen lastet, alles wohl überlegen und abwägen.»

[B 625] «Ich habe die Priester in die Welt hineinge­stellt, damit sie die Welt erleuchten und sie zu Mir führen, und nicht, damit sie sich auf die Stufe der Welt erniedrigen, indem sie nach allen Vergnügun­gen jagen. Ich sage euch: alles, was nicht dazu bei­trägt, euch Mir näherzubringen, entfernt euch von Mir. Meidet es also, und tut nichts, was ihr nicht tun könnt aus Liebe zu Mir. Ich habe euch das Leben ge­geben, die größte Wohltat, und Ich erhalte es euch alle Tage. Wie viele denken daran, Mir dafür zu dan­ken? Ich habe euch alles gegeben, und Ich empfange dafür nur Verachtung und Gleichgültigkeit und manchmal sogar Haß.»

[B 626] «Meine Barmherzigkeit ist unendlich; aber bald wird keine Zeit mehr sein für die Barmherzig­keit, und wenn ihr alle, wer ihr auch seid, euer Leben nicht bessert und nicht Buße tut zur Sühne für alle eure Sünden, werde Ich Meinen Zorn ausbrechen las­sen gegen den herzlosen, egoistischen und genuß­süchtigen Menschen, und die Oberfläche der Erde wird wie ein verzehrendes Feuer werden, und die Welt wird sich selbst vernichten.»

«Haltet also an, alle, um nachzusinnen und den Weg wieder unter die Füße zu nehmen, auf dem ihr gehen müßt, um Mir zu gefallen. Säumet nicht; denn morgen wird es vielleicht zu spät sein für euch.»

«Ich will, daß alles, was Ich dir sage, überall in der Welt verbreitet wird und alle Gesellschaftsklassen, ohne Ausnahme, erreicht.»

«Es ist nicht notwendig für dich, Kleine, daß du gern schreibst, was Ich dir sage. Alles, was Ich von dir verlange ist, es aus Liebe zu Mir zu tun. Denn Meine Ansichten sind nicht eure Ansichten, und das wird (auch) nie der Fall sein können. Alles, was Ich von dir verlangen werde, wird dir stets mißfallen; denn wenn Ich irgendeine Möglichkeit gesehen hätte, daß es dir gefallen könnte, und daß du es schließlich [B 627] aus Zuneigung tun würdest, hätte Ich dich nicht auser­wählt, um Meine Gedanken zu übermitteln, die dazu dienen werden, Mir die Seelen näherzubringen. Du wirst es immer als störend, widerwärtig empfinden, ge­zwungen zu sein, das niederzuschreiben, was Ich dir sage, weil es deine Freiheit einschränkt und dich auch mehr an Mich kettet. Gewohnt wie du es bist, nach allen deinen Launen zu handeln, ohne je irgend jemanden zu Rate zu ziehen, wird es für dich immer ein Leiden sein, dich unterwerfen zu müssen. Du wirst viel leiden, Kleine, doch du wirst nie den Grad der Schmerzen erreichen können, die Ich für dich in der Vergangenheit wegen deiner gänzlichen Nachlässig­keit, deiner Leichtfertigkeit und deiner Sorglosigkeit Mir gegenüber ertragen habe.»

«Denke gut über all das nach, Kleine, was Ich dir seit einem Jahr gegeben habe, denn, wenn Ich nicht eingegriffen hätte, wärst du (jetzt) noch keinen Schritt weitergekommen Was wäre aus dir geworden, Kleine? Du verdankst Mir alles, und vor allem vergiß nie, [B 628] daß Ich dir alles gegeben habe ohne ir­gendein Verdienst deinerseits; du warst die Unwür­digste von allen.»

«Vergiß es nicht: du bist nichts; aber aus diesem Nichts, das du bist, werde Ich eine größere Verherrli­chung ziehen.»

«Du verstehst nichts, Ich weiß, und du wirst niemals etwas verstehen. Denn der weiseste Mensch der Erde besitzt nicht ein Quentchen Meiner Intelligenz; das ist der Grund dafür, daß Meine Ansichten niemals übereinstimmen werden mit denjenigen der Men­schen. Ich verlange von euch nicht, Mich zu verste­hen, sondern Meinem Willen zu gehorchen, ohne zu verstehen, aus Liebe zu Mir. Das ist alles, was Ich will; Ich werde Ersatz bieten für alle eure Unfähigkeiten.»

«Der Mensch muß aus dem Stolz heraustreten, der ihn ins Verderben stürzt, und er muß anerkennen, daß er gänzlich von Mir abhängt; [B 629] denn ohne Mich könnt ihr nichts tun.»

«Für denjenigen, der euch mit Wohltaten und Ge­schenken überhäuft, habt ihr doch viel Hochschät­zung. Warum kennt ihr dann Mir gegenüber, der Ich euch alles gegeben habe, selbst den letzten Tropfen Meines Blutes, nur Verachtung und Gleichgültig­keit?»

«Warum wollt ihr euer Herz und eure Hoffnung auf den Menschen setzen, der nichts ist neben dem Schöpfer? Seid ihr so blind, daß ihr das Geschöpf vom Schöpfer nicht mehr unterscheiden könnt? Wehe euch dann, denn euer Los wird furchtbar sein, und ihr werdet vor Schrecken zittern. Wenn die Zeit für euch kommt, Rechenschaft abzulegen, werdet ihr nicht dem Menschen Rede und Antwort stehen müßen, den ihr Mir vorgezogen haben werdet, sondern Gott, den ihr euer ganzes Leben lang gering geschätzt, verach­tet und verhöhnt haben werdet, indem ihr euch wei­gertet, euch Meinen Gesetzen zu unterwerfen und Mich zu lieben, wie Ich geliebt werden will.»

«Sinnet nach, ihr alle, Meine Kinder, und seht, wie unendlich Meine Liebe zu euch ist, da Ich geruhe, Mich zu euch hinabzuneigen und euch vor dem Un­heil zu warnen, das über den Menschen schwebt, wenn ihr das Leben nicht ändert und wenn ihr Mir nicht den Platz gebt, der Mir zukommt in euerm Le­ben und in euern Herzen. Bleibet nicht taub gegen­über dem Anruf Meines Herzens, und nützt Meine Barmherzigkeit, solange noch Zeit dazu ist. Wartet nicht, bis eure Sünden Mich zwingen, mit euch streng zu verfahren; denn dann wird es zu spät sein für euch, umzukehren. Die Zeit der Barmherzigkeit wird für immer zu Ende sein, und die Gerechtigkeit wird an ihre Stelle treten. Denket wohl daran, Meine Kinder; denn es wird für die ganze Ewigkeit sein.»

* 152 *

[B 631, 8. Mai 1955] Ich war in der Kirche zu meinem Sonntagsbesuch; ich hatte meine Lippen geschminkt, denn nachher mußte ich zu meiner Mutter gehen. Er hat gesagt:

«Unter dem Anschein einer modernen Frau, die sich allen Kaprizen des Weltgeistes fügt, habe Ich Mühe, Mein kleines Kind zu erkennen.»

Er hatte ein trauriges und vorwurfsvolles Aussehen. Ich hätte fähig sein wollen, Seinem Blick zu entfliehen; mir war nicht wohl, und es tat mir weh, Ihm ein Leid an­getan zu haben. Ich wußte nicht, was ich sagen sollte. Ich habe begonnen, meinen Rosenkranz zu beten, und da ist plötzlich eine Frau von außerordentlicher Schönheit vor meinem Geist erschienen, und sie hat zu mir gesagt durch eine Art von Sprechen, im Innern meines Her­zens; – ich habe geglaubt zu hören):

«Du wirst dich Seinem Willen fügen müssen, da Er Seine Augen auf dich gerichtet hat; doch beruhige dich, Meine kleine Tochter, selbst die aus Liebe zu Ihm ertragenen größten Leiden [B 632] werden zu Freuden, die sich mit keinen anderen vergleichen las­sen.»

«Tröste Du Ihn; ich kann es nicht», habe ich der Hei­ligsten Jungfrau gesagt.

«Diesen Schmerz hast du ihm verursacht; du allein kannst ihn aus Seinem Herzen nehmen.»

* 153 *

Ich sagte nach der Kommunion: «Mein Gott, ich liebe Dich, doch mehre meine Liebe», da habe ich gehört:

«Weißt du, was du sagst, wenn du sprichst, du liebst Mich? Bist du sicher, daß du Mich liebst? So viele Leute versichern Mir, daß sie Mich lieben, und den­noch, schau sie an. Sie können sich nicht lösen von all ihrem Eigensinn, tun alles nach Wunsch und Laune, und wenn man von ihnen ein Opfer verlangt, finden sie das übertrieben; man müsse ja schließlich ent­sprechend den Erfordernissen des Zeitalters leben, die Sitten der Welt hätten sich fortentwickelt, und man müsse sich ihnen unterziehen, [B 633] selbst wenn sie Meinen Gesetzen und Meinen Wünschen entgegenstünden. Man macht Mir Glaubens- und Liebeserklärungen, die nur von den Lippen kommen. Das Herz jedoch ist zersplittert, offen für dies und das, für Lappalien, Bagatelle. Man verweichlicht sein Herz und seinen Geist, indem man sich jede Bequem­lichkeit gewährt, indem man all seine Begehrlichkei­ten befriedigt, und wenn die Zeit kommt, die Sünde zu meiden, die tödlich ist für die Seele, bringt man nicht den erforderlichen Mut auf, sich davon fernzuhalten, und man läßt sich hineinschlittern, bis es ein Dauer­zustand wird. Wenn ihr wüßtet, was eine einzige Tod­sünde zerstören kann in einer Seele! Kein einziges leibliches Übel kann dem Körper soviel schaden wie eine einzige Todsünde der Seele. Sie vergiftet sie mit einem Übel, das sie verschlingt und gänzlich aufzehrt, wenn ihr nicht den Mut habt, euch ihr zu entwinden und die erforderlichen Mittel anzuwenden, um euch davon fernzuhalten.»

[B 634] «Wenn ihr Mich nur hören und verstehen wolltet, daß Mich einzig Meine große Liebe zu euch allen dazu drängt, euch ein weiteres Mal vor den Gefahren und den Unheilsschlägen zu warnen, die über der Welt schweben, weil die moderne Welt sich wei­gert, Mir den Platz zu geben, der Mir gebührt. Man liebt Mich, wenn man daran denkt, oder wenn man anderswo nicht mehr lieben kann. Man gibt Mir die Reste. Ich will nichts von einer mittelmäßigen Liebe, ohne Wärme, die man kleinlich bemißt, aus Furcht, zuviel zu geben. Diese Liebe widert Mich an und macht Mich wütend; denn wenn ihr so handelt, spot­tet ihr Meiner und macht die große Liebe lächerlich, die Ich euch erwiesen habe, indem Ich starb, um euch zu retten.»

«Es nützt nichts, Mich mit schönen, unbedeuten­den Phrasen zu überhäufen; Ich will wahre, aufrichti­ge und gelebte Liebe. [B 635] Ich will, daß Ich in jeder eurer Taten einen Beweis der Liebe zu Mir erblicken kann. Blind wie ihr alle seid, lauft ihr in euern Unter­gang; denn alles, was ihr Mir auf Erden vorgezogen haben werdet, wird euch unheilbar verderben. Öffnet die Augen, bevor es zu spät ist, und ergreift diese Hand, die Ich euch reiche, um euch auf dem Weg zu leiten, der euch zum Leben führen wird. Alle diese Leidenschaften und diese sinnlichen Vergnügen, an die ihr euch verliert, werden euch ebenso sicher töten wie das tödlichste Gift. Ihr seid alle tot, und ihr wißt es nicht. Es gibt mehr lebende Kadaver auf der Erde als unter der Erde.»

«Wachet auf aus dieser Erstarrung, in der ihr euch befindet. Öffnet eure Ohren. Hört Mich, Ich sage es euch: die Zeit drängt. Beeilt euch, zu verstehen, wo euer Gut ist. [B 636] Kehrt aufrichtig um zu Mir, mit dem festen Wunsch, ein neues Leben zu beginnen, das gänzlich aus Liebe zu Mir besteht. Ich wiederhole es euch: um Mich zu lieben, wie Ich will, daß ihr Mich liebt, müßt ihr auf alles verzichten, was euch gefällt; ihr müßt euer Herz von allem losschälen, was nicht Ich bin. Ich wiederhole es euch: Ich will kein halbes Maß. Ich will euer ganzes Herz oder gar nichts.»

«Tut nie etwas zu eurem Vergnügen, sondern aus Liebe zu Mir, und was ihr nicht aus Liebe zu Mir tun könnt, tut es nicht. Vergeßt nicht, daß Mir die kalten und gleichgültigen Herzen, auch wenn sie Meine Ge­setze nicht (ausdrücklich) übertreten, ebenso sehr mißfallen, wie die Herzen derjenigen, die Meinen Ge­setzen keine Beachtung schenken.»

«Ich will Liebe. Ich bin der Einzige, der würdig ist, geliebt zu werden. Wann werdet ihr es zugeben?»

«Ich bin es überdrüssig, zu warten und Geduld zu üben. Kehrt um zu Mir. Gebt Mir diese Liebe, die Mir gehört. Nützt Meine Barmherzigkeit aus, solange noch Zeit ist dazu. [B 637] Früher als ihr glaubt, wer­det ihr vor Mir erscheinen müssen. Einzig die ein­dringlichen Bitten Meiner Mutter, die sich nicht da­mit abfinden kann, euch angesichts eures schuldhaf­ten Wandels, alle getroffen vom Blitzschlag Meines Zornes, der in Meinem Herzen aufsteigt, verlorenge­hen zu sehen, hindert Mich daran, euch unverzüglich zu bestrafen, wie ihr es verdientet. Aber Ich wiederho­le es: beeilt euch, die Zeit drängt. Mein von euern La­stern, euern Sünden, eurer Gleichgültigkeit und eurer Verachtung schmählich gekränktes Herz schreit nach Rache, und bald werde Ich Meinem Zorne freien Lauf lassen, und dann werdet ihr alle, ihr Menschen mit verdorbenem und betrügerischem Herzen, wün­schen, niemals geboren zu sein, so schrecklich wird Mein Zorn sein. Gebt acht, hütet euch. Verlaßt euch nicht auf die Länge der Zeit. Die Zeit ist kurz, und ohne daß ihr eine Handbewegung tun könnt, um es zu verhindern, [B 638] wird Mein rächender Arm auf euch niederfahren.»

«Ihr werdet euch beklagen, und ihr werdet stöhnen; doch es wird zu spät sein. Mein Herz wird sich für immer verschlossen haben, und die Gerechtigkeit wird an die Stelle der Barmherzigkeit getreten sein, die ihr heute zurückweist, verblendet wie ihr seid vom Stolz, dieser Krankheit, die die Herzen zerfrißt und so viele Seelen fern von Mir untergehen läßt.»

* 154 *

[10. Mai 1955] Als Antwort auf die gestellte Frage, ob der Prozentsatz bezüglich des Klerus, der früher angegeben wurde, sich auf die Diözese, auf das Land oder auf die ganze Welt beziehe:

«Auf welche Kategorie sich dies bezieht? Auf alle, vom Weltpriester bis zum Ordenspriester, vom Un­tergebenen bis zum Führer; mögen alle und jeder daraus Nutzen ziehen; denn ihr werdet nie genug hei­lig sein. Das wird dazu dienen, die einen vor den furchtbaren Strafgerichten zu warnen, die sie bedro­hen, wenn sie ihr Leben nicht ändern, und die Kalten und die Nachlässigen zu erwärmen, indem es sie ein­lädt, sich zu entsagen und Mich aufrichtig zu lieben, die anderen wird dies ermutigen, auszuharren [B 639] und sie daran hindern, aufzugeben, wenn sie manch­mal versucht wären dazu. Von allen und von einem jeden fordere Ich den totalen Verzicht auf die Welt und auf alles, was sie beinhaltet. In allem und überall muß Ich ihr einziges Ziel und ihre einzige Liebe sein. Alles was nicht zu Mir strebt, wird ihnen stets zum Schaden gereichen.»

* 155 *

Ich war in der Messe, und plötzlich ist die gleiche Person wie am Sonntag in meinem Geiste erschienen und hat die Gebärde gemacht, wie wenn sie mir die Wange lieb­koste, indem Sie sprach:

«Meine kleine Tochter.»

Zu mir habe ich gesagt: «Wie bist Du schön», und lä­chelnd hat Sie gesagt:

«Und Ich habe Meine Lippen nicht geschminkt, weißt du.»

[B 640] Ich wandte mich um, um zu sehen, was Er sa­gen würde. Er hat gelächelt und gesagt:

Ich bin nicht eifersüchtig auf Meine Mutter.» …

* 156 *

[12. Mai 1955] «Was tust du, um den Schmerz zu tilgen, den du Mir seit einigen Tagen mit deiner Ungläubigkeit, [B 642] mit deinem Mangel an Vertrauen und deiner Angst vor der Lächerlichkeit zufügst, die dich hindern, dich Mir völlig anheimzugeben? Was war­test du, Kleine, da Ich da bin? Was kannst du befürch­ten von der Welt? Niemand vermag etwas gegen dich; denn Ich werde über dich wachen. Man wird dich kri­tisieren, dich verlachen, dir Leid bereiten können; aber das hat wenig Gewicht, da Ich dich liebe und du Mich liebst. Die Welt, sie wird dich nicht lieben kön­nen. Denn wenn du geliebt und umschmeichelt wer­den willst von der Welt, wirst du darauf verzichten müssen, von Mir geliebt zu werden, denn du wirst niemals beides auf einen Nenner bringen können, die Welt und Mich. Wie das Feuer und das Wasser, der Tag und die Nacht sich nie vereinen werden, ebenso ist es mit der Welt und Mir. Es ist der Irrtum, in dem die Mehrheit der Welt befangen ist.»

«Man möchte Mich wohl lieben, jedoch anderseits will man der Welt und ihrem Geist nicht entsagen, [B 643] Der Weltgeist ist Mein größter Feind; denn er ist der Geist Satans. Dieser wird sich immer anstren­gen, euern Augen die Vergnügen, die Genüsse, die Befriedigungen aller Art vorzuspiegeln, mit dem al­leinigen und einzigen Zweck, euer Herz und euern Geist mit Beschlag zu belegen und euch so daran zu hindern, euch Mir zu nähern. Paßt auf, Meine Kinder, der Geist der Welt ist heuchlerisch und heimtückisch.

Unter der Lehre des Erlaubten bietet er euch den Prunk an, die Verschwendung, die Behaglichkeit und die Befriedigung aller eurer Lüste und aller eurer Wünsche; doch Ich, Ich sage euch: «Wenn ihr euer ganzes Leben hindurch euern Willen getan und euern Gelüsten gefrönt habt, werdet ihr nicht zu Mir gelan­gen; denn ihr könnt nicht euch in allem befriedigen und zugleich Meiner Liebe Genüge tun.»

«Wenn euch eine einzige Todsünde daran hindert, die Pforten des Himmels zu durchschreiten, wieviel mehr, so sage Ich euch, wird dann die Gleichgültig­keit [B 644] und die Anhänglichkeit an alles Geschaf­fene genügen, euch dieses Tor zu verschließen. Ihr müßt, um bei Mir zugelassen zu werden, alle Tage eures Lebens versuchen, euch von allem Geschaffe­nen loszuschälen und euch zu Mir zu erheben.»

«Demjenigen, der sein ganzes Leben lang alle An­strengungen unternommen haben wird, um sich von allem zu lösen, dem werde Ich, selbst wenn es ihm nur zur Hälfte gelungen ist, die Tore Meines Königrei­ches öffnen, da er jeden Tag sein Möglichstes getan haben wird.»

«Ich kenne eure Schwäche; fürchtet euch nicht, Meine Kinder, Ich werde nie mehr von euch verlan­gen, als ihr geben könnt. Indes, nehmt euch in Acht; denn Ich durchforsche die Herzen, und nichts ist Mir unbekannt. Was jenen betrifft, der sich – ohne Mich zu beleidigen – alle Behaglichkeiten gewährt, aus al­len Fleischesfreuden Profit geschlagen haben wird, selbst wenn sie gestattet sind (denn auch darin müßt ihr euch abtöten, da ihr euer Herz und euern Geist nicht erheben könnt, wenn ihr euerm Fleisch unter all ihren Spielarten die Befriedigung gewährt), demjeni­gen also, der sich sein ganzes Leben lang gesagt ha­ben wird: ‹Es ist doch schließlich nicht verboten; ich tue niemandem etwas Schlechtes, man muß doch le­ben, [B 645] wenn ich nur zur Messe gehe am Sonntag und an den Feiertagen, wenn ich nur meinen Zehnten bezahle und den Fürsorgewerken etwas gebe, bin ich ein guter Christ, und ich bin Gott ohne Zweifel wohl­gefällig›, wohlan, diesem und allen Seinesgleichen sage Ich: ‹Ihr seid Mir nicht wohlgefällig, ihr ekelt Mich an; denn alles, was ihr tut, tut ihr wie etwas, was ihr unter allen Umständen tun müßt, weil ihr sonst fürchten müßtet, bestraft zu werden.› Wo ist eure Lie­be zu Mir in euerm ganzen Leben? Sie existiert nicht, und Ich wiederhole es: ‹Wenn ihr Mich nicht mehr liebt als die, die zu euerm Lebenskreis gehören: Va­ter, Mutter, Brüder, Schwestern, gefallt ihr Mir nicht, und wenn ihr aus Liebe zu Mir nicht allen euern Be­friedigungen, euern Lüsten, euern Vergnügen entsa­gen könnt, mißfallt ihr Mir gewiß, und Ich werde euch fern von Mir verstoßen.› Denn, vergeßt es nicht: [B 646] ihr werdet nach der Liebe gerichtet werden, die ihr für Mich empfunden haben werdet.»

«Um Mir zu gefallen, müßt ihr Meinen Willen tun. Ihr müßt eure Standespflicht erfüllen; ihr müßt allem entsagen aus Liebe zu Mir.»

«Anstatt eure Zeit zu verlieren in Theatern, in Grill-Parties, auf unnützen Reisen, kurz bei Zerstreuungen, die euch die Welt bietet, wäre es besser für euch, eure Mußestunden und die Zeit, die ihr frei habt, damit auszufüllen, Kranke zu besuchen, das Los der Armen zu erleichtern, jene zu trösten, die leiden, und euern Eltern und euern Nächsten zu helfen, wenn sie in Schwierigkeiten sind.»

«Es gibt so viel Elend in der Welt, und so rar sind die freigebigen und selbstlosen Herzen, die bereit sind, ihre Zeit und ihr Geld zu opfern, um Linderung zu bringen. [B 647] Indes, Meine Kinder, ohne die Lie­be Gottes und die Nächstenliebe werdet ihr nicht in Mein Königreich eingehen. Ihr seid nicht auf der Erde, um euch zu befriedigen, sondern um euch zu heiligen, und ohne Entsagung und Selbstverleugnung ist keine Heiligung möglich. Ich fordere das von allen Menschen ohne Ausnahme, vom Ärmsten bis zum Reichsten, vom Unwissendsten bis zum größten Wei­sen, vom kleinen Diener bis zum größten König, der Erde. Meinen Priestern, vom einfachsten Vikar bis zum höchsten Würdenträger, sage Ich: daß ihr üben müßt, was Ich euch lehre, und zwar bis in die klein­sten Einzelheiten. Ich will, daß ihr der Welt das Bei­spiel der vollkommensten Nächstenliebe und Gottes-liebe gebt und vor allem aber der Entsagung gegen­über der Welt und ihrem Geist. Mögen alle diese Prie­ster, die sich nichts versagen, die sich in den Prunk und die Behaglichkeit einhüllen, in Acht nehmen; denn das Beispiel, das sie jenen geben, die um sie sind, ist unheilvoll für diese Seelen. Ich sage euch: [B 648] Ihr werdet Rechenschaft abzulegen haben über all diese Seelen, die verloren gehen werden, weil ihr nicht genug entsagt und weil ihr es vorgezogen haben wer­det, euch den Ansprüchen der Welt zu beugen, anstatt Meine Gesetze zu beachten.»

«Es genügt nicht, Meine Lehre von der Kanzel her­unterzudonnern und mit schönen Predigten das Gemüt zu rühren; ihr müßt sie vor allem dadurch lehren, daß ihr sie selber übt, jeden Tag eures Lebens.»

«Wie könnt ihr hoffen, daß die Welt die Nächsten­liebe praktiziert und den Verzicht auf die Güter der Erde, wenn ihr Priester, die ihr damit beauftragt seid, [B 649] Mich zu vertreten, euch die Erfüllung eurer eigenen Wünsche zugesteht, im Auto euch den Luxus unnützer Reisen leistet, euch leidenschaftlich für das Fernsehen begeistert, für das Radio, den Sport, kurz für alle Vergnügen, selbst für jene, die verboten sind?»

«Ihr entschuldigt euer Benehmen damit, daß ihr sagt, ihr wärt Menschen wie alle anderen. Ich jedoch sage euch: Ich will nicht, daß ihr wie die anderen seid; Ich habe euch aus den anderen erwählt, damit ihr anders werdet als die anderen, durch euer stren­ges, kasteites Leben, bar aller Verstellung und ent­blößt von allem, was euch nicht zu Mir führen kann.»

«Überlegt es gut. Mein Zorn ist groß angesichts des Wandels der Meinen. Wenn die Welt verlorengeht, wird es wegen eurer Weigerung sein, euch Meinem Willen zu unterwerfen. [B 650] Ihr werdet niemals et­was erhalten von der Welt, wenn ihr euch nicht selbst heiligt, und Ich sage euch, daß, wenn sich die Welt nicht ändert, sie für immer und ewig verlorengehen wird.»

«Laßt ab von den nutzlosen Festgelagen, während derer ihr nichts tut, was Mir nützlich wäre, und befaßt euch mit den Armen, den Schwachen, den Notleiden­den, vor allem mit jenen kranken Seelen, die allein niemals wieder ihren Weg finden könnten. Alle diese verirrten Seelen, die fern von Mir sind, warten auf den mildtätigen Arm, der ihnen hilft, wieder aufzustehen und den Weg wieder unter die Füße zu nehmen, der zu Mir führt. Hier ist eure größte Pflicht: alle verlore­nen Schafe, die da und dort dahinvegetieren, zu Mir zurückzuführen.»

«Beeilt euch also, das zu tun, was Ich von euch er­warte, und überlaßt den Toren, die nicht begreifen wollen, all die Vergnügen der Welt und all diese Nebensächlichkeiten, die das Herz und den Geist vergif­ten und sie von Mir entfernen.»

«Ich will daß ihr euch, wenn ihr auch auf der Erde, in der Welt, lebt, so verhaltet, als ob ihr nicht darin lebtet, indem ihr euch dessen, [B 651] was es in der Welt gibt, nur zu eurem Heil bedient.»

* 157 *

Für jene, welcher ich es angetragen hatte, sich von Ih­nen, mein Pater, führen zu lassen, hat Er mir gesagt:

«Wenn sie es vorzieht, den größten Schatz zu ver­passen, den es möglich ist auf Erden zu finden, anstatt den Mut zu haben, sich zu bücken und ihn aufzuhe­ben, so ist das ihre Sorge und nicht die deine. Gräme dich nicht, Kleine. Diejenigen, die die Gnade abwei­sen, wenn Ich sie ihnen auf so handgreifliche Weise anbiete, werden Mir dafür Rechenschaft ablegen müssen.»

«Was die Stunde betrifft, die mit Mir zu verbringen Ich dich gebeten habe, so füge dich in allem dem, was dir derjenige sagen wird, den Ich dir gegeben habe, auf daß er dich führe. Selbst wenn es dir scheint, daß du nicht die Kraft haben wirst, weil du müde bist, beunruhige dich also nicht, Kleine; Ich werde dir die­se Kraft geben: denn wenn Ich dich dir selbst überlie­ße, könntest du nicht einmal aufstehen.»

[B 652] «Suche nicht, deinen Zustand zu kennen; sei geduldig; warum die Eile, alles zu wissen? Was kümmert es dich zu erfahren, was mit dir geschehen wird, kleine Tochter; verlaß dich diesbezüglich auf Mich. Hast du dich nicht im voraus mit dem, was Ich dir schicken werde, und mit der Art Meiner Entschei­dung einverstanden erklärt? Du kannst jetzt nicht mehr zurückweichen, kleines Kind.»

«Vor allem, füge Mir nicht die Beleidigung zu, an Mir zu zweifeln. Wie wirst du die Schläge ertragen können, wenn du viel wirst leiden müssen, wenn du (jetzt) schon zweifelst, Meine kleine Tochter? Beun­ruhige dich also nicht, und suche nicht vergeblich nach dem Grund dieser großen Müdigkeit, die du manchmal in deinem ganzen Wesen fühlst; sie kommt von Mir. Hast du nicht angenommen, die Lei­den Meines von so vielen Leuten gemarterten, schmähten und verhöhnten Herzens zu teilen? Arme kleine Tochter, Ich gebe dir den kleinsten Teil Meiner Leiden. [B 653] Diese Müdigkeit deines Leibes ist ein wenig von der Meinen. Dieser Überdruß und dieser Ekel deines Herzens sind ein Partikelchen dessen, was Ich fühle angesichts der Haltung der Welt und vor allem der Priester Mir gegenüber.»

«Ich bin es satt, auf all diese Gleichgültigen und Sorglosen zu warten, die nur zu ihrem Vergnügen statt für Mich leben. Wirst du dich beklagen, wenn Ich von dir verlange, Meine Pein und Meine Leiden zu teilen? Ist es zuviel verlangt von dir; Kleine? Es gibt so wenige, die Mich wirklich lieben, und die be­reit sind, alles für Mich zu ertragen. Hast du schon vergessen, was du Mich an Tränen und Leiden geko­stet hast? Undankbare kleine Tochter, ich überhäufe dich mit Gunsterweisen, und statt Mir zu danken, be­klagst und beschwerst du dich; liebst du Mich also nicht?»

[B 654] «Vergiß nicht, daß dich das Leiden, das du für Mich erträgst, enger mit Mir verbindet. Ich will, daß du, selbst wenn du glauben wirst, daß Ich dich verlasse, weil Ich nicht mehr zu deinem Herzen spre­chen werde, selbst dann nicht einen Augenblick an Meine Gegenwart bei dir zweifelst. Ich werde immer da sein, selbst wenn es dir scheinen wird, daß Ich nicht da bin. Du wirst Tage großer Dunkelheit zu durchgehen haben; du wirst dich verloren fühlen. Der Zweifel wird dein Herz und deinen Geist niederdrücken; du wirst dich allein und von allen verlassen fühlen, und du wirst glauben, daß auch Ich dich verlasse. Dem wird jedoch nicht so sein, Mein kleines Kind; Ich werde dich nie verlassen; fürchte nichts. Liebe Mich mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und allen deinen Kräften. Die Liebe deines kindli­chen Herzens ist ein gar süßer Trost für Mein von den meisten Menschen und selbst von meinen auserwähl­ten Seelen verachtetes Herz.»

[B 655] «Ich will, daß sich alles, was Ich dir gesagt habe, in der Welt verbreite, vor allem, daß die Priester des ganzen Universums Kenntnis erhalten von den Schriften, die an sie gerichtet sind. Es ist dringend, daß die Priester das werden, was sie alle sein müssen: Heilige, um der Welt dieses Jahrhunderts die Kata­strophen zu ersparen, die sie völlig vernichten wer­den, wenn ihr alle und jeder in euerm Leben Mir nicht den Platz einräumt, der Mir zukommt. Benutzt diese Warnung, die Ich euch gebe, weil ihr alle Meinem Herzen teuer seid. Wer weiß, es ist vielleicht das letzte Mal, daß es euch gegeben ist, eure Missetaten einzu­sehen und euch in euerm Leben, durch Opfer, Gebet und [B 656] Selbstverleugnung zu bessern, ehe der Tag kommt, da ihr vor Mir erscheinen müßt. Denn in dem Augenblick, da ihr es am wenigsten erwarten werdet, werdet ihr vor Mir erscheinen müssen, und ihr werdet Mir gegenüber Rechenschaft über euer gan­zes Leben ablegen müssen. Was werdet ihr Mir anzu­bieten haben, Meine armen Kinder, wenn ihr euer Leben nicht ändert? Beeilt euch also, erweckt auf­richtige Reue, und liebt Mich, wie Ich geliebt werden will; denn Mein Werk ist ein Werk der Barmherzig­keit und Liebe, vergeßt das nicht. Wartet nicht, bis es zu spät ist; denn früher als ihr glaubt, wird anstelle der Barmherzigkeit, die Ich euch heute anbiete, die Ge­rechtigkeit treten. Nutzt sie also, Meine Barmherzig­keit, Meine Kinder; denn davon hängt euer ewiges Glück oder Unglück ab, entsprechend der Wahl, die ihr treffen werdet; denn ohne euch werde Ich nichts tun für euch.»

«Ihr seid frei; Ich will euch nicht zwingen, Mich zu lieben, sondern Ich will, daß ihr Mich aus euch selbst ohne Zwang liebt, weil Ich der Einzige bin, der würdig ist, in euerm Herzen und in euerm Leben zu herr­schen; vergeßt das nie.»

* 158 *

Bei der Messe, sonntags, als vom Marienmonat gespro­chen wurde, hat Er gesagt:

[B 657] «Wenn du dich ein bißchen dazu zwingen würdest, könntest du dann nicht kommen?»

Ich entschuldige mich; ich hatte vergessen, dies zu schreiben; was mir (nun) plötzlich wieder in den Sinn gekommen ist.

* 159 *

[14. Mai 1955] «… Wenn Ich die Leute betrachte, emp­finde Ich einen Ekel angesichts ihres Betragens; denn zu oft führen sie sich auf wie ausgebrochene (wilde) Tiere, die nur darauf sinnen, ihre niederen Instinkte zu befriedigen, ohne auf die Mittel zu achten, derer sie sich bedienen, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Wenn man sie so handeln sieht, würde man meinen, sie besäßen keine Intelligenz (Vernunft).»

«Ich habe dem Menschen den Verstand gegeben, damit er sich seiner bedient, um seine Triebe zu be­herrschen, die sich nicht von denen des gewöhnlich­sten Tieres unterscheiden. Anstatt sich seines Ver­standes zu bedienen, zieht es der Mensch vor, sich zu erniedrigen, [B 658] indem er seine Sinne und seine Natur in allen Wünschen und Gelüsten befriedigt. Der Mensch hat den Sinn für seine Verantwortlichkeiten und seine Pflichten verloren. Er ist sogar soweit ge­kommen, daß er den Daseinsgrund Meiner Sakra­mente verfälscht.»

«Wenn Ich den Mann und die Frau in der Ehe ver­einigt habe, und wenn Ich die Ehe zur Würde eines Sakraments erhoben habe, so gewiß nicht, um dem Mann die Gelegenheit zu geben, sich in all seinen Leidenschaften zu befriedigen. Unsinnige, die ihr seid, selbst in der Ehe seid ihr nicht auf Erden, um euch zu befriedigen, sondern um euch zu heiligen. Nehmt es euch zu Herzen: Ich will von einem jeden von euch nichts anderes, als eure Heiligung in Eurer Berufung, welche die eure ist, und zwar mit den Mit­teln, die euch zu Gebote stehen.»

«Selbst in der Ehe dürft ihr nichts aus Neigung (Ge­schmack) oder zum Vergnügen tun. Wenn die Ver­einigung von Mann [B 659] und Frau aus Liebe zu Mir vollzogen würde und mit dem alleinigen Zweck, die Auserwählten zu vermehren, gäbe es auf der Erde nicht so viele unglückliche Kinder, die an allem Mangel leiden, zusammengepfercht in den Häusern des Elends, wo sie allen Gefahren und allen Lastern ausgesetzt sind.»

«Wehe euch allen, die ihr die Begierden eures Flei­sches nicht im Zaume halten könnt, und die ihr es vorzieht, eure niederen Instinkte zu befriedigen, ohne euch um die Folgen eurer Taten zu kümmern. Ihr müßt alle euer Fleisch abtöten, wenn ihr euch retten wollt; sonst werdet ihr alle zugrundegehen.»

[B 660] «Das muß aufhören, und die Welt muß sich ändern, sonst werde Ich Mich für eure Weigerung, Mich anzuhören, rächen. Höret auf, die Sakramente lächerlich zu machen, die euch nicht zur Zier zur Verfügung stehen, sondern um euch zu heiligen.»

«Das Bußsakrament, was macht ihr aus ihm? Die meisten bedienen sich dieses Sakraments wie der üb­rigen, oder dann, wenn man die Gewissensbisse nicht mehr aushalten kann. Man beichtet seine Sünden, ohne an das zu denken, was man sagt, und kaum ist man aus dem Beichtstuhl herausgetreten, fällt man wieder in die gleichen Laster zurück. Warum denn? Weil ihr alle Heuchler und Lügner seid; ihr habt in euerm Herzen nicht den geringsten Schimmer von Aufrichtigkeit und nicht den leisesten Wunsch, euch zu bessern, denn da, wo Ich Aufrichtigkeit sehe, gebe Ich stets die notwendige Kraft, dem Bösen zu wider­stehen und sich aus dem Griff der Laster zu befreien. Wehe euch! Wehe, Meine Kinder! Ihr habt alles, um euch zu retten, [B 661] um euch zu heiligen; Ich habe euch alles gegeben, und wenn ihr nicht dahin gelangt, tadelt niemand anderen als euch. Eure Verachtung der Sakramente wird euch teuer zu stehen kommen, macht euch darauf gefaßt.»

«Und die Eucharistie? Es ist in diesem Sakrament, in dem Ich am meisten Schmach und am meisten Be­leidigungen erfahre. In welcher Verfassung tritt man zu diesem heiligen Gastmahl herzu? Um dem Kir­chengebot zu genügen? Nein, sondern aus Routine; man muß doch tun wie jedermann. Man nimmt Mich auf in ein Herz, in dem Ich vom Gestank der Laster und der Sünden ersticke, die nicht getilgt sind, weil sie nicht bereut oder gebeichtet wurden, oder in gleichgültige Herzen, die nicht einen Augenblick in­nehalten, um an diese unendliche Gunst zu denken, die Ich ihnen erweise, [B 662] wenn Ich mich so tief erniedrige, daß Ich in ihre Herzen hinabsteige.»

«Wie viele dieser Herzen empfangen Mich mit Lie­be und Dankbarkeit? Die Welt denkt nicht genug darüber nach, was sie tut; das ist es, was sie ins Ver­derben treiben wird.»

«Man hat keine Zeit mehr, innezuhalten, um nach­zudenken und sein Herz zu durchforschen. Man hat gerade die Zeit, möglichst viele Genüsse zu verko­sten. Man empfindet einen schrecklichen Schmerz, wenn man ein Vergnügen oder eine «Party» verpaßt, doch Mir, der Ich verhöhnt, verachtet und verleugnet werde, welche Beachtung schenkt man Mir? Man kümmert sich nicht um Mich. Man behandelt Mich wie einen Gips- oder Wachs-Gott, der unempfindlich ist für alle Beleidigungen, die er erhält. Ich bin nicht unempfindlich. Mein Herz ist aus Fleisch wie das eure, und es leidet, seufzt und weint unter euern Schlägen. Doch seht euch vor: der Kelch fließt über; Ich kann nicht noch mehr ertragen. Mein Herz fühlt sich angewidert und ist erzürnt über euer Benehmen. Die Empörung wallt auf [B 663] in Mir, und Ich werde euch alle unerbittlich heimsuchen.»

«Einzig Meiner Mutter ist es gelungen, dieses ge­marterte Herz zu besänftigen und es dazu zu bringen, noch Geduld zu üben, indem Sie Mir sagte, daß die Welt sich bald ändern werde, daß Ich noch ein wenig abwarten solle, ehe Ich streng verfahre mit der herz­losen Welt, die sich lustig macht über Mich, indem sie Meine Gesetze ins Lächerliche zieht. Doch bald wird Mein Zorn ausbrechen; wehe dann euch allen, die ihr euch geweigert haben werdet, Mich zu hören.»

«Ich sage es euch: laßt ab von all euern Vergnügen, selbst von den harmlosen, entsagt euerm Eigensinn, euern Wünschen, euern Befriedigungen; tut Buße, kasteit euern Leib und euer Herz. Entsagt allen sinn­lichen Befriedigungen; denn wenn ihr nicht auf alles verzichtet zur Sühne für eure Sünden, und die Widerwärtigkeiten, die Mühsale, die Leiden nicht an­nehmt aus Liebe zu Mir, werde Ich nicht einmal den kleinen Finger rühren, um euch zu retten, und ohne Mich werdet ihr unrettbar verloren sein.»

«Beeilt euch, die Zeit drängt. Nutzt Meine Barmherzigkeit; denn Ich sage euch: Ich werde alle eure Sünden vergessen, im Tausch gegen eine auf­richtige Liebe und Reue. Profitiert also, Meine klei­nen Kinder, von dem, was Ich euch anbiete; denn dies ist vielleicht das letzte Mal, daß euch dieses Angebot gemacht wird. Die Zeit der Barmherzigkeit geht zu Ende. Es wird bald die Zeit der Rache und der Ge­rechtigkeit kommen.»

«Ich weiß nicht mehr, wohin Ich gehen soll, Ich, der Herr der Welt. Ich finde nirgends einen Zufluchtsort. Alle Herzen sind Mir verschlossen, oder man verwei­gert Mir den Zutritt, oder, wenn man Mich eintreten läßt, finde Ich einen kalten Ort, bar jeder Liebe. Im­mer stoße Ich auf Gleichgültigkeit, auf beißenden Spott, auf Verachtung, und sogar auf Haß. Siehst du, wie sehr Ich deines Herzens bedarf, kleine Tochter, um Mich darin zu verbergen und Mich vor all diesen Schlägen zu schützen, die die Welt Mir verabreicht?»

«Wenn Ich dein Herz habe, um Mich darin zu verbergen, werden Mir die Schläge weniger hart erscheinen, und die Beleidigungen weniger schmerz­lich. Du kannst es nicht abschlagen, Mich aufzuneh­men, du, Mein kleines Kind; Ich habe dir alles gege­ben; ist es nicht Gerechtigkeit heute, daß Ich alles von dir verlange? Ich brauche dich, Kleine. Ich brau­che so sehr Liebe, um die Verachtung auszugleichen, die Mir die Mehrheit der Menschen, selbst die auser­wählten Seelen, entgegenbringen. Ich kann Mich so­gar nicht einmal mehr auf die Herzen Meiner Priester verlassen, denn viele von ihnen sind ebenfalls vom Fieber dieses unglücklichen Jahrhunderts gepackt, eingenommen von allen Leidenschaften, von allen Lastern und allen Verbrechen.»

«Das größte Meiner Sakramente ist das der Prie­sterweihe. Im Grunde genommen sind es die Priester, die für die Mir am Nahestehendsten gehalten werden, weil sie Mich besser kennen. Was geschieht (aber) heute? Um die niedersten Leidenschaften ihres Her­zens zu befriedigen, zögern einige dieser Priester nicht, ihre Gelübde zu verleugnen, um sich allen Schandtaten hinzugeben. Erbärmliche Menschen! Ich werde euch unter Meinem Zorn zermalmen. Auf euch habe Ich Mein Vertrauen gesetzt; was tut ihr?»

[B 666] «Ihr nützt es aus, um Mich zu hintergehen. Mit eurer Feigheit und euerm schlechten Beispiel führt ihr die Welt in den Abgrund.»

«Haltet ein, es ist Zeit. Macht euch wieder auf den rauhen Weg, ohne jede menschliche Kompensation, auf den Weg, der der eure sein muß. Entsagt euch, ka­steit euch, und beeilt euch durch euer Beispiel und eure Ermahnungen die Herzen zu Mir zu führen.»

«Die Welt muß sich ändern, und zwar schnell; denn Meine Geduld erschöpft sich, und der Zorn wächst an in Meinem aufgrund der Unwürdigkeit und der Sorg­losigkeit jener erbitterten und verwundeten Herzen, die damit beauftragt sind, Mich der Welt bekanntzu­machen …».

* 160 *

[B 668, 16. Mai 1955] «Mögen alle diese Gleichgülti­gen, die glauben, daß weil sie ohne Sünde sind, sie nicht ein Mehrfaches zu leisten haben, um zu Mir zu gelangen, ihren Irrtum erkennen; denn wenn ihr Mich nicht aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele und mit allen euern Kräften während eures Lebens geliebt habt, werdet ihr niemals bis zu Mir gelangen. Ihr müßt allem entsagen, um Mir zu gefallen und um Mich zu lieben, wie Ich geliebt werden will von allen und je­dem, wer ihr auch seid, und welches auch eure Lage und Stellung sei in der Welt.»

«Ich wiederhole es euch: die Gleichgültigen, die Unbekümmerten und die Nachlässigen sind Mir nicht wohlgefällig, und Ich werde sie fortstoßen von Mir, wenn die Stunde der Gerechtigkeit kommt. Ich werde geradeso streng und unerbittlich sein mit ihnen, wie Ich es sein werde mit den verhärtetsten Sündern.»

«Entschuldigt euch also nicht, indem ihr sagt, ihr hättet keine Sünde. Wer von euch hat sich keine ein­zige Sünde vorzuwerfen? Er muß (auch) dann sein Leben damit zubringen, Buße zu tun, um diese Sünde zu sühnen, wenn er nur eine einzige in seinem Leben begehen sollte; denn vergeßt es nicht: ihr müßt selbst die geringste der Beleidigungen sühnen, [B 669] die ihr Mir zufügt, ehe ihr eingehen könnt in die himmli­sche Wohnung.»

«Beeilt euch also; denn nur diejenigen können bei Mir Aufnahme finden, die ihr ganzes Leben darauf abgestellt haben, Mich zu lieben, indem sie auf ihre Neigungen verzichteten, auf ihre Launen und auf ih­ren Willen, indem sie aus Liebe zu Mir die Mühen, die Schmerzen, die Widerwärtigkeiten, die Demütigun­gen aller Art angenommen haben.»

«Ihr könnt euch nicht allen euern Leidenschaften hingeben, im Luxus und Komfort leben, gar oft, indem ihr die Armen und die Notleidenden verachtet, die an eure Türe klopfen, und hernach vorgeben, Mich zu lieben.»

«Ihr seid Heuchler; denn wenn ihr Mich liebtet, würdet ihr nicht einen einzigen Augenblick so leben können, wie es euch beliebt, und es zulassen, daß euerm Bruder das Notwendigste fehlt, ohne das er nicht existieren kann.»

«Welch ein äußerst betrübliches und herzzerrei­ßendes Schauspiel für Mein Herz, diese Seelen, die, ohne Halt zu finden, in den Abgrund stürzen, wo sie für immer und ewig fern sein werden von Mir. [B 670] Der größte Teil dieser Seelen lebte dennoch nicht im Zustand der (Tod-)Sünde, sondern sie waren von einer verächtlichen Gleichgültigkeit Mir gegenüber und haben es vorgezogen, ihr ganzes Leben lang ihre eigene Befriedigung zu suchen, statt all ihren Eigen­sinnigkeiten zu entsagen und jeden Tag zu versuchen, sich Mir zu nähern, durch Verzicht auf das irdische Glück.»

Fortsetzung folgt!

_______

Quelle: „DER WEG, DER ZUM LEBEN FÜHRT – Das Tagebuch von Gaby, Band I – Offenbarungen JESU aus dem Jahre 1955 an eine kanadische Mutter und Hausfrau. Ein dramatischer Appell Gottes an die ganze Welt zur Umkehr, zur Buße und Sühne, ehe es zu spät ist … Eine erschütternde Warnung vor dem Schrecklichen, das unser harrt, wenn wir uns nicht alle endlich bekehren. – Für die kanadischen Herausgeber übersetzt von Paul O. Schenker, Immaculata-Verlag, CH-9050 Appenzell

6 Kommentare zu “DER WEG, DER ZUM LEBEN FÜHRT … (Das Tagebuch von Gaby) – Folge 08

  1. @Magdalena

    Danke sehr für diesen Link. Ich werde mir diesen Text so bald wie möglich „zu Gemüte führen“. Es scheint mir, dass es sich um etwas sehr Ernsthaftes geht!

  2. Da bin ich sehr erleichert , weil ich dachte auch dass das vielleicht was sehr Wichtiges sein könnte.

  3. Ihre „Botschaften“ ohne Nachweise des Vorliegens der Übernatürlichkeit und der Echtheit, ohne Anerkennung der Kirche, nicht der Konzilskirche, sondern Anerkennung Unserer Heiligen Mutter Kirche akzeptieren wir nicht!

    Nur eine wahre Botschaft ist jetzt wichtig – die Botschaft von FATIMA!

    Der Bischof von Leiria-Fatima, José Alves Correia da Silva, erlaubte am 13. Oktober 1930 die öffentliche Verehrung der Jungfrau unter dem Titel „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ von Fátima, erklärte die Botschaft für glaubwürdig und erteilte somit die kirchliche Anerkennung. Eine solche Anerkennung bekräftigt die Echtheit und weist hin auf den übernatürlichen Charakter der Erscheinungen.

    Das Drama der Vorhersagungen Mariens in Fatima spielt sich soeben vor unseren Augen ab. Die ganze Welt schwimmt im Krieg. Doch es gibt immer noch genügend naive Bürger und Gläubige, die nicht wahrhaben wollen, vor welcher Katastrophe wir stehen. Es ist jene, die die Muttergottes in Fatima vorhergesagt hat und die endet mit der Vernichtung ganzer Nationen. Das sind bestätigte Worte Mariens, das sind Worte des Himmels!

    Mehr als alle anderen müssen die Konzilstreuen endlich einsehen, daß genau diese Konzilssekte den Zorn GOTTES heraufbeschworen hat und ihre geforderte Bekehrung nicht erfolgt ist. Die Forderungen Mariens wurden nicht erfüllt, auch wenn das die Konzilssektenanhänger noch so oft beteuern, die Weihe Rußlands an das Unbefleckte Herz Mariens sei so erfolgt, wie vom Himmel gewünscht. Das sind die Fortsetzungen der Lügen aus dem Vatikan, der der ganzen Welt eintrichtern wollte, jawohl, die Weihe ist erfolgt und dieser Tarcisio Kardinal Bertone verbreitete sogar die unverschämte Lüge, Schwester Lucia von Fatima hätte dies ausdrücklich bestätigt, die Weihe sei rechtmäßig erfolgt.

    Und was sind jene, die mit dieser Lügenkirche zusammenarbeiten, Freundschaft schließen, ja gar ein Ehebündnis eingehen wollen, sie fortwährend in Schutz nehmen? Es sind die größten Feinde Unseres Herrn. Und sie wird der HERR durch das kommende Strafgericht wachrütteln und aufwecken müssen.
    Kyrie eleison.

  4. @Magdalena

    Liebe Magdalena, ich bitte Sie, lassen Sie die Finger von dieser „Botschaft“! Sie ist von der kath. Kirche n i c h t anerkannt. Sie verschwenden Ihre wertvolle Zeit! Der Himmel verlangt von Ihnen sicher nicht, dass Sie die Leute auf undurchsichtige Botschaften (die vielleicht vom Teufel in Umlauf gebracht wurden) aufmerksam machen!!!
    Anstatt dieses zweifelhaft-fragwürdige, langatmige „Werk“ zu lesen, sollten Sie lieber 50 Rosenkränze beten!
    Sie wenden sich mit Ihrer bizarren „Botschaft“ ausgerechnet an Herrn Schenker?
    Seine Antwort zeigt ganz klar, wie intensiv er schon auf das „Botschaft“ reagiert.
    Er liebt Botschaften, Sie „rennen damit offene Türen ein“, haben Sie das noch nicht erkannt?
    Halten Sie sich künftig bitte an die wahren und echten Botschaften, die von der HL. Katholischen Kirche bzw. den Päpsten vor dem Konzil anerkannt wurden.

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