DAS EWIGE SCHICKSAL DER ABGETRIEBENEN KINDER (Folge 09)

Der Tod der unschuldigen Kinder

(Aus dem Offenbarungswerk: Consuelo, „Maria, Pforte des Himmels“)

(Die Gottesmutter spricht:)

… Der Zorn des Herodes nahm von Tag zu Tag weiter zu, denn „als Herodes sah, daß er von den Magiern hintergangen war, wurde er sehr zornig, schickte Männer hin und ließ in Bethlehem und in seiner ganzen Umgebung alle Knaben von zwei Jahren und darunter ermorden, entsprechend der Zeit, die er von den Magiern genau erfragt hatte. Da erfüllte sich, was gesagt ist durch den Propheten Jeremias: „Eine Stimme ward gehört zu Rama, viel Weinen und Klagen; Rachel beweint ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen, da sie nicht mehr sind.“ (Mattb. 2,16-18)

Gott jedoch schützte seinen göttlichen Sohn und Johannes den Täufer, da diese für hohe und erhabene Aufgaben vor­bestimmt waren. Der Herr konnte nicht zulassen, daß der Zorn des Herodes sich auch auf sie erstreckte, versteckte sie und bewahrte sie so vor dem barbarischen Ge­schehen.

Der verräterische Herodes schickte ein Heer von rücksichtslosen, unmenschlichen und grausamen Männern nach Bethlehem und in seine Umgebung aus, die in ihrer Bosheit alle Kinder, auf die sie trafen, mit dem Messer umbrachten. Viele wurden mit Gewalt den Armen ihrer Mütter entrissen; einige schliefen, andere wurden gerade gestillt. Die Eltern liefen ihren Kin­dern hinterher und wurden von den Reitern mit Füßen getreten, verletzt und teilweise mit den gleichen breiten und scharfen Messern ermordet, mit denen ihre Kinder enthauptet worden waren. Ihr Wehklagen war ein bitteres Jammern, denn sie wollten keinen Trost für ihr Herz, weil sie ihre Kinder verloren hatten und sie nie mehr lebend wiedersehen würden. 0 Rachel! „Wehre deiner Stimme das Weinen und deinen Augen die Tränen! Denn für deine Mühsal gibt es einen Lohn.“ (Jer 31,16)

Voller Entsetzen sah ich die Gesichter der Mütter, als ihnen die Söhhne aus den Armen gerissen wurden. Auch viele der grausamen Mörder hatten Kinder, aber sie blieben ungerührt und weigerten sich nicht, diese Greueltaten zu begehen. Sie erhoben auch nicht ihren Blick. Nein, sie liefen hinter den Kindern her wie Jagdhunde, die in allen Schlupflöchern suchen und schnüf­feln. Und wo sie ein unschuldiges Gesicht finden konnten, wurde dieses durch ihre Ungeheuerlichkeit ausgelöscht. Sie töte­ten ohne Erbarmen, denn die Schlechtig­keit hält sich nicht mit Überlegungen auf. Die Kinder wurden ohne Frage nach ihrem Alter oder Geschlecht enthauptet, wo im­mer sie welche auffinden konnten. Der Zorn und die satanische Wut kennen we­der Ruhe noch Frieden, sie besetzt die Sinne, läßt das Herz verrohen und tötet die Seele. Ist die Seele jedoch zunichte ge­macht, so wird der Mensch schlimmer als ein wildes Tier, denn er kann für seine bösartigen Ziele das einsetzen, was die armen Tiere nicht besitzen: Sein Denk­vermögen, und dies macht sie grausam, heimtückisch und gefühllos. Jene Männer waren natürlich vom Satan besessen, der sie zu dieser Wut und Raserei gegen un­schuldige und hilflose Geschöpfe trieb. Denn welche menschliche Einsicht könnte eine solche Grausamkeit ertragen? Die Menschen wurden jedoch zum Zwecke der Schönheit, der Gnade, der Herrlichkeit und der Heiligkeit geschaffen. Sie sind Ebenbilder Gottes, die in Ihm zur Vollen­dung gelangen, sich erfreuen und glück­lich sein können, so wie der heilige Franz von Assisi vor dem Angesicht Gottes seine Wonnen gefunden hat.

„Zeigt euch als heilig und seid heilig, weil ich heilig bin!“ (Lv 11,44). Das soll bedeuten: Werdet Gott ähnlich, durch eure Erbschaft, durch die Gnade und durch die Nachahmung, vor allem aber durch die große Liebe und das unendliche Erbar­men, das Gott mit euch hat, mit dem er euch an seiner Göttlichkeit teilhaben läßt, wenngleich ihr nur Menschen seid.

Meine liebste Tochter: Die Menschen wissen nicht, wie sie ihren Geist zu Gott erheben sollen, und in aller Eile und über­stürzt fallen viele in den Abgrund. Der Teufel beherrscht sie und macht aus Her­ren Sklaven, aus Auserwählten verworfe­ne Söhne. Weil ihr Wille verdreht ist und ihre Hochmut so groß, werden sie vom Himmel ausgeschlossen. Und in ihrem Elend lungern sie verzweifelt herum, ge­fangen in den Netzen ihrer eigenen Bos­heit. Und die Sünde schändet ihre Seele in solchem Maße und läßt sie verunstaltet zurück, daß wenn sie sich selber in diesem Zustand sehen könnten, sie sich vor Ent­setzen und Scham verstecken würden.

In dieser extremen Lage befanden sich die Menschen, die unter der Herrschaft des Teufels so verabscheuenswürdige Verbre­chen gegen die unschuldigen Kinder be­gingen.

All diese traurigen Ereignisse teilte mir mein göttlicher Sohn mit, denn er fühlte in Seinem Herzen einen großen Schmerz, als er dieses schreckliche Massaker sah. Zu­sammen beteten wir zum Vater, damit die­se heiligen Kinder geistige Größe erreich­ten und die große Gnade verstehen konn­ten, die darin liegt, für Gott zu sterben, für Ihn Märtyrer zu sein. Als Hohepriester bot Jesus dem Vater die Seelen dar, eine nach der anderen, als unschuldige Opfer, zu­sammen mit den Verdiensten des Leidens und des Todes, die er noch für alle Men­schen erleiden mußte. So wirkte der Herr als Seelenhirte, der die kleinen Lämmer, die die hungrigen Wölfe zerrissen hatten, in den Pferch führte. Sie nahmen Platz im Schoße Abrahams, in der Hoffnung, daß der göttliche Erlöser die Himmel öffnen würde, denn diese waren für alle Men­schen verschlossen.

Dringender Appell an alle Menschen

Liebste Tochter: Als dringenden Appell an den Verstand und das Gewissen schil­dere ich hier als Beispiel für alle Eltern die traurigen und bewegenden Bilder jener Tage, die sich meiner Seele eingeprägt haben. Manche liefen ihren Kindern ver­zweifelt hinterher, andere klammerten sich an sie in dem Versuch, sie dem Tode zu entreißen, alle aber kämpften mit den zu Gebote stehenden Mitteln, um das Leben ihrer Kinder zu retten — ein vergeblicher Versuch allerdings, weil er auf die Bösartigkeit von verrückten, rücksichtslo­sen, vom Teufel geleiteten Menschen stieß.

Mother of the UnbornDie unschuldigen Kinder erinnern mich an andere Kinder, die noch weniger Glück hatten als die, von denen die Rede war, denn diese kannten ihre Eltern noch. Sie starben in ihren Armen, aber es war ihnen gegönnt zu leben, sie lachten, spielten und erfreuten sich des Lebens. Dann wurden sie aufgrund der Bosheit einiger Menschen zu Märtyrern von Christus. Aber — was geschieht mit den zahllosen anderen Kin­dern, die von ihren eigenen Eltern abge­lehnt und getötet werden? Rührt es sie nicht, bricht es ihnen nicht das Herz, wenn sie mit der grausamsten Unverfrorenheit ihre Geburt planen und dann ihren Tod beschließen? Schöpfer des Lebens sollten sie sein, so hat es der Herr zu Anbeginn verfügt: „Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde“ (Gn 1,28). Nachdem Gott soviel Schönes und Vollkommenes ge­schaffen hatte, wäre es ihm ein leichtes gewesen, alle Menschen auf einmal zu erschaffen. Er handelte jedoch anders, um den Menschen die Würde zu verleihen, aus sich selbst heraus ein anderes Wesen zu schaffen, das ihm ähnlich ist und gleiche Eigenschaften hat wie er, so daß der Mensch, wenn er sein Werk betrachete, sagen konnte: „Da ist nun endlich Bein von meinem Gebein und Fleisch von mei­nem Fleisch“ (Gn 2,23). Der Mensch je­doch lehnt dieses Wunderwerk der Liebe und Barmherzigkeit und diese große Wür­de ab und verletzt Gott auf vielerlei Art. Das Grausamste und Schrecklichste je­doch ist die sogenannte „Abtreibung“: Die eigenen Kinder werden erbarmungslos und ungestraft getötet und ermordet. Und nach diesen Verbrechen leben die Menschen weiter unter dem Schutz jener falschen Gesetze, die nur auf die Schmälerung der Würde der Kinder Gottes zielen und aus dem Menschen ein Objekt machen, über das nach Belieben entschieden werden kann.

Meine Kinder, über den Tod jener Kin­der weint mein Herz Tränen aus Blut, aber glaubt mir, so grausam und schrecklich ihr Tod auch gewesen sein mag, dieser andere Tod, der sich unter den Menschen verbrei­tet hat, ist noch viel heimtückischer und arglistiger, denn es sind die eigenen Eltern, die ihn planen und billigen.

Hört das Jammern und Klagen aus den Abfallgruben! Denn bis dorthin gelangen die menschlichen Reste der Kinder Gottes, die von ihren eigenen Eltern verworfen, von der Gesellschaft ausgestoßen und wie Müll auf den Abfallhaufen geworfen wer­den. Vom Himmel her schreien sie um Gerechtigkeit, denn für ihren Tod müssen sich die Täter jener grauenhaften Verbre­chen verantworten — bis sich die Men­schen, denen es an Verstand mangelt, ihrer Taten bewußt werden und sie bereuen.

Denkt gut über diese Lehren nach. Eure Kinder rufen, und ihre Rufe werden von Tag zu Tag lauter, steigen bis in den Him­mel und erbitten Rache. Diese Kinder sind genau wie jene, die unter den Händen des verirrten Herodes starben, Märtyrer, denn sie starben durch die Barbarei ihrer Eltern und unter dem Schutz gottloser und un­menschlicher Gesetze.

Beachtet diese göttlichen Worte aus dem Munde des Erlösers, die seine große Liebe zu den kleinen Geschöpfen bezeugen. Sie belästigen ihn in keiner Weise, im Gegen­teil, seine Jünger, die die Kinder von ihm fernhalten wollten, forderte er auf: „Laßt die Kinder zu mir kommen und wehrt es ihnen nicht; denn für solche ist das Himmel­reich!“ (Matth. 19,14)

Ja, meine Kinder, laßt euren Kindern ihren Frieden, damit sie im Angesicht ihrer Eltern und unter dem liebevollen Blick Gottes aufwachsen können.

_______

Siehe (z.B.): Parvis-Verlag

7 Kommentare zu “DAS EWIGE SCHICKSAL DER ABGETRIEBENEN KINDER (Folge 09)

  1. poschenkers Folge 08 enthält die Aussage (bezüglich der Seelen der ungetauften Kinder bzw. der Menschen überhaupt)

    „…diesen Menschenkindern … ausgestattet mit einer untötlichen, EWIGEN SEELE, die natürlicherweise zu IHM hin strebt,…“

    Es kommt mir hier auf die letzteren Worte an: „die natürlicherweise zu IHM hin strebt“

    Wie schon zuvor betont: Hier könnte eine unzulässige Verwechslung von Natur und Gnade/Übernatur vorliegen.

    Wenn der Satz nur sagen soll, dass die menschliche Seel als GOTT auf ihr natürliches Ziel und somit als natürliche Glückseligkeit hin strebt – ein natürliches Glück, welches die Kinder ja nach allg. Anschauung im limbus durchaus genießen werden – , dann ist das korrekt (aber eben auch kein Beweis gegen den limbus, sondern eher FÜR ihn!!).

    Und selbst in einem gewissen (uneigentlichen) Sinne könnte man vielleicht noch sagen, dass die Menschennatur resp. -seele auch nach GOTT als übernatürlichem höchsten Gut und Glück strebt, insofern sie zu diesem Gut und Glück von Natur „fähig“ ist oder eher befähigt, als unvernünftige Geschöpfe.

    Denn wenn GOTT als übernatürliches Ziel und Glück auch an sich – wie der Name schon sagt – über unsere Natur hinausgeht, übernatürlich ist und damit gerade nicht ein eigentliches Naturstreben von uns (!), so sind wir doch – wie auch die Engel – durch unsere vernünftige Natur fähig und irgendwie auch darauf hingeordnet, GOTT als übernatürliches Ziel und Glück erlangen und genießen zu können (im Gegensatz eben zu Tieren, Pflanzen oder etwa Steinen und anderer unbelebter Materie!!).
    Auch bei Thomas gibt es ja in der Tat solche Stellen, etwa in seiner Summa (in der Abhandlung de fine hominis / hominum), die von einer Art Naturstreben zum übernatürlichen Glück sprechen und die man dann so interpretieren muss (wenn man nicht sagen will, dass Thomas hier einen Irrtum, ja Unsinn verbreitet – was immerhin auch möglich ist, er ist ja nicht unfehlbar!)

    Aber wenn man es als eigentliches Naturstreben betrachten bzw. hinstellen wollte, dann ist das eben falsch.

    GOTT als übernatürliches Ziel und Glück kann eben kein natürliches Streben von uns sein, da es sonst eben nicht ÜBERNATÜRLICH wäre.

    Vom Naturstreben aus streben wir (im eigentlichen, engen Sinne) nur nach GOTT als NATÜRLICHES Ziel und Glück, nicht nach IHM als ÜBERNATÜRLICHES Glück (also auch nicht nach der Anschauung GOTTEs, die streng übernatürlich für uns ist, eben nicht natürlich!!).

    Und damit spräche dies- wie gesagt – gerade FÜR den limbus als Ort der Kinder, nicht gegen ihn!!!!

  2. Oben sollte es nicht heißen „..Seele als GOTT auf ihr natürliches Ziel…“

    Sondern es muss natürlich heißen:
    „…Seele auf GOTT als ihr natürliches Ziel…“

  3. @dspecht

    “ – durch unsere vernünftige Natur fähig und irgendwie auch darauf hingeordnet, GOTT als übernatürliches Ziel und Glück erlangen … “

    Für POS sind Menschen (resp.Kinder) im NICHT vernunftfähigen Alter (scheinbar) anders einzustufen, bzw. zu berücksichtigen im Erlösungsgeschehen.

  4. Ich habe ja schon seinerzeit auf das korrespondierende „In einem gewissen Sinne haben sie sehr wohl ein Anrecht auf den Himmel.“ aus der Folge 5 verwiesen und dazu Stellung genommen.

    Denn auch hier kann man das richtig oder falsch verstehen.

    Denn wenn man es schlechthin als natürliches Anrecht auffassen wollte, dann stimmt es nicht, ist es falsch, da wir von Natur eben gerade kein Anrecht auf die Übernatur haben.
    Und daher ist auch in der Begründung Schenkers, die Menschen seien als Geschöpfe GOTTES dazu befähigt, sicher nicht hinreichend, denn das beträfe ja die Natur und von Natur gibt es eben kein Anrecht (und eben wie hier gesagt auch kein Streben nach GOTT bzw. dem Himmel als übernatürliches Ziel und Glück).

    Schenker begründet aber weiter, dass wir nicht nur befähigt [von Natur], sondern auch berufen [aus Gnade] zum Himmel seien und alle in das Sühnewerk am Kreuz eingeschlossen (Christus hat für uns alle Genugtuung geleistet).
    Unter dieser Hinsicht kann man dann schon sagen, wir hätten ein Anrecht auf den Himmel – „im gewissen Sinne“.

    Ich habe nochmal etwas recherchiert und auch bei Diekamp gefunden, dass er zwar selbstverständlich der Lehre anhängt, dass wir kein eigentliches (natürliches) Anrecht auf den Himmel haben, dass man aber unter der Voraussetzung, dass GOTT – aus freien Stücken – beschlossen hat, uns allen eine wirkliche Chance zur effektiven Erlösung, also zur Erlangung des Himmel zu geben (also dass SEIN Heilswille wirklich universal ist – was GOTT aus freien Stücken so gewollt hat — frei, weil wir eben zunächst und an sich keinen Anspruch darauf haben!!!),

    dass unter dieser Rücksicht ein „gewisser Anspruch“ auf Gnade und Himmel besteht. (Wie gesagt, immer zu betonen, nur ein „gewisser“, nur unter der Voraussetzung, dass GOTT – völlig frei und ungezwungen – gewollt und festgelegt hat, dass ALLE Menschen eine wirkliche Chance zur Rechtfertigung erhalten.)

  5. So sagt Diekamp einerseits (Dogmatik II, Gnadenlehre, § 20 Von der Gratuität der Gnade, I.):
    „Der Mensch hat durch die Beschaffenheit seiner Natur keinerlei Anspruch auf die Gnade…
    Hat aber der sündenlos aus der Schöpferhand hervorgegangene Mensch nicht den geringsten Anspruch auf die Gnade, dann um so weniger der gefallene Mensch. Es ist nichts in seiner Natur, das Gott bestimmen könnte, ihm die Gnade, die ja der schlechthin übernatürlichen Ordnung angehört, zu verleihen.“

    Andererseits – und so will ich ja auch Schenkers „im gewissen Sinne ein Anrecht“ auffassen – (Dogmatik I, Die Lehre von Gott dem Einen, § 43 Streitfragen über die Prädestination und Reprobation, Ende [vorletzter Absatz]):
    „Auch ist die himmlische Seligkeit nicht schlechthin eine ungeschuldete Wohltat für die Menschen, nachdem Gott alle für diese Seligkeit bestimmt und alle zu ihr berufen hat. Dieser Berufung hat allen einen in der Treue Gottes begründeten (entfernteren) Anspruch auf die Glorie verliehen, der nur durch die eigene Schuld des Menschen verloren geht.

    Gemäß dem letzteren Satz, der ähnlich dem des von Schenker zitierten Pius XI. ist, schiene es wirklich naheliegend, einen außerordentlichen Heilsweg für die Unmündigen ungetauft sterbenden anzunehmen – oder man interpretierte „eigene Schuld“ in dem Sinne, dass dies auch die Erbsünde sein könne, da sie zwar keine „eigen verschuldete Schuld“ ist, aber durchaus doch eine „eigene Schuld“, da sei jedem Mensch als eigene Schuld angerechnet wird.

  6. So verstanden sind also Hr. Schenkers Ausführungen durchaus rechtgläubig.

    Nur solche Sätze wie oben zitiert („…die natürlicherweise zu IHM hinstrebt…“) sind doch zumindest doppeldeutig bzw. eigentlich sogar (im strengen Sinne genommen) sogar falsch und legen nahe, dass bei Schenker eben doch eine unzulässige Verwechslung von Natur und Gnade vorliegt, ein unzulässiger Mangel an Unterscheidung von Natur und Gnade — und damit der pelagianisch oder auch modernistische / nouvelle theologie – Irrtum, der eben Natur und Gnade nicht mehr hinreichend auseinanderhält.

    Denn von Natur haben wir eben nur einen Anspruch auf ein NATÜRLICHES Glück und streben zu GOTT daher zunächst auch nur als unser NATÜRLICHE ZIEL und GLÜCK und somit nicht zur übernat. Anschauung GOTTES!
    Wie haben auch keine Naturanspruch auf diese übernat. Anschauung – sondern eben nur einen Anspruch auf eine natürliche Glückseligkeit.

    Da diese ja die Kinder im limbus nach der allg. Auffassung erlangen, sehe ich nicht, wo das Problem sein soll (wenn man eben NATUR und ÜBERNATUR sauber unterscheidet und auseinander hält).
    Die Kinder haben eine natürlichen Anspruch auf die natürliche Glückseligkeit, streben nach GOTT als ihrem natürlichen Ziel und als natürliche Glückseligkeit —
    und erhalten dann ja auch diese natürliche Glück, erlangen die nat. Glückseligkeit.

    Damit ist GOTTes Liebe, Güte, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit vollauf genug getan.

    Die übernatürliche Anschauung GOTTES ist ein freies Gnadengeschenk GOTTES, das ER den Kindern keinesfalls geben muss, worauf sie keinen Anspruch haben.
    (Außer, wie eben dargelegt, in einem gewissen Sinn, nämlich unter der Voraussetzung, dass GOTT frei beschlossen hat, sie ihnen wie allen Menschen zu geben bzw. die echte Chance darauf — was dann in der Tat zu dem von Schenker diskutierten Problem führt….)

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