DAS EWIGE SCHICKSAL DER ABGETRIEBENEN KINDER (Folge 07)

Zitate von Mutter Teresa bezüglich der Tötung von Ungeborenen

Leben ist ein Geschenk, das Gott uns gegeben hat. Dieses Leben existiert bereits im Ungeborenen. Menschenhände sollten niemals Leben beenden. Ich bin davon überzeugt, dass die Schreie der Kinder, deren Leben vor ihrer Geburt beendet wurde, an Gottes Ohren dringen.

Ich bin sicher, dass alle Leute tief im Inneren wissen, dass das kleine Kind im Schoß der Mutter ein Mensch ist von dem Moment der Empfängnis an, geschaffen als Ebenbild Gottes um zu lieben und geliebt zu werden, Lasst uns beten, dass niemand Angst hat, das kleine Kind zu beschützen und dem kleinen Kind zu helfen geboren zu werden. Jesus hat gesagt: ‚Wer ein Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf,‘ Für mich ist das Leben das schönste Geschenk Gottes an die Menschen, daher sind Menschen und Nationen, die Leben durch Abtreibung und Euthanasie zerstören, am ärmsten, Ich sage nicht legal oder illegal, sondern ich denke, dass keines Menschen Hand erhoben werden sollte um Leben zu töten, denn Leben ist Gottes Leben in uns, auch in einem ungeborenen Kind. Bitte tötet die Kinder nicht. Ich will die Kinder. Ich bin bereit, jedes Kind anzunehmen, das abgetrieben werden soll, und es einem verheirateten Paar zu geben, das das Kind lieben wird und vom Kind geliebt werden wird. Allein in unserem Kinderheim in Kalkutta gab es 3,000 Kinder, die wir vor der Abtreibung bewahrt haben, Diese Kinder haben ihren Adoptiveltern so viel Liebe und Freude gebracht und sind voller Liebe und Freude großgezogen worden.

Durch Abtreibung tötet die Mutter ihr eigenes Kind um ihre Probleme zu lösen. Und durch Abtreibung wird dem Vater vermittelt, dass er keinerlei Verantwortung für das Kind, das er gezeugt hat, zu übernehmen braucht. Dieser Vater wird wahrscheinlich auch andere Frauen in die gleiche Situation bringen. So führt Abtreibung wieder zu Abtreibung. Jedes Land, das Abtreibung akzeptiert, lehrt seine Bürger nicht zu lieben, sondern sich durch Gewalt zu nehmen, was sie wollen. Darum ist Abtreibung der größte Zerstörer von Liebe und Frieden. Ungeborene Kinder gehören zu den Ärmsten der Armen. Sie sind so nahe bei Gott. Ich bitte jedesmal Ärzte in den Krankenhäusern in Indien, niemals ein ungebetenes Kind zu töten. Wenn es niemand haben will, dann nehme ich es. In einem Land, das erlaubt, einem ungeborenen Kind das Leben zu nehmen – einem Kind, das als Ebenbild Gottes geschaffen wurde um zu leben und zu lieben, herrscht große Armut. Sein Leben ist nicht dazu da zerstört zu werden, sondern um zu leben, trotz der Selbstsucht derer. die befürchten, dass sie die Mittel nicht haben, einem weiteren Kind Nahrung und Erziehung geben zu können. Ich sehe Gott in den Augen jedes Kindes — jedes ungewollte Kind ist uns willkommen. Und dann finden wir durch Adoption eine Heimat für diese Kinder.

Wissen Sie, die Menschen machen sich ständig Sorgen darüber, dass unschuldige Kinder in Kriegen getötet werden und versuchen, dies zu verhindern, Aber welche Hoffnung liegt darin, das zu verhindern, wenn Mütter ihre eigelen Kinder umbringen? Jedes Leben ist kostbar für Gott, egal wie die Umstände sind. In Jesajas 43, 4 sagt Gott: „Weil Du in meinen Augen teuer und wertvoll bist und weil ich Dich liebe“.

Wir dürfen nicht überrascht sein, wenn wir von Mord, Totschlag, Kriegen, Hass hören. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind töten kann, dann bleibt für uns, uns gegenseitig töten.

 

Miss Tidwell: Mother of the Unborn

Miss Tidwell: Mother of the Unborn

Miss Tidwell, eine amerikanische Künstlerin, wurde inspiriert, dieses wunderschöne Gemälde Unserer Lieben Frau zu malen, die über die Millionen abgetriebener Babys trauert. Normalerweise braucht man Monate, um ein solches Gemälde anzufertigen. Sie hat es in 2 Stunden gemalt.

Die Sterne um Marias Kopf stellen die Krone der Frau aus Johannes‘ Offenbarung (12, 1) dar, ‚Eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von 12 Sternen auf ihrem Haupt.‘ Der große Stern ist der Stern von Bethlehem, Der rosafarbene Ball in der linken unteren Ecke ist die Erde in Aufruhr. Das Glühen des Unbefleckten Herzens Marias ist ein sichtbares Zeichen für ihre übergroße Liebe zu allen Kindern, besonders zu den hilflosesten.

Ihr ständiges Weinen wegen dieses schauderhaften Übels hat ihre lieblichen Augen geschwärzt.

Der Schutzengel des Babys scheint gespalten zu sein in Trauer über den Tod seines Schützlings und gleichzeitig in Dankbarkeit gegenüber der Sorge und die Liebe der Seligen Jungfrau.

Das Baby trägt die fünf Wundmale unseres Erlösers. Auffällig ist, dass beide — das Baby und der Engel — weinen und die Hände des Babys sind zum Gebet zusammengelegt. Die Hände und Fingernägel der Muttergottes sind schmutzig, weil sie diese kostbaren Seelen freilegen, ausgraben oder hervorholen muss aus Abfalleimern, Müllhalden oder wie in Wichita, Kansas, aus einem Haufen zu verbrennender Tierkadaver in einem Tierheim.

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Quelle: MARYPAGES

Siehe auch:

18 Kommentare zu “DAS EWIGE SCHICKSAL DER ABGETRIEBENEN KINDER (Folge 07)

  1. Gut geschrieben aber was auch immer eine Mutter Theresa sagt, auch wenn es richtig ist, behält einen bitteren Beigeschmack finde ich. Und das weil sie nicht in der Lage war die Geister zu unterscheiden! Sie verehrte Papst Johannes Paul II und betete im Tempel der Götzendiener. Arme Seele

  2. @poschenker (und alle):

    Ich komme leider erst jetzt dazu, etwas detaillierter auf den m.E. zugrundeliegenden Hauptirrtum bzw. nennen wir es vielleicht auch nur „Mißverständnis“ einzugehen.

    Denn ich nehme den Vorwurf der Häresie zunächst ausdrücklich zurück – wenn ich Sie, poschenker, richtig verstehe, dann leugnen Sie weder die Allgemeinheit der Erbsünde noch die Notwendigkeit für die Kinder, davon befreit zu werden noch sagen Sie einfach, wir alle seien unbefleckt Empfangene (obwohl das eine Zeit lang mal so klang und ich mir hier immer noch nicht ganz klar bin, was Sie eigentlich sagen wollen…), sondern dass es außerordentliche Heilswege für die Kinder geben könnte (ja müsste — dazu aber später).

    Zumindest sofern diese außerordentlichen Rechtfertigungswege nur als Möglichkeit, als These postuliert werden, liegt sicher keine Häresie vor, hat ja auch etwa der Heilige Cajetan eine ähnliche These vertreten, die nicht als häretisch verurteilt wurde.

    Allerdings, und darauf habe ich auch schon hingewiesen, auf Anordnung der Kirche mussten aus der römischen Ausgabe seiner Werke die entsprechenden Stellen getilgt werden und es wurde zensuriert, dass man diese These nicht sicher / als sicher lehren könne/dürfe.

    Und da fangen ja auch m.E. die Probleme bei Ihrer These, poschenker, an, indem sie sie nicht als Möglichkeit, sondern als sicher, gewiss, ja als NOTWENDIG hinstellen (so in ihrem ersten posting) und dann folgerichtig in Nr. 5, dass, die Kinder „in einem gewissen Sinn sehr wohl ein Anrecht auf den Himmel haben“.

    Und hier liegt eben das eigentliche Problem bzw. der Irrtum oder das Mißverständnis, das ich erwähnt habe:

    Das Mißverständnis, als ob man ein Anrecht auf den Himmel, auf die Gnade haben könnte.

    Ich sehe schon, die Qualifikation „in einem gewissen Sinn“ schränkt dies etwas ein, bewahrt Sie m.E. eben auch hier vor dem Vorwurf der Häresie —aber auch mit der Einschränkung bleibt es m.E. mindestens problematisch, wenn nicht eben falsch und mir scheint eben besagter Irrtum oder besagtes Mißverständnis zu Grunde zu liegen, man könne (auch nur in einem gewissen Sinn) ein Anrecht auf die Heiligmachende Gnade und den Himmel – die beseligende Schau GOTTes – haben.

    Damit wird nämlich Natur und Übernatur, Natur und Gnade nicht hinreichend auseinandergehalten, ja vermischt.

    Und hier sind wir dann auch gleich bei einer Wurzel des (Neo-)Modernismus bzw. der Nouvelle Theologie.

  3. @dspecht

    Danke sehr, Daniel! Sie können noch sorgfältig und differenzierend theologisieren. Gratulation! Ich werde noch einigermaßen ausführlich antworten, bin jetzt gerade aber für mehrere Stunden weg!

  4. Denn eines der Hauptprobleme und der Wurzeln der nouvelle theogogie ist genau das nicht mehr klar auseinanderhalten von Natur und Gnade, von Natur und Übernatur.

    Nicht zufällig hat eben der Bischof Schlembach, der mir wortwörtlich sagte (was ja auch poschenker so vertritt), dass man sich um die ungetauft sterbenden Kinder keine Gedanken machen müsste, auch gesagt, dass erst mal alle Menschen (durch die Erlösung oder Menschwerdung CHristi — wenn er nicht die Erbsünde völlige leugnete, ich erinnere mich hier nicht mehr genau, aber ich meine, er leugnete sie nicht, sondern führte es auf die Erlösung CHRISti zurück…) im Heil seien.
    Sie müssten erst einen extra Akt der persönlichen schweren Sünde setzen, um aus dem Heil herauszufallen.

    (Es ist also nicht erst ein Akt nötig [Taufe, Begierdetaufe oder von mir aus auch stellvertretende Begierdetaufe o.ä.], um effektiv ins Heil zu kommen, sondern alle Menschen sind schon im Heil — und damit wirklich alle UNBEFLECKT EMPFANGEN! – und können nur noch durch eine persönlichen Akt der Sünde – und zwar nur einer besonders schwerer – die quasi nie vorkommt – daraus hinausfallen.)

    Und noch mehr, er hat ebenfalls gesagt, dass nicht nur der „limbus“ so eine scholastische Erfindung oder Spitzfindigkeit sei,
    sondern eben auch die klare Unterscheidung von Natur und Gnade.
    Auch das sei alles alte, überholte scholastische Spitzfindigkeit bzw. Erfindung, welche schon in den 50er Jahren (!) – so Schlembach – in den Seminarien bzw. Vorlesungen als überholt und nicht mehr haltbar hingestellt und ihnen so gelehrt wurde!!
    Natur und Gnade könne man nicht so klar trennen, auseinanderhalten, dass sei falsches scholastisches Denken (in zwei Stockwerken)!

  5. Das ist eben in der Tat eine der Hauptthesen und auch Wurzeln der nouvelle theologie — wie sie auch wirklich schon vor dem Konzil, gerade im dt. Sprachraum, also sicher schon Ende der 50er, in den theologischen Fakultäten gelehrt wurde, ja eben auf Maurice Blondel und in Folge auf Karl Rahner zurückgeht
    — und auf ihre nicht klare Unterscheidung von Natur und Gnade/Übernatur und das von Karl Rahner postulierte „Existential“ des Menschen, das die Gnade praktisch einschließt, so dass also nun der Mensch von Natur aus ein Art Anrecht auf die Gnade hat.

  6. Neben Blondel und Rahner wäre etwa auch noch auf J. Marechal zu verweisen — und dann eben auf viele weitere Vertreter der nouvelle theologie bzw. auch der „Transzendentaltheologie“

    Diese alle – wie ja dann auch etwa bf. Schlembach – sagen, man könne Natur und Gnade nicht mehr so klar auseinanderdividieren, wie das die Scholastik tat.

    Schon qua Natur haben wir eine derartige Hinordung auf GOTT und die beseligende Schau, dass wir quasi ein Anrecht darauf hätten, dass GOTT gleichsam die Pflicht hätte, uns als Menschen auch die übernatürliche GOTTesschau zu schenken.

    ER müsste es, weil wir als Menschen – von unserer Natur her – darauf ausgerichtet seien, ja unsere Natur diese übernatürliche Schau fordert und somit notwendig zu unserer Natur gehort.

    Die Gnade, die Übernatur gehört eigentlich zu unserer Natur, wird von ihr gefordert — und hört damit auf, Übernatur zu sein!! (Bzw. man kann nicht mehr klar von Natur und Übernatur sprechen, alles fließt in eins).

    Und nur so ist es denkbar, dass wir ein Anrecht (auch nur „eine Art Anrecht“ oder „in einem gewissen Sinn ein Anrecht“ auf die Übernatur bzw. den Himmel haben).

    Was eben falsch ist.
    Die Gnade wäre ja dann keine – freie, UNGESCHULDETE – Gnade mehr, die Übernatur ja keine Übernatur (da sie ja schon irgendwie zu unserer Natur gehört, wir von Natur aus ein Anrecht darauf haben.)

  7. Und das scheint mir auch das Mißverständnis bei Ihnen zu sein, Hr. Schenker, schreiben Sie doch (nr. 5):

    „In einem gewissen Sinne haben sie sehr wohl ein Anrecht auf den Himmel. Sie sind Geschöpfe Gottes, berufen und befähigt, Kinder Gottes zu sein, und der Heiland hat auch für sie, für ihre Erbschuld, Genugtuung geleistet.“

    Wenn Sie das (wenn auch nur „in gewissem Sinne“) „Anrecht auf den Himmel“ damit begründen, dass die Kinder „Geschöpfe GOTTES“ seien, „berufen und befähigt, kinder GOTTEs zu sein“, dann kommt das zumindest in gefährliche Nähe zu der Auffassunge, dass es genügt, zur Kindschaft GOTTEs als Geschöpf befähigt zu sein, um auch ein Anrecht auf diese Kindschaft zu haben.

    Nur ihren Zusatz „berufen“ könnte man dann noch so auslegen, dass eben zunächst keine Anrecht auf die Kindschaft GOTTes besteht (rein durch das Befähigt-sein), sondern nur deshalb, weil GOTT nun alle Menschen dazu auch berufen hat, (und, wie sie schreiben, ja auch Genugtuung für sie geleistet hat, was ja richtig ist), diese „Anrecht im gewissen Sinne“ bestehe.

    Dann läge hier auch keine Häresie vor und man könnte auch wirklich hier diskutieren, ob nicht aus der Berufung und Genugtuung wirkliche eine „Art Anrecht“, eine „Anrecht im gewissen Sinne“ fließt.

    Selbst diese Ausdrucksweise scheint mir aber noch falsch (wenn auch nicht häretisch) und doch immer noch dem Mißverständnis verhaftet, als hätten wir ein natürliches Anrecht auf den Himmel (aber wie angedeutet, man könnte dies hier wohl auch richtig verstehen, dass nur der freie Willensentschluss GOTTes, uns alle zum Himmel zu berufen, uns ein quasi-Anrecht verleiht).

    Wollten Sie nur sagen, Hr. Schenker, dass es an sich völlig legitim von GOTT wäre, uns alle bzw. auch die ungetauft sterbenden Kinder in die Hölle kommen zu lassen (Hölle in dem Sinn, dass sie der übernat. Anschauung GOTTES beraubt sind) — dass es also an sich weder gegen die Gerechtigkeit noch gegen die Liebe, Güte oder Barmherzigkeit GOTTEs verstoßen würde, uns die übernat. beseligende Anschauung Seiner selbst vorzuenthalten — ,
    dass aber andererseits GOTT nun einmal – völlig frei – beschlossen hat, uns allen die Chance zur Erlangung dieser übernat. Anschauung zu geben (man nennt dies den „allgemeinen Heilswillen“ GOTTES) und daher wir eine Art Anrecht darauf hätten,

    dann sehe ich nicht, was daran auszusetzen wäre.

    Denn etwa auch Pohle, der durchaus davon ausgeht, dass die ungetauft sterbenden Kinder NICHT in den Himmel kommen (sondern eben in den limbus der Hölle), gibt zu, dass es da ein Problem gibt, wie das mit dem allgemeinen Heilswillen GOTTes – eben mit dessen Allgemeinheit – vereinbar sei.

    Er diskutiert dieses Problem in seiner Dogmatik lang und breit.

    Allerdings sieht er dann doch Lösungen – die auch ich so sehe – so dass man eben nicht sagen muss, GOTT müsse doch die ungetauften Kinder irgendwie sondererlösen bzw. -rechtfertigen.

    Denn sonst könnte es nämlich auf der anderen Seite eben ein Problem mit dem Ungeschuldetsein der Gnade bzw. dem Nicht-Anrecht-darauf-Haben geben.

    Und eben mit der gesamten Tradition.

  8. Die Lösung, wie die „Verdammung“ (im Sinne des Nicht-Erlangens der übernat. beseligenden GOTTesschau) so vieler ungetauft sterbender Kinder mit dem Allgemeinen Heilswillen GOTTES vereinbar ist, ist eine doppelte – bzw. es gibt zwei Möglichkeiten.

    Die eine ist, dass der Heilswille GOTTes eben doch nicht so allgemein ist, nicht völlig allgemein (denn es ist keineswegs Dogma, dass dem so wäre), zumindest eben nicht, wenn man das effektive Heil bzw. die Möglichkeit dazu betrachtet.

    Aber hier scheint es doch viele Schwierigkeiten zu geben, mit einigen Schriftstellen und auch der Mehrheit der Väter und Theologen in der Tradition, die doch von einem wirklich allgemeinen Heilswillen GOTTes ausgehen….

    Daher dann die zweite Möglichkeit, zu sagen, der Heilswille GOTTES sei nur in diesem Sinne allgemein, dass Er die effektive Heilsmöglichkeit für alle Menschen eben nur allgemein und prinzipielle will, nicht aber konkret in jedem Einzelfall (für viele ungetauft sterbenden ja konkret nicht gegeben) – bzw. in diesen Einzelfällen der Heilswille sich dann damit begüngt, dass sie eben eine natürliche Glückseligkeit erlangen können und keine übernatürliche.

    Denn nochmal, wenn man meinte, es sei irgendwie gegen die Gerechtigkeit oder Güte oder Barmherzigkeit GOTTEs, wenn er uns Menschen oder manchen Menschen keine Chance gibt, die übernatürliche Glückseligkeit zu erlangen, dann ist das ein Irrtum.

    Da wir von Natur aus kein Anrecht auf die Übernatur haben, sondern diese ein freies Gnadengeschenk GOTTEs ist, daher ist GOTT weder durch Gerechtigkeit noch Güte noch Barmherzigkeit noch sonst wie gebunden, sie uns zu scheken.

    Sie ist wirklich reinstes und freistes Gnadengeschenk (übrigens, in diesem Punkt haben die Protestanten durchaus Recht und es ist auch kath. Lehre, dass die Gnade etwas völlig Ungeschuldetes, geschenkhaftes ist!), wir haben daher kein Anrecht darauf und GOTT keine Plicht, sie uns zu geben.

    Es besteht also gerade keine NOTWENDIGKEIt, dass alle Menschen die Chance auf dem Himmel erhalten.

    Nur, wie gesagt, unter der Voraussetzung, dass GOTTes Heilswille so allgemein wäre, dass er jedem Einzelnen wirklich eine effektive Heils-Chance geben wollte.
    Das scheint aber nicht der Fall zu sein — und ist zumindest an sich nicht zwingend notwendig (weder von der Liebe, der Güte noch Gerechtigkeit GOTTES her)!!!!

  9. @ dspecht:

    Um mich auch hier zu äußern, in Kürze:

    Grundsätzlich stimme ich Herrn Schenker zu, nämlich dahingehend, daß vieles dafür spricht (nämlich Liebe, Güte, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes), daß die Seelen der abgetriebenen Kinder, ggf. nach Läuterung, in den Himmel aufgenommen werden.

    Aber Ihnen stimme ich insofern zu, daß es wirklich kein Anrecht der abgetriebenen Kinder auf den Himmel gibt. Nebenbei bemerkt: Auch sonst hat niemand ein Anrecht auf den Himmel. Die Entscheidung darüber, wen Gott in den Himmel aufnimmt, steht allein Gott zu.
    Auch die Taufe schafft kein Anrecht auf den Himmel, die übrigen Sakramente auch nicht …

    Es sprechen übrigens nicht nur die Eigenschaften Gottes dafür, daß er auch Ungetaufte in den Himmel aufnimmt, die Bibel nennt einige Beispiele wie die heiligste Maria (die aber ja auch ohnehin ohne Erbsünde empfangen wurde), den heiligen Josef, Mutter Anna, Johannes den Täufer, Elisabeth, Zacharias, Simeon – und jenen Schächer am Kreuze, der Christus bat, im Himmel an ihn zu denken, und dem Christus verkündete, noch am selben Tage bei ihm im Paradies zu sein.

  10. @ dspecht:

    Vorhin habe ich Ihre Kommentare mehr überflogen; nach etwas eingehenderer Lektüre stelle ich fest, daß auch Sie betonen, daß niemand ein Anrecht auf den Himmel hat. Wir stimmen also auch darin überein.

    „Es besteht also gerade keine NOTWENDIGKEIt, dass alle Menschen die Chance auf dem Himmel erhalten.“
    Eine Notwendigkeit besteht wirklich nicht.

    „Nur, wie gesagt, unter der Voraussetzung, dass GOTTes Heilswille so allgemein wäre, dass er jedem Einzelnen wirklich eine effektive Heils-Chance geben wollte.
    Das scheint aber nicht der Fall zu sein“
    Hier gehen unsere Meinungen auseinander, meiner Meinung nach ist Gottes Heilswille wirklich allgemein.

    “ — und ist zumindest an sich nicht zwingend notwendig“
    Zwingend notwendig wirklich nicht, aber meiner Meinung nach aufgrund der Eigenschaften Gottes doch sehr wahrscheinlich.

  11. Wie gesagt, wenn es Ihnen, Hr. Schenker, nur darum geht, wie die Verdammung der Kinder mit dem Allgemeinen Heilswillen GOTTes vereinbar ist, dann sind sie durchaus in guter Gesellschaft (derer, die sich etwa auch diese Frage stellen und da durchaus auch ein Problem sehen, wie z.B. Pohle)

    (s. Pohle bzw. Pohle-Gummersbach, Dogmatik II, Gnadenlehre, Von der wirklichen Gnade, § 3. Die Allgemeinheit der wirklichen Gnade, Art. 1. Die Universalität des göttl. Heilswillens überhaupt)

    Obgleich selbst dieser Pohle dann dennoch lehrt, dass die ungetauft sterbenden Kinder nicht in den Himmel kommen werden – und er geht auch ausdrücklich auf die verschiedenen Theorien der außerordentlichen Heilswege ein und weist diese alle als nicht in der Tradition und der Offenbarung verwurzelt zurück! (vgl. ebd.; s.a. Dogmatik I, Schöpfungslehre, Schöpfungswerk, § 3. , Art. 5.) – , da die Lehre der Kirche bzw. der Tradition hier zu einhellig sei.

    (Pohle vermerkt auch, dass die Väter von Trient die Auffassung Cajetans [stellv. Begierdetaufe] zurückgewiesen hätten und die betreffenden Stellen aus der römischen Ausgabe ausgemerzt wurden)

    Was das Ungeschuldet-sein der Gnade bzw. Übernatur betrifft, dazu später vielleicht dennoch etwas mehr (auch wenn ich jetzt gar nicht mehr unbedingt denke, dass dies Ihr Mißverständnis ist oder ihm zugrunde liegt — wenn es nur der allgemeine Heilswille GOTTes ist, der ihnen unvereinbar mit dem Los der ungetauft sterbenenden Kinder zu sein scheint, wie es traditionell angenommen wird, dann müssen sie ja gar nicht von der Geschuldetheit der Gnade an sich ausgehen.

    Aber dann dennoch, evtl. weniger für Sie als für die Mitleser, nochmals eine Erläuterung, warum die Gnade wirklich ungeschuldet ist und warum es daher weder der Liebe noch der Gerechtigkeit GOTTes widersprechen würde, wenn er die Kinder in die Hölle kommen lassen würde – Hölle eben in dem Sinne, dass sie der übernat. Anschauung GOTTes entbehren — auf die sie, wie gessagt, aber ja auch gar kein natürliches Anrecht haben!!!)

  12. Seefeldt 8. Juli 2014 um 14:27

    Concedo bzw. die kleinen Unterschiede in unseren Auffassung klar herausgearbeitet.

    Einig sind wir wirklich, dass es keine strenge Notwendigkeit gibt, kein Anrecht (denn das wäre dann ein pelagianischer Irrtum oder aber der Irrtum der nouvelle theologie a la Blondel, Marechal, Rahner etc.).

    Ob der Heilswille dann doch völlig allgemein ist und damit für die ungetauft sterbenden Kinder eine Möglichkeit gegeben sein MUSS, darin liegt die Divergenz, in der Tat – obwohl ich durchaus Ihre „Angemessenheitsgründe“ nachvollziehen kann.

    Das Problem ist, wie auch Pohle zugibt, dass die gesamte Tradition der Auffassung der außerordentlichen Heilswege entgegensteht.

    So etwa, dass die These Cajetans von den Vätern von Trient und dann auch vom Papst (Pius V? oder wer war damals Papst?) verworfen wurde, die Stellen aus der röm. Ausgabe getilgt werden mussten…
    Oder das Drängen auf Nottaufe bei sterbenden Kindern….
    Oder die nun mehrfach zitierte Stelle, dass die nur mit der Erbsünde behafteten unmittelbar in die Hölle fahren..
    etc.

    Daher sehe ich wie Pohle keine Möglichkeit, außerordentliche Heilswege für die unget. sterbenden Kinder als zwingend notwendig und sicher gegeben zu postulieren, ja im Gegenteil, die gesamte Tradition spricht eher für deren Nicht-in-den-Himmel Kommen.

    Die von ihnen Genannten sind AUSNAHMEN bzw. alle noch vor dem Taufbefehl, wo sich die Theologen einig sind, dass man damals wirklich ohne Taufe in den Himmel kommen konnte.
    Allerdings, wie gesagt, auch später noch möglich, von AUSNAHMEN auszugehen.
    Aber Ausnahmen bestätigen immer die Regel, sonst wären es keine Ausnahmen mehr.
    Und wären es keine Ausnahmen, sondern die Regel, dann wären viele Aussagen der Tradition wie auch die Praxis eben der Nottaufe etc. nur schwer verständlich….!

  13. Wie nun gesagt, das Problem mit dem allgemeinen Heilswillen zugestanden, so muss jedenfalls doch festgehalten werden, dass es an sich kein Anrecht auf Gnade und Himmel geben kann, sonst wäre die Gnade eben keinen Gnade mehr, die Übernatur nicht mehr übernatürlich!

    Auch wenn bei Ihen, Hr. Schenker, dieser Irrtum oder dieses Mißverständnis nicht vorliegen sollte (und wohl wirklich nicht vorliegt), so doch nochmal für die Mitleser:

    Es wäre falsch zu Meinen, es verstoße gegen die Liebe oder Güte oder Gerechtigkeit GOTTes, den Menschen die Heiligmachende Gnade und den Himmel vorzuenthalten.

    Warum?

    Nun, weil GOTT und aus Liebe und Gerechtigkeit all das gibt, was zu unserer Natur gehört oder von dieser gefordert ist.

    Dazu haben wir sozusagen ein Anrecht, oder besser noch: GOTT schuldet es sich selbst, seiner Weisheit und Vollkommenheit, seinen Geschöpfen (zumindest prinzipiell) das zu geben, was ihrer Natur verlangt.

    Es wäre wirklich gegen die Liebe oder Gerechtigkeit – gegen die Vollkommenheit GOTTEs – und ein seltsames GOTTesbild, wenn man davon ausgehen wollte, er schaffe Geschöpfe und geben ihnen nicht einmal das von ihrer Natur geforderte.

    Da aber die übernatürliche GOTTesschau ein völlig frei dazu gegebenes GOTTESgeschenk ist, das ER uns mitnichten hat geben müssen, da es mitnichten von unserer Natur gefordert ist (im Gegensatz zu dem, was die nouvelle theologie gemäß Blondel und Rahner lehrt!!!), daher wäre bzw. ist auch die Vorenthaltung des selben ohne Problem möglich.

    Das ist kein grausames GOTTEsbild, wie manche hier gemeint haben, wenn man davon ausgeht, dass die Kinder nur eine natürliche GLÜCKseligkeit erhalten, aber keine übernatüliche.

    Schon vor dem Sündenfall hätte GOTT den Menschen keine übernatürliche Glückseligkeit schenken müssen — und erst Recht nicht nach dem Sündenfall, wo die Stammeltern diese durch eigene Schuld verspielt haben.

    Und wenn auch der Verlust derselben nach dem Sündenfall aus eben diesem Grund, weil sie durch die Stammeltern sündhaft verspielt wurde, auch den Charakter der Strafe an sich hat (wie ich einmal gegen Stephan betont habe), so stimmt es schon (wie auch Stephan meinte), dass dieser Verlust bzw. der reine Mangel als solcher keine Strafe ist.

    Es ist einfach ein Mangel von etwas, was wir gar nicht brauchen, was nicht von unserer Natur gefordert ist, worauf wir also nicht das geringste Anrecht haben.

    Und als Strafe ist es nach er Erbsünde eben auch eine rein negative Strafe, also immer noch ein reiner Mangel an etwas, worauf wir eh kein Recht haben, also gar nicht im strengsten Sinne eine Strafe.

    Wenn die Kinder nur eine rein natürliche Glückseligkeit haben werden, aber keine übernatürliche, so ist das ein Mangel an etwas, was eben ein „Luxusgut“, ein „Luxusgeschenk“ GOTTes war.

    GOTT ist weder lieblos noch ungerecht, wenn er dieses Luxusgeschenk vorenthält und die Kinder sich mit einem natürlichen Glück begnügen müssen.
    Auf natürlliche Weise ewig glücklich zu sein — was will man mehr?! (Ja, eben auf übernatürliche Weise — aber das ist „Luxus“, völlig ungeschuldet, daher ist man auch zufrieden mit dem natürlichen Glück!! Ja muss es sein!)

    Wo soll also das Problem liegen, wenn GOTT den Kindern ein natürliches ewiges GLÜCK gibt und nur nicht Sein Luxus-Geschenk des übernatürlichen, auf das sie als freies Luxus- bzw. Gnadengeschenk eben gar kein Anrecht und auch gar keinen Anspruch haben?!?
    Nochmals, wo liegt das angebliche Problem??!!

  14. Obwohl es vielleicht doch auch bei Ihnen, hr. Schenker, mit eine Grund ihrer These ist, dass Sie die Natur des Beraubtseins der Anschauung GOTTes mißverstehen und meinen, dies wäre per se eine schwere Strafe – und daher eine Ungerechtigkeit, wenn man gar keine persönliche Sünde begangen hätte.

    Was eben nicht stimmt.
    Für sich betrachtet hat diese Beraubt-Sein keinen Strafcharakter (insofern hatte Stephan vor kurzem Recht).
    Und es ist auch keinerlei Ungerechtigkeit involviert, einem Unschuldigen die Anschuauung GOTTes vorzuenthalten.

    In dem von ihnen vor kurzem (in Folge nr. 5) verlinkten Text (http://catholicdefense.blogspot.ch/2012/06/where-do-unbaptized-babies-go-when-they.html) findet sich ja genau dieser Irrtum wieder. Es heißt dort:

    „…damning a child who is murdered in the womb (and who never had a free act for or against God, and never had the ability to believe in Him) appears to be the worst form of injustice.

    Dem liegt aber klar ein Mißverständnis zu Grunde, was Natur, Übernatur / Gnade was Verdammung / Hölle und Himmel ist.

    Denn zu meinen, einem abgetriebenen Kind die Anschauung GOTTes vorzuenthalten (was Verdammung ja hier meint – das ist ja wie gesagt auch das Wesen der Hölle, von weiteren postiven Strafen sind die Kinder ja nach allgemeiner Ansicht der Theologen ja eh frei!), erscheine als die schwerste Form von Unrecht, setzt voraus, das man eben als Unschuldiger ein RECHT auf den Himmel habe.

    Das ist aber völlig falsch gedacht, ja dann hat man nicht verstanden, was eben Natur, Übernatur, Himmel und Hölle und natürliche und übernat. Glückseligkeit sind.

    Es hat nicht im Geringsten etwas mit Unrecht zu tun (und auch nicht mit Lieblosigkeit), einem unschuldigen Kind den Himmel vorzuenthalten.

    Sonst wäre ja die Gnade keine Gnade mehr, die Übernatur nicht übernatürlich!!!
    Das ganze Problem scheint also doch in dem angeblichen „RECHT“, „ANRECHT“ auf die übernat. Glückseligkeit zu bestehen —- welches es eben nicht gibt!!

    Wer meint, es sei ein Unrecht, wenn GOTT jemanden, der keine persönliche Sünde begangen hat, in die Hölle fallen läßt, hat entweder nicht verstanden was „Hölle“ (resp. „Verdammung“) hier meint oder nicht, dass der Himmel und das übernat. Glück ein reines und freies Gnadengeschenk ist, auf das wir kein Anrecht haben, was also auch kein Unrecht involviert, uns dies vorzuenthalten (auch ohne Schuld auf unserer Seite!!!).

    Wenn man meint, GOTT dürfe uns den Himmel nur vorenthalten, wenn persönliche Schuld auf unserer Seite vorleigt, der hat nicht verstanden, was die Kirche über den Himmel und die Heilgmachende Gnade lehrt.

    Der vermischt Natur und Gnade, postuliert ein Recht auf die Übernatur!!

  15. Man kann folgenden Vergleich bringen:

    Nehmen wir an, bei Hr. Schenker arbeitet Familie Mayer bzw. Vater und Mutter Mayer sind bei ihm angestellt (als Übersetzer oder was sonst).

    Diese Familie besteht übrigens aus Vater und Mutter Mayer und drei Kindern.

    Nun gibt Hr. Schenker ihnen einen gerechten Lohn für die Arbeit, ja vielleicht sogar mehr als gerecht.
    Und die Familie Mayer hat ein gutes Auskommen, ihr geht es gut, sie hat zu Essen, ein eigenes Haus, kann ab und zu Urlaub machen, — ihr geht es richtig gut.

    Nun, ohne jede Pflicht, aus völlig freien Stücken aus übergroßer Liebe schenkt Hr. Schenker den Mayers ein Luxusyacht. Oder sagen wir sogar drei — den er möchte, dass sie einstmals den drei Kindern vererbt werden, so dass jedes Kind eine Luxusjacht hat.

    War Hr. Schenker verplichtet – sei es aus Gerechtigkeit, sei es aus Liebe, diese Luxusjachten zu schenken? — Mitnichten!!

    (Und so verhält es sich mit der Heiligmachenden Gnade und dem Himmel.
    Auch ohne Sündenfall wäre GOTT weder ungerecht noch lieblos gewesen, wenn er dieses „Luxus“-Gut, was über die natürlichen Bedürfnisse der Menschen hinausgeht, den Menschen vorenthalten hätte.
    Auch völlig ohne Schuld, ohne Sünden der Menschen hätte GOTT diese übernat. Glückseligkeit den Menschen vorenthalten können, ER hätte sie ihnen nicht schenken müsssen).

    Ebenso Hr. Schenker in dem Beispiel (nehmen wir an, er wäre auch nicht aus Dankbarkeit oder anderen Gründen verpflichtet gewesen, die Luxusyachten zu schenken. Sie wären ein wirkliches, und damit freies Geschenk).

    Nun, nehmen wir an, aus eigener Schuld verspielen die Eltern diese drei Yachten, verschleudern sie,…
    und können sie so nicht mehr an die Kinder wie geplant vererben.

    Muss nun Herr Schenker drei neue Yachten schenken?

    Natürlich nicht.
    Musste er ja schon von Anfang an die Yachten nicht schenken, so viel weniger sie nun erneut schenken, da sie die Eltern aus eigener Schuld verschleuderten o.ä.

    Aber wenn er nun, sagen wir, dem ältesten Kind, weil es schon gewisse Verdienste etwa um den blog von Hr. Schenker erworben hat und weil er daher eine bes. Beziehung zu ihm hat, nun doch wieder eine Yacht schenkt, den anderen beiden Kindern aber, die noch keine Verdienste haben, nicht, ist Hr. Schenker dann ungerecht oder lieblos?

    Mitnichten, war ja das Yacht-Schenken ein freies Geschenk – und zudem bei dem ältesten der Kinder sogar noch Verdienste da (aber selbst ohne diese Verdienste hätte Hr, Schenker aus freien Stücken dem Ältesten die Yacht scheken können, ohne den anderen beiden eine zu schenken müssen!!!).

    Und so bei GOTT:
    Wenn er einigen die Yacht nicht mehr schenkt, ja ihnen noch nicht einmal die Chance gibt, sie von ihm geschenkt zu erhalten, dann ist das doch mitnichten ungerecht oder lieblos.

    Angenommen es geht ihnen weiter gut, sie haben alles, was sie zum leben brauchen, auch Freizeit, Urlaub, etc. — -wie sollten sie sich dann beschweren, nur weil sie keine Luxusyacht haben??

    Nun, nachdem sie natürlich schon wissen, dass sie an sich eine geerbt hätten, werden sie schon etwas traurig sein und gegebenenfalls böse auf ihre Eltern.

    Aber auf Hr. Schenker?!

    So auch wir – bzw. die ungetauft sterbenden Kinder.
    Sie könnten allenfalls böse auf die Stammeltern sein, auf Adam und Eva.
    Aber mitnichten auf GOTT!

    Und es wäre auch keine Unrecht und keine schlimme Strafe, ihnen die Luxusyacht weiter vorzuenthalten, wenn es ihnen sonst ganz gut geht.

    Der Unterschied, wie auch hier im Beispiel, zum reinen Naturzustand ist dann auch der , dass sie eben wissen, dass sie die Gnade hätten eigentlich von Adam und Eva erben sollen (und insofern eben „böse“ auf diese sein könnten) und diese sie veruntreut haben.
    Insofern hat eben nun auch das Beraubt-Sein der Gnade einen Strafcharakter, so dass die Kinder denken müssen: „Schade, hätte schon gerne auch die übernat. Glückseligkeit gehabt, wäre noch schöner….“ – So wie die Kinder Mayer: „Hätten schon gern auch eine Luxusyacht gehabt, wäre schon schöner…“

    Aber beider wären ja sonst völlig glücklich.
    Eben, die ungetauft sterbenden Kinder werden ja ein natürliches Glück genießen (was nur wenig getrübt ist, indem sie immer wieder denken müssen: „Schade, noch schöner wäre die übernat. Glückseligkeit — die Luxusyacht…“).

    Wo bitte soll da ein Unrecht oder eine Lieblosigkeit von Seiten GOTTES sein, wenn er ihnen ein ewiges natürliches Glück schenkt — und ihnen nur die „Luxusyacht“ vorenthält, die ihre Stammeltern veruntreut haben??!!??

    Nochmals, selbst ohne Veruntreuung (und somit ohne Erbsünde) wäre es mitnichten die Pflicht GOTTEs gewesen, zu der Natur und dem natürlichen Glück noch die Übernatur und das Übernat. Glück frei hinzu zu schenken.

    Wer hier meint, es läge ein Unrecht oder Lieblosigkeit von Seiten GOTTEs vor hat nicht verstanden, was die ÜBernatur ist — ein völlig freies, völlig UNGESCHULDESTES, über die Natur und deren Verlangen (und deren REchte) hinausgehendes Gnadengeschenk.

    Wenn die Kinder kein Anrecht auf die Übernatur haben, dann ist es auch weder lieblos noch ungerecht von GOTT, ihnen diese ohne eigene Schuld vorzuenthalten!!

  16. @ dspecht:

    Ich habe gelesen, daß der heilige Kirchenlehrer Robert Bellarmin, der ja nach dem Konzil von Trient wirkte, gleichsam als Bahnbrecher der Lehre von der Blut- und Begierdetaufe gilt. Leider konnte ich bisher der Sache nicht weiter nachgehen, aber vielleicht ist Ihnen das möglich, und vielleicht könnte sich das für Sie lohnen.

    Nun eine (rhetorische) Frage, die ich auf französisch mit „malicieuse“ (Vorsicht, nicht dieselbe Bedeutung wie unser „maliziös“!) beschreiben möchte und die Sie mir bitte nicht verargen möchten: Haben Sie nicht einmal (andere Kommentatoren) gebeten, sich kurzzufassen?

    *

    Und zum guten Schluß einige Anmerkungen zur Sache:

    Auch wenn es leider so viele Abtreibungen gibt, ist doch jede Abtreibung ein Ausnahmefall, ein Sonderfall. Denn die Regel ist, daß ein einmal gezeugtes Kind auf die Welt kommt und sich dort für oder gegen Gott entscheiden kann. Dieser Regelfall wird aber durch die Abtreibung unterbunden, woraus dann eben der Sonderfall abgetriebenes Kind entsteht.

    Zum zweiten: Meines Wissens ist es doch Zweck und Ziel des menschlichen Daseins, zu Gott zu gelangen. Und es ist Gottes Willen, daß die Menschen zu ihm finden. Warum sollte also Gott einem Menschen den Zugang zum Himmel verwehren, dem die Möglichkeit, sich für oder gegen Gott zu entscheiden, durch ein schlimmes, von ihm unverschuldetes Verbrechen genommen wurde und der auch keine eigene Schuld auf sich lud?

    Nochmals zu dem Schächer am Kreuz: Als er starb, hatte Christus schon drei Jahre lang gelehrt. Und doch blieb jener Schächer ungetauft und beging schlimme Verbrechen. Er bat nicht einmal darum, in den Himmel aufgenommen zu werden, er bat Christus lediglich, im Himmel an ihn zu denken. Und doch sagte ihm Christus die Aufnahme in das Paradies zu. Wenn also Christus einem schwer schuldlbeladenen Menschen diese Gnade gewährte, warum soll er dann auch nicht eigenschuldlosen Ungetauften diese Gnade nicht gewähren?

  17. Pingback: DAS EWIGE SCHICKSAL DER ABGETRIEBENEN KINDER (Folge 11) | POSchenker

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