Joseph Kardinal Ratzinger: Zum Verständnis der „Subsistit“-Formel

Die »Subsistit«-Formel

[…]

Das Vaticanum II wollte nun mit der Subsistit-Formel – der katholischen Tradition getreu – genau das Gegenteil von „ekklesiologischem Relativismus” sagen: Die Kirche Jesu Christi gibt es. Er selbst hat sie gewollt, und der Heilige Geist schafft sie gegen alles menschliche Versagen seit Pfingsten immerfort und erhält sie in ihrer wesentlichen Identität. Die Institution ist nicht eine unvermeidbare, aber theologisch irrelevante oder gar schädliche Äußerlichkeit, sondern sie gehört in ihrem wesentlichen Kern zur Konkretheit der Inkarnation. Der Herr hält sein Wort: »Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen«.

An dieser Stelle wird es notwendig, dem Wort »subsistit« etwas genauer nachzuspüren. Das Konzil differenziert mit diesem Ausdruck die Formel Pius’ XII., der in seiner Enzyklika Mystici Corporis Christi gesagt hatte: Die katholische Kirche »ist« (est) der eine mystische Leib Christi. In der Differenz zwischen »subsistit« und »est« liegt das ganze ökumenische Problem verborgen. Das Wort »subsistit« stammt aus der in der Scholastik weiterentwickelten antiken Philosophie. Ihm entspricht das griechische Wort »hypostasis«, das in der Christologie eine zentrale Rolle spielt, um die Einung von göttlicher und menschlicher Natur in der Person Christi zu beschreiben. »Subsistere« ist ein Spezialfall von »esse«. Es ist das Sein in der Form eines eigenständigen Subjekts. Genau darum geht es hier. Das Konzil will uns sagen, daß die Kirche Jesu Christi in der katholischen Kirche als konkretes Subjekt in dieser Welt anzutreffen ist.

Subjekt in der Geschichte

Das geht nur einmal, und die Vorstellung, das Subsistit sei zu multiplizieren, verfehlt genau das Gemeinte. Mit dem Wort »subsistit« wollte das Konzil das Besondere und nicht Multiplizierbare der katholischen Kirche ausdrücken: Es gibt die Kirche als Subjekt in der geschichtlichen Wirklichkeit.

Die Differenz zwischen »subsistit« und »est« schließt auch das Drama der Kirchenspaltung ein: Obwohl die Kirche nur eine ist und wirklich besteht, gibt es Sein aus dem Sein der Kirche, kirchliche Realität, auch außerhalb der einen Kirche. Weil die Sünde ein Widerspruch ist, ist diese Differenz zwischen »subsistit« und »est« logisch letztlich nicht völlig aufzulösen.

Die Spaltung als Drama

In dem Paradox der Differenz zwischen Einzigkeit und Konkretheit der Kirche einerseits und Bestehen kirchlicher Realität außerhalb des einen Subjekts andererseits spiegelt sich das Widersprüchliche menschlicher Sünde, das Widersprüchliche der Spaltung. Solche Spaltung ist etwas ganz anderes als die oben dargestellte relativistische Dialektik, in der die Trennung der Christen ihren Schmerz verliert und eigentlich gar keine Spaltung ist, sondern nur die Darstellung der vielfältigen Variationen eines Themas, bei der alle Variationen irgendwie Recht und irgendwie Unrecht haben. Eine innere Notwendigkeit für die Suche nach Einheit gibt es dann eigentlich nicht, weil ja die eine Kirche ohnedies überall und nirgends ist. Das Christentum kann es dann überhaupt nur in den praktisch einander entgegengesetzten Variationen geben. Ökumenismus besteht dann darin, daß alle sich irgendwo gegenseitig anerkennen, weil alle nur Fragmente des Christlichen sind. Ökumenismus ist dann das Sich-Abfinden mit einer relativistischen Dialektik, weil der historische Jesus der Vergangenheit zugehört und die Wahrheit ohnedies verborgen bleibt.

Die Sicht des Konzils ist ganz anders: Daß in der katholischen Kirche das Subsistit des einen Subjekts Kirche gegenwärtig ist, ist ganz und gar nicht Verdienst der Katholiken, sondern einzig das Werk Gottes, das er gegen das dauernde Mißverdienst der menschlichen Träger durchhält. Sie können sich dessen nicht rühmen, sondern nur beschämt ob ihrer eigenen Sünde und zugleich voller Dank die Treue Gottes bewundern. Das Werk ihrer eigenen Sünde aber kann man sehen: Alle Welt nimmt das Schauspiel wahr, daß getrennte Gemeinschaften gegeneinander stehen, ihre Wahrheitsansprüche gegeneinander stellen und so das Beten Christi am Vorabend seines Leidens scheinbar zuschanden machen. Während die Spaltung als geschichtliche Wirklichkeit für jedermann greifbar ist, ist das Bestehenbleiben der einen Kirche in der konkreten Gestalt der katholischen Kirche als solches nur im Glauben wahrzunehmen. Weil das Zweite Vatikanische Konzil dieses Paradox begriffen hat, darum hat es den Ökumenismus als Suche nach wirklicher Einheit zur Pflicht erklärt und der Kirche der Zukunft mit auf den Weg gegeben.

_______

Quelle: Aus einem Vortrag von Kardinal Joseph Ratzinger, gehalten am 27. Februar 2000 bei einer vatikanischen Tagung über das Zweite Vatikanische Konzil

12 Kommentare zu “Joseph Kardinal Ratzinger: Zum Verständnis der „Subsistit“-Formel

  1. Was für ein unlogisches Geschwafel!

    (vgl. v.a.: „Weil die Sünde ein Widerspruch ist, ist diese Differenz zwischen »subsistit« und »est« logisch letztlich nicht völlig aufzulösen.)

    Unlogisch, widersprüchlich – und auch einfach falsch bzw. betrügerisch (etwa: „Mit dem Wort »subsistit« wollte das Konzil das Besondere und nicht Multiplizierbare der katholischen Kirche ausdrücken: Es gibt die Kirche als Subjekt in der geschichtlichen Wirklichkeit. — das ist betrügerisch, denn wer sich etwas in die Materie vertieft – und allein schon aus dem Zusammenhang beim Konzil wird klar, aber auch in anderen Erkläungen etc. — dass das Konzil bzw. die progessiven Konzilsväter mit dem „subsitit in“ gerade das Tor für die „Multiplizierbarkeit“ öffnen wollten und die traditionellen Väter daher vehement dagegen waren.

    Es ist so klar betrügerisch — will uns Ratzinger wirklich für dumm verkaufen, frage ich mich? Es erinnert ja nur zu sehr daran, was er vor kurzem auf die Frage geantwortet hat, warum er noch die weiße Soutane trage: Weil er gerade keine andere habe…! Also so plump uns für dumm verkaufen wollen hätte ich vorher selbst Ratzinger nicht zugetraut!! — da ja auch in diesem Ratzinger-Text selbst dann doch deutlich wird, dass es doch um „Ökumene“ geht, doch darum, dass es auch außerhalb der Kath. Kirche die Kirche Christis gäbe, über die kath. Kirche hinaus („…gibt es Sein aus dem Sein der Kirche, kirchliche Realität, auch außerhalb der einen Kirche.“ – pah, außerhalb der einen Kirche — also doch auch unlogisch und widersprüchlich… Gibt es nun nur die eine oder doch mehr…?!?).
    Also doch wegen der „Mulitiplizierbarkeit“….!

    Und eben wie selbst zugegeben ja unlogisch:
    „Weil die Sünde ein Widerspruch ist, ist diese Differenz zwischen »subsistit« und »est« logisch letztlich nicht völlig aufzulösen.

    — Ja, aber nicht weil die Sünde ein Widerspruch ist, sondern weil die modernistischen Hirne voll von Widersprüchen sind und widersprüchlich denken!! Pah…!

  2. Ratzinger ist eh ein Häretiker. Er läugnet die Auferstehung der Leiber, des Fleisches …

    Zitate aus „Einführung in das Christentum“ vom Antipapst Benedikt:

    Damit ist nun auch schon klar, daß der eigentliche Kern des Auferstehungsglaubens gar nicht in der Idee der Rückgabe der Körper besteht, auf die wir ihn aber in unserem Denken reduziert haben (S. 331)
    Die Unsterblichskeitsidee, welche die Bibel mit dem Wort von der Auferstehung ansagt, meint eine Unsterblichkeit der Person, des einen Gebildes Mensch. (S. 332) Sowohl Johannes (6.63) wie auch Paulus (1. Kor 15,50) machen mit allem Nachdruck deutlich, daß die „Auferstehung des Fleisches“, die „Auferstehung der Leiber“ nicht eine Auferstehung der Körper ist … Paulus lehrt, um es noch einmal zu sagen, nicht die Auferstehung der Körper, sondern der Personen, und dies gerade nicht in der Wiederkehr der „Fleischesleiber“, das heißt der biologischen Gebilde (S. 340)

  3. @ Marion Strauss 3. Juni 2014 um 16:28

    Vergelt’s Gott für diesen Hinweis! Ratzinger leugnet hier also ganz deutlich das Dogma der LEIBLICHEN Auferstehung der Toten!

    Die dogmatischen Definitionen hierzu lauten wie folgt:

    „Alle Toten werden am Jüngsten Tage mit ihren Leibern wieder auferstehen.“ – de fide

    „Die Toten werden mit (numerisch) demselben Leib auferstehen, den sie auf Erden getragen haben.“ – de fide

    Interessanter Nebenaspekt: Auf pius.info gibt es eine Liste der de-fide-Sätze, zu der es dort heißt: „Die Kirche hat in ihrer 2000-jährigen Geschichte Glaubenslehren als „de fide“ verkündet, das heißt als Dogmen aufgestellt. Jeder Katholik ist verpflichtet, diese Glaubenssätze anzunehmen. Wer sie ablehnt, ist außerhalb der katholischen Kirche.“ https://pius.info/lehramt/7756-uebersicht-die-glaubenssaetze-der-katholischen-kirche

    Nun, nimmt man die Aussage bei pius.info ernst, steht Ratzinger offensichtlich außerhalb der katholischen Kirche… Aber nimmt man bei den „traditionellen“ Modernisten überhaupt noch etwas ernst (außer sich selbst)? Oder geht es nur um markige Sprüche?

  4. „Iamvero ad definiendam describendamque hanc veracem Christi Ecclesiam – quae sanctā, catholica, apostolica,
    Romana Ecclesia est12 – nihil nobilius, nihil praestantius, nihil denique divinius invenitur sententia illa, qua eadem
    nuncupatur «mysticum Iesu Christi Corpus»; quae quidem sententia ex iis effluit ac veluti efflorescit, quae et in Sacris
    Litteris et in sanctorum Patrum scriptis crebro proponuntur“ (Pius XII. Litt. Enc „Mystici Corporis“ AAS XXXV. 1943, Citta del Vaticano 1943, p. 199), so definiert Papst Pius XII die Römisch-Katholische Kirche unter Hinweis auf das Vatikanische Konzil, genauer die Konstitution über den Ewigen Hirten. Es ist klar von einem „EST“ die Rede, nicht von einem „subsistit in“.
    Auch Joseph Kardinal Ratzinger irrte insuppletibel, indem er die IDENTITÄT von „SUBSISTIT IN“ und „EST“ feststlellt. Das II. Vatikanische Konzil hat die Lehre von Papst Pius XII nicht etwa differenziert, sondern explizit widersprochen. Und, was noch erschwerend hinzutritt, ist der OFFENE WIDERSPRUCH ZUR HEILIGEN SCHRIFT: „Qui nunc gaudeo in passionibus pro vobis et adimplebo ea quae desunt passionum Christi in carne mea PRO CORPOPRE EIUS, Q U O D E S T E C C L E S I A“ „Col I. 24). Damit ist eine MATERIELLE HÄRESIE offenbar, sobald auch nur irgend ein papst fordert, diese Lehre sei unter Hinweis auf LG 25 iVm. LG 18 anzunehmen und dieses dann durch Kanonisches Recht (c. 750 ° iVm. c. 1367) als ÖFFENTLICHES RECHT promulgiert, ist die FORMELLE HÄRESIE unausweichlich. Damit ist das Schisma, das S. E. der Große Erzbischof Marcel Lefebrve mit den Bischofsweihen 1988 in forma cpecifica festgestellt hat wohl jedermann ersichtlich. Wie klar muß man es denn noch sehen, daß zwischen einer Gemeinschaft, die 99.99…% der Elemente von Kirche-Sein (Sakramente, Lehre, Amt) innehat, aber nicht die EINE HEILIGE KATHOLISCHE UND APOSTOLISCHE KIRCHE, DIE DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE I S T (!) selbst ist,zwar phänomenologisch Kirche zu sein scheint, aber sie ist es dem Nomen lediglich nach. Diese „Kirchen“ ohne Anführungszeichen als Kirche zu bezeichnen IST HÄRESIE, ist aber nur im Irrtum zu erklären. Also ist das „subsistit in“ FOMRALE HÄRESIE.
    2) Zum „subsisit in“ – Verständnis:
    „subsistit“ kommt aus dem Wortstamm sistere, einem Reduplikativ-Intensisvum von „stare“ und dem Präfix „sub“. Zusammengenommen heißt dieses Wort: „zugrundelegen, gründen zusammenstellen.“ Erst in der Philosophie Senecas wird diesem Begriff das philosophische „zugrundeliegen“ und „bestehen in“ für diese Wortbedeutung elementar. In der griechischen Philosophie, genauer im Neuplatonismus existiert ein anderes Wort „hypost’asein“, eine MINDERE ABER AUS DER GLEICHEN SUBSTANZ bestehende Wesenseineheit darstellen. Plotin (und vorher Ammonios Sakkas) haben diese Begrifflichkeit eingeführt.
    2b) Der Begriff „hyp’ostasis“ ist AUSSCHLIEßLICH FÜR AUF IDEEN ZURÜCKZUFÜHRENDE BEGRIFFE ANWENDBAR (Plot. Enn V. 3. 7)
    Und: IST DIE KIRCHE EINE IDEE??? Nein, SIE IST REAL, SIE IST DA, SIE LEBT UND IST!!!
    Damit widerspricht Kardinal Ratzinger ausdrücklich der Schrift, der Tradition und dem Glaubensbekenntnis. Solches nennt man „Häresie“. Somit existiert nach Ratzinger die Kirche gleich mehrfach und das ist der Ökumenismus.
    Und wenn er dann noch sagt, daß „subsistere“ ein Spezialfall sei („»Subsistere« ist ein Spezialfall von »esse«. Es ist das Sein in der Form eines eigenständigen Subjekt“) Ist das philosophisch im Sinne der Scholastik (vgl. Thomas. v. Aquin „Exposition super Libros Metaphysicorum“) reiner Unfug, UND NUR IM SINNE DES NEUPLATONISMUS EINIGERMAßEN VERSTÄNDLICH! Damit hat sich auch Joseph Ratzinger als Neo-Neuplatonike im Geiste von Barth, Brunner, Tallis etc…gezeigt. Somit kann eben alles Reale nur Symbolik sein, alles verschwindet in symbolischer Entfremdung. Wundert es dann, daß dann Joseph Ratzinger, sobald er zum „Papst“ Benedikt XVI gewählt war NIE MEHR DEN ÜBERLIEFERTEN RITUS ZELEBRIERT HAT? So erscheint eben auch „Summorum Pintificum“ als reiner Symbolismus.
    Und da soll mir noch einer sagen, es gäbe die Deuterovatikanische Kirche nicht. Sie existiert, sie nennt sich Kirche, hat das Papstamt besetzt und tyrranisiert die Gläubigen mit Irrlehren. NEIN DAS KANN NIE KIRCHE SEIN, und es ist es auch nicht!!

  5. @ Christoph Rhein 3. Juni 2014 um 21:28

    Vergelt’s Gott für die aufschlußreiche Erklärung der Begriffe! Das schafft einen guten Einblick in die Abkunft des modernistischen/postmodernistischen Geistes…

    Die Kirche ist für jene lediglich eine Idee, ein Symbol, etwa für die ‚brüderliche Weltgemeinschaft‘ oder ‚die erleuchtete Menschheit, die sich ihrer göttlichen Würde bewußt wird‘. Vor allen Dingen geht es um ein „Werden“… Etwas von den „Erleuchteten“, von den „Eingeweihten“ zu „Schaffendes“, etwas, das erst noch „erbaut“ werden müsse… Es ist leicht einzusehen, daß das nichts anderes als Satanismus, verpackt in den Mantel der vielgepriesenen „Liebe“, ist…

  6. Damit wird nämlich noch etwas klar: Joseph Kardinal Ratzinger und sein Schülerkreis haben immer wieder versucht, einen Bruch zwischen Augustinus und Thomas v. Aquin zu konstruieren, indem sie dagen, daß Thomas v. Aquin sich stark von der mystischen Theologia Negativa des Heiligen Dionysios Areopagita habe beeinflussen lassen und Augustinus eben im Lichte der Mystik ausgelegt habe. Daher müsse man den Realismus des Heiligen Thomas v. Aquin NEBEN die Theologia mystica eines Johannes Duns Scotus setzen und die andere Weise, Augustinus auszulegen, eben die Art des Heiligen Bonaventura als GLEICHWERTIG ansehen und nicht der strengen Observanz der Scholastischen Methode nach dem Heiligen Thomas v. Aquin folgen.
    Das Ergebnis war der Triumph des Neuplatonismus in der Kirche und deren symbolistische Abschaffung. Davor hatte etwa Card. Segni immer gewarnt. Warum waren die Bücher des Platon- und Aristotelesphilologen John Osborne auf dem Index? Diese sind zwar Standartwerke in der heutigen Klassischen Philologie und Philosophie, waren aber damals wegen ihrer eindeutig atheistischen Perspektive für die Ausbildung in den Seminarien nicht zulässig! Und natürlich kann dann ein Jacques Monod mit seinem klar aus dem physikalischen Neuplatonismus (Hyl’e-Schule!) herstammenden Progressismus den Wandel von Joseph Ratzinger vom Modernisten („Einführung in das Christentum“ 1968) zum Progressisten („Theologische Prinzipienlehre 1982) lupenrein erklären.
    Bernard Tissier de Mallerais hat eben recht: „L- theologie etran^er de Beno^it XVI.)

  7. @ Marion S. (und Stephan):

    In der „Einführung in das Christentum“ leugnet Ratzinger auch klarerweise den Abstieg CHRIsti zur Vorhölle und reduziert das Ganze letztlich darauf, dass CHRistus eben auch gestorben sei – in das Totenreich gefahren i. S. v. den Tod gekostet, eben gestorben, Punkt. Nicht in eine Unterwelt-Vorhölle (limbus patrorum) abgestiegen…!!

  8. O nein, Stephan, Christoph Rhein, ihr urteilt verkehrt, hier auf diesem Blog wird doch Ratzinger als ein unschuldig Unwissender erkannt, denn wie soll er denn wissen, daß es ein Glaubensbekenntnis gibt „ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt“ – „Auferstehung des Fleisches und das ewigen Leben“?
    Denn wenn er einer Sekte angehört,, wie kann er dann etwas gehört haben von “Alle Toten werden am Jüngsten Tage mit ihren Leibern wieder auferstehen.” – de fide?
    Er sei, wenn überhaupt, doch „nur“ ein materieller Häretiker, denn genau deswegen konnte er doch nicht das Wissen besitzen. So kann man es ja auch drehen!
    Idee? Ja wahrlich, ein genialer Einfall, für Ratzinger eine Illusion diese Auferstehung! Denn auch Christus ist für ihn nicht auferstanden von den Toten, dem Leibe nach. Vielmehr „Die Sache Jesu geht weiter“!

    Und hier lassen wir den heiligen Irenäus sprechen:

    „Die sich also von der Lehre der Kirche abwenden, zeihen die heiligen Presbyter der Unwissenheit, indem sie nicht erwägen, wie viel mehr fromme Einfalt wert ist als gottlose schamlose Sophisterei. Das gilt aber allen Häretikern, die da glauben, daß sie etwa mehr als die Wahrheit gefunden haben, wenn sie den genannten Lehren folgen und indem sie auf verschiedene, mannigfaltige und törichte Weise ihren Weg gehen…fallen sie gerechter Weise in die verborgene Grube der Unwissenheit, da sie ‚immer suchen und niemals die Wahrheit finden‘ (2 Tim. 3,7)“

  9. „Sowohl Johannes (6.63) wie auch Paulus (1. Kor 15,50) machen mit allem Nachdruck deutlich, daß die “Auferstehung des Fleisches”, die “Auferstehung der Leiber” nicht eine Auferstehung der Körper ist …“
    So so, Herr Gelehrter!

    Mit allem Nachdruck, mit aller Wucht und Schärfe muss sich Ratzinger vom heiligen Kirchenlehrer Irenäus belehren und Nachhilfeunterricht geben lassen:

    In „Des heiligen Irenäus fünf Bücher gegen die Häresien“ lesen wir:
    „so machen es die Häretiker mit dem Worte Pauli „Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben.“ An die beiden Worte sich klammernd, haben sie den Apostel nicht begriffen, noch die Kraft der beiden Ausdrücke sich klar gemacht, und indem sie sich nun allein an die beiden nackten Worte halten, sterben sie an ihnen und werfen den ganzen Heilsplan Gottes um, so weit sie es können..
    Denn eben dasselbe, was starb, wird auch lebendig gemacht. Die Substanz des Fleisches, diese nun lebendig zu machen, kam der Herr, damit wir, in Christo leben, so wir geistig sind, nicht indem wir das Gebilde Gottes ablegen, sondern die Begierden des Fleisches und den Heiligen Geist annehmen, wie der Apostel in dem Briefe an die Kolosser sagt: ‚Tötet also eure Glieder, die von der Erde sind.‘ Und wie er in demselben Briefe sagt ‚Ziehet aus den alten Menschen mit seinen Werken‘, womit er das alte Gebilde nicht aufheben wollte..[sondern nur die Werke] denn das Fleisch wird reif und fähig gemacht für die Unverweslichkeit.“

  10. Fortsetzung des heiligen Kirchenlehrers IRENÄUS:

    „XV. Kapitel
    Dasselbe Fleisch, das von Gott erschaffen wurde, wird von ihm auch auferweckt

    Daß aber der, welcher im Anfang den Menschen erschaffen hat, nach seiner Auflösung in Erde ihm eine zweite Geburt versprochen hat, drückt Isaias so aus: ‚Es werden die Toten wieder auferstehen und auferstehen werden die in den Gräbern, und es werden sich freuen, die in der Erde. Denn der Tau von dir ist ihnen Gesundheit.‘..
    Und Ezechiel sagt also: ‚Und über mir ward die Hand des Herrn, und es führte mich im Geiste der Herr hinaus und stellte mich auf die Mitte des Feldes, und es war voll von Gebeinen; und er führte mich herum über sie, siehe ganz dürr. Und er sprach zu mir: Menschensohn, werden leben diese Gebeine? Und ich sprach: Herr du weißt es, der du sie gemacht hast. Und er sprach zu mir: Prophezeie über diese Gebeine und sprich zu ihnen: Ihr dürren Gebeine, höret das Wort des Herrn: Dies spricht der Herr zu diesen Gebeinen: Siehe ich führe über euch hin den Geist des Lebens und werde geben über euch Nerven, und ich führe zurück über euch das Fleisch, und ich werde ausdehnen über euch die Haut, und ich werde meinen Geist in euch geben, und ihr werdet leben und erkennen, daß ich der Herr bin. Und ich prophezeite, wie der Herr mir vorschrieb. Und es geschah, als ich prophezeite, und siehe, ein Erdbeben, und herbeigeführt wurden die Gebeine, ein jedes, wohin es gehörte, und ich sah, und siehe, über ihnen entstanden Nerven und Fleisch und über sie hinüber zog sich die Haut, und Geist war nicht in ihnen. Und er sprach zu mir: Zum Geist prophezeie, Menschensohn, und sprich zum Geiste: Dies spricht der Herr: Herbei von den vier Winden komme Geist. Hauch diese Toten an, daß sie lebendig werden. Ich prophezeite, wie mir befohlen. Da kam der Geist in sie. Sie wurden abermals lebendig und stellten sich auf ihre Füße – eine große große Schar.‘ (Ezech. 37,1 ff.)“

  11. Wie BESCHÄMEND muss es doch sein wenn jetzt Laien einem Papst ( besser: den Konzils-„Päpsten“ ) die wahre Kirchenlehre erklären müssen.

    Wer dennoch angesichts soooo vieler Ungereimtheiten soooo realitätsfern denkt und handelt, auf den treffen die Worte eines Irenäus wahrlich zu ( wie oben @Alexius eingefügt hat ):

    “Die sich also von der Lehre der Kirche abwenden, zeihen die heiligen Presbyter der Unwissenheit, indem sie nicht erwägen, wie viel mehr fromme Einfalt wert ist als gottlose schamlose Sophisterei. Das gilt aber allen Häretikern, die da glauben, daß sie etwa mehr als die Wahrheit gefunden haben, wenn sie den genannten Lehren folgen und indem sie auf verschiedene, mannigfaltige und törichte Weise ihren Weg gehen…fallen sie gerechter Weise in die verborgene Grube der Unwissenheit, da sie ‘immer suchen und niemals die Wahrheit finden’ (2 Tim. 3,7)”

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