14 FRAGEN VON „STEPHAN“ – 14 KURZE ANTWORTEN VON MIR [POS]

(Vergleiche den Kommentar von „Stephan“ vom 13.05.2014 um 21:31)

1. Können Sie uns erklären, wie  das dann aussehen müsse bzw. wie sich die FSSPX nun gegenüber Bergoglio und Co. verhalten müsste, um Lefebvre „treu zu bleiben“?

Die FSSPX muss sich ihm gegenüber gleich verhalten wie sich Mgr. Lefebvre gegenüber Paul VI. und Johannes-Paul II. verhalten hat. D.h. sie muss ihn als gültigen, gültig gewählten, amtierenden Papst anerkennen. Sie muss mit ihm, bzw. mit seinen engsten Mitarbeitern Gespräche führen, (gar) wenn sie dazu eingeladen wird. Dabei muss sie auf den Grundsätzen und Postulaten beharren, die sie sich unter Erzbischof Lefebvre gegeben hat(te).

Die Führung der FSSPX hat sich grundsätzlich richtig verhalten unter Johannes-Paul II. und insbesondere unter Benedikt XVI. Das Mitwirken bei der Suche nach einem Abkommen mit Rom war/ist nicht falsch und muss weitergehen. Verhängnisvoll falsch aber war das Verhalten Bischof Fellay’s / Menzingens den eigenen Priestern (– ja teilweise auch den anderen 3 FSSPX-Bischöfen –) gegenüber, die ihre Bedenken zu einem größtenteils verschwiegenen, geheimgehaltenen Abkommen äußerten. Bischof Fellay müsste, um Remedur zu schaffen, die Ausgeschlossenen wieder einladen, in die FSSPX zurückzukehren. Und dazu müsste er sich bei ihnen und auch bei den betroffenen Gläubigen für das geschehene Unrecht entschuldigen.

2. Wie kann man „traditionstreu“ sein, wenn man doch Irrlehren und Positionen (z.B. die der Gallikaner und Jansenisten) vertritt, die von der Kirche bereits verurteilt und verworfen wurden.

Die FSSPX vertritt keine Irrlehren und Positionen, auch jene der Gallikaner und Jansenisten nicht, die von der Kirche bereits verurteilt und verworfen wurden.  Das ist eine unbegründete Behauptung, ein Fehlurteil – eine Fehlkonklusion aus falschen, falsch gesetzten und falsch verstandenen Prämissen.

3. Wie kann man „traditionstreu“ sein, wenn man ein Kirchenbild bzw. eine Haltung gegenüber dem Lehramt vertritt, welche von der Kirche bereits klar und deutlich als häretisch verworfen wurde? Die FSSPX vertritt selber modernistische Positionen und bereits verurteilte Irrlehren bezüglich des Lehramtes und der Ekklesiologie.

Die FSSPX vertritt offiziell keine modernistischen Positionen und lehrt keine bereits verurteilten Irrlehren, auch nicht bezüglich des Lehramtes und der Ekklesiologie.

4. Wenn eine Autorität unkatholische „Lehren“ verkündet, dann handelt es sich hierbei offenkundig NICHT um eine Autorität der röm.-kath. Kirche, gemäß dem folgenden katholischen Grundsatz: „Eine Autorität, welche den IRRTUM lehrt, sei es in guter oder in böser Absicht, IST ÜBERHAUPT KEINE AUTORITÄT mehr.“ (Dom Guéranger, zitiert nach Bischof de Castro Mayer) Die Haltung der FSSPX ist somit offenkundig widersprüchlich und unkatholisch.

Die Haltung der FSSPX ist (grundsätzlich) nicht (offenkundig) widersprüchlich und unkatholisch. Sie befindet sich in gewisser Hinsicht in einer widersprüchlichen und „unkatholischen“ Situation, für die sie nicht verantwortlich ist und die sie selber, aus sich heraus, nicht beheben kann, solange in Rom, im Vatikan, beim Papst, keine Klarheit, Widersprüchlichkeit, eine in vielem „unkatholisch scheinende Situation“ herrscht.

5. Warum nennt sie z.B. einen Bergoglio „Heiligen Vater“ bzw. betrachtet diesen Nicht-Katholiken als Papst bzw. Oberhaupt der röm.-kath. Kirche? Und warum wollen sich die Oberen der FSSPX denn mit der „Konzilskirche“ einigen, wenn es sich bei der „Konzilskirche“ gemäß den Oberen der FSSPX nicht um die von Jesus Christus gegründete röm.-kath. Kirche handeln würde?

Sie nennt ihn ganz natürlicherweise „Heiligen Vater“, „Oberhaupt der röm.-kath. Kirche“, weil sie Bergoglio (vorerst einmal) für den gültig gewählten Papst hält, den sie (vorerst einmal) nicht als „Nicht-Katholiken“ betrachtet. Und die Oberen der FSSPX wollen sich gar nicht mit der „Konzilskirche“ einigen, sondern mit der wahren röm.-kath. Kirche (zu der sie nie nicht gehörten), also mit jenen „Elementen“ in der „Konzilskirche“, die mental tatsächlich (noch) zur von Jesus Christus gegründeten röm.-kath., apostolischen Kirche gehören.

6. Sie verhandelt offenkundig mit Häretikern um einen Beitrtitt zu der Gemeinschaft dieser Häretiker und möchte nur nicht „öffentlich“ über die Häretiker „richten“? Übrigens, es geht nicht ums Richten, sondern es geht um die Feststellung, dass es sich bei den angeblichen „Hirten“ um Wölfe handelt. Würde die FSSPX ihre Hirtenaufgabe ernstnehmen, dann würde sie ihre Schafe nicht den Wölfen zuführen wollen.

Sie verhandelt eben nicht mit „offenkundigen Häretikern“, und sie verhandelt auch nicht um einen Beitritt zu der „Gemeinschaft dieser Häretiker“, sondern sie verhandelt (intentionell) mit kirchlichen Amtspersonen, die nicht offenkundige Häretiker, nicht Wölfe sind, und sie verhandelt (intentionell) um eine Anerkennung ihrer Zugehörigkeit zur von Jesus Christus gegründeten röm.-kath., apostolischen Kirche.

7. Warum appelliert die FSSPX an einen offensichtlichen Häretiker und will uns weismachen, dieser Häretiker sei der Stellvertreter Christi? Wie gesagt, es geht überhaupt nicht um einen Richterspruch über die Seele eines Menschen, sondern es geht um die Feststellung der äußeren Tatsachen. Und wenn sich äußerlich zeigt, dass man es mit Häretikern zu tun hat, dann muss man sich entsprechend verhalten. Die Lehre der Kirche hierzu ist eindeutig.

Sie appelliert nicht an einen „offensichtlichen Häretiker“. Der amtierende Papst ist für sie kein offensichtlicher, erwiesener, überführter Häretiker, und deshalb ist er für sie (noch) der Stellvertreter Christi. Ihn als offensichtlicher Häretiker zu bezeichnen und zu behandeln, ist ein vermessenes Richten über ihn in und vor der Öffentlichkeit und für die kirchliche Öffentlichkeit.

8. Es geht bei der in „Auctorem Fidei“ als häretisch verworfenen Behauptung um das Lehramt. Diese häretische Behauptung unter I.) wurde einst gegen das kirchliche Lehramt vorgebracht. Doch wenn die FSSPX behauptet, dass die angeblichen Autoritäten der röm.-kath. Kirche unkatholische Dinge lehren würden oder dass sie nicht katholisch denken könnten, weil sie ja modernistisch seien und deshalb die katholische Wahrheit nicht verstehen würden, dann trifft sich das mit der als Häresie verworfenen Behauptung. Denn das kirchliche Lehramt bzw. die entsprechenden Träger des Lehramtes können über die wahre Lehre der Kirche nicht im „Dunkeln“ bzw. im Unklaren sein. Denn, entweder sind die Autoritäten der „Konzilskirche das tatsächliche Lehramt der röm.-kath. Kirche, dann wären deren „Lehren“ keineswegs unkatholisch, dann kann es sich bei den V2-Autoritäten eben offenkundig NICHT um das kirchliche Lehramt handeln (und somit sind sie auch keine rechtmäßigen Autoritäten der röm.-kath. Kirche) Beides gleichzeitig geht nicht, das wäre wie eckige Eier.

Die (häretische) Behauptung in „Auctorem Fidei“ lautet: I. „Die Vorlage, welche behauptet, in diesen letzten Zeiten [die Apostolische Konstitution datiert von 27. August 1794!] habe sich eine allgemeine Dunkelheit über die wichtigeren Wahrheiten verbreitet, die sich auf die Religion beziehen und die Grundlage der Glaubens- und Sittenlehre Jesu Christi sind,

Das, was – nach Ihnen – die FSSPX behauptet, trifft sich eben nicht mit der als Häresie verworfenen Behauptung. Wenn sie – einmal unüberprüft angenommen – sagt, „die Autoritäten der röm.-kath. Kirche lehren unkatholische Dinge und können nicht katholisch denken, weil sie modernistisch seien und deshalb die katholische Wahrheit nicht verstehen“, dann muss man das so verstehen, dass sie das nicht von den, also von allen Autoritäten der röm.-kath. Kirche, also auch vom Papst, meint, sondern nur von gewissen (untergeordneten) Autoritäten.

9. Wer sich von der „Konzilskirche“ nicht wirklich lösen will, der hält freilich grundsätzlich an ihr fest. Wer sich von einer Todsünde über Jahrzehnte nicht lösen will, der hält grundsätzlich an dieser Todsünde fest. Und wer modernistische Positionen vertritt, der hält eben daran grundsätzlich fest. Außer natürlich wir erklären nun den gesunden Menschenverstand für abgeschafft…

Wenn man unter „Konzilskirche“ das Zusammenwirken jener Kräfte in/aus der röm.-kath., apostolischen Kirche versteht, die Feinde der wahren katholischen Kirche sind, dann löst man sich von diesen eo ipso als traditionsverbundene bekennende katholische Christen, bzw. gehört man ihr zu keiner Zeit an. Die FSSPX ist das Musterbeispiel einer katholischen Gemeinschaft, die nicht modernistische Positionen vertritt.

10.  Wer Irrlehren vertritt, der orientiert sich ganz sicher NICHT am gesicherten Glaubensdepositum. Wer mit der „Konzilskirche“ um einen Beitritt verhandelt, der scheint kein wirkliches Problem mit dem Zeitgeist zu haben.

Es ist offensichtlich, dass die FSSPX nicht allen (bis V2) verkündeten Lehren der röm.-kath. Kirche beistimmt.

Somit ist deutlich, dass die Haltung der FSSPX gegenüber Bergoglio und Co. NICHT katholisch ist, wenn Bergoglio und Co. tatsächlich Päpste (gewesen) seien.

Die FSSPX (zum Beispiel) orientiert sich ganz sicher am gesicherten Glaubensdepositum.  Sie stimmt allen (bis V2) verkündeten Lehren der röm.-kath. Kirche bei. Sie verhandelt nicht mit der „Konzilskirche“ um einen Beitritt, sondern sie verhandelt, wie gesagt, mit den amtierenden Autoritäten um eine Anerkennung ihrer sicheren, vollkommenen Zugehörigkeit zur wahren röm.-kath., apostolischen Kirche.

12. Wer nicht der Lehre der röm.-kath. [Kirche] im vollen Umfang treu ist, kann nicht von sich sagen, dieser Kirche tatsächlich anzuhängen. Wer immer nach der „Konzilskirche“ schielt und um eine Einigung mit dieser offenkundig häretischen Organisation sucht, der hängt ganz offensichtlich an ihr.

Die FSSPX ist der Lehre der röm.-kath. Kirche in ihrem ganzen Wollen und Wirken von Anfang an im vollen Umfang prinzipiell treu. Und sie schielt nicht nach der „Konzilskirche“ um eine Einigung mit ihr, sondern sie sucht schlicht die offizielle Anerkennung, dass sie zur wahren, einzigen, einigen katholischen Kirche gehört.

13. Nennen Sie uns doch bitte die (angeblichen) jetzigen Oberhirten der röm.-kath. Kirche.

Die jetzigen Oberhirten der röm.-kath. Kirche sind offiziell Papst Franziskus mit allen Oberhirten (Bischöfen, Kardinälen), die offiziell zur röm.-kath. Kirche gehören.

14. Erklären Sie uns doch einmal, wie man ein wahrer katholischer Christ sein könne, wenn man gar nicht der Lehre der Kirche in vollem Umfang anhängt, sondern sogar modernistische Standpunkte vertritt?

Selbstverständlich kann man kein wahrer katholischer Christ sein, wenn man gar nicht der Lehre der Kirche in vollem Umfang anhängt und sogar echt modernistische Standpunkte vertritt. Aber der FSSPX z.B. kann man nicht vorwerfen, sie hange der Lehre der Kirche nicht in vollem Umfange an oder sie vertrete gar modernistische Standpunkte. Das kann man jedenfalls nicht Erzbischof Lefebvre vorwerfen und jenen, die sich treu an ihn halten.

Die konsequenten Sedisvakantisten konstruieren ihre Anklagen und Urteile über die traditionsverbundenen Nicht-Sedisvakantisten zur Hauptsache rein aus einer Feststellung einer Nicht-(vollständigen-)Übereinstimmung von dogmatischen Aussagen mit dem (ihnen meist angedichteten) Denken, Reden, Schreiben und Verhalten von Gläubigen (Kleriker und Laien). Darin ähneln sie den pharisäischen Gesetzeslehrern, deren Standard-Kurz-Schluss lautet(e): „Wir haben ein Gesetz, und nach diesem muss er  [Christus!] sterben (muss er getötet werden)“. Übertragen auf diese Sedisvakantisten: „Wir haben ein Dogma, und wer dieses nicht be(ob)achtet, der ist  nicht katholisch, der ist ein Häretiker, ein Schismatiker, ein Apostat; mit dem können, dürfen wir nicht (mehr) verkehren, der sei im Banne! Der wahre christliche, katholische Glaube geht aber weit über das reine Beobachten der Dogmen hinaus. Das Wesentlichste davon ist das Beobachten des zweifachen Gebotes der Liebe, wie JESUS es auslegt und das nur ein einziges Gebot ist und die Erfüllung des Gesetzes darstellt:

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten“ (Mt 22, 37–40).

Siehe Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) 435/2055!

43 Kommentare zu “14 FRAGEN VON „STEPHAN“ – 14 KURZE ANTWORTEN VON MIR [POS]

  1. POSchenker: Ohne Ihren guten Glauben in Frage zu stellen ist es mir unverständlich, wie Sie auf biegen und brechen die Konzilssekte und ihren Guru, den Frevler Bergoglio zu verteidigen versuchen. Ehrlich gesagt, was sich dieser Frevler gegen die Franziskaner der Immaculata erlaubt hat ist ausreichend, um ihn nicht als den Stellvertreter unseres Herrn – und dies ungeachtet der Rechtmässigkeit seiner Wahl – anzuerkennen. In diesem Falle dürfte „cum ex apostolatu officio“ Pauls IV mehr Gewicht haben als die Erklärungen der Piusbruderschaft.
    Ausserdem bin ich überzeugt, dass die Haltung der Oberen der Piusbruderschaft in eine Sackgasse führt. Verantwortlich für das heutige Chaos sind: Der Frevler Roncalli mit seinem Ehebruch mit der modernen Welt, der Frevler Montini weclher die Scheidung ausgesprochen hat und schliesslich der Frevler Woytila welcher das Konkubinat legalisiert hat. Einen weiteren Grund um den Frevler Bergoglio nicht als Stellvertreter unseres Herrn anzuerkennen ist seine Erhebung zu Ehre der Altäre der drei obigen Frevler. Uns Roncalli, Montini und Woytila als Vorbilder anzubieten was ist das anderes als Betrug?
    Die Haltung der Priesterbruderschaft ist ekklesiologisch nicht vertretbar, denn wie kann sie sich als einer Gemeinschaft zugehörig betrachten, deren Selbstverständnis von ihr verworfen wird. Nicht besonders überzeugend ist ihre Ablehnung des Sedevakantismus und ihr Vergleich mit dem Phärisäertum hinkt

  2. @Juhuben Cantuja

    Woraus schließen Sie, dass ich die „Konzilssekte“ und den „Frevler“ Bergoglio „auf Biegen und Brechen“ zu verteidigen suche?

  3. @ Juhuben Cantuja:

    „weil Sie ihn als heiligen Vater anerkennen. Was er jedoch gegen die Franziskaner der Immakulata unternimmt ist unheilig bezw. frevelhaft.“

    Non sequitur weil logischer Fehler „quaternio terminorum“ durch „Homonymie“ (Zwei- bzw. Mehrdeutigkeit des Mittelbegriffs):

    „heilig“ im ersten Satz ist eine Amtsbezeichnung und kommt dem Amt zu, unabhängig von dessen Ausübung und also einzelnen Akten.

    „heilig“ im zweiten Satz bezieht sich auf einzelne Akte, auf die Ausübung.

    Also non-sequitur.

    So simpel können Sie Hr. Schenker nicht widerlegen.
    Und die ganze Frage ist eben auch nicht so simpel.
    Wenn ich Sie richtig verstehe sagen Sie doch selbst, dass die Päpste nur Fehlbesetzunge sind, aber durchaus noch irgendwie eine gültige Besetzung, also in einem gewissen Sinn – in eben dem Amtssinne – noch „Heilige Väter“ sind, wenn auch durch ihre Akte sehr unheilige und sich so als Fehlbesetzung entpuppen.

    Wohlgemerkt, „heilig“ meint hier zweimal Verschiedenes bzw, hat verschiedene Bezüge….!!

  4. @Juhuben Cantuja

    Ich nenne ihn nicht „Heiliger Vater“ weil ich meine, er sei heilig, „Heiliger Vater“ ist einfach sein Titel. Sicher ist das, was er gegen die Franziskaner (und Franziskanerinnen) der Immaculata angerichtet hat, unheilig! Und darüberhinaus hat er schon viel Unheiliges gesagt und getan! Aber er hat noch nichts Unheiliges autoritativ GELEHRT!

  5. @ Schenker (u.alle):

    Übrigens eine gute Erwiderung, Herr Schenker!

    Nur zum 8. Punkt etwas schwach — aber der Einwand im 8. Punkt selbst ist nicht weniger schwach.
    Er beweist nicht was er zu beweisen sucht und vorgibt.

    Man müsste mal diesen 8. Punkt und Auctorem fidei gesondert diskutieren.

  6. Schenker:
    „Aber er hat noch nichts Unheiliges autoritativ GELEHRT!

    Oh, doch Herr Schenker, das hat er schon — etwa in seinem päpstlichen Schreiben „Evangelii Gaudium“, wenn er den alten Bund für Fortbestehend erklärt — was ja auch einen berühmten Priester der Fatima-Bewegung zunächst zur Überzeugung der Sedisvakanz brachte
    (inzwischen ist er glaube ich allerdings der Überzeugung, Benedikt-Ratzinger sei noch Papst. [– Womit er ja nichteinmal völlig falsch liegt. Vgl. übrigens auch den sehr wichtigen neuen Artikel hier:
    http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/05/two-popes-has-papacy-become-diarchy.html !!!])

  7. @dspecht

    Danke, „dspecht“. Sie haben recht. Meine Antwort zum 8. Punkt ist tatsächlich etwas schwach. Aber die FSSPX sagt doch meines Wissens nirgends offiziell,
    „es habe sich eine allgemeine Dunkelheit über die wichtigeren Wahrheiten verbreitet, die sich auf die Religion beziehen und die Grundlage der Glaubens- und Sittenlehre Jesu Christi sind“.

  8. @dspecht

    Mit „autoritativ“ meine ich „mit Nachdruck, verbindlich“. 247 von „Evangelii Gaudium“ ist natürlich irrig, falsch; aber es ist nur eine beiläufige Wiederholung dessen, was schon im Konzilstext „Nostra Aetate“ steht.

    Übrigens – Johannes Rothkranz schreibt in seinem Buch „44 Irrtümer über das Judentum„:

    1) Besteht der Alte Bund mit den Juden noch fort?
    Allerdings, antwortet im Jahre 1992 die Schweizer Bischofskonferenz unter Berufung auf ihr römisches Oberhaupt: «Gottes Bund mit seinem Volk ist und bleibt ungekündigt. (Röm 11, 29; Papst Johannes Paul II. hat diesen Vers 1980 bei seiner Begegnung mit Juden in Mainz so gedeutet und seither häufig wiederholt.)»1
    Schon Paul VI. hat in seiner völlig neu formulierten Großen Fürbitte am Karfreitag für die Juden dasselbe erklärt: «Der Gedanke des unaufgekündigten „Alten“ Bundes – der sich in der Theologie wohl erst in jüngerer Zeit durchzusetzen beginnt – ist in der Version der Fürbitte von 1970 eindeutig zum Ausdruck gebracht.»2
    Johannes Paul II. seinerseits bekräftigt beispielsweise 1991: «“Weil Jahwe Israel ewig liebt . . .“ (1 Kön 10, 9), hat er mit ihm einen Bund geschlossen und ihn nie gebrochen. In ihm ruhen die messianischen Hoffnungen des ganzen Menschengeschlechts.»3
    Die Behauptung ist aber nicht unbedingt neu: «In seinem 1892 veröffentlichten Buch „Das Heil durch die Juden“, das [Léon] Bloy als Reaktion auf das antisemitische Pamphlet „La France Juive“ von Drumont schrieb, . . demonstrierte er, daß Gott seinen Bund mit dem jüdischen Volk zu keiner Zeit gekündigt hat – eine Wahrheit, die erst das Zweite Vatikanische Konzil wiederentdecken sollte.»4
    Natürlich hat Gott seinen Bund vom Sinai nie gebrochen; das wäre ja unvereinbar mit seiner unendlichen Heiligkeit, seiner absoluten Wahrhaftigkeit, kurz gesagt, mit seinem Wesen. Aber er hat diesen nur vorbildlichen und vorläufigen Bund bruch- und sogar nahtlos in den neuen und ewigen Bund überführt.
    Schon durch den Propheten Jeremias hatte er den Israeliten angekündigt, er werde den bisherigen Bund, den übrigens sie, die Juden, bereits vielfach durch wiederholten Götzendienst gebrochen hatten, durch einen neuen ablösen:

    «“Fürwahr, Tage kommen“ – Spruch des Herrn -, „da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund, nicht dem Bunde gleich, den ich mit ihren Vätern schloß, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus dem Lande Ägypten herauszuführen. Sie waren es ja, die meinen Bund brachen, während ich über sie die Herrschaft ausübte“ Spruch des Herrn. „Vielmehr so soll der Bund sein, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließe“ – Spruch des Herrn: „Ich lege mein Gesetz in ihr Inneres und schreibe es ihnen ins Herz. Ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein“» (Jer. 31, 31-33).
    Im Brief an die Hebräer führt der heilige Paulus genau diese Stelle aus dem Propheten Jeremias in voller Länge an, um sie wie folgt zu erklären: «Da er aber von einem „neuen“ Bund redet, macht er den ersten zu einem alten. Was aber veraltet ist und greisenhaft, ist dem Vergehen nahe» (Hebr. 8, 13).
    Am Abend vor seinem Erlösungsleiden und -tod setzte der Gottmensch Jesus Christus in direktem Anschluß an das vorbildliche Bundesopfer des Paschalammes das endgültige Bundesopfer ein, bei dem er selbst an die Stelle des Lammes trat: «Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute, das für euch vergossen wird» (Luk. 22, 20).
    Damit war er also sehr wohl «gekündigt», der alte Bund, und der heilige Paulus stellt das im Hebräerbrief sogar ausdrücklich fest. An die Stelle des unvollkommenen levitischen Priestertums, sagt er, ist das vollkommene Priestertum Christi, dasjenige nach der Ordnung Melchisedechs, getreten:
    «Mit dem Wechsel des Priestertums erfolgt [nun aber] notwendig auch ein Wechsel des Gesetzes. . . . Aufgehoben wird die vorausgehende Ordnung wegen ihrer Schwäche und Unbrauchbarkeit – das Gesetz [vom Sinai] hat ja in nichts Vollendung gebracht -, heraufgeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir Gott nahekommen. . . . Demgemäß wurde Jesus auch Bürge eines besseren Bundes» (Hehr. 7, 12 . 18-19.22).
    «Und deshalb ist er eines neuen Bundes Mittler, damit durch einen Tod, der zum Loskauf diente von den im ersten Bund geschehenen Sünden, die Berufenen die Verheißungen empfingen für das ewige Erbe» (Hebr. 9, 15).
    «So sei denn niemand Richter über euch in Fragen von Speise und Trank oder bezüglich der Feier von Festen, Neumonden und Sabbaten. Dies sind ja nur Schatten dessen, was kommt; die wahre Gestalt aber ist Christi» (Kol. 2, 16-17).
    Merke: Der Alte Bund existiert nicht mehr, denn er war nur vorläufig. An seine Stelle ist der Neue Bund in Christi Blut getreten. Diesem Bund gehören alle wahren Christgläubigen, d.h. alle Glieder der wahren römisch-katholischen Kirche an, und nur sie.
    _______
    1 «Antisemitismus: Sünde gegen Gott und die Menschlichkeit» – Berner Erklärung im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz und der Leitung des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes vom 31. März 1992, Nr. 6 (zit. n. d. Vorabdruck in: «Schweizerische Kirchenzeitung», 26. März 1992, S. 194).
    2 Der Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards in der Fachzeitschrift «Gottesdienst», 29. März 1990.
    3 Ansprache an die jüdische Gemeinde in Brasilia vom 15. Oktober 1991 («L’Osservatore Ro-mano», 8. November 1991,S. 8).
    4 Alexander Lohner in: «Deutsche Tagespost», 4. November 1997.

  9. Poschenker schreibt: Übertragen auf diese Sedisvakantisten: „Wir haben ein Dogma, und wer dieses nicht be(ob)achtet, der ist nicht katholisch, der ist ein Häretiker, ein Schismatiker, ein Apostat; mit dem können, dürfen wir nicht (mehr) verkehren, der sei im Banne! Der wahre christliche, katholische Glaube geht aber weit über das reine Beobachten der Dogmen hinaus. Das Wesentlichste davon ist das Beobachten des zweifachen Gebotes der Liebe, …
    –Zitatende-

    Herr Schenker, Sie spielen den festen Glauben gegen das Gebot der Liebe aus. Als ob die wahre Liebe mit dem festhalten und zwar absoluten festhalten an den Dogmen (an allen ohne eine einzige Ausnahme) nicht vereinbar wäre. Als ob es Zeiten geben könnte, wo ein Katholik zwischen beiden dem Glauben und der Liebe wählen müsse. Daß Liebe ohne den wahren festen absoluten Glauben (verrückt, daß man Ihnen gegenüber, so tun muss als ob es Glaube in verschiedenen Stufen gebe, wer ein Dogma glaubt, glaubt bisschen, wer 5 glaubt glaubt mehr und wer alle glaubt glaubt absolut) gar keine Liebe ist, kommt ihnen gar nicht in den Sinn. Das aber ist katholisch.

    Wer „bisschen glaubt“ glaubt der Lehre gemäß überhaupt nicht. Und wer nicht glaubt der kann nicht lieben. Wie soll auch jemand das erste Gebot erfüllen der Gott nicht jedes Jotta, das er offenbart hat glaubt, oder meint es gibt wichtigeres? Es ist das Wort Gottes, welches dieser, der so spricht wie Sie, mal kurz auf die Seite schiebt, als lästig und zweitrangig verkauft. Es muss ihnen doch klar sein, daß jemand der Gott liebt, also erstmal das erste Gebot erfüllt, solcherlei nicht annehmen kann. Von Natur aus schon. Ihre These widerspricht dem ersten Gebot, welches sie ja als ganz schön wichtig einstufen, bzw hier hernehmen um andere dazu anzuspitzen um gegen den Glauben zu sündigen, weil dieser nicht ganz so wichtig ist wie die Liebe.

    Mit anderen nicht zu verkehren ist übrigens keine Sünde. Auch ist es keine fehlende Nächstenliebe den Nächsten zurechtzuweisen. Im Gegenteil, das ist ein Werk der Barmherzigkeit. Selbst die Strafe, auch eine sehr grobe Strafe, ist ein Werk der Nächstenliebe, wie Sie in dem von Ihnen herausgegebenen Katechismus Romanus nachlesen können (z.B. dort wo es um die Todesstrafe geht). Und Sie kommen nun daher und wollen jemand erklären, daß Häretiker zu einem Häretiker zu sagen, vergleichbar wäre mit dem Mord an unserem Herrn Jesus Christus. Daß es zumindest in die gleiche Richtung gehe. Es geht aber in genau die entgegengesetzte Richtung. Das eine ist Liebe und das andere Hass.

  10. @Marion Strauss

    Selbstverständlich spiele ich nicht den festen ganzen Glauben gegen das Gebot der Liebe aus. Es geht hier um die Spitzfindigkeit gewisser Hardliner-Sedisvakantisten, die jene verurteilen, die sich in einer nicht intendierten, nicht selber gewollten, nicht verschuldeten, also rein materiellen Nicht-Übereinstimmung mit einem Dogma, mit dem Wortlaut einer Glaubenslehre, befinden. Also, zum Beispiel: wenn man Erzbischof Lefebvre beschuldigt, er leugne den Primat des Papstes, weil er ihn als Papst ansehe, ihm jedoch nicht gehorche.

  11. Poschenker schreibt: nicht selber gewollten, … Also, zum Beispiel: wenn man Erzbischof Lefebvre beschuldigt, er leugne den Primat des Papstes, weil er ihn als Papst ansehe, ihm jedoch nicht gehorche.
    — Zitatende —

    Wie kommen Sie darauf, daß Lefebvre das nicht wollte? Er sagte und lehrte es doch und beschäftigte sich ganz offensichtlich auch mit dem Thema. Es gab auch genug Leute um ihn herum die ihn daraufhinwiesen. Unwissenheit gibt es in diesem Fall nicht, sodaß man von unverschuldeter Unwissenheit reden könnte. Er wusste ganz genau was er tut. Und er wollte es auch tun, wie man sieht (am deutlichsten bei den Bischofsweihen), da er es getan hat. Wer die Lehre (auch nur ein Dogma) hört und sie nicht annimmt leugnet nun mal.

  12. Es gibt nur eine einzige Frage: Ist es einem Katholiken erlaubt, sich diesen nicht katholischen, nicht rechtgläubigen, Irrlehren verbreitenden, konzilsanhängenden „Päpste“ zu beugen und Folge zu leisten, diesem Konzil, das mit der Tradition gebrochen hat; ist es einem Katholiken gestattet, sich einer schismatischen und häretischen (so Lefebvre) Sekte anzuschließen?

    Hier scheinen noch weitere Personen im Hintergrund tätig zu sein. Wir nähern uns einer Gehirnwäsche.

    „Das Wesentlichste davon ist das Beobachten des zweifachen Gebotes der Liebe, wie JESUS es auslegt und das nur ein einziges Gebot ist und die Erfüllung des Gesetzes darstellt:
    „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten“ (Mt 22, 37–40).

    Und prompt wird obendrein noch auf den KKK hingewiesen als Abschaum der Konzilssekte, wenngleich Lefebvre warnte: „Wir haben keinen anderen [Glauben], den wir bekennen, dieser ist es, den Sie bekennen, den Sie in den Kleinen Katechismen bekennen, den Sie Ihren Kindern weitergeben. O achten Sie sehr auf die alten Katechismen…“ (Le Bourget, 19.11.1989)

    Ach ja, da haben wir es ja wieder! Es geht um die LIEBE!
    Dieser geheuchelten Liebe eines Pater Stehlin und die kriecherische und betrügerische LIEBE des Pater N. Pfluger, der sogar zu sagen wagt:
    „Wir Traditionalisten sind verschlossen in uns selbst, starr, selbstgenügend und voller unbegründeter Ängste, stets verurteilend, MEHR BEKÜMMERT UM DIE WAHRHEIT ALS UM DIE LIEBE. Jedoch die Reform der Kirche ist umfassender als ein Kreis um die Wahrheit, sie ist eine Reform des ganzen Lebens, und dies ist uns nicht klar geworden. DAS ZENTRALE IST NICHT DIE WAHRHEIT ODER DIE DOKTRIN, SONDERN DIE NÄCHSTENLIEBE UND DAS LEBEN IN SEINER TOTALITÄT.“

    Die Nächstenliebe! Aha! Die nehmen wir in der Bruderschaft heute ganz besonders wahr! Und die „Nächstenliebe“, die aus Rom kommt, ist volle Heuchelei!

    Um welche Liebe geht es denn?
    ES GEHT UM DIE LIEBE ZUR WAHRHEIT!

    Um welche Liebe geht es denn den Priestern in Frankreich, den weiteren 55 Priestern, deren Zahl bestimmt schon angewachsen ist, den drei Bischöfen in ihrem Brief an Bischof Fellay, den Dominikaner von Avrillé, den Karmelschwestern, dem Kapuzinerkloster in Morgon, den unzähligen Gläubigen in Kolumbien, den vielen Gläubigen in Großbritannien in ihrem Brief:
    „Was auch immer der Fall sein wird, wir werden alles in unserer Macht stehende tun, die Wahrheit zu verbreiten und dabei treu zu bleiben unserem Herrn und seiner Kirche, der Tradition und dem Erbe von Erzbischof Lefebvre..“

    Was bewegt sie zu so einem Verhalten? Doch nur, weil sie als Katholik vom Verbot geleitet sind, einem nicht katholischen, nicht rechtgläubigen Papst mit seiner Konzilssekte sich zu unterwerfen und deswegen werden sie Bischof Fellay niemals folgen und sich eingliedern lassen.

    Es geht um die Liebe ZUR WAHRHEIT, UND DIE IST CHRISTUS:

    „Weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben..

    „Daher schickt ihnen Gott die Kraftentfaltung der Betörung, daß sie der Lüge glauben schenken und das Gericht erfahren, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Gefallen hatten am Unrecht“ (2 Thess 2,10)

  13. @Marion Strauss

    Wenn Erzbischof Lefebvre dem Papst nicht gehorchte und ihn dennoch für den (möglicherweise) gültigen Papst hielt, so nicht, weil er das Primatsdogma leugnen wollte, bzw. bewusst, absichtlich leugnete, sondern weil er (noch) keine Sicherheit, keine Gewissheit hatte und haben konnte, dass der Papst auch wirklich Papst ist und in der damals für den Fortbestand des gültig geweihten Episkopats herrschenden äußerst gefährlichen Gesamtsituation überzeugt war, dass er unbedingt (sofort) handeln musste (vorerst) auch ohne das Placet und Mandat des Papstes. Mit diesem Verhalten und Tun leugnete Erzbischof Lefebvre keineswegs das Dogma vom päpstlichen Primat. Ganz im Gegenteil: sein ganzes priesterliches und bischöfliches Leben und Wirken stand im ergebensten, heiligen Dienste des petrinischen Primats!

  14. Warum sind denn die Gemüter hier gerade jetzt so erhitzt? Die „Heiligsprechungen“ haben ihnen den Kopf verdreht! Sie sind verdutzt und verstört, perplex und bestürzt. Sie möchten aus dem Dilemma ausbrechen und sich befreien. Doch das dürfte zu spät sein. Einer ist’s, der die Schlinge immer enger zieht! Denn schon längst wurde gewarnt:

    „Wenn Johannes Paul II. nicht exkommuniziert, sondern seliggesprochen wird, ist die Tür für die globale Herrschaft des Antichristen weit geöffnet“, sagte der ukrainische Patriarch Elias. Und:

    „Der Tag, an welchem sie [Benedikt] einen Apostaten selig sprechen werden, wird der Tag ihres Ausschlusses aus dem Mystischen Leib Christi sein, gem. Galater 1,8,9 und es wird auf Sie das Anathema Gottes, die Vermaledeiung, lasten.“

    Somit wird auch auf alle das Anathema Gottes fallen, die dennoch – trotz den Gräueltaten aus Rom, den Assisigräuel, dem Konzilsgräuel, dem NOM-Gräuel, dem Gräuel der „Heiligsprechungen“ etc. etc. sich dem antichristlichen Rom unterwerfen.

  15. @ poschenker 2. Juni 2014 um 18:38

    Ebf. Lefebvre sagt 1986 in Hinblick auf das Assisi-Treffen folgendes:

    „Now these recent acts of the Pope and bishops, with Protestants, animists and Jews, are they not an active participation in non-Catholic worship as explained by Canon Naz on Canon 1258-1? In which case, I cannot see how it is possible to say that the Pope is not suspect of heresy, and IF HE CONTINUES, HE IS A HERETIC, a PUBLIC heretic. THAT IS THE TEACHING OF THE CHURCH.” [Nun, sind diese jüngsten Akte des Papstes und der Bischöfe mit Protestanten, Juden und Animisten, nicht eine aktive Beteiligung in nicht-katholischen Gottesdiensten (gemäß Kanon 1258 § 1)…? In diesem Fall kann ich nicht sehen, wie es möglich ist zu sagen, dass der Papst nicht der Häresie verdächtig ist, und wenn er weiter macht, ist er ein Häretiker, ein öffentlicher Häretiker. DAS IST DIE LEHRE DER KIRCHE.]“

    Ebf. Lefebvre war sich also der Lehre und des Kirchenrechts hierüber und der entsprechenden Folgen bewußt… Und Wojtyla hat mit seinem Vorhaben der „ökumenischen Gottesdienste“ weitergemacht… Somit war Wojtyla gemäß Ebf. Lefebvres eigener Aussage ein öffentlicher Häretiker…

    In seinem Brief an seine vier Weihekandidaten nannte Ebf. Lefebvre Wojtyla einen Antichristen… Wie kann nun ein Antichrist – also jemand der die Lehre Christi verwirft – zugleich der Stellvertreter Christi sein?? Gibt es womöglich auch eckige Eier und runde Quadrate??

  16. @ Marion Strauss 2. Juni 2014 um 16:11

    Sehr guter Beitrag! Ja, so ist es, gemäß den Liberalen ist jeder, der Häretiker als Häretiker bezeichnet und die entsprechenden Konsequenzen zieht, ohne „Liebe“… Jeder, der die ewige Lehre der Kirche als tatsächlichen Maßstab und Handlungsmaxime betrachtet und die entsprechenden Konsequenzen zieht, ist ohne „Liebe“… Jeder, der die „westliche Wertegemeinschaft“ und ihre Zeitgeist-„Kirche“ als satanisch betrachtet und die entsprechenden Konsequenzen zieht, ist ohne „Liebe“…

    Der heilige Augustinus prägte folgenden Satz: “The Catholic Church wages war against all heresies.” (De symbolo ad catechumenos)

    Gemäß der Liberalen wäre der hl. Augustinus und die röm.-kath. Kirche also ohne „Liebe“… Nun sollte einem klarsein, um wessen „Liebe“ es hier geht…

  17. @Stephan, @Alexius und @Marion Strauss

    Welch eine Verdrehung, mutwillige Faschinterpretation meines Schluss-Statements zu meinen 14 Erwiderungen auf die 14 Fragen von „Stephan“!

    Der wahre christliche, katholische Glaube geht aber weit über das reine Beobachten der Dogmen hinaus. Das Wesentlichste davon ist das Beobachten des zweifachen Gebotes der Liebe, wie JESUS es auslegt und das nur ein einziges Gebot ist und die Erfüllung des Gesetzes darstellt:

    „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten“ (Mt 22, 37–40).

  18. Titus III, 10-11
    „Wenn du einen Sektierer einmal und ein zweites Mal ermahnt hast, so meide ihn.
    Du weißt, ein solcher Mensch ist auf dem verkehrten Weg; er sündigt und spricht sich selbst das Urteil“

    Galater I, 8-9
    „Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.
    Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht.“ (Ach, wie kalt ist doch die Liebe des Apostels Paulus, des Heiligen!)

    Römer XVI, 17
    „Ich ermahne euch, meine Brüder, auf die Acht zu geben, die im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, Spaltung und Verwirrung verursachen: Haltet euch von ihnen fern!“

  19. @Alexius

    Seien Sie doch explizit! Wer ist in Ihrem Verständnis ein „Sektierer“, wer „verkündigt ein anderes Evangelium“, wer ist „im Widerspruch zur Lehre“? – Übrigens: Haben Sie „den Abschaum der Konzilssekte“, den KKK schon einmal vorurteilsfrei zur Gänze durchgelesen?

  20. Herr POS will „Beweise – Beweise – Beweise!“

    Lefebvre, 29.8.1987, an die künftigen Bischöfe:

    „Meine sehr lieben Freunde, da der Lehrstuhl des heiligen Petrus und die Autoritäten in Rom von antichristlichen Kräften besetzt sind, schreitet die Zerstörung der Königsherrschaft unseres HERRN rasch voran….durch das Verderben der hl. Messe, des strahlenden Ausdrucks des Triumphes unseres HERRN am Kreuz: GOTT herrscht vom Holze aus – der Quelle der Ausbreitung Seiner Herrschaft in den Seelen und in der Gesellschaft..
    Ich sehe mich von der Göttlichen Vorsehung gezwungen, die Gnade des Episkopates, die ich selbst empfangen habe, weiterzugeben, DAMIT DIE KIRCHE UND DAS KATHOLISCHE PRIESTERTUM WEITERHIN BESTEHEN BLEIBEN…
    CHRISTUS in das Pantheon von Assisi einzureihen und Ihm die Königsherrschaft über die Gesellschaft zu verweigern, heißt das nicht, Ihm SEINE GOTTHEIT ABZUSPRECHEN, Christus aufzulösen UND EIN ANTI-CHRIST ZU SEIN?..“

    Sonderrundschreiben von Erzbischof Lefebvre vom 19. Juli 1975 :
    „[…] Was wird das Seminar von Ecône und seine Bruderschaft tun? Sie werden stetig weiterarbeiten.
    Denn die liberale und modernistische Kirche, die die wahre, mundtot gemachte Kirche besetzt hält, hat keinerlei Recht, Gehorsam zu verlangen, vielmehr müssen wir ihr widerstehen, da ihre Anordnungen und Tendenzen nicht die der katholischen Kirche sind. Sie verwüsten die Kirche. Wir können nicht am Ruin der Kirche mitarbeiten. Wir wollen nicht protestantisch werden! […]“

    am 3. September 1975:
    „[…] entweder [dem „Konzilrom“] gehorchen und an der Zersetzung der Kirche mitwirken, oder ungehorsam sein und an der Erhaltung und am Fortbestehen der Kirche arbeiten; entweder die reformierte und liberale Kirche annehmen, oder seine Zugehörigkeit zur katholischen Kirche aufrechterhalten.[…]“

    „Eine Kirche, die dergleichen Irrtümer vertritt, ist häretisch und schismatisch zugleich…Dieser Konzilskirche wollen wir nicht angehören.
    Diese Konzilskirche ist also nicht katholisch. In dem Maße, in dem der Papst, die Bischöfe, Priester oder Gläubigen dieser neuen Kirche anhängen, trennen sie sich von der Katholischen Kirche und werden schismatisch“ (Ecône, 29.6.1976)

    „Diese konziliare Kirche ist eine schismatische Kirche, weil sie mit der katholischen Kirche, mit der Kirche aller Zeiten gebrochen hat. Sie hat ihre neuen Dogmen, ihr neues Priestertum, ihre neuen Institutionen, ihren neuen Kult, die von der Kirche schon in gar manchen amtlichen und endgültigen Dokumenten verurteilt sind.“

    „Ich glaube, ihr müsst euch davon überzeugen: ihr stellt wahrhaftig die Kirche dar… in diesen letzten Zeiten. Man hat uns gesagt, dass es nötig sei, dass die Tradition in die sichtbare Kirche eintreten soll. Ich denke, man macht hier einen sehr schlimmen Fehler. Wo ist die sichtbare Kirche? … wo sind die wahren Erkennungszeichen der Kirche? … Es ist klar, dass wir es sind, die die Einheit des Glaubens bewahren, welche in der offiziellen Kirche verschwunden ist… wir sind es, welche die Kennzeichen der sichtbaren Kirche haben… Nicht wir sind es, sondern die Modernisten, die aus der Kirche treten. Mit dem Sagen „austreten aus der sichtbaren Kirche“, täuscht man sich, indem man die offizielle mit der sichtbaren Kirche gleichsetzt… In einer gewissen Hinsicht, ja, klar, man muss aus diesem Milieu der Bischöfe austreten, wenn man seine Seele nicht verlieren will. Aber dies genügt nicht, denn es ist in Rom, wo die Häresie installiert ist. Wenn Bischöfe Häretiker sind, ist es nicht ohne Einfluss Roms.“ (Ecône, 9.9.1988)

  21. Erzbischof Lefebvre, 29.8.1976, Lille:

    „Denn was wollten die liberalen Katholiken während eineinhalb Jahrhunderten? Sie wollten die Kirche mit der Revolution vermählen, mit der Subversion. Sie wollten die Kirche mit Kräften vermählen, die die Gesellschaft zerstören, jede Gesellschaft, die Gesellschaft der Familie, die bürgerliche Gesellschaft und die religiöse Gesellschaft. Diese Vermählung der Kirche ist vom Konzil diktiert worden. Nehmen Sie zum Beispiel das Schema ‚Gaudium et spes’. Dort werden Sie finden: Man muß die Prinzipien der Kirche mit den Anschauungen des modernen Menschen vermählen. Was heißt das? Das heißt, man muß die Kirche, die katholische Kirche, die Kirche Unseres Herrn Jesus Christus mit Prinzipien vermählen, die für diese Kirche schädlich sind, die sie unterminieren, die immer gegen die Kirche waren. Und eben diese Vermählung wurde beim Konzil von Männern der Kirche versucht, aber durchaus nicht von der Kirche selbst, denn niemals kann die Kirche so etwas zulassen.

    Während eineinhalb Jahrhunderten haben alle Obersten Hirten diesen liberalen Katholizismus verurteilt, diese Vermählung mit den Ideen der Revolution derer, die die Göttin Vernunft anbeten, zurückgewiesen. Die Päpste konnten derartige Dinge niemals gutheißen….
    Darin besteht der größte Sieg Satans, daß er die Kirche durch den Gehorsam niederringen will. Die Kirche durch Gehorsam sprengen! ..Aber eben weil diese von den liberalen Katholiken gewollte Vereinigung der Kirche mit der Revolution und der Subversion eine ehebrecherische Verbindung ist, können aus dieser Verbindung nur BASTARDE hervorgehen. Und wer sind diese BASTARDE? Es sind unsere Riten. Der Messritus ist ein illegitimer Ritus. Die Sakramente sind illegitime Sakramente. Wir wissen nicht mehr, ob diese Messe uns den Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus bringt oder nicht. Die Priester, die aus diesen Seminaren kommen, wissen selbst nicht mehr, was sie sind..Sie wissen nicht mehr, daß sie da sind, um zum Altar emporzusteigen, um das Opfer Unseres Herrn Jesus Christus darzubringen und um Unseren Herrn Jesus Christus den Seelen zu spenden und die Seelen zu Jesus Christus zu rufen. Das ist ein Priester! Und unsere jungen Leute, die hier versammelt sind, verstehen das sehr gut…..“

    Ja bitteschön, nehmen Sie doch konkret Stellung zu diesen Aussagen Lefebvres und weichen Sie nicht aus!

    Wer sagt, wir wollen von dieser schismatischen, modernistischen und häretischen Konzilskirche anerkannt sein, es muß eine Einigung, eine Versöhnung herbeigeführt werden, gehört nicht mehr zur Katholischen Kirche, denn es ist verboten, mit Schismatikern sich einzulassen.

    Lefebvre:
    „Schließlich ist der Papst ökumenistischer denn je. Alle falschen Ideen des Konzils fahren fort sich zu entwickeln und werden immer klarer behauptet. Sie verbergen sich immer weniger. Es ist also absolut unvorstellbar, daß man es akzeptieren könnte, mit einer derartigen Hierarchie zusammenzuarbeiten.“

    Und am Schluß noch eine sehr wichtige Aussage Lefebvres:

    „Ich sage euch: Rom hat den Glauben verloren, liebe Freunde, Rom ist in der Apostasie. Die Worte, die ich sage, sind nicht aus der Luft gegriffen. Man kann in diese Leute kein Vertrauen mehr haben. Sie haben die Kirche verlassen, sie verlassen die Kirche. Es ist sicher, sicher, sicher…“

    Sicher ist auch, daß diese seine Worte heute Abend noch von den meisten in den Wind geschlagen werden.

  22. (Dann eben NT nach Prof. Kürzinger – (ohne „Sektierer“)

    Römer 16, 17
    „Ich ermahne euch, Brüder, nehmt euch in acht vor denen, die Zwietracht säen und Ärgernis anrichten im Widerspruch zu der Lehre, die ihr empfangen habt. Geht ihnen aus dem Wege!“

    Galater 1, 6,9
    „Ich bin erstaunt, daß ihr so rasch euch von dem, der euch in Christi Gnade berief, abwendig machen laßt zu einem anderen Evangelium,
    wo es doch ein anderes gar nicht gibt, nur gewisse Leute gibt es, die euch verwirren und darauf ausgehen, das Evangelium Christi zu verkehren.

    Doch selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel käme und euch ein anderes Evangelium verkündeten als wir euch verkündet haben, der sei verflucht.
    Wie wir schon sagten, so sage ich nun noch einmal: Wenn jemand euch ein anderes Evangelium verkündet, als ihr empfangen habt, so sei er verflucht..“

    2 Johannes 9,11
    „Jeder, der davon abgeht und nicht in der Lehre Christi bleibt, hat Gott nicht. Wer in der Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn.
    Wenn einer kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf in das Haus und sagt ihm auch nicht den Gruß. Wer ihm den Gruß entbietet, macht sich teilhaftig seiner bösen Werke.“

    Titus 3, 10,11
    „Von einem Menschen, der falsche Lehren vertritt, ziehe dich zurück, wenn du ein erstes und zweites Mal ihn zurechtgewiesen hast.
    Du weißt ja, ein solcher ist verkehrt und sündigt, indem er sich zu seinem eigenen Richter macht.“

  23. @Alexius

    Danke, so ist’s gut. Aber eben: Sie haben damit bewiesen, dass Erzbischof Lefebvre „Wojtyla“ nirgends „einen Antichristen genannt hat“. Wenn er sagte, „Rom ist in der Apostasie“, so hat er nicht gesagt, „der Papst ist in der Apostasie“. Wenn er sagt: „… da der Lehrstuhl des heiligen Petrus und die Autoritäten in Rom von antichristlichen Kräften besetzt sind“, hat er wiederum nicht gesagt, dass der Papst ein Antichrist sei. – Wir müssen uns in diesen Auseinandersetzungen einfach an die nachprüfbaren Fakten halten.

  24. @Alexius

    Sie glauben also, dass das, was im KKK gelehrt wird, „ein anderes Evangelium“ als das allzeit verkündete ist? Inwiefern? (Ich will’s genau wissen von Ihnen!)

  25. @ Poschenker

    Zu finden hier z.B.: http://www.traditioninaction.org/Questions/B135_LefebvreLetter.html

    „Feast of St. Augustine, August 29, 1987.

    Adveniat Regnum Tuum

    To: Frs. Williamson, Tissier de Mallcrais, Fellay, de Gallareia.

    My Dear Friends,

    The See of Peter and posts of authority in Rome being occupied by anti-Christs…“

    So weit ich weiß, sitzt auf dem Stuhl Petri eigentlich nur der Papst. Da Ebf. Lefebvre Wojtyla für den „Heiligen Vater“, also den „Papst“ gehalten hat, muß er logischerweise Wojtyla als einen Antichristen betrachtet haben (womit ich persönlich auch mit Ebf. Lefebvre übereinstimme)… Nur komischerweise hat Ebf. Lefebvre nicht entsprechend konsequent gehandelt…

  26. Der Problemfall besteht darin, daß es ZWEI Materien des Lehramtes in der Deuterovatikanischen Kirche gibt:
    1) das OFFIZIELLE Lehramt des „Papstes“ und der „Bischöfe“, das sich in den Enzykliken, Apostolischen Lehrschreiben und Beschlüssen der Bischofskonferenzen zeigt.
    2) das INOFFIZIELLE Lehramt der sonstigen ORDINARIEN, der AKADEMISCHEN THEOLOGIE.
    Das eine ist „haeresim inducens, apostasim favens, schisma provocans, das andere ist schlichtweg unsinnig, weil die Rede von den Dingen dort sich nur sehr schwach auf die „Kirche“ beziehen und diese kaum beeinflußt.
    Dieser Zustand ist durch das Zweite Vatikanische Konzil als AUßERORDENTLICHES ABER NICHT UNFEHLBARES Lehramt zumindest als „sententia firma“ anzuerkennen, also doktrinär Verpflichtend UND nach CIC c. 750 °1 KIRCHENEINEND, zählt also zu den „vinculae Ecclesiae“.
    Auch die akademische Theologie, die untrennbar mit dem Modernismus und dem Progressismus der Ordensgemeinschaften seit fs 100 Jahren verbunden ist, führt nicht weiter, da nur die allerwenigsten Theologen VOLLKOMMEN SICH ÜBER DIE RAMIFIKATIONEN DER DOGMATIK klar sind. Wenn es um die nach „Divino afflante Spiritu“ (Eintritt der modernistischen Exegese durch Papst Pius XII!!!) erlaubten Methoden der Exegese sowohl der Heiligen Schrift wie auch der Tradition geht, so versagen viele an mangelnden Sprachkenntnissen oder an fehlendem philosophischem Grundlagenwissen. Dadurch konnte der kirchenfeindliche (vgl Kelsos [Celsus]) Neuplatonismus mit dem Symbolismus in die Kirche Einzug halten, wie das dann SICHTBAR IM NOL wurde.
    Seit etwa 100 Jahren fehlt der Römisch-Katholischen Kirche eine Grundspiritualität, die die Gläubigen eines Herzens sein läßt. Die Früchte des Heiligen Geistes und die Gnadenwirkungen der Sakramente scheinen sich nicht gegenseitig zu beeinflussen oder zu befruchten, sondern sie existieren gleichsam nebeneinander her und es ist KEINE GEMEINSCHAFT, DIE SICH DARÜBER GEDANKEN gemacht hat.
    Das ist das Problem; Solange die Heilige Lehre der Einen Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche nicht in einer Spiritualität gedeiht, in der man sieht, „wie sie einander lieben“ (Act. Ap. II.47), sondern das Gebetsleben und das Leben in den „traditionstreuen“ Gemeinschaften nicht von gegenseitigem Respekt und Liebe geprägt ist, sondern von Konkurrenz und falschem Eiferertum, das sich etwa dadurch niederschlägt, daß durch die übereifrige gebetspraxis etwa das Familienleben ruiniert wird, glaubenswidrige Erscheinungen – „Der Schwester N. ist von der Allerseligsten Jungfrau Maria geoffenbart worden, daß dieser Bischof und dieser Priester in der Hölle sind, weil sie vom Glauben abgefallen sind und Juden zu Freunden hatten!“ – zu sektiererischem Getue gerinnt, DAS VON DEN LAIEN AUSGEHT UND NICHT MEHR UNTER DER KONTROLLE DER BISCHÖFE ODER GAR PRIESTER IST (!!!), solange hat die Tradition keine Chance. Das muß ein Ende haben.
    So ist eben die Situation in der FSSPX, so auch in Teilen des „Widerstandes“, der FSSP, dem ICRS und vielen „Summorum Pontificum“-Gemeinschaften, bei ALLEN Sedisvakantisten
    und erst recht bei den „Legionären Christi“.
    Daher ist es völlig gleichgültig, ob WIR oder die DEUTEROVATIKANISCHE Kirche einen Papst haben! Solange sich keiner an die Unverfälschte Lehre der Einen Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche, die die RÖMISCH-KATHOLISCHE Kirche ist, hält und sich letztlich nicht an den Katechismus Papst Pius X. hält, ist es egal, ob ein Heiliger Vater die Kirche leitet. Wenn er ORTHODOX ist, so LEIDET er an der Kirche. Der letzte Papst, der wirklich an der Kirche gelitten hat und für die Schafe bereit war, sein Leben hinzugeben, war eben Papst Pius X. Von ihm muß es ausgehen, das „OMNIA INSTAURARE IN CHRISTO“
    Per Mariam in Christo
    Christoph Rhein

  27. @ Christoph Rhein 2. Juni 2014 um 23:17

    Ihre Ausführungen sind recht interessant. Aber wie kommen Sie darauf, daß die von Ihnen beschrieben Situation „bei ALLEN Sedisvakantisten“ so wäre?? Hängen etwa alle irgendwelchen Erscheinungen an? Und was wäre Ihrer Meinung nach das „richtige Eifertum“?

    Für eine tatsächliche Einheit ist genau das vonnöten, was Sie am Ende geschrieben haben: das Festhalten an der unverfälschten Lehre der Kirche. Man kann zwar organisatorische „Einheiten“ konstruieren und man kann auch „Einheit“ spielen, unter deren Deckmantel dann dem Konkurrenzgeist gefrönt wird, aber eine wahre Einheit des Glaubens gibt es – wie Sie richtig feststellen – nur in der unverfälschten Lehre der Kirche… Alles andere verschwindet sowieso, es ist nur eine Frage der Zeit (bzw. des Zeitgeistes)…

  28. Der letzten Äußerung von Herrn Rhein möchte ich was die zum Ausdruck gebrachte Grundbeobachtung anbelangt mit aller Entschiedenheit zustimmen. Ergänzend möchte ich sagen, dass der Papst und das Papstamt zweifellos wichtig sind, aber nicht das Zentrum oder das wichtigste überhaupt. Aber die Sedisvakantisten tun de facto so, als ob das so wäre. Das scheint mir ihr gravierendster Irrtum zu sein. Mit Erscheinungen Privatoffenbarungen befasse ich persönlich schon lange praktisch nicht mehr, selbst nicht mit den anerkannten. Und die Leute, die selbst noch nach dem Hochamt, im Gasthaus, beim Frühschoppen oder Mittagessen über solche Dinge höchst engagiert reden, belustigen mich zuerst, werden mir dann peinlich und nerven mich schließlich. Es sei denn, ich habe rechtzeitig genug Bier getrunken. 😇🍺😇

  29. @ Christoph Matthiamss Hagen 3. Juni 2014 um 06:34

    Sie schreiben: „Ergänzend möchte ich sagen, dass der Papst und das Papstamt zweifellos wichtig sind, aber nicht das Zentrum oder das wichtigste überhaupt. Aber die Sedisvakantisten tun de facto so, als ob das so wäre. Das scheint mir ihr gravierendster Irrtum zu sein.“

    Sie zeigen hier schön die „Früchte“ des „katholisch“ frisierten Protestantismus des „Mittelwegs“… Doch natürlich ist der Papst das Zentrum der Kirche (auf Erden). Genauso hat Jesus Christus sie gegründet. Und genau das ist die Regel des röm.-kath. Glaubens:

    „Er [der Papst] kann immerzu seine höchste Vollmacht ausüben in dem, was selbst die Disziplin und die gute Regierung der Kirche betrifft; und alle Gläubigen müssen mit aufrichtiger Unterwerfung des Geistes und des Herzens gehorchen. In diesem Gehorsam gegenüber der höchsten Autorität der Kirche und des Papstes, die uns die Glaubenswahrheiten vorlegt, und die Kirchengesetze auferlegt und uns all das, was zu ihrer guten Leitung notwendig ist, anordnet, IN DIESER AUTORITÄT LIEGT DIE REGEL UNSERES GLAUBENS.“ (hl. Pius X., Kleine Geschichte der Religion)

    Die Regel unseres Glaubens ist also diese Autorität selbst. Der „Mittelweg“ führt aber offensichtlich zu einer protestantischen Auffassung…

    Ich denke, Sie haben auch Chr. Rhein falsch verstanden. Er sagte gar nicht, daß der Papst nicht das Zentrum sei, sondern er sagte, daß auch ein wahrlich orthodoxer Papst gerade darunter schwer zu leiden hätte, daß die so genannten „Gläubigen“ ja gar nicht an der unverfälschten Lehre der Kirche festhalten… Womit wir wiederum beim häretischen „Mittelweg“ angekommen wären… Die häretischen „Früchte“ der „traditionellen“ Modernisten zeigen in diesem Forum ihre „Pracht“…

    @ poschenker

    Wie kann man Gott lieben, wenn man Seine Lehre nicht wirklich annimmt? Wie kann man Gott lieben, wenn man doch lieber der eigenen Sophisterei frönt? Wie kann man Gott lieben, wenn man die Zerstörer Seiner Kirche unterstütz?

  30. Die FSSPX und alle welche ihr angehören wagen es nicht die neue Messe und das 2. Vatikanische Konzil als Ganzes zu verurteilen. Sobald ein Priester innerhalb der FSSPX es wagen würde zu behaupten der Besuch der neuen Messe ist eine Sünde und das 2. Vatikanische Konzil ist kein Konzil der römisch katholischen Kirche wird er ausgeschlossen oder wie man im modernen Sprachgebrauch sagt gemobbt.

    Es geht gar nicht um Sedisvakanz oder nicht, sondern um die Tatsache dass die FSSPX an der neuen Messe und dem 2. Vatikanischen Konzil festhält und versucht mit diesem Mittelweg etwas zu erreichen. Diese Schwammigen Positionen sind der Grund für die Tyrranei der FSSPX gegen alle gegner des 2. Vatikanischen Konzils und der neuen Messe. Sie machen genau das was die Modernisten tun, weil sie durch diesen Mittelweg der „Kirche helfen wollen“. Sie sind Modernisten geworden.

    Dieses Problem der FSSPX hat gar nichts damit zu tun ob man Sedisvakantist ist oder nicht.

  31. @ poschenker

    Da Sie so gerne folgende Aussage Jesu zitieren:

    „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten“ (Mt 22, 37–40).

    zwei Fragen an Sie:

    1. Ist der Mensch Gott?

    2. Wie liebt man Ihrer Auffassung gemäß Gott „mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all seinen Gedanken“?

  32. @Stephan

    Da Sie Englisch verstehen: hier dasselbe aus der Douay-Rheims Catholic Bible:
    Gospel According to Saint Matthew, Chapter 22
    [36] Master, which is the greatest commandment in the law? [37] Jesus said to him: Thou shalt love the Lord thy God with thy whole heart, and with thy whole soul, and with thy whole mind. [38] This is the greatest and the first commandment. [39] And the second is like to this: Thou shalt love thy neighbour as thyself. [40] On these two commandments dependeth the whole law and the prophets.
    Zu Ihrer 1. Frage: Für wen oder was halten Sie mich?
    Zu Ihrer 2. Frage: Lesen Sie dies aus der „Summa Theologica“! und dies aus dem Baltimore Catechism!

  33. @ Schenker, Stephan:

    Naja, Holy See / See of Peter / Heilige Stuhl / Stuhl Petri meint schon den Thron des Papstes und darauf sitzt zunächst einmal der Papst – dann erst im weiteren Sinn könnte man auch die Kurie darunter verstehen.

    Aber wichtiger ist noch, was Lef. exakt gesagt hat.
    Ich kenne das Zitat nicht „mit/von Antichristen besetzt“, sondern „mit/durch antichristliche Kräfte besetzt“, was schon einen Unterschied macht.

    Nichts desto weniger ist die Aussage so oder so sehr stark und man sieht hier schon einmal mehr das starke Schwanken Lef. in der Beurteilung Roms.
    In der Tat, es sind apostatische, antichristliche Kräfte — INKLUSIVE der „Heiligen Väter“! Zumindest nimmt er den „Heiligen Vater“ nicht aus, ja aus anderen Aussagen geht hervor, dass er ihn mit eingeschlossen in diese Aussage sieht.

  34. @ POSchenker 3. Juni 2014 um 10:34

    Sie können dieses Zitat in allen möglichen Sprachen bringen. Aber Sie haben trotzdem nicht meine Fragen beantwortet:

    1. Ist der Mensch Gott?

    2. Wie liebt man Ihrer Auffassung gemäß Gott “mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all seinen Gedanken”?

    Die erste Frage können/wollen Sie also nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten… Das ist durchaus aufschlußreich…

    Und bezüglich der zweiten Frage wollte ich nicht wissen, was die Kirchenlehrer dazu sagen, sondern wie Ihre eigene Auffassung dazu ist…

    @ POSchenker 3. Juni 2014 um 11:16

    Auf dem Stuhl Petri sitzt die ganze Kurie?? Vielleicht auch noch die Schweizer Garde?? Am besten wir laden auch noch Frau Käßmann ein und den „Patriarchen von Konstantinopel“… Letztendlich sind wir dann ja auch bei der „Ekklesiologie“ der V2-Häretiker angekommen…

    Der Brief von Ebf. Lefebvre sagt folgendes:

    „The See of Peter and posts of authority in Rome being occupied by anti-Christs…” – Der Stuhl Petri und die Ämter der Autorität in Rom sind von Antichristen (von mir auch auch von „antichristlichen Kräften“) besetzt…

    Meinen Sie also, daß Ebf. Lefebvre nicht zwischen „Papst“ und „Kurie“ unterschieden hat? Wer oder was sind dann noch die Ämter der Autorität („posts of authority“) in Rom, wenn die mit „See of Peter“ die „Kurie“ gemeint sei? Und unter was fiel dann Wojtyla? Auf was saß denn der „Heilige Vater“??

  35. @ poschenker

    Entsprechend Ihren eingefügten Links:

    „The Holy See (Latin: Sancta Sedes) is the ecclesiastical jurisdiction of the Catholic Church in Rome, the EPISCOPAL SEE OF THE POPE. … The Holy See is viewed as analogous to a sovereign state, having a centralized government, called the Roman Curia… a sovereign entity, HEADED BY THE POPE…“

    „The Roman Curia is the administrative apparatus of the Holy See and the central governing body through which the Roman Pontiff conducts the business of the entire Catholic Church. It acts IN HIS NAME and WITH HIS AUTHORITY… “

    In erster Linie ist der Stuhl Petri also der Sitz des Bischofs von Rom. Zugleich steht der Begriff „Heiliger Stuhl“ auch für den „administrativen Apparat“, welche die Römische Kurie ist. Die Römische Kurie ist die zentrale Leitung der Kirche, GEFÜHRT VOM PAPST.

    Die Frage ist also, wo saß Wojtyla, wenn Ebf. Lefebvre mit „See of Peter“ nicht auch ihn persönlich meinte? Wenn Ebf. Lefebvre nur die Kurie meinte, dann ist der Stuhl Petri folglich leer gewesen, wenn er nicht auch Wojtyla mit einbezog. Gibt es aber einen Nachfolger im Petrusamt, dann ist der Stuhl Petri mit dieser Person besetzt. Ebf. Lefebvre kann Wojtyla nicht ausgeschlossen haben, es sei denn, er sah Wojtyla nicht als Papst an…

    Bezüglich des Stuhles Petri lehrt das feierliche außerordentliche Lehramt folgendes:

    “Die von den Päpsten verkündet apostolische und [sic] Lehre haben denn auch die altehrwürdigen Väter ohne Ausnahme angenommen, und die rechtgläubigen, heiligen Lehrer sind ihr ehrfürchtig gefolgt. Denn sie wussten zu klar, da [sic] der LEHRSTUHL des heiligen Petrus VON JEDEM IRRTUM IMMERDAR FREI bleiben werde, weil der Herr, unser Erlöser, dem obersten seiner Jünger das göttliche Versprechen, getan: „Im [sic] habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht wanke, und du hinwieder stärke dereinst deine Brüder (25).“ Diese Gnadengabe der Wahrheit und NIE wankenden Glaubens ist also Petrus und seinen Nachfolgern auf diesem Stuhl von Gott verliehen worden, damit sie ihres erhabenen Amtes zum Heil aller walten können; damit durch sie die ganze Herde Christi vom Giftkraut des Irrtums ferngehalten und auf den Fluren der himmlischen Lehre geweidet werde; endlich damit die ganze Kirche nach Beseitigung jedes Anlasses zur Spaltung in der Einheit bewahrt bleibe, und auf ihr Fundament gestützt den Anstürmen der Hölle standhalten könne.” (1. Vatikanum, „Pastor Aeternus“ http://www.kathpedia.com/index.php?title=Pastor_aeternus_(Wortlaut) )

    Somit ist offenkundig, daß die gegenwärtige „Kurie“ keine rechtmäßigen kirchlichen Autoritäten sind und nicht den Heiligen Stuhl repräsentieren und Bergoglio kein Papst ist und Wojtyla keiner war… In diesem Sinne hatte Ebf. Lefebvre recht: “The See of Peter and posts of authority in Rome being occupied by anti-Christs…”

  36. meine Frage lautet ganz einfach: Können kirchliche Würdenträger die derartigen Schwachsinn begehen und lehren wie die Nachfolger Pius XII überhaupt Stellvertreter unseres Herrn und Erlösers sein? Ich habe grosse Mühe es zu glauben

  37. Juhuben Cantuja 4. Juni 2014 um 09:10

    Ich auch bzw. klar nein — aber nicht so sehr, weil sie formelle Häretiker sind bzw. als solche überführt sind (das ist eben die Schwierigkeit, sie klar und unzweifelhaft als solche zu überführen, geschweige denn rechtsverbindlich, da ein Urteil der Kirche fehlt),
    sondern viel mehr, weil man sie Geisteskranken gleich setzen muss

    (auch Williamson oder Pfeiffer würden übrigens zugeben, dass sie (wie) Geisteskranke sind, Pfeiffer hat dies ja im hier auch geposteten Video sehr deutlich gemacht, s. hier: https://poschenker.wordpress.com/2014/05/10/ich-werde-den-hirten-schlagen-und-die-herde-wird-sich-zerstreuen-matthaus-2631/).

    Als – klarerweise – Geisteskranke oder quasi-Geisteskranke haben sie aber klar ihr Amt verloren bzw. zumindest ihre Amtsgewalt, Autorität.

    Daher bin ich auch Sedisprivationist.

  38. @ poschenker

    Meine Antworten zu ihren obigen Aussagen:

    zu 1. Galt beim Tode Ebf. Lefebvres nicht eigentlich das Postulat: kein praktisches Abkommen ohne vorherige lehrmäßige Einigung?

    zu 2. Mehr als ’stimmt nicht‘ können Sie also nicht sagen?

    Über konkrete Irrlehren der Jansenisten erfahren wir z.B. folgendes:

    „Verhältnis der Tradition zum Lehramt. Irrige Meinungen: […] II. Die tiefste und folgenschwerste Irrlehre liegt in dieser Beziehung darin, wenn man, wie die Jansenisten und in noch größerem Umfange die neuesten Häretiker [es sind die Altkatholiken gemeint] taten, zwar die Tradition und sie ganz vorzugsweise als Quelle des Glaubens anerkennt, aber das kirchliche Lehramt als den unfehlbaren Träger und Interpreten dieser Tradition praktisch und theoretisch leugnet, indem man sich selbst oder „der Wissenschaft“ das Recht zuschreibt, Dasjenige, was man durch eigene Forschung in der Tradition gefunden zu haben meint, unbekümmert um die Entscheidungen des kirchlichen Lehramtes festzuhalten.
    […]
    „Es ist dieses, wie sofort einleuchtet, die Übertragung des protestantischen Prinzips der freien Forschung von der heiligen Schrift auf die Tradition. Man erkennt dann zwar an, daß die heilige Schrift einer Beglaubigung, Erklärung und Ergänzung durch die Tradition bedürfe; aber die Entscheidung darüber, was echte Tradition und was ihr Sinn sei, maßt man in letzter Instanz sich selber an.“ (Dogmatik von J.B. Heinrich, Band 2, 1882)

    „The Jansenists of Holland … demand for an infallible decree: … that the doctrine … has always been accepted by the whole Church“ (Msgr. van Noort, Dogmatic Theology, Volume II)

    Das trifft wohl so ziemlich auf den Geist des „Mittelwegs“ zu…

    zu 3. Wieder eine „Widerlegung“ nach dem Motto ’stimmt ja gar nicht’… Super! Nun meint die FSSPX aber, daß die rechtmäßigen Autoritäten der Kirche nicht auch zugleich das unfehlbare Lehramt der Kirche seien, sondern die FSSPX fungiert quasi als ein „Über-Lehramt“… Nebenbei: diese häretische Haltung hat sich offensichtlich an ihre „Schäfchen“ mittlerweile weitervererbt…

    zu 4. Ich habe nicht behauptet, daß die FSSPX die „Konzilskirche“ verschuldet hätte, sondern ich sage, daß die FSSPX nicht jenem katholischen Grundsatz folgt: „Eine Autorität, welche den IRRTUM lehrt, sei es in guter oder in böser Absicht, IST ÜBERHAUPT KEINE AUTORITÄT mehr.“ (Dom Guéranger, zitiert nach Bischof de Castro Mayer). Und richtig, die unkatholische Haltung der FSSPX führt ganz sicher auch nicht zur Behebung der schlechten Situation, sondern zu deren Zementierung…

    zu 5. Wie kann denn ein Häretiker ein gültig geweihter Papst sein? Warum betrachtet die FSSPX einen offenkundigen Häretiker nicht als Nicht-Katholiken? Und wenn die FSSPX angeblich nicht zur „Konzilskirche“ gehören möchte, warum verhandelt sie dann mit dieser um einen Beitritt? Und welche „Elemente“ der „Konzilskirche“ gehören dann noch „mental“ zur von Jesus Christus gegründeten Kirche?

    zu 6. Wie können denn Häretiker (egal ob formell oder materiell) kirchliche Amtspersonen sein? Und wie können (angeblich) theologisch geschulte Kleriker nicht die offensichtlichsten Häresien erkennen? Und warum ersucht die FSSPX um „eine Anerkennung ihrer Zugehörigkeit zur von Jesus Christus gegründeten röm.-kath., apostolischen Kirche“? Ist es eine Ego-Sache? Und die V2-Häretiker sollen ihr dann also diese „Anerkennung“ geben?

    zu 7. Wenn für die FSSPX ein offenkundiger Häretiker kein Häretiker ist, dann ist die FSSPX umso deutlicher keine katholische Gemeinschaft. Sie kann/will also die Gläubigen nicht vor offenkundigen Häretikern schützen.

    zu 8. Wie können denn Irrlehrer rechtmäßige Autoritäten der Kirche sein? Zeigen Sie uns doch einmal eine solche Lehre der Kirche? Und die FSSPX meint also nicht, daß Bergoglio unkatholische Dinge lehre? Und welche „gewissen (untergeordneten) Autoritäten“ sollen das konkret sein, die da angeblich gemeint seien?

    zu 9. Es ist genau umgekehrt, die FSSPX zeigt, wie man „traditionell“ verpackt modernistische Positionen vertritt, z.B. die Meinung daß materielle Häretiker weiterhin rechtmäßige Autoritäten der Kirche bleiben würden oder daß die „neuen Weiheriten“ gültig seien, daß der „Papst“ auch Unheilige „heiligsprechen“ könne oder daß man dem „Papst“ nur gehorchen müsse, wenn er ex cathedra spricht bzw. wenn es den Oberen der FSSPX gerade paßt usw.

    zu 10. Bergoglio und die entsprechenden Leute der „Kurie“ sind also keine Anhänger der „Konzilskirche“? Sie sind also keine Modernisten?

    Hier ein Beispiel, was bzgl. der FSSPX wie die Faust aufs Auge paßt:

    “Welchen Sinn hat es, den Lehrsatz der Suprematie St. Peters und seiner Nachfolger öffentlich zu verkündigen? Welchen Sinn hat es, immer und immer wieder den Glauben an die katholische Kirche und den Gehorsam zum Apostolischen Stuhl zu wiederholen, wenn die Handlungen diesen Worten entgegenstehen? Ist nicht Ungehorsam um so schändlicher, als Gehorsam Pflicht ist? Erstreckt sich die Autorität des Heiligen Stuhls nicht auf die Maßnahmen, die Wir verpflichtet gewesen sind zu ergreifen? Reicht es vielleicht aus, in Glaubensgemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl zu stehen, ohne gehorsam zu sein? So etwas kann es nicht geben, ohne daß der Katholische Glaube beschädigt wird! Tatsächlich, Ehrwürdige Brüder und geliebte Söhne, geht es darum, die Macht des Heiligen Stuhls anzuerkennen, sogar über die Kirchen, nicht bloß darin, was den Glauben betrifft, sondern auch in dem, was zur Disziplin gehört. Wer das bestreiten würde, ist ein KETZER; wer das anerkennt, sich aber hartnäckig weigert zu folgen, ist des ANATHEMAS würdig!” (Pius IX. in “Quae in Patriarchatu”)

    zu 11. Warum haben Sie nicht auf meine elfte Frage geantwortet? Diese lautete wie folgt: Was soll bitte ein “überzeitlichen Heilig-Geist-Gewirkten” sein?? Sind wir nun vollends bei den Pfingstlern und Charismatikern angekommen?

    zu 12. Da die FSSPX auch modernistische Positionen vertritt (z.B. hinsichtlich der Ekklesiologie, des Lehramtes und der „Stellung der Frau“), ist sie somit nicht der tatsächlich überlieferten Lehre der Kirche treu. Und wer mit der „Konzislkirche“ um einen Beitritt zu ihr bzw. um eine „Anerkennung“ ihrerseits verhandelt, der will wohl nicht zur wahren röm.-kath. Kirche gehören bzw. verwechselt da etwas gravierend…

    zu 13. Also Bergoglio und alle (nach unkatholischem „Ritus“ geweihten) „Bischöfe“ und „Kardinäle“ sind also keine Modernisten bzw. Häretiker? Warum unterstellt sich die FSSPX dann nicht den „Ortsbischöfen“? Und wer konkret soll dann eigentlich die „Konzilskirche“ bilden?

    zu 14. Sie schreiben: „Selbstverständlich kann man kein wahrer katholischer Christ sein, wenn man gar nicht der Lehre der Kirche in vollem Umfang anhängt und sogar echt modernistische Standpunkte vertritt.“ Danke! q.e.d.

  39. Pingback: Zusätzliche Klarstellungen für unseren Kommentator “Stephan” (et al.) | POSchenker

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