P. Martin Fuchs: Erklärung zu meinem Weggang aus der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Schweren, sehr schweren Herzens habe ich am 30. Dezember dem Generaloberen meinen Austritt aus der Priesterbruderschaft St. Pius X. mitgeteilt. In alle Ewigkeit werde ich Erzbischof Lefebvre für den katholischen Glauben und das Priestertum dankbar sein! Mit Bedauern musste ich jedoch in den vergangenen Jahren feststellen, dass man von seinem vorgezeichneten Weg nach und nach abgewichen ist:

1. das „Te Deum“ als Dank für das Motu proprio, bei dem die tridentinische Messe mit der Messe Paul’s VI. unlösbar verknüpft und die Annahme des II. Vatikanischen Konzils verlangt wurde. So war vor kurzem noch im Internet unter dem Priorat St. Pius X. in München zu lesen: Hl. Messe (im außerordentlichen Ritus). Im Seminar hatte ich gelernt, dass wir die Hl. Messe im tridentinischen Ritus lesen, da gibt es keinen ordentlichen und außerordentlichen Ritus, das ist ein vollkommen unhaltbares Konstrukt von Papst Benedikt XVI. Wer von einem außerordentlichen Ritus redet, muss konsequenterweise einen ordentlichen Ritus, die Neue Messe, im Auge haben und akzeptieren.

2. die Dankesbezeugungen für die Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe. Erzbischof Lefebvre sagte 1988 bei einer Pressekonferenz: „So sind wir denn exkommuniziert durch Modernisten, durch Leute, die durch die vorhergehenden Päpste exkommuniziert worden wären. Was soll das? Wir sind verurteilt durch Menschen, die verurteilt worden sind und die öffentlich verurteilt werden müssten. Das lässt uns gleichgültig.“ Erzbischof Lefebvre hat die Exkommunikation immer als null und nichtig angesehen. Was aber null und nichtig ist, braucht nicht aufgehoben zu werden. – Zudem bleibt bei einer Aufhebung das Unrecht, das man den beiden verstorbenen Bischöfen Lefebvre und de Castro Mayer zugefügt hat, weiterhin bestehen.

3. die Bereitschaft mit Rom zu verhandeln, obschon Erzbischof Lefebvre klar und unmissverständlich gesagt hatte, unter welchen Bedingungen er dies zukünftig tun werde. „Wenn Rom mich nach einer gewissen Zeit erneut einladen würde, würde ich die Bedingungen stellen und fragen: „Sind sie einverstanden mit den großen Enzykliken aller Päpste, die Ihnen vorangegangen sind? Sind sie einverstanden mit „Quanta cura“ von Pius IX., “Quas primas” von Pius XI., “Humani generis” von Pius XII. Sind Sie in voller Gemeinschaft mit diesen Päpsten und ihren Verlautbarungen? Erkennen Sie den Antimodernisteneid noch an? Sind Sie für das soziale Königtum unseres Herrn Jesus Christus? Wenn Sie die Lehre Ihrer Vorgänger nicht annehmen, ist es unnötig, weitere Gespräche zu führen. Wenn Sie nicht bereit sind, das Konzil zu reformieren, indem Sie die Lehre dieser Päpste vor Augen haben, ist ein Dialog nicht möglich, es ist sinnlos!“ – (Fideliter Nr. 70)

4. das Vorziehen einer praktischen Lösung ohne dogmatische Bereinigung der Irrlehren des II. Vatikanischen Konzils. In einem geistlichen Vortrag am 21. Dezember 1984 sagte der Erzbischof: „Die kanonische Frage ist zweitrangig. Das, was ist, ist in der Kirche zu bleiben, in der Kirche, d.h. im kath. Glauben aller Zeiten und im wahren Priestertum, in der wahren Messe, in den wahren Sakramenten, mit dem Katechismus aller Zeiten, mit der Bibel aller Zeiten. Das ist es, was uns interessiert. Das ist die Kirche. Öffentlich anerkannt zu sein, das ist zweitrangig.“

5. Immer wieder musste ich auch feststellen, dass keine klare Sprache mehr gesprochen wird. So heißt es im neuen Rosenkranzkreuzzug unter Punkt 2: „für die Rückkehr der Tradition in der Kirche…“. Was ist mit Kirche gemeint? Etwa die katholische Kirche wie sie von Jesus Christus gegründet wurde oder die nachkonziliare Kirche? Wenn die katholische Kirche gemeint ist, dann kann es keine Rückkehr geben, weil die Tradition fester Bestandteil der kath. Kirche ist, wenn die nachkonziliare Kirche gemeint ist, dann hat sie die Tradition verlassen. Dann muss sie zur Tradition und nicht die Tradition in die Kirche zurückkehren.

Dies sind die Hauptgründe, die mich zu diesem Entschluss geführt haben. Trotz Warnungen von Seiten der drei Weihbischöfe, Bischof Williamson, Bischof Tissier de Mallerais und Bischof de Galarreta, trotz Warnungen von Seiten der Priesterbruderschaft vom Guten Hirten, trotz Wissen um die Haltung von Papst Benedikt XVI., bei dem ohne Akzeptanz des II. Vatikanischen Konzils nichts weiterging, wurden die Gespräche und Verhandlungen fortgesetzt.

Man wendet vielleicht ein: „Unser Generaloberer hat ja gar nichts unterschrieben.“ – Aber er wäre zu einer Einigung bereit gewesen, ohne die dogmatischen Differenzen zu bereinigen, wie es sein Brief vom 17. Juni 2012 beweist. Man wäre zum Schlimmsten bereit gewesen, aber Rom hat nicht gewollt. – Das Vertrauen in die Obrigkeit ist nicht nur irgendwie erschüttert, es ist zerstört.

Ihnen, liebe Gläubige, danke ich an dieser Stelle von ganzem Herzen für all Ihre Gebete und Opfer, mit denen Sie mein priesterliches Wirken unterstützt haben. Gerne empfehle ich mich auch weiterhin Ihren Gebeten.

Jaidhof, 5. Januar 2014, P. Martin Fuchs

27 Kommentare zu “P. Martin Fuchs: Erklärung zu meinem Weggang aus der Priesterbruderschaft St. Pius X.

  1. Mit seiner Erklärung hat Fuchs klargestellt, daß er sich zwar von der Piusbruderschaft getrennt hat, aber sich nach wir vor zu den Häresien von Lefebvre, den er maßlos bewundert, bekennt.

    Fuchs ist ein Irrlehrer und muß gemäß der Weisung des hl. Paulus gemieden werden. Man muß für die Bekehrung von Williamson, Faure und Fuchs beten, aber ohne sich falsche Hoffnungen zu machen. Diese Leute wurden in der häretischen Lefebvre-Ideologie (v)erzogen und ihre Bekehrung wäre ein kleines Wunder.

  2. Gisbert

    Fuchs ist aus der Lefebvre-Sekte ausgetreten, weil es sich nicht in die große Schwester, die Konzilssekte, eingliedern lassen wollte.
    Dieser Schritt war richtig, aber wenn er nicht den zweiten Schritt gibt, d.h. sich zum Sedisvakantismus bekennt, dann war der austritt aus der Piusbruderschaft nur eine halbe Sache und damit nutzlos und für die Kirche schädlich.

  3. Alle Verehrung und Hochachtung für Hochwürden Herrn Pater Fuchs!
    Alles Gute und Gottes Segen zu diesem mutigen Schritt!
    Ein echter und glaubenstreuer Lefebvre-Priester!
    Deo Gratias!

  4. „Fuchs ist aus der Lefebvre-Sekte ausgetreten, weil es sich nicht in die große Schwester, die Konzilssekte, eingliedern lassen wollte.
    Dieser Schritt war richtig, aber wenn er nicht den zweiten Schritt gibt, d.h. sich zum Sedisvakantismus bekennt, dann war der austritt aus der Piusbruderschaft nur eine halbe Sache und damit nutzlos und für die Kirche schädlich.“

    Nirgendwo gibt es ein Gebot, daß man sich zum Sedisvakantismus bekennen muß. Aber es gibt ein Gebot, sich von jenen zu distanzieren und sie zu meiden, die den katholischen Glauben aufgegeben haben und Modernisten sind. Und deswegen wurde die Priesterbruderschaft gegründet. Und deswegen hat sich Erzbischof Lefebvre – ausdrücklich vom Jahre 1988 an – sich von diesem Rom abgewandt.

    Und das ist das uns gegebene Gebot:
    „Ich mahne euch, Brüder, nehmt euch in acht vor denen, die Zwietracht und Ärgernisse anrichten im Widerspruch zu der Lehre, die ihr empfangen habt; geht ihnen aus dem Wege.“ (Röm.16,17)

    „Wir gebieten euch aber, Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus: Zieht euch zurück von jedem Bruder, der ungeordnet lebt und nicht nach der Überlieferung, die sie von uns empfangen haben.“ (2 Thess. 3,6)

    „Doch wenn wir selbst oder ein Engel vom Himmel das Evangelium euch anders verkündeten, als wir es euch verkündet haben, der sei verflucht. Ich wiederhole, was ich eben sagte: Wer euch das Evangelium anders predigt, als ihr es empfangen habt, der sei verflucht.“
    (Gal. 1,8,9)
    Mit Verfluchten aber haben wir ohnehin keine Gemeinschaft.

  5. Liebe Sedis,

    was schreibt ihr hier auf diesem Blog nicht alles für wirres Zeug zusammen?
    Welche Häresien hat der Erzbischof vertreten?

    Ich habe schon vielen Leuten gehört, daß sie es Schade finden, daß dieser Blog von den Sedis so verhunzt wird. Sie lesen entweder nicht mehr die Kommentare oder verzichten ganz auf diesem Blog zu gehen.
    Lieber Herr Schenker, bitte löschen Sie wenigstens die böshaftesten Kommentare, damit Ihr Blog (aufgrund der Kommentare) nicht ganz in der Pharisäer-Gosse landet.
    Vergelt’s Gott!

  6. Ich schließe mich Volker an. Was manche Sedis von sich geben ist wirklich unerträglich. Ist das die Nächstenliebe, die Christus von uns gefordert hat? Ich habe kein Problem, wenn jemand der Überzeugung ist, dass Bergoglio nicht der Papst sei. Aber auf so unflätige Weise anderen diese Meinung aufzuzwingen und nur von sich zu behaupten, die Wahrheit zu besitzen, ist unerträglich.
    Ich sehe die Papstfrage überhaupt nicht zentral und wichtig im derzeitigen kirchlichen Durcheinander. Es wurde schließlich in der gesamten Kirchengeschichte keinem Papst im Nachhinein das Papstsein abgesprochen, aber es wurden Päpste sehr wohl nachträglich als Häretiker verurteilt. Und einem Herätker muss ich nicht gehorchen. Da können gescheite Dogmatiken noch so viele theoretische Gründe vorbringen, in der Praxis wurden sie noch nie angewendet.
    Es ist ein mutiger Schritt von Pater Fuchs und er ist finanziell jetzt ganz auf sich gestellt. Ich hoffe, dass es in der Bruderschaft ein Umdenken gibt, bin da aber eher skeptisch. Es sprechen auch alle Prophezeiungen dagegen, dass aus diesem schweren Kirchenkampf irgendeine Gemeinschaft siegreich und glorreich hervorgehen wird. Im Gegenteil, „wenn alles verloren scheint, dann…“ (Unsere Liebe Frau vom guten Erfolg, Quito).

  7. Keine Bangigkeit, Volker. Dafür wurde bereits gesorgt.
    Siehe 7. Januar, 18:14 Uhr „Offener Brief an Msgr Fellay..“

  8. Wir schließen uns diesem Segenswunsch von @Tourcoing an:

    „Alle Verehrung und Hochachtung für Hochwürden Herrn Pater Fuchs!
    Alles Gute und Gottes Segen zu diesem mutigen Schritt!
    Ein echter und glaubenstreuer Lefebvre-Priester!
    Deo Gratias!“

  9. @ VOLKER:
    „Liebe Sedis, was schreibt ihr hier auf diesem Blog nicht alles für wirres Zeug zusammen?“

    VOLKER, ihr „Liebe Sedis“ können Sie sich sparen, wenn Sie alle, ohne Ausnahme, über einen Kamm scheren und gleichermaßen verurteilen. Das ist gegen die Gerechtigkeit.

    Jeder hat das Recht hier Kommentare zu schreiben, meist benehmen sich die Sedis kultivierter (Ausnahmen gibt es natürlich) und bringen auch die nötigen Sachargumente. Böse Beleidigungen sind hier sowieso nicht zulässig.

    Wenn ihnen die Wahrheit zu schwer zu schaffen macht, dann haben Sie immerhin die Möglichkeit, sich zu verziehen.

    Wer die Sedis verbieten will gibt nur Zeugnis von seiner Intoleranz und Schwäche. Kein Sedi hat je die Stimme erhoben einen von euch verbieten zu lassen.

  10. „1. das „Te Deum“ als Dank für das Motu proprio, bei dem die tridentinische Messe mit der Messe Paul’s VI. unlösbar verknüpft und die Annahme des II. Vatikanischen Konzils verlangt wurde.“

    Den Gläubigen gegenüber aber bleibt man heuchlerisch und tut ständig so, als würde man das II. Vatikanische Konzil nach wie vor strikt ablehnen. Doch mit diesem Motu proprio mußten die
    Piusse dies II. Vatikanum akzeptieren. Und wir wissen, daß Fellay in seiner Erklärung an Rom dieses II. Vatikanische Konzil erneut als akzeptierbar definierte.

    Den Gläubigen gegenüber tut man so, als wäre die Bruderschaft der Linie Lefebvres bis heute treu geblieben. Keineswegs! Denn sie mißachtete seine Warnung: „SIE (jene, die sich Rom anzugliedern entschlossen haben, wie Campos und die Petrusbruderschaft) MÜSSEN SCHWEIGEN ANGESICHTS DER VERGÜNSTIGUNGEN, DIE IHNEN ROM GEWÄHRT HAT…Was Rom gegenwärtig zugunsten der Tradition gewährt, ist nur eine rein politische, diplomatische Geste, um Anschlüsse zu forcieren. Aber es ist keine Überzeugtheit von den Segnungen der Tradition. Sie haben die Möglichkeit fahren gelassen, Rom zu kontern“
    An anderer Stelle sagt er: „Schließlich ist der Papst ökumenistischer denn je. Alle falschen Ideen des Konzils fahren fort sich zu entwickeln und werden immer klarer behauptet. Sie verbergen sich immer weniger. Es ist also absolut unvorstellbar, daß man es akzeptieren könnte, mit einer derartigen Hierarchie zusammenzuarbeiten.“

    Und: „Eine Kirche, die dergleichen Irrtümer vertritt, ist häretisch und schismatisch zugleich..Dieser konziliaren Kirche wollen wir nicht angehören..“

    So sieht also die Lefebvretreue der Neuen Fsspx aus!

    Und warum wollte Rom in Einverständnis mit Bischof Fellay (und leider der anderen Bischöfe), daß dieses von langer Hand vorbereitete Motu proprio beide Formen verknüpfe zu EINEM Ritus?
    Weil man dann viel leichter diesen einen Ritus „bearbeiten“ konnte. So war ja vermutlich unter Benedikt einiges im Plane (auch mit Wissen und Übereinkunft der Oberen der Fsspx? Gehörte das zu den „Gesprächen“ mit Rom? Wechselte man aus diesem Grund vor Jahren von der wahren Tridentinischen Messe zur veränderten von Johannes XXIII.?)

    Und würden die Gläubigen die Frage stellen, warum dieser oder jener Priester sich verabschiedete, würden sie Sie mit dem „Nichtgehorchenkönnen“ abspeisen.
    So ist alles auf der Lüge aufgebaut. Und diese hat niemals Bestand!

  11. Die Treue ist die einzige Tugend, so wie der Verrat im Grunde die einzige Sünde ist. (Nicolás Gómez Dávila)

  12. @ Gisbert schreibt: „Die Treue ist die einzige Tugend, so wie der Verrat im Grunde die einzige Sünde ist. (Nicolás Gómez Dávila)“

    Und das wollen Sie auf Hochw. Pater Fuchs münzen?
    Sagen Sie das Ihren Verantwortlichen der Priesterbruderschaft St. Pius X., die ihre Treue zum Kampf gegen den Modernismus und der falschen Lehren aufgegeben und Verrat geübt haben am Grundsatz Ihres Erbes.

  13. Renovatio

    Ein Papst kann nicht in Häresie fallen und ein Häretiker kann kein Papst sein. Den häretischen Papst kann es nicht geben. Es wäre ein viereckiger Kreis.

    Wann hat die Kirche einen wahren Papst wegen Häresie verurteilt?

    Die Papstfrage hat eine zentrale Bedeutung, weil wäre Bergoglio Papst, müßten wir ihm gehorchen, so wie das Dogma des Primats des Papstes es vorschreibt. So z.B. ein Priester, der Paul VI. als wahren Papst anerkennt, muß auch seine „Messe“ beten.
    Sollte er kein Papst sein, müssen wir uns von ihm trennen, so wie es Paul IV. in seiner Bulle „Cum ex apostolatus officio“, Punkt 7 bestimmt.
    Sich einen falschen Papst unterzuordnen ist genauso schismatisch wie sich einen wahren Papst nicht unterzuordnen, weil in beiden Fällen man sich von dem Fels Petri trennt.
    Den „Mittelweg“, den Lefebvre gehen wollte, um sich vor einer Entscheidung zu drücken, gibt es nicht.

  14. Lieber Tomás, wir kennen uns von „www.kreuz.net“ her. Sie haben da Ihre sedisvakantistischen Beiträge veröffentlicht, und ich habe da meine sedisvakantistischen Beiträge veröffentlicht. Wir beide gehörten da zu den radikalsten Kommentatoren. Es gab in diesem Portal ganz böse Angriffe von „Progressisten“ und Nichtsedisvakantisten auf uns. Ich habe Ihnen aber schon damals auf „www.kreuz.net“ geschrieben, daß Sie vorsichtiger formulieren müssen. In Ihrem Beitrag oben von heute schreiben Sie: „Ein Papst kann nicht in Häresie fallen und ein Häretiker kann kein Papst sein.“ Tatsächlich kann aber ein Papst in Häresie fallen, weil auch er einen freien Willen hat. Er würde dann aber sein Papstamt verlieren und aufhören, ein Papst zu sein.

  15. Bernhard Heinrich Freienstein, ich heiße zwar nicht Tomás, aber ich kenne Sie auch noch von Kreuz-net. Das waren schon kernige Kommentare. Im Prinzip seid ihr ja beide auf der richtigen Spur. Wir sollten uns aber trotzdem, besonders, was die Ausdrücke betrifft, gemäßigt ausdrücken. Ich und mein Schwager haben uns über ihre kernigen Kommentare immer köstlich amüsiert. Meine bevorzugte Auseinandersetzung war mit Medjugorje-Hiti.

  16. @Tomás
    „Wann hat die Kirche einen wahren Papst wegen Häresie verurteilt?“

    Honorius I. wurde posthum vom 3. Konzil von Konstantinopel (680-681) mit dem Anathema belegt. Und mit ihm auch alle Anhänger des Monotheletismus.
    Diese Verurteilung war dann auch eine Streitfrage beim Zustandekommen des Dogmas der Unfehlbarkeit des Papstes. Soweit ich das erkennen kann, ist diese Sache bis heute nicht eindeutig geklärt worden. Zugegebenermaßen bin ich aber auch kein Experte in dieser Frage.

    Aber noch ein Wort zum Thema des Blogs.
    Pater Fuchs ist für mich ein treuer und glaubenseifriger Diener der Kirche. Er kann sich jetzt vermehrt seinen eigentlichen priesterlichen Aufgaben widmen und muss nicht mehr mit den buchhalterischen Tätigkeiten seine Zeit vergeuden. Gottes Segen!

  17. Und mal wieder das Modernisten-Märchen vom angeblichen „Häretiker Honorius“… Leo II. sagt über Honorius I., daß er aufgrund seines mangelnden Vorgehens gegen eine Häresie verurteilt wurde, aber nicht wegen eigener Häresie: “[he] did not, as became the Apostolic authority, extinguish the flame of heretical teaching in its first beginning, but fostered it by his negligence.”

    Honorius vertrat NIEMALS den Monotheletismus. Er war somit kein manifester Häretiker.

    Honorius‘ Glaube galt als tadellos. So sagt The Catholic Encyclopedia: “Pope Honorius was much respected and died with an untarnished reputation.”

    http://www.newadvent.org/cathen/07452b.htm

    Keineswegs betrachtet die röm.-kath. Kirche Honorius I. als tatsächlichen Häretiker. Wer das Gegenteil behauptet, der folgt somit wohl der IRRLEHRE, daß manifeste Häretiker weiterhin Glieder des mystischen Leibes Christi sein könnten.

  18. Bernhard Heinrich Freienstein

    Ein Papst, als Papst, kann nicht in Häresie fallen, weil Christus dem Petrus versprochen hat, daß seine Glaube niemals wanken würde (Lk 22, 32). Diese offenbarte Wahrheit wurde vom Vatikanischen Konzil als zu glaubende Wahrheit vorgelegt.
    Sollte ein Papst, als Privatperson, in Häresie fallen, würde er gem. canon 188 § 4 CJC automatisch sein Amt verlieren.

    Wer klare Vorstellungen verbreiten will, muß auch klare Begriffe verwenden und mit den Feinde Gottes und der Kirche darf man nicht zimperlich sein. Christus und die Heiligen waren es auch nicht. Hat nicht der Herr die untreuen Juden als die Söhne des Teufels bezeichnet (Joh 8, 44)?
    Vgl. dazu „Der Liberalismus ist Sünde“ des spanischen Priesters P. Sardá y Salvani.

  19. Stephan

    Vollkommen richtig. Honorius I hat mit seiner „Diplomatie“ und zweideutigen Äußerungen den Monothelismus begünstigt, aber er selbst war rechtgläubig.

  20. Das „Geschenk“ des „Motu proprio“ sollte die Annäherung an die Tradition Benedikts vortäuschen. Und noch schlimmer: Für später ein geplantes Zusammenlegen beider Meßformen vorbereiten.

    Das „Motu proprio“ war aber kein Geschenk, sondern es sollte die vorbereiteten Abmachungen tarnen.

    Dieses ganze Unheil, in das Bischof Fellay die Piusbruderschaft getrieben hat, war spätestens zu Beginn der Verhandlungen 2009 bereits klar erkennbar. Dessen ungeachtet, rannten viel zu viel Priester und Gläubige naiv und gutgläubig dem Fluch entgegen. Träumer gab es genug, die aufzuwachen nicht bereit waren.

    Kann man sich den Leidensweg solcher wahrer katholischer Priester, wie Hochw. Pater Fuchs, überhaupt vorstellen? Was hängt an diesem Entschluß nicht alles daran. Indessen, ihr Glaube war ihnen wichtiger, die Verantwortung vor Gott ebenso. Doch gibt es in der Bruderschaft noch viel zu viel Mietlinge, denen an den Schafen nichts liegt, wenn sie mitgerissen werden ins Verderben.

    Bischof Fellay ließ das Te Deum überall singen für diesen Irrweg:

    1. Alte und neue Messe sind zwei Anwendungsformen des einen Römischen Ritus.
    2. Alte und neue Messe sollen sich gegenseitig befruchten.
    3. In der Entwicklung von der alten zur neuen Messe gab es keinen Bruch.
    4. Jeder Priester (auch der Priesterbruderschaft) muß bereit sein, im Prinzip die neue Messe zu feiern.

  21. + Ave Maria +

    Ich kenne Pater Fuchs persoenlich und es hat mir gut gefallen, dass er klare logische Schlussfolgerungen ziehen kann. Sein Schreiben beweist wie klar er noch denken kann und die Regeln des Denkens (Aussagenlogik) bewahrt hat. Es ist schoen zu sehen, dass es noch kaempfende Priester gibt. Jemand, welcher die Grundregeln des Denkens (Scholastik und Logik bzw. Thomas von Aquin und Aristoteles) noch nicht ganz weggeworfen hat muss zu dem Schluss kommen, dass der Weg der NeoFSSPX der Weg des Modernismus ist.

    + Ave Maria +

  22. „Im Lichte der objektiven Wahrheit, der natürlichen und der im Dogma als geoffenbart enthaltenen, müssen die Texte des Konzils geprüft, Zweideutigkeiten auf die Eindeutigkeit hin erklärt und die verheerenden Zeitbomben entschärft und beseitigt werden.“ (P. Schmidberger, 9.4.1989, Vortrag Mainz)

    Zum einen: Heute haben wir es mit anderen verheerenden Zeitbomben zu tun. Eine Entschärfung und Beseitigung der wahren Zeitbomben bedarf es anderswo. Zum anderen kann das Lehramt der Katholischen Kirche nicht berichtigt und seine festgelegten Lehren nicht „entschärft“ werden. Und weil für Pater Schmidberger die Konzilssekte die Eine, Heilige Kirche ist, ist diese Behauptung ein irrgläubiger Akt.

    Übrigens: Schlußfolgerungen im „Lichte der objektiven Wahrheit“ hätten es nie zugelassen, einen Plan zu einer Einigung mit Rom im Schilde zu führen.

    Die „objektive Wahrheit“ kann es nicht zulassen, die einmal von der Katholischen Kirche festgelegte Lehre im Nachhinein einer Korrektur zu unterziehen, zu verändern oder zu berichtigen. Diese Widerspruchsaussage gehört zur neuen Lehre der Neuen falschdenkenden Piusbruderschaft, für die die Konzilssekte jetzt die Katholische Kirche ist!

    Die „objektive Wahrheit“ läßt niemals zu, an authentischen Dekreten eines Konzils herumzudoktern und eine Wiederbelebung zu versuchen.

    Weil dieses Konzil kein Lehramt hatte und kein Konzil der Katholischen Kirche ist, wären alle Korrekturen sinnlos und häretisch und ein wahres Konzil bedarf keiner Korrektur!

    „…solange die Sünden des Konzils nicht bereut und wiedergutgemacht sind, gibt es keine wahre Genesung des mystischen Leibes des Herrn und der Christenheit im Großen.“ (P.Schmidberger)
    Ein Beweis, daß P. Schmidberger bereits 1989 den Mystischen Leib Christi, die WAHRE KATHOLISCHE KIRCHE, als erkrankt darstellte.

    Nein! Solange die Sünden der Neuen FSSPX nicht bereut und wiedergutgemacht sind, gibt es keinen internen Frieden, nur Zersplitterung, Zerfall und Niedergang und jede Art von Müdigkeit, gegen die Glaubensirrtümer anzukämpfen.

    Also eine absolute Berechtigung, ja Pflicht, diese nicht wieder zu erkennende Neue Piusbruderschaft zu verlassen. Bzw., wäre es nicht recht und billig, daß diese untergehende, keinen Bestand habende Neue Piusbruderschaft die bisherige kampfbereite Piusbruderschaft verläßt und unter Führung Bischof Fellays und P. Schmidbergers sich anderswo formiert?

  23. Tiefgreifende Veränderungen zeichnen die Neue Piusbruderschaft aus. Msgr. Lefebvre unterschied das Ewige Rom (= die Katholische Kirche) vom Rom der Apostasie, der neo-modernistischen Ausrichtung (= Konzilssekte).

    Doch Msgr. Fellay unterläßt es regelrecht, hier überhaupt noch eine Unterscheidung zu treffen. Er beharrt darauf, daß häretische Bischofe sehr wohl Gnade vermitteln könnten:
    „Wie können uns diese Bischöfe, die alle möglichen Häresien verbreiten, den Glauben vermitteln? Oh ja! Wie kann dieser Jesus, der stirbt, den Gott sein?“
    Welcher Betrug und welche List!

    „Wir sprechen von der wirklichen Kirche, die wir vor Augen haben“, sagt er an anderer Stelle.

    Unerhört, was sich vor unseren Augen abspielt:
    Die Bruderschaft bittet die Verräter in Rom um Erlaubnis, die Wahrheit verkünden zu dürfen und vergißt ihre heilige Pflicht, den wahren Glauben zu verkünden, sei es gelegen oder ungelegen und den Glaubensverrat der Konzilssekte anzugreifen.

  24. Ein weiterer Beweis wie sehr die Oberen in diesem dialektischen Denken verhaftet sind. Ein Vortrag von Bischof Fellay in Oesterreich war sogar einmal so katastrophal, dass er in voller emotionaler ausgelassenheit den Papst dafuer gelobt hat, dass er Dinge bei der neuen Messe „verbessern“ will. Die Oberen der FSSPX sind aufgrund von Summorum Pontificium ganz dem dialektischen Denken verfallen. Das war ein teuflisch genialer Schachzug von Satan und seinen Handlangern.

    Die andauernden Behauptungen der NeoFSSPX, dass die roemisch katholische Kirche in einer Krise ist und dergleichen sind haeretisch. Der mystische Leib Christie ist die perfekte Gesellschaft und zu behaupten dieser mystische Leib waere befleckt ist eine Haeresie.

    Durch diese Grundhaeresie war es moeglich, dass die Oberen nicht mehr zwischen Konzilskirche und roemisch katholischer Kirche unterschieden haben. Das Motu Proprio und das zutiefst manipulative Wirken des Papstes auf zwischenmenschlicher Ebene haben dann diesen Irrsinn bewirkt. Wohn die Haeresie fuehrt das sieht man bei der NeoFSSPX sehr deutlich.

  25. „Ermüdet nicht, Hirten, richtet euch!
    Boten sollt Ihr sein, Rufer des HERRN,
    mit dem Zeichen des Kreuzes auf eurer Stirn
    und den Gurt der Zucht um den Leib –
    Glut muß euer Wort sein,
    die verlöschenden Herdfeuer der Gottesliebe
    auf Erden wieder zu entzünden.
    SEHT DOCH, ER KOMMT, UNSER RETTER!“

  26. Pingback: REX! – Interview mit Pater Martin Fuchs (2014) | POSchenker

  27. Pingback: Traduction de la déclaration de l’abbé Fuchs

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