SEDISVAKANTISTISCHE GEGENPÄPSTE

Emblem of the Vatican City (1)

Es ist die Zerstörung der Kirche, die erfolgen würde,
wenn sich die sedisvakantistischen Indeen durchsetzten.

Petrus II. Palmar de Troya

Petrus II., Palmar de Troya

Die absurdeste Form des Sedisvakantismus ist unstreitig der Konklavismus, der, indem er sich auf die These einer behaupteten Vakanz des Heiligen Stuhles seit Pius XII. abstützt, und sich einbildet in seiner Demarche von der Idee der Stell-Vertretung (Suppleanz) abgesichert zu sein, sich nicht scheut, Pseudo-Päpste wählen zu lassen, sie als  vermeintliche „Oberhäupter der Kirche“ anzuerkennen und ihnen päpstliche Namen zu verleihen, indem sie als amtsausübende Pontifices genommen werden, herrschend über Operetten-„Vatikane“.

So sind in diesen jüngsten Jahren, infolge von völlig frei erfundenen, vorgeblichen „Konklaven“ , Individuen hervorgetreten, die Anspruch erhoben auf den Titel „Papst“ und nicht zögerten, das weiße Gewand der Funktion anzunehmen, indem sie sich einbildeten, die legitimen Nachfolger des heiligen Petrus zu sein.  Gewiss, wir befinden uns im Angesichte widerrechtlicher Aneignung kirchlicher Identität, die einem schwachen Irrsinn und dem medizinischen Gebiete der Psychiatrie näher ist als der Religion, jedoch des ungeachtet, sind diese Praktiken außerordentlich bezeichnend für das, wohin die Logik des Sedisvakantismus unvermeidlich führt, und damit ein vollkommenes Bild dafür abgibt, was die Kirche werden würde, wenn die schismatischen Thesen sich aufdrängten: das Auseinanderbrechen in Hunderten von Fragmenten der römischen Einheit gefolgt von der unverzüglichen Konstituierung von autokephalen Kirchen, die als ihr Oberhaupt sogenannte „Päpste“ wählen würden, um sie zu leiten.

I. Der sedisvakantistische Irrtum

Padre Joaquin Saenz y Arriaga

Pater Joaquin Saenz y Arriaga anlässlich seiner Priesterweihe im April 1930

Im August 1971 veröffentlichte der mexikanische Jesuit Joaquin Saenz y Arriaga (1899-1971) das Buch „Die Neue Montinische Kirche“ [siehe auch: Fundacion San Vincente Ferrer], dessen Schlussfolgerung war, dass Papst Paul VI. eine neue Religion gegründet habe, die sich unterscheide vom römischen traditionellen Katholizismus. 1973 lieferte er eine weitere Arbeit nach, „Sede Vacante“, worin er klar behauptete, dass Paul VI., da er in die Häresie verfallen sei, seine päpstliche Autorität verloren habe aufgrund der Bulle Pauls IV „Cum ex Apostolatus“. Man kann es also so betrachten, dass es die Schriften von Saenz waren, die der sedisvakantistischen Bewegung zur Geburt verhalfen. [1]

Gewiss kennen wir den Kern der Theorie auswendig, auf der sich die diversen aktuellen sedisvakantistischen Kapellen gründen – die unter sich ziemlich zerstritten sind, in Übereinstimmung mit dem, was immer geschieht mit protestantischen Sekten – sei es jener des häretischen Papstes, der unverzüglich abgesetzt sei, falls es unglücklicherweise geschähe, dass einer eine Lehre auf dogmatischer Ebene unterstützte, die konträr wäre jener der Kirche, um genügend beharrt zu haben auf der Absurdität dieser Position, die sich anmaßt, gegen einen Pontifex zu legiferieren – da doch dieser Letztere seine Autorität allein von Gott erhält und sich erhoben findet über alle menschliche Autorität – um nicht noch einmal darauf zurückkommen zu müssen. [2] 

II. Mgr. Ngô-Dinh-Thuc, ein exkommunizierter Progressist

 
Erzbischof Ngô-Dinh-Thuc

Mgr Ngô-Dinh-Thuc exkommuniziert 1976,
zeichnete sich aus durch zwei „ultra-progressistische“ Interventionen
am II. Vatikanischen Konzil!

Aber eines der Paradoxe, und nicht das mindeste, der sedisvakantistischen Haltung, war, vagante Bischöfe zu Dutzenden hervorgebracht zu haben, dank den guten Diensten eines komischen Prälaten, Monseigneur Ngô-Dinh-Thuc (1897-1984), der von Paul VI. 1976 exkommuniziert wurde, der sich durch zwei „ultra-progressistische“ Interventionen am Konzil Vatikanum II auszeichnete, indem er offiziell während den Debatten fragte, was in den Heiligen Schriften wohl die Weihe der Frauen untersagen könn(t)e, und sich dann beklagte, dass es in der Kirche „eine ungerechte Diskriminierung zwischen Männern und Frauen und eine sehr hässliche Diskriminierung zwischen den Religionen gebe.“

Man kann aus seinen Positionen den Wert des traditionellen Charakters des Erzbischofs Ngô-Dinh-Thuc ermessen, der am Ursprung aller sedisvakantistischen Bischofs-Linien steht!

Jedoch von den Sedisvakantisten lügnerisch als ein sehr würdiger Erzbischof präsentiert, welcher nur deshalb Bischöfe geweiht habe, um das katholische Priestertum zu retten, ist Mgr. Ngô-Dinh-Thuc in Wirklichkeit der Verantwortliche einer Vielzahl von suspekten und häretischen bischöflichen Abstammungslinien geworden, welche enge Beziehungen haben mit den Alt-Katholiken und allen Arten von Sekten und Sektierern, wenn man die direkten oder indirekten Beziehungen mit den illuminierten „Geweihten“ und „Wiedergeweihten“ durch den „Geweihten“ oder „Wiedergeweihten“ von Mgr Thuc  überprüft, gelangt man schnell auf „Alt-Katholiken“ und Sekten von „Ordinierten“ oder „Geweihten“, verheiratete oder konkubinäre,  zu Sekten die sich ausstaffieren mit dem Titel Kirche, sei es „West-Orthodoxe“, sei es „Gallikane“, sei es „Liberal-Katholische“, sei es „Keltische“, sei es „Gnostische“, sei es „Theosophische“, und von welchen mehrere selbst direkt verbunden sind mit okkultistischen oder freimaurerischen Gesellschaften!

III. Die Demenz des Konklavismus

Man stellt es fest, der Auswuchs des Sedisvakantismus, der das Erscheinen einer Myriade von schismatischen Kapellen hervorruft, die sich in die Finsternisse der millenaristischen, illuministischen und manchmal okkultistischen Gegen-Kirche versenkt – ist eine ernste Gefahr, wie es Mgr Lefebvre betont – und ist demnach absolut real.

Aber was Mgr. Lefebvre vorausahnte, der perfekt gesehen hat, wo die extreme Gefahr residierte, die den Sedisvakantismus konstituierte, ließ nicht lange auf sich warten, weil zu verschiedenen Gelegenheiten kleine Gruppen von Sedisvakantisten, die ein wenig waghalsiger waren als die anderen, nachdem sie auf eine mehr als zu kritisierende Weise von Mgr Thuc die bischöflichen Weihen erhalten hatten, die Initiative ergriffen, um Pseudo-„Konklaven“ zu organisieren, die ausmündeten in der Wahl von Antipäpsten.

Kardinal Paul Emil Leger

Kardinal Paul-Emile Leger

In der Tat, unter dem Vorwand, dass die Kirche kein legitimes Kardinalskollegium mehr besitze, gab Kenneth J. Mock in einem Text mit dem Titel „Instauratio Auctoritatis Ecclesiae“ die Idee aus einer Möglichkeit, ein stellvertretendes Konklave zu versammeln, im Moment da es keine überlebende von Pius XII. ernannte Kardinäle mehr gab (der letzte Kardinal ernannt von Pius XII. Mgr. Paul-Emile Léger, ist am 13. November 1991 gestorben). So fanden Wahlen von Gegenpäpsten statt, und die konklavistischen Bewegungen, auch wenn sie nicht alle die Ideen der übrigen sedisvakantistischen Gruppen teilen, haben mindestens dies gemeinsam: dass sie den aktuellen Papst Benedikt XVI. nicht als legitimen Nachfolger von Petrus am Kopfe der Kirche anerkennen. [3]

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IV. Die sedisvakantistischen Antipäpste

Prüfen wir die hauptsächlichen sedisvakantistischen Gegenpäpste, um den Grad der Unvernunft zu ermessen, in die die schismatischen These bezüglich der vermeintlichen Vakanz des Heiligen Stuhles münden:

 

Clemente Dominguez, Palmar de Troya

Gregor XVII.

Gregorius XVII. (Clemente Domínguez y Gomez, 1946-2005)

Spanier, ehemaliger Angestellter einer Versicherungsgesellschaft, in der Folge eines Auto-Unfalls 1976 erblindet, zum Priester geweiht, später zum Bischof im Jahre 1976 von Mgr. Ngo-Dinh-Thuc. Beim Tode von Paul VI., 1978, behauptet er, eine Botschaft von der Heiligsten Jungfrau zu erhalten und proklamiert sich als Nachfolger des Pontifex unter dem Namen Gregor XVII. des Ordens der Karmeliter des Heiligsten Antlitzes. Er exkommuniziert Johannes-Paul II., spricht Franco selig und kreiert einen „dissidenten Vatikan“, indem er auf privatem Grund eine Basilika in Palmar de Troya in Andalusien baut. Es ist Manuel Alonso Corral (geboren 1934), der ihm unter dem Namen Petrus II. nachfolgt, ein ehemaliger Advokat, zuvor Pater Isidor, ebenfalls zum Bischof ernannt von Mgr Ngoh-Din-Thuc.

David Allen Bawden (Michael I.)

Michael I.

Michael I. (David Allen Bawden, geboren 1959)

Amerikaner, ehemaliger Seminarist der FSSPX, ließ sich am 16. Juli 1990 von einer Gruppe von sechs Wählern (worunter er selbst) von Frauen und seinen zwei Eltern zum Gegenpapst wählen . Er beschuldigt Johannes XXIII. und seine Nachfolger der Häresie und behauptet, dass Paul VI. der fleischgewordene Teufel war. Er betrachtet sein Haus als den Vatikan im Exil und hat seinen Namen von „Michael“ entnommen, dem Gebet zum heiligen Erzengel Michael, das Leo XIII. der Messe hinzugefügt hatte und das verschwand anlässlich der Reform von Paul VI.

Internet-Seiten:

Internet-Artikel:

Lucian Pulvermacher (II)

Pius XIII.

Pius XIII. (Lucian Pulvermacher, geboren 1918)

Amerikaner, in den Kapuzinerorden eingetreten 1942, zum Priester geweiht 1946. Er trat zuerst der FSSPX bei im Jahre 1970, gründete darauf die „Wahre Katholische Kirche“ („The True Catholic Church“), die 1998 dekretiert, dass sämtliche Päpste seit Pius XII. Usurpatoren sind. Da der päpstliche Stuhl folglich gemäß ihm seit 40 Jahren vakant ist, glaubt Lucien Pulvermachen, dass es nötig ist, einen neuen Pontifex zu wählen. Er versammelt ein Konklave, das sich teils per Telefon abspielt, aus dem er unter dem Namen Pius XIII. hervorgeht. Jedoch, um Bischof zu sein, ernennt „Pius XIII.“ Gordon Bateman zum Bischof, der seinerseits Lucian Pulvermacher gleich anschließend zum Bischof weiht.

 

Linus II (Victor Von Pentz)

Linus II.

Linus II. (Victor von Pentz, Süd-Afrikaner, geboren 1953)

 Seminarist in Minnesota, wird am 25. Juni 1994 von einem Konklave in Assisi in Italien gewählt. Vier Tage später versuchen seine Partisanen, in den Vatikan einzudringen, um ihn anstelle von Johannes-Paul II. zu installieren, werden jedoch von der Polizei zurückgedrängt. Er lebt heute in England, als Papst gekleidet, und hat sein Haus in eine persönliche Kapelle umgebaut, das er als „Vatikan im Exil“ benennt (sic).

Internet-Artikel:

Bishop Schuckardt in Holy Land

Adrian VII.

Adrian VII. (Francis Konrad Schuckardt)

Internet-Artikel:

Schlussfolgerungen

Weitere Gegenpäpste könnten noch aufgefüht werden [4], aber die Vorerwähnten, direkt hervorgegangen aus den konklavistischen Ideen sind einzigartig repräsentativ für die Schädlichkeit der schismatischen Thesen auf die verunsicherten oder geschwächten Geister.

Cristo ferito dalle bombe

Die verrückten sedisvakantistischen Thesen
könnten die Kirche definitiv zerbrechen

Man sieht also, wenn es noch nötig wäre, anhand dieser lächerlichen Abenteuer, oft grotesk und stets katastrophal, die der Demenz nahekommen und offensichtlich von psychiatrischen ernsthaften Störungen stammen, die Wichtigkeit einer Position ohne Schwäche gegenüber dem Sedisvakantismus und seiner unvermeidlichen Ausartungen, denn es ist diese erschreckende Zukunft, die eintreten würde, wenn die sedisvakantisischen Ideen zulasten der Krise, welche die Kirche durchmacht, sich durchsetzen würden. Dies erklärt sich, denn im Gehirn der Sedisvakantisten ist das objektive Kriterium hinsichtlich der päpstlichen Legitimität verschwunden und kann es nicht mehr sein, es ist ersetzt worden durch eine Quelle, die fundamental persönlich, subjektiv ist, selbst wenn man sie mit großem Aufgand von zahlreichen Zitaten zu rechtfertigen sucht , und sie so objektiv erscheinen lassen will.

Deshalb ist ihre These gefährlich, verhängnisvoll sogar, auch wenn die Sedisvakantisten noch so sehr versuchen, ihrer Analyse eine Gütigkeit zu verleihen, denn sie ist fähig, die Kirche definitiv zu brechen. Zur Spaltung führend der kirchlichen Einheit durch den Konklavismus, der das Gesamt des mystischen Leibes in eine Myriade von Sekten aufspaltet, geleitet von Verrückten oder Eingebildeten, die sich für vom Himmel Bezeichnete halten, um den Papst zu ersetzen, muss der Sedisvakantismus mit der größten Unnachgiebigkeit ausdrücklich beseitigt, seine Thesen mit Entschlossenheit bekämpft, seine Positionen verworfen werden!

Anmerkungen

Bischof Daniel Dolan

Bischof
Daniel Dolan

[1.]  Joaquin Saenz y Arriga starb in einem Autounfall im Jahre 1976; nach seinem Tod wurde seine Ansicht aufgenommen von einem anderen mexikanischen Priester, Moises Carmona Rivera, auch er gestorben in einem Autounfall 1991, nicht ohne vorher exkommuniziert worden zu sein, denn er war einige Zeit nach Pater Guérard Des Lauriers von Mgr. Ngô-Dinh-Thuc 1981 zum Bischof geweiht worden. Die mexikanische Vereinigung, welche aufgrund der Thesen Arrigas und Riveras gegründet wird, nennt sich „Union Catolica Trento“, die seine sedisvakantistischen Ideen in zahlreiche Länder spanischer Zunge verbreitet, sowie in die Vereinigten Staaten, wo die Gemeinschaft Maria Immaculata Königin, am 30. November 1993 Daniel L. Dolan zum Bischof weiht, der bis 1983 ein Mitglied der Priesterbruderschaft St. Pius X. gewesen war.

[2.] Wir halten es für nützlich, die Analyse von Pater Dominique Boulet wiederzugeben, die sehr gut die vollkommene Gültigkeit der Wahlen der Päpste Johannes XXIII., Pauls VI. und Johannes-Pauls II. nachweist, aufgrund einer Disposition von Pius XII., der den Anwendungs-Bereich der Bulle Pauls IV. präzisiert: „Die Apostolische Konstitution „Cum ex Apostolatus“ des Papstes Paul IV (1555-1559) erklärt die Wahl zu irgendwelcher kirchlicher Funktion eines Härtikers für ungültig, einschließlich zum höchsten Pontifex. Indes, diese Bulle kann nicht angewendet werden, um die Ungültigkeit der Wahl von Paul VI. und von Johannes-Paul II. zu beweisen. Vorerst muss man daran erinnern, dass diese Bulle nur disziplinären und nicht lehrmäßigen Charakters war. Seither hat die Kirche geurteilt, dass es fürsie vorzuziehen, gültig geleitet zu werden von einem Häretiker als sich in einer Situation zu befinden, in der sie ungültig geleitet würde von einem Häretiker, dessen sämtliche Akte null und nichtig wären. Das Gesetz der päpstlichen Wahlen, das im Moment der Wahlen der Päpste Johannes XXIII. und Paul VI. in Kraft war, ist jenes, welches auf Befehl von Papst Pius XII. am 8. Dezember 1945 veröffentlicht wurde: „Kein Kardinal – unter keinem Vorwand oder Grund einer Exkommunikation, Suspens oder eines Interdiktes, oder unter irgend einem anderen kirchlichen Hindernis –kann von der aktiven und passiven Wahl des Höchsten Pontifex ausgeschlossen werden. Folglich heben wir die Wirkung solcher Zensuren einzig wegen der besagten Wahl auf; für alle übrigen Fälle bleiben sie (die Zensuren) im Kraft.“ (Apostolische Konstitution „Vacantis Apostolicae Sedis“, 8. Dezember 1945). Nun bedeutet die ‚aktive‘ Teilnahme an einer Wahl die Stimmabgabe, und die ‚passive‘ bedeutet die Möglichkeit, gewählt zu werden, indem man das ‚passive‘ Subjekt der Wahl wird. Folglich war kein Kardinal, der ‚von irgendeiner Exkommunikation betroffen war ausgeschlossen von der aktiven und passiven Wahl zum Höchsten Pontifex‘, und ein jeder von ihnen hätte Papst werden können. Demnach, selbst wenn Johannes XXIII und Paul VI. exkommuniziert gewesen sein könnten, aus welchem Grunde auch immer, wären sie dennoch gültig zum Papsttum gewählt worden. Die gleiche Schlussfolgerung kann angewendet werden auf Johannes-Paul I und Johannes-Paul II. , die gewählt worden sind unter einer substantiell identischen Legislation, veröffentlicht am 1. Oktober 1975 durch Papst Paul VI.; auch sie sind gültig gewählt worden.“ (Cf. Abbé Dominique Boulet, Ce Siège est-il vacant?).

[3.] Die Beobachter haben darauf hingewiesen, dass der Augenblick, der für die Konklavisten der günstigste schien für die Umsetzung der Resolution der Vakanz mittels Versammlungen von Pseudo-Konklaven, sich zwischen 1990 und 2000 einstellte, denn im Jahre 1990 hatte die vermeintliche „Vakanz“ des Heiligen Stuhles nunmehr die Dauer des längsten Pontifikats, jenes von Pius IX. (32 Jahre) überdauert, und 1997 überholte man sogar die Dauer des Großen Schismas des Westens, nämlich 39 Jahre! Nun aber übertraf die längste Vakanz des päpstlichen Amtes in der ganzen Kirchengeschichte, wenn man die besondere Episode des Großen Schismas des Westens beiseite lässt, nie mehr als 3 Jahre (25. Oktober 304 – 27. Mai 308), zwischen dem hl. Marcellin und dem hl. Marcel I. (drei Jahre und sieben Monate).

[4.] Zur Liste der hauptsächlichen sedisvakantistischen Gegenpäpste, die wir in unserem Artikel aufgeführt haben, kann man auch einige weitere Fantasten hinzufügen, die weniger direkt verbunden sind mit der Bischofslinie von Mgr Thuc oder mit dem gegenüber Vatikan II. feindlichen Milieux, die sich aber absolut einreihen in den konklavistischen Strom:

Valerian I (Valeriano Vestini von Chieti, in Italien) Kapuziner-Pater, selbsterklärt zum Papst im Jahre 1990, der 1991 24 Kardinäle kreierte und Frauen ordinierte. Er wurde mit der Suspens a divinis belegt 1993 und kehrte 1995 zu den Kapuzinern zurück.

Petrus II. (William Kamm), Deutscher, geboren 1950, wohnhaft in Australien, Gründer des Ordens des hl. Chabrel, er anerkannte die Legitimiät der Päpste bis Johannes-Paul II., aber proklamierte, dass er zum Nachfolger desselben unter dem namen Petrus II. erwählt sei. Nach der Wahl Benedikts XVI. behauptete er: „der Himmel hat seine Pläne geändert“, und meint nun, dass er einfach der Nachfolger von Benedikt XVI. sein werde. Eine Besonderheit der Person: die Jungfrau Maria habe ihm „geraten, sich als Ehefrauen 12 Königinnen und 72 Prinzessinnen zu wählen, die ihm erlauben würden, das Menschengeschlecht nach seiner Vernichtung durch eine Feuerkugel neu zu entwickeln“. Natürlich hat sich William Kamm beeilt, den „Rat“ seiner vermeintichen Erscheinung zu befolgen, indem er sich mit einem weiblichen Hof umgab, der gewidmet war der „Wieder-Entwicklung des Menschengeschlechts“; aber zwei der „Prinzessinnen“, die mit diesem Werk beauftragt waren, waren noch nicht volljährig, und so wurde er zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt wegen sexueller Vergehen gegen Minderjährige.

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Quelle: LA QUESTION: „Les antipapes sédévacantistes“

Aus dem Französischen übersetzt von Paul O. Schenker

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SEDISVAKANTISMUS – RESTITUTIONS-VERSUCHE – KONKLAVISMUS / CONCLAVISM

Allgemeine Internet-Seiten:

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31 Kommentare zu “SEDISVAKANTISTISCHE GEGENPÄPSTE

  1. Danke, Herr Schenker, auch für diesen Eintrag.
    Denn wenn der Sedisvakantismus hier auch Dauerthema ist, er kam immer nur sehr einseitig zu Wort. Die Ablehnung des II. Vatikanums, wer kann das nicht nachvollziehen?
    Doch dann wurde es schon seltsam: Einerseits wird der bedingungslose Gehorsam den Päpsten gegenüber gefordert, andererseits werden sie zu Häretikern erklärt und eine Sedisvakanz wird ausgerufen.
    Welche Autorität oder welche Autoritäten dahinter stecken, blieb stets verborgen. Nun wissen wir es: Mgr. Ngo-Dinh-Thuc .
    Jeder, jede, kann jetzt nachlesen, wes Geistes Kind dieser Bischof ist. Wenn sich die katholische Kirche auf diese ‚Bischöfe‘ verlassen müsste, auf ihn bzw. die von ihm Geweihten, ihr Wirken auf der Erde wäre beendet. Die Pforten der Hölle hätten sie überwunden.
    Verkappte Alt-Katholiken, ich fasse es nicht.

  2. PIA, die Wahrheit ist grundsätzlich nur nach einer Richtung hingewendet.

    Wenn dieses Durcheinander, das Sie für die katholische Kirche halten, die wahre katholische Kirche sein soll, dann gute Nacht.

    Diese V2-Zusammenrottung läßt keines der vier Wesensmerkmale der heiligen katholischen Kirche erkennen.
    1.) es herrscht keine Einigkeit im wahren Glauben;
    2.) sie ist nicht heilig, da sie völlig entstellt wurde, keine reine Lehre, verfälschte und teils ungültige Sakramente, ein verbotener und falscher Kult, zahlreiche blasphemische und apostatische Akte;
    3.) nicht katholisch, da alle, die noch an der Wahrheit hängen, von dieser Zusammenrottung verfolgt werden;
    4.) nicht mehr apostolisch, da die Lehre, die Sakramente verfälscht wurden und die apostolische Sukzession verloren ging;

    Von dem was diese Scheinpäpste, Scheinbischöfe, Scheinpriester vor Gott verbrochen haben und welche katastrophalen Folgen das alles für die gesamte Menschheit nach sich zieht, daran hat von euch Gegnern sicher noch niemand gedacht, weil euch einfach der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen ist und es dazu sowieso am nötigen Weitblick fehlt.

  3. Man hat den Eindruck, dass man heute nur denjenigen für den wahren Papst hält, der ein weißes Gewand trägt und auch noch im Vatikan wohnt und den Petersdom im Besitz hat. Nach der Wahrheit wird nicht mehr gefragt. Es scheint auch nicht mehr von Bedeutung zu sein, wohin diese Scheinkatholiken ihre Anvertrauten hinführen. So weit ist man heute gekommen. Das ist alles so unfassbar schrecklich, es fehlen einem einfach die Worte.

    Welche Triumphe fährt doch Satan und sein Anhang ein. Der Vatikan wurde von den Feinden Gottes eingenommen. Die katholischen Gotteshäuser wurden durch den falschen Kult und falschen Lehren entweiht. Massenabfall vom katholischen Glauben, fast der gesamte Klerus ist davon betroffen. Unter dem Namen KATHOLISCH wird der größte Betrug überhaupt ausgeübt. Man kann sich auf kaum noch jemand verlassen.

    Wo bleiben denn die kompromisslosen Streiter Gottes, für die noch gilt, was in der HEILIGEN SCHRIFT steht?
    Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen! Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch, bis daß Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Jota noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute also lehrt, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich, wer sie aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
    Matthäus 5,17-19
    Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
    Matthäus 6,24

    Die makellose Braut Christi ist jedoch nicht besiegt worden und sie wird auch nie besiegt werden. Wenn Gott mit uns ist, wer kann dann gegen uns sein.

    Die wahre heilige katholische Kirche lebt und ist sichtbar in den treu gebliebenen Priestern, Bischöfen und Gläubigen, die am wahren katholischen Glauben, der Sitte und der Disziplin, den unverfälschten Sakramenten und dem wahren katholischen Messopfer festhalten. DAS ALLEINE IST DAS BAND DER HEILIGEN KATHOLISCHEN KIRCHE!

    Nur mit dieser kompromisslosen Überzeugung kann man GOTT dienen.

    Was habt ihr Sedisvakanzgegner schon vorzuweisen außer Feigheit vor den Feinden, Halbheit, schlechte bis misserable Bildung in den katholischen Glaubenswahrheiten, ungerechten Unterstellungen und Unentschlossenheit für die Sache Gottes zu kämpfen.

  4. Danke für diesen Artikel.
    Nicht wenige Anhänger der Sedisvakanztheorie scheinen ursprünglich mit der FSSPX verbunden gewesen zu sein. Vielleicht wurden sie sogar in deren Seminaren geweiht. Ist die FSSPX der Einstieg in den Sedisvakantismus? Womöglich habe ich recht in meinem Verdacht, dass man dort den Sedisvakantismus zwar praktiziert, aber theoretisch leugnet. Während die konzilare Kirche mit dem Moderismus in den eigenen Reihen zu kämpfen hat, sind es bei der FSSPX womöglich die Sedisvakantisten, die von Innen zerstörend wirken. Das ist nicht viel besser. Vielleicht sollte Bischof Fellay einen Anti-Sedivakantismus Eid für seine Priester einführen.

  5. „BESORGTER KATHOLIK“, gehen Sie etwa bei der PBSPX aus und ein?

    Wie lässt sich nach ihrer Meinung, die Verheißung Jesu Christi über den beständigen Beistand des HEILIGEN GEISTES mit den tatsächlichen Zuständen und Missständen der V2-Zusammenrottung vereinbaren?

    Glauben Sie ernsthaft dass sich die Wahrheit mit der geringsten Lüge verträgt?

    Lassen Sie sich so leicht von einem Artikel gegen den Sedisvakantistums beeinflussen? Wollen Sie nicht lieber den gesunden Menschenverstand anwenden?

    Eines sollten Sie auch noch wissen: es gibt unter uns Sedisvakantisten unterschiedliche Meinungen, wie, ob und unter welchen Umständen mit einer neuen Papstwahl umgegangen werden muss. Das ist ein ganz heikles Thema, das äußerst behutsam gelöst werden muss. Ich habe da eine ganz zurückhaltende Meinung, weil ich vielen möglichen Folgen im Auge habe.

    Der Vatikan, die katholischen Gotteshäuser und der Name KATHOLISCH sind von den Feinden Gottes und somit von den Feinden der rechtgläubigen Katholiken, besetzt, geraubt und missbraucht. Vielleicht wird eines Tages alles mit Gewalt zurückerobert, wer kann das schon ausschließen.

    Katholiken mussten schon öfters für ihren Glauben, für ihr Vaterland, für ihre Familien und ihre Freiheit kämpfen, nicht weil sie den Kampf liebten, sondern weil ihnen nichts anderes übrig blieb.

    Bischof Fellay hat nichts zu fordern, der soll sich lieber bekehren und Buße tun.

  6. Dieser Artikel scheint wohl quasi das letzte Aufgebot an „Argumenten“ der Sedeplenisten zu sein :-). Es ist quasi ein Eingeständnis der Niederlage auf Sachebene…

    Der Kern der Auseinandersetzung geht eigentlich um die Frage des Wesens der Kirche, ihre Lehre über die Zugehörigkeit zur Kirche, die Heiligkeit und Unfehlbarkeit auch ihres allgemeinen bzw. ordentlichen Lehramtes usw.

    Und hierbei hat sich im Verlauf der letzten Wochen klar und deutlich gezeigt, daß die Vertreter des „Mittelwegs“ offen modernistische Irrlehren verkünden und somit den wahren Glauben beschmutzen und entstellen und daß sie die ökumenische, unheilige, unkatholische, unapostolische „Konzilskirche“ bzw. V2-Sekte als die von unserem Herrn Jesus Christus gegründete röm.-kath. Kirche betrachten…

    Im Grunde ist dieser „Mittelweg“ nichts anderes, als die nach außen hin „traditionell“ erscheinende, versteckte und spitzfindige Verteidigung der V2-Häretiker und des Modernismus allgemein; eben ein Etikettenschwindel im barocken Gewand…

    Zudem hat die Diskussion gezeigt, daß allein die Position der Sedisvakanz einerseits in sich stringent und andererseits im Einklang mit der Lehre der Kirche und dem Kirchenrecht ist. Daß das so ist, wissen auch die „traditionellen“ Modernisten. Ihnen bleibt nur noch die Diskreditierung aufgrund menschlicher Fehltritte und Ausfallerscheinungen. Aber gegen die Korrektheit der Sedisvakanz-These kommen sie nicht an, denn diese fußt eben auf der Lehre der Kirche und dem göttlichen Recht: Häretiker sind keine Glieder der Kirche und sind strengstens zu meiden…

    Nehmen wir einmal folgende Aussage des obigen Artikels: „Es ist die Zerstörung der Kirche, die erfolgen würde, wenn sich die sedisvakantistischen Ideen durchsetzten.“

    Allein diese Aussage belegt schon das falsche Grundverständnis der Sedeplenisten über die Kirche selbst. Nach dieser Aussage wäre die Kirche eine rein weltliche Institution. Betrachten wir einmal den Fall, daß die „sedisvakantistischen Ideen“ tatsächlich an sich falsch wären. Würde das zur Zerstörung der Kirche führen? Unmöglich! Denn die Kirche ist unzerstörbar, da sie eben keine rein weltliche Institution ist.

    Die Heilige Schrift sagt zwar eine allgemeine Apostasie und auch eine „Hure Babylons“, die als „falsche Braut“ auftritt, voraus, aber nirgends ist eine Zerstörung der Kirche prophezeit, ganz im Gegenteil kennt ja jeder die Verheißung der Unzerstörbarkeit. Diese „Sorge“ der Sedeplenisten kann man also als konfus bezeichnen, die ihrer allgemeinen Konfusion und Widersprüchlichkeit entstammt…

    Diese allgemeine Konfusion und Widersprüchlichkeit zeigt sich insbesondere darin, daß sie die „Gefahr“ der „zahlenmäßig unbedeutenden“ Sedisvakantisten für die Kirche bzw. für den Glauben höher einschätzen, als jene tatsächliche Gefahr, die von den V2-Häretikern ausgeht.

    Die Vertreter des „Mittelwegs“ sind also eher über jene besorgt, die an der wahren Lehre festhalten wollen, als über jene, die die wahre Lehre durch modernistische Irrlehren entstellen und Stück um Stück aushöhlen und quasi an den Rand des völligen Verschwindens bringen. Liegt das vielleicht am gemeinsamen modernistischen Fundament?? Liegt das vielleicht am gemeinsamen Friedensschluß mit der liberalen Welt??

    Was konkret sollen die „sedisvakantistischen Ideen“ sein? Der „Konklavismus“ einzelner Leute bzw. Gruppen ist keine „sedisvakantistische Idee“, sondern eben eine „konklavistische Idee“. (Falls jemand an den durch die Kirchenlehrer dargelegten Bedingungen für eine Papstwahl im Falle eines zweifelhaften „Papstes“ bzw. dem Ausfall der kirchlichen Hierarchie interessiert ist, empfehle ich folgende Analyse, ab S. 46 : http://www.novusordowatch.org/sspx_dossier_sede.pdf )

    Wir sollten also durchaus objektiv bleiben, wenn wir tatsächlich Interesse an der Wahrheit haben. Die These der Sedisvakanz gründet ganz einfach auf der Tatsache des göttlichen Rechts, daß Häretiker keine Glieder der Kirche sind. Wenn nun manche Vertreter der Sedisvakanz-These meinen, einen „Papst“ zu wählen, dann liegt das nicht an der Sedisvakanz-These selbst (denn diese fußt auf dem göttlichen Recht), sondern an der Unzulänglichkeit dieser Leute…

    Und falls Msgr. Thuc einst tatsächlich „ultra-progressive“ Standpunkte vertreten hat (die er dann sicherlich verworfen haben muß, da er sonst nicht zur Sedisvakanz-These gekommen wäre), kann ja nicht so schlimm sein, wenn man die V2-Härtiker allgemein als „rechtmäßige Hirten“ betrachtet…

    Aber kommen wir zurück zur Position des so genannten „Mittelwegs“. Wenn die Sedeplenisten also „Sorge“ über eine mögliche „Zerstörung der Kirche“ haben, was konkret betrachten sie dann eigentlich als die Kirche? Betrachten sie also die V2-Sekte als die röm.-kath. Kirche? Muß ja so sein, denn die Sedisvakantisten verweigern die Anerkennung der V2-Sekte als röm.-kath. Kirche. Die „Sorge“ der Sedeplenisten gilt also dieser V2-Sekte. Der „Mittelweg“ entpuppt sich somit quasi als V2-Ableger…

    Interessant hierbei ist aber noch folgender Aspekt: Die Vertreter des „Mittelwegs“ werden von der von ihnen als röm.-kath. Kirche betrachteten V2-Sekte überhaupt nicht als Teil der Kirche anerkannt. Sie haben keinen offiziellen Status bei der „Amtskirche“. Die Vetreter des „Mittelwegs“ errichten als „Altar gegen Altar“, wenn sie die V2-Sekte tatsächlich als die röm.-kath. Kirche betrachten. Das ist eine eindeutig schismatische Haltung.

    Zudem die V2-Sekte-Anerkenner dann auch noch für sich heraus, das eigentliche „Lehramt“ zu besitzen:

    “…DIESES LEHRAMT FINDEN WIR – wenigstens, was die von den Konzilsanhängern geleugneten Wahrheiten betrifft – auf sichere Weise IN MSGR. LEFEBVRE. Er ist das wahre Echo der Tradition, der treue Zeuge, der gute Hirt, den die einfachen Schäflein inmitten der in Schafsfellen gehüllten Wölfe erkennen konnten. Ja, die Kirche hat ein lebendiges und fortdauerndes Lehramt, und Msgr. Lefebvre ist sein Retter. […] Der Prälat von Ecône ist derzeit die festeste Stütze des verdunkelten, verfinsterten Lehramts des Papstes und seiner Brüder im Bischofsamt” (Bischof Tissier de Mallerais, Fideliter n°72 Nov.-Dez. 1989)

    Doch wo das Lehramt ist, dort ist eigentlich der Papst, denn der Papst ist der Kopf bzw. das Zentrum des Lehramtes. Wenn das Lehramt nun aber „in Lefebvre“ (und nun in seinen Nachfolgern) bzw. in Ecône bzw. Menzingen sei, dann ist der Papst wohl dort zu suchen…

    Nun behaupten aber diese Mittelwegs-Vertreter aber, daß die Männer in Weiß im Vatikan die „wahren Päpste“ seien, doch spielen sie selber Papst, wenn sie das Lehramt bei sich sehen… Ich wüßte nicht, wie der (tatsächlich schismatische) „Konklavismus“ schlimmer sein sollte, als diese Hackfleisch-„Logik“ der „traditionellen“ Sedeplenisten…

    Appell an all jene, die wahrhaft an der wahren Lehre und Tradition der Kirche – und somit an der Wahrheit – interessiert sind: Laßt euch nicht mehr von den „traditionellen“ Modernisten im barocken Gewand veräppeln (um es sanft auszudrücken). Gerade der Hickhack bzgl. einer möglichen Einigung und die jetzigen Lügen über den Kurswechsel sollten einem die Augen öffnen…

  7. Was sagte eigentlich Erzbischof Lefebvre über eine mögliche Vakanz:

    “…he [J.P. II] will hold a ceremony gathering all religions of the world together to pray for peace at Assisi… all these facts are public… WHAT IS THE REACTION OF OUR CATHOLIC FAITH?… Let me quote a few words – not my words – from Canon Naz’s Dictionary of Canon Law, a wholly official and approved commentary on what has been THE CATHOLIC CHURCH’S BODY OF LAW FOR NINETEEN CENTURIES. On the subject of sharing in the worship of non-Catholics (after all, this is what we now see Pope and bishops doing), the Church says, in Canon 1258-1: “It is absolutely forbidden for Catholics to attend or take any active part in the worship of non-Catholics in any way whatsoever.”… that is why Canon 2316 declares them “suspect of heresy, and if they persevere, they are to be treated as being in reality heretics.” Now these recent acts of the Pope and bishops, with Protestants, animists and Jews, are they not an active participation in non-Catholic worship as explained by Canon Naz on Canon 1258-1? In which case, I cannot see how it is possible to say that the Pope is not suspect of heresy, and IF HE CONTINUES, HE IS A HERETIC, a public heretic. THAT IS THE TEACHING OF THE CHURCH… So perhaps after this famous meeting of Assisi, perhaps we must say that the Pope is a heretic, is apostate.”

    Wie urteilte Lefebvre über J.P. II. nach der „Einführung“ des „neuen Kirchenrechts“:

    “The current state of the papacy renders insignificant the difficulties over jurisdiction, disobedience and apostolicity, because these notions suppose the reign of a Pope Catholic in his faith and government. Without entering into consideration of the consequences of an heretical, schismatic or non-existent Pope, which would lead to interminable theoretical discussions, in conscience could we not and ought we not, after the promulgation of the 1983 Code of Canon Law which clearly affirms the new Church, and after his scandalous declarations concerning Luther, now affirm that Pope JOHN PAUL II is NOT CATHOLIC? We say no more, but we say no less. We had waited for the measure to become full, and it is so henceforth.”

    Was sagte Lefebvre über die Wichtigkeit der Papstfrage:

    “Now some priests (even some priests in the Society) say that we Catholics need not worry about what is happening in the Vatican; we have the true sacraments, the true Mass, the true doctrine, so why worry about whether the Pope is a heretic or an impostor or whatever; it is of no importance to us. But I think that is not true. IF ANY MAN IS IMPORTANT IN THE CHURCH, it is the POPE. HE IS THE CENTRE OF THE CHURCH… I ask, what people are keeping the Faith? Where are they? Where are they? And I ask even the Traditionalists!” (An Address to Seminarians, March 30 and April 18, 1986. The Angelus July 1986)

    Lefebvre mahnt hier also eindeutig an, daß es VERKEHRT sei, die Papstfrage nicht zu stellen…

    Und bezüglich des Unsinns, den Fr. Boulet über die Zulassung von Exkommunizierten zur Papstwahl schreibt:

    „Fr. Boulet comments that Cum ex apostolatus “was merely disciplinary, and not doctrinal.” But in fact all discipline is doctrinal, insofar as it must be (at least) consistent with true doctrine. In this case we have a papal document of very great weight (a bull) which expresses the doctrine of St. Robert Bellarmine on the question of heretics claiming offices in the Church. It expresses in the strongest possible language the mind of the Church on this subject. If we accept the assertions of St. Robert to the effect that his doctrine is the constant tradition of Holy Church (and why would anybody not accept those assertions of a Doctor of the Church, and supported as they are by a forest of quotes from the Fathers and Popes?), then this papal bull is merely another piece of evidence of the mind of the Church on this point, entirely consistent with all that has preceded and succeeded it. And of course, if we look at the footnotes in the Code we find that the essential theme of this bull was incorporated in the Code, in canon 188,4.
    […]
    „No merely ecclesiastical law can make a non-Catholic into valid matter for the papacy. Lifting excommunications and the like was not intended to, and cannot, make compatible that which is radically incompatible – viz. the possession of an office and the status of non- Catholic. Fr. Brian Harrison’s doctrine is based on the crass misconception that the only reason a heretic cannot be Pope is because he has been excommunicated. This is quite false. And neither Pope St. Pius X nor Pope Pius XII, in their apostolic constitutions laying down laws which would govern future papal elections, mentioned heresy or indeed any crime against the unity of the Church, by which men sever themselves completely from her, for there was no practical need to do so – no Catholic theologian admits that a non-Catholic is valid matter for the papacy.“

    Klicke, um auf sspx_dossier_sede.pdf zuzugreifen

  8. @ besorgter Katholik:

    „Ist die FSSPX der Einstieg in den Sedisvakantismus?“
    Sie sehen doch in dem Artikel, daß der Einstieg in die Absurditäten des Sedisvakantismus von ganz anderer Seite erfolgte.

    Allerdings gab es auch in der FSSPX zeitweise Anhänger dieser obskuren Sektiererei. Die wurden jedoch von Erzbischof Lefebvre gefeuert, andere schlossen sich den Gefeuerten an – insgesamt neun.

    Die FSSPX wehrt sich gegen den Sedisvakantismus und tut sehr gut daran. Im letzten Jahr ging das aber leider so weit, daß Piusbrüder, die vor einer Annäherung an Rom warnten, unter dem Vorwand des Sedisvakantismus ausgeschlossen wurden, obwohl sie überhaupt keine Sedisvakantisten sind (wichtigstes Beispiel: Bischof Williamson).

    Hinzugefügt werden muß leider, daß in den letzten Monaten auch einzelne Piusbrüder aus der FSSPX austraten, die sich anschließend dem Sedisvakantismus näherten.

    *

    „Womöglich habe ich recht in meinem Verdacht, dass man dort den Sedisvakantismus zwar praktiziert, aber theoretisch leugnet.“
    Darin irren Sie sich nun gänzlich. Die FSSPX erkennt das Papstamt an, und sie erkennt auch den Amtsträger an. Falls Ihnen der außerordentlich schöne Meßritus bekannt ist, wissen Sie auch, daß zum Kanon auch das Gebet für den Papst gehört. Die FSSPX betet für den Papst – und der amtierende Papst hat ja auch Gebete -zu seiner Bekehrung- dringend nötig.

    *

    „Während die konzilare Kirche mit dem Moderismus in den eigenen Reihen zu kämpfen hat“
    Was meinen Sie hier mit „konziliare Kirche“? Der derzeitige Papst, der Papst (!!!) ist doch leider selbst ein Modernist übelster Sorte.

    *

    „Vielleicht sollte Bischof Fellay einen Anti-Sedivakantismus Eid für seine Priester einführen.“
    Ein guter Vorschlag.

  9. “ „Wie urteilte Lefebvre über J.P. II. nach der “Einführung” des “neuen Kirchenrechts”:

    “The current state of the papacy renders insignificant the difficulties over jurisdiction, disobedience and apostolicity, because these notions suppose the reign of a Pope Catholic in his faith and government. Without entering into consideration of the consequences of an heretical, schismatic or non-existent Pope, which would lead to interminable theoretical discussions, in conscience could we not and ought we not, after the promulgation of the 1983 Code of Canon Law which clearly affirms the new Church, and after his scandalous declarations concerning Luther, now affirm that Pope JOHN PAUL II is NOT CATHOLIC? We say no more, but we say no less. We had waited for the measure to become full, and it is so henceforth.” “

    Erzbischof Lefebvre urteilt über die objektive Tatbestandsseite, nicht aber über die subjektive Tatbestandsseite. Das muss man auseinanderhalten.

  10. @Besorgter Katholik
    „Seefeldt“ hat schon Wesentliches gesagt, ich möchte hinzufügen bzw. kritisch anmerken:
    1. Die Priester der FSSPX brauchen keinen Anti-Sedisvakantisten-Eid abzulegen, weil er in keinem Priesterseminar gelehrt wird, weil er sowieso zum Ausschluss führt schon vor der Priesterweihe. Es kann sich allerdings kein Regens dagegen wehren, wenn ein Priesteramtskandidat seine Neigung bewusst verschweigt, und erst nach der Priesterweihe dazu steht. Mir ist in Deutschland kein Fall bekannt, im Ausland hat es das gegeben, dass junge Sedisvakantisten sich auf diese Weise die Priesterweihe erschlichen haben.
    2. Wenn Sie die FSSPX-Publikationen durchlesen würden, würden Sie sehr schnell bemerken, dass die FSSPX nichts mit dem Sedisvakantismus zu tun hat.
    3. Wenn Sie guten Willen hätten, ich muss es so ausdrücken, dann würden Sie feststellen, dass hier im Kommentarbereich die FSSPX für die Sedis der Hauptgegner ist.
    4. Nicht abzustreiten ist, dass FSSPX-Priester im Laufe der Zeit abspringen und zu den Sedis wechseln, aus ganz verschiedenen Gründen. Aus persönlichen, aus theologischen oder aus einer Mischung von Motiven, Gründen.
    5. Das Erscheinungsbild, die menschliche Gestalt der Kirche, wobei die Päpste ausdrücklich eingeschlossen sind, stellt eine Versuchung dar, anzunehmen, es handle sich bei den Konzils- und Nachkonzilspäpsten um Häretiker, die als Päpste nicht mehr existent sind.
    6. Dagegen ist zusammenfassend zu sagen: Man kann die Päpste nach dem Tod Pius XII. nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt zwischen ihnen nicht zu leugnende Unterschiede. Wo eine Häresie vorliegt, wo eine Lehräußerung missverständlich, verwirrend ist, kann nach der 2000jährigen Lehre der Kirche nur das Lehramt der Kirche feststellen.
    7) Es ist offensichtlich, dass zwischen den Lehräußerungen der vorkonziliaren und der „konziliaren Päpste“ oft ein Bruch festzustellen ist. Hier gilt die Regel von Erzbischof Lefebvre, dass in einem solchen Fall die Richterin der überlieferte Glaube ist. Das ist nicht seine Privatmeinung, sondern er beruft sich vor allem auf das I. Vatikanische Konzil. Danach wurde der Heilige Geist den Päpsten nicht verliehen, damit sie Neuerungen einführen, den Glauben neu definieren, sondern treue Hüter des überlieferten Glaubens sein müssen.
    8) Bisher hat kein Konzils- oder Nachkonzilspapst ein Dogma verkündet. Auch das II. Vatikanische Konzil wollte ausdrücklich nur ein Pastoralkonzil sein, es hat auf die Verkündigung von Dogmen verzichtet. Und zwar bewusst. Von nun an sollten Dogmen obsolet sein. Es sollte keine Glaubenswahrheiten mehr geben, die von Gott geoffenbart sind, die zeitlos gültig bleiben bis in den Wortlaut hinein und daher nicht an den jeweils herrschenden Zeitgeist angepasst werden können.
    9) Damit ist dem Relativismus, dem Ökumenismus, Tür und Tor geöffnet. Die katholische Kirche hätte sich endgültig an die anderen christlichen Gemeinschaften angepasst, die alle den Dogmenglauben der katholischen Kirche, in dem ihr Wahrheitsanspruch am klarsten zum Ausdruck kommt, erbittert ablehnen und bekämpfen. Die katholische Kirche wäre eine christliche Konfession unter anderen.

  11. Pia T.:
    „Damit ist dem Relativismus, dem Ökumenismus, Tür und Tor geöffnet. Die katholische Kirche hätte sich endgültig an die anderen christlichen Gemeinschaften angepasst, die alle den Dogmenglauben der katholischen Kirche, in dem ihr Wahrheitsanspruch am klarsten zum Ausdruck kommt, erbittert ablehnen und bekämpfen. Die katholische Kirche wäre eine christliche Konfession unter anderen.“

    Hier zur teilweisen Ehrenrettung Benedikts XVI.: Er verkündete, daß Christus nur eine Kirche gründete und diese eine von Christus gegründete Kirche die katholische Kirche ist, alles andere dagegen nur Religionsgemeinschaften sind.

    Ein wahres Wort. Leider entsprachen nicht alle seiner Handlungen dieser Wahrheit.

  12. Herr Schenker
    Ihnen gebe ich einen guten Rat: Schließen Sie den Diskussion-Blog, über den Sedisvakantismus. Mehrere von meinen Bekannten haben mich gebeten, Ihnen diese Bitte zu schreiben. Es ist schade um die Webseite, die Sie diesen rechthaberischen, von der katholischen Kirche abgefallenen Menschen, zur Verfügung stellen. Zudem ist es schade um die Zeit, solche verleumderische Beiträge zu lesen und darauf eine klare katholische Klarstellung zu erwidern. Ich meinerseits habe kein Interesse mehr, mich mit solchen Themen herumzuschlagen und diese ketzerischen Verleumdungen in mir aufzunehmen!
    Da gelten die Worte Jesus: „Wenn am Ende der Zeiten, die Zeit nicht abgekürzt würde, dann könnte kein Mensch mehr gerettet werden!“
    Beten wir gescheiter an Stelle der Diskussionen, den Rosenkranz zur lieben Mutter Gottes, dass sie uns unter ihren schützenden Mantel nimmt und bitten wir sie, dass sie uns führt und lenkt und den irrenden Menschen auf den rechten Weg zurück führt.

  13. „EIN FAMILIENVATER“, für Sie und ihre Bekannten gilt das auch, was der heilige Apostel Paul im 2. Brief, Kapitel 4,1-5 schrieb.

    Sie reagieren wie ein Schwächling, da Sie die Diskussion über den Sedisvakantismus verbieten lassen wollen, Sie ertragen einfach die Wahrheit nicht, Sie verbreiten hier ihre Glaubensansichten, die mit der katholischen Lehre nicht in Einklang zu bringen sind, die ein heilloses Durcheinander offenbaren, und die am gesunden Menschenverstand zweifeln lassen.

    Sie sind ein abschreckendes Beispiel, was die PBSPX, mit ihren häretisch-schismatischen und inkonsequenten Lehren, aus einem Menschen gemacht hat. So kann man der Wahrheit nicht dienen. Man sollte schon noch den eigenen Verstand mit einer guten katholischen Bildung gebrauchen.

    Ihre Pauschalverurteilung über uns Sedisvakantisten können Sie sich sparen, denn so verhält sich nur ein ungerechter Mensch. Ich möchte hier von ihnen Fakten und konkrete Beweise sehen, die gegen uns sprechen.

    Wenn Sie uns Ketzereien unterstellen, ohne den Beweis erbringen zu können, dann sind gerade Sie es der hier verleumdet. Wissen Sie eigentlich, was eine Verleumdung ist und was das für eine schwere Sünde ist?

    (aus dem 2. Brief des heiligen Apostels Paulus an Timotheus, Kapitel 4,1-5)
    „Mein Sohn! Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, dem kommenden Richter der Lebenden und der Toten, bei seinem Erscheinen und bei seinem Reich; Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung. Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln; und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden. Du aber sei in allem nüchtern, ertrage das Leiden, verkünde das Evangelium, erfülle treu deinen Dienst!“

  14. Was sie Sedisvakantisten nicht gerne eingestehen, ist, dass auch Sie sich (genauso wie Ecclesia-Dei, FSSPX) in einer „annormalen Situation“ befinden. (siehe Interview mit Pater N. Pfluger (http://pius.info/archiv-news/734-beziehungen_zu_rom/7277-interview-mit-pater-niklaus-pfluger-1-assistent)
    „Es ist eine große Gefahr, wenn die Legitimität des Papstes als etwas bloß Juristisches vom Glauben abgespalten wird. Das ist ein letztlich protestantisches Kirchenverständnis. Die Kirche ist sichtbar. Der Papst gehört mit zum Glauben…Weil wir nicht einen unperfekten Zustand gegen einen noch weniger perfekten Zustand eintauschen können.“
    Die FSSPX befindet sich (laut Pfluger) in einem „imperfekten Zustand“, weil sie nicht in voller Gemeinschaft mit Rom steht. Die Ecclesia Dei Gemenschaften leiden den Mangel einer Hierachie, die offensichtlich vom modernistischen Geist erfasst ist.
    Den Sedisvakantisten schließlich fehlt die Hierarchie mit dem Papst selbst, der aber eigentlich der Fels sein sollte, auf dem die Kirche gebaut ist. Dabei wird von dieses aber angeführt, dass eine Sedisvakanz ja durchaus der Kirche zu eigen ist, jedesmal vor der Wahl eines neuen Papstes. Allerdings ist dies eine Sedisvakanz, bei der die Fähigkeit einen neuen Papst zu wählen nicht verloren gegangen ist.
    Die Sedisvakanz der Sedisvakantisten ist aber meiner Meinung nach anderen Charakters. Sie beinhaltet die Möglichkeit, dass überhaupt niemals mehr ein rechtmäßiger Papst gewählt werden wird (außer von den Sedisvakantisten selbst…Deswegen meine Frage an diese: Wer von den oben aufgelisteten Gegenpäpsten ist ihrer Meinung nach der richtige Papst und warum bzw. warum nicht.) Denn es ist offensichtlich nicht wahrscheinlich, dass von lauter falschen und häretischen Kardinälen ein katholischer Papst gewählt wird. Es sei denn, ein Wunder geschieht.

  15. @Joshua
    “BESORGTER KATHOLIK”, gehen Sie etwa bei der PBSPX aus und ein?
    Nein, aber ich kann natürlich deren Beweggründe nachvollziehen. Ich würde aber nicht so weit gehen und die unerlaubten Bischofsweihen verteidigen.

    „Wie lässt sich nach ihrer Meinung, die Verheißung Jesu Christi über den beständigen Beistand des HEILIGEN GEISTES mit den tatsächlichen Zuständen und Missständen der V2-Zusammenrottung vereinbaren?“

    Es sind eben „nur“ einzelne Glieder die versagen, aber nicht die Kirche als Ganze, obwohl man zugegebenermaßen einen anderen Eindruck gewinnen könnte. Aber der Eindruck täuscht eben.

    „Vielleicht wird eines Tages alles mit Gewalt zurückerobert, wer kann das schon ausschließen.“
    Vielleicht. Möglicherweise wird auch der Vatikan von den Moslems erobert und es könnte dadurch eine ganz neue Situation eintreten. Aber das sind alles nur Spekulationen.

  16. Offensichtlich gibt es doch ein Gesetz, welches die Wahl einen häretischen Papstes ermöglicht und zur Bulle “Cum ex apostolatus officio” im Widerspruch steht.
    Ich zitiere nochmal die Stelle aus dem Artikel oben:
    „Das Gesetz der päpstlichen Wahlen, das im Moment der Wahlen der Päpste Johannes XXIII. und Paul VI. in Kraft war, ist jenes, welches auf Befehl von Papst Pius XII. am 8. Dezember 1945 veröffentlicht wurde: „Kein Kardinal – unter keinem Vorwand oder Grund einer Exkommunikation, Suspens oder eines Interdiktes, oder unter irgend einem anderen kirchlichen Hindernis –kann von der aktiven und passiven Wahl des Höchsten Pontifex ausgeschlossen werden. Folglich heben wir die Wirkung solcher Zensuren einzig wegen der besagten Wahl auf; für alle übrigen Fälle bleiben sie (die Zensuren) im Kraft.“ (Apostolische Konstitution „Vacantis Apostolicae Sedis“, 8. Dezember 1945“

  17. @ besorgter Katholik

    „Was sie Sedisvakantisten nicht gerne eingestehen, ist, dass auch Sie sich (genauso wie Ecclesia-Dei, FSSPX) in einer “annormalen Situation” befinden. “

    Nein, Ihre Aussage ist so nicht richtig. In einer Antwort auf einen Beitrag von Pia T. oder Seefeldt hatte ich bereits genau dieses Thema angesprochen. Und ich wiederhole mich gerne:

    Der Sedisvakantismus ist mit Sicherheit nicht unproblematisch. Aber eines ist gewiss – der sogenannte „Mittelweg“ ist mit Sicherheit falsch. Denn er widerspricht der katholischen Lehre vom Papsttum, von der Kirche, vom Lehramt. Ich zitiere an dieser Stelle gerne das Wort Bischof Sanborns, dass der „Mittelweg“ geradezu „Hackfleisch“ aus diesen, für die katholische Kirche konstitutiven Lehren macht.

    Man erkennt das auch an der Art, wie hier diskutiert wird. Es ist wunderbar, dieses Verhalten der Anhänger des „Mittelwegs“ sozusagen „live und in Farbe“ hier mitlesen zu können. Denn ansonsten würde man es nicht glauben. Da werden unsere Argumente verdreht oder aus dem Zusammenhang gerissen; da werden Behauptungen aufgestellt und uns untergeschoben, die wir nie gemacht haben. Da wird die kirchliche Lehre verdreht und sogar vor der Beschneidung des Dogmas nicht halt gemacht – ich erinnere an die unseligen Äußerungen von Pia T., Seefeldt, dspecht & Co., um das Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit in das von ihnen gewünschte Schema zu pressen.

    Weist man die Herrschaften auf diese unlautere Art der Diskussion hin, wird sofort das Wutgeheul über die aggressiven, pöbelnden, beleidigenden Sedisvakantisten angestimmt.

    Werden irrige Annahmen aufgedeckt, so kommt der Vorwurf mangelnder christlicher Liebe. Genau dieser Vorwurf mangelnder Liebe ist eine Lieblingswaffe der Modernisten, mit dem noch jeder Kritiker in der Amtskirche als Spalter und Hetzer diffamiert wurde.

    Menschen, die in der Wahrheit stehen oder zumindest aufrichtig nach ihr suchen – alle sind eingeladen, ihre Argumente vorzubringen und sachlich diese zur Diskussion zu stellen – verhalten sich meiner Meinung nach anders.

    Ich lasse mich gerne vom besseren Argument überzeugen. Nur: man muss es auch darlegen. Was bisher von den Anhängern des „Mittelwegs“ kam, war einfach nur unsäglich.

  18. Falsch ist der Sedisvakantismus, der schon auf völlig falschen Annahmen basiert. z.B. behaupten die Sedisvakantisten, daß der Papst absolut nicht irren könne. Diese Behauptung widerspricht aber den Tatsachen (der heilige Petrus, Liberius, Felix (II.), Honorius I., Johannes XXII. und Benedikt XII. u.a. irrten) und dem erstvatikanischen Dogma der Unfehlbarkeit, das die Unfehlbarkeit des Papstes auf verpflichtende Verkündigungen ex cathedra beschränkt.

    Auf dieser nachweislich falschen Behauptung der Sedisvakantisten beruht aber ihr Wolkenkuckucksheim, daß kein Papst irren und daher auch kein Irrender Papst sein könne, und da die zweitkonziliaren Päpste alle sich im Irrtum befänden, keiner dieser Päpste Papst (gewesen) sei.

    Im übrigen mißachten die Sedisvakantisten damit auf das gröbste Kirchenrecht, Lehramt und Hierarchie, denn es ist ausschließlich den entsprechenden kirchlichen Autoritäten erlaubt, Urteile über Häresien und Amtsinhaben zu fällen.

    Der von den Sedisvakantisten so böse gescholtene „Mittelweg'“ ist genau der Weg, den der heilige Paulus gegenüber dem heiligen Petrus und der heilige Athanasios gegenüber Liberius und Felix (II.) gingen – nämlich Widerspruch gegen den Irrtum ohne Aberkennung des Amtes. Paulus und Athanasios sind Heilige, also war ihr Weg wohl doch nicht falsch, also ist auch der diesem entsprechende „Mittelweg“ nicht falsch, sondern genau richtig und notwendig.

    „Man erkennt das auch an der Art, wie hier diskutiert wird.“
    Das erkennt man allerdings sehr gut – aber bei den Sedisvakantisten. Es ist bezeichnend für die sedisvakantistische Realitätsblindheit, daß sie ihre eigenen Bosheiten auf dieser Seite gar nicht wahrnehmen.

    „Genau dieser Vorwurf mangelnder Liebe ist eine Lieblingswaffe der Modernisten“
    Hier gibt es keine Modernisten, aber unzählige sedisvakantistische Verleumdungen wie eben die mit den „Modernisten“.

  19. “Es ist eine große Gefahr, wenn die Legitimität des Papstes als etwas bloß Juristisches vom Glauben abgespalten wird.“

    Das tun die Vertreter der Sedisvakanz-These aber gar nicht. Denn gemäß des heiligen katholischen Glaubens kann kein Häretiker oder Nicht-Katholik ein Amt der Kirche innehaben. Diese scheinbar juristische Frage ist eine Frage der göttlichen Sendung der Kirche und ihrer göttlichen Lehre, also des entsprechenden Glaubens. Zudem scheint dieser Kleriker hier eine mögliche Trennung zwischen Kirchenrecht und Kirchenlehre zu suggerieren, so als könnte man die kirchenrechtliche Frage unabhängig von der Glaubensfrage behandeln, obwohl sich das Kirchenrecht (zumal die Bestandteile des göttlichen Rechts) natürlich auf dem Glauben gründen.

    „Das ist ein letztlich protestantisches Kirchenverständnis.“

    Nee nee, der Schwarze Peter des protestantischen Geistes bleibt beim ungehorsamen „Mittelweg“, der den „Papst“ zu einem albernen Pappkameraden für repräsentative Zwecke reduziert…

    „Die Kirche ist sichtbar.“

    Klar, aber sie ist weder ökumenisch, noch unheilig, noch unkatholisch, noch unapostolisch. Das, was da „sichtbar“ ist, ist ein Etikettenschwindel. Wenn man diesen Etikettenschwindel mit der röm.-kath. Kirche gleichsetzt, unterstützt man lediglich den Etikettenschwindel aber man hat noch lange nichts wirklich sichtbar Katholisches…

    Das muß man schon am theologischen Fundament dieser Leute zweifeln, wenn sich Kleriker lediglich auf die Augen, als auf den Geist bzw. die Lehre der Kirche über die Wesensmerkmale der Kirche und ihrer tatsächlichen Sichtbarkeit verlassen…

    „Der Papst gehört mit zum Glauben“

    Ja, aber gemäß diesen Glaubens kann ein Nicht-Katholik bzw. jemand, der nicht den wahren Glauben bekennt, kein Amt der Kirche innehaben. Daran kommt man nicht vorbei, egal wie sehr man sich im Sophismus windet…

    „Weil wir nicht einen unperfekten Zustand gegen einen noch weniger perfekten Zustand eintauschen können.”

    Der Zustand der V2-Sekte bzw. „Konzilskirche“ hat aber nichts mit „unperfekt“ oder was auch immer zu tun. Die Kirche selbst ist immer perfekt, denn sie ist eine göttliche Sendung. Allein die Glieder sind unperfekt (und können als Häretiker ausscheiden). Mit so einer Aussage wie der obigen legt man nur sein mangelndes Verständnis von der Lehre der Kirche da. Denn eigentlich lautet das Selbstverständnis der Kirche so:

    „Die mystische Braut Christi ist ja im Laufe der Jahrhunderte niemals befleckt worden, und sie kann nie befleckt werden“ („Mortalium animos“ von Pius XI.)

    „Die Jahrbücher der Kirche zeigen es genug und übergenug, dass nie eine Seuche von Irrtum sie angesteckt, nie der Abfall noch so vieler Kinder sie ins Wanken gebracht“ („Ad salutem“ von Pius XI.)

    „Ohne Fehl erstrahlt unsere verehrungswürdige Mutter in ihren Sakramenten, durch die sie ihre Kinder gebiert und nährt; im Glauben, den sie jederzeit unversehrt bewahrt; in ihren heiligen Gesetzen, durch die sie alle bindet“ („Mystici corporis“ von Pius XII.)

    Der Pater scheint also dieser heiligen und ewigen Lehre der Kirche direkt zu widersprechen… Welch schlechtes Zeichen…

    Zudem bedeutet das Festhalten an der wahren Lehre über die Kirchenzugehörigkeit und das Wesen der Kirche keinen „weniger perfekten Zustand“. Eine solche Aussage vonseiten eines Klerikers, der zudem meint, die „Tradition“ (welche eigentlich??) zu vertreten, ist höchst bedenklich…

  20. @ besorgter Katholik

    Sie schreiben: „Den Sedisvakantisten schließlich fehlt die Hierarchie mit dem Papst selbst, der aber eigentlich der Fels sein sollte, auf dem die Kirche gebaut ist.“

    Aber ein Häretiker bzw. Nicht-Katholik ist weder ein Fels, noch ein Glieder der Kirche überhaupt: “Den GLIEDERN DER KIRCHE aber sind in Wahrheit nur jene zuzuzählen, die das Bild der Wiedergeburt empfingen, sich ZUM WAHREN GLAUBEN BEKENNEN und sich WEDER SELBST zu ihrem Unsegen vom Zusammenhang des Leibes GETRENNT HABEN [durch Häresie, Apostasie, Schisma]” (Enzyklika “Mystici corporis” von Pius XII.)

    Sie schreiben: „Die Sedisvakanz der Sedisvakantisten ist aber meiner Meinung nach anderen Charakters. Sie beinhaltet die Möglichkeit, dass überhaupt niemals mehr ein rechtmäßiger Papst gewählt werden wird“

    Auch hier irren Sie. Die Kirchenlehrer betrachten einen solchen eventuellen Fall des Ausfalls z.B. auch des gesamten Kardinalskollegiums folgender Weise:

    „If there were no papal constitution on the election of the Supreme Pontiff; or if by some chance all the electors designated by law, that is, all the Cardinals, perished simultaneously… therefore, when the Cardinals are lacking, the right of election ought to return to all the bishops and clergy of the Roman Church… this doubt ought to be resolved by a general Council, as was done in the Council of Constance.“ (St. Robert Bellarmine, Controversies, De clericis)

    „Let us now investigate, nevertheless, how the law would apply if perchance an extraordinary situation were to arise in which it was necessary to proceed to the election of a pontiff while it was no longer possible to comply with the conditions determined by previous pontifical law… Well, once we grant the occurrence of such circumstances, it is to be admitted without difficulty that the power of election would devolve upon a general council.“ (Billot, De Ecclesia Christi)

    „A Council can elect the Pope in case of a doubtful Pope.“ (The Theological Defense of Papal Power By St. Alphonsus de Liguori, by David John Sharrock, Studies in Sacred Theology)

    Ihre Befürchtung beruht also auf einer Irreführung… Siehe auch dieser Komplettanalyse ab S. 46 : http://www.novusordowatch.org/sspx_dossier_sede.pdf

    Sie schreiben: „Wer von den oben aufgelisteten Gegenpäpsten ist ihrer Meinung nach der richtige Papst und warum bzw. warum nicht.“

    Niemand von denen, da die soeben erwähnten Bedingungen einer entsprechenden Papstwahl nicht erfüllt sind.

    Sie schreiben: „Denn es ist offensichtlich nicht wahrscheinlich, dass von lauter falschen und häretischen Kardinälen ein katholischer Papst gewählt wird.“

    Das ist absolut korrekt. Denn Häretiker sind keine Glieder der Kirche und somit auch sicher keine Kardinäle usw.

    Sie schreiben: „Es sind eben “nur” einzelne Glieder die versagen, aber nicht die Kirche als Ganze“

    Korrekt! Die Kirche an sich kann überhaupt nicht versagen. Es sind, wie Sie richtig feststellen, die Glieder, die entweder schwach sind, getäuscht werden oder durch formelle Häresie ausscheiden.

    Sie schreiben: „Offensichtlich gibt es doch ein Gesetz, welches die Wahl einen häretischen Papstes ermöglicht und zur Bulle “Cum ex apostolatus officio” im Widerspruch steht.“

    Irgendein Gesetz der Kirche kann nicht Widerspruch zum göttlichen Recht stehen, welches besagt, daß manifeste Häretiker keine Glieder der Kirche sind und somit auch kein Amt der Kirche innehaben können. Dieses göttliche Recht ist im Kirchenrecht wie folgt abgebildet und wird von Pius XII. wie folgt bestätigt:

    “By tacit resignation, accepted by the law itself, ALL OFFICES become VACANT IPSO FACTO and WITHOUT ANY DECLARATION if a cleric… PUBLICLY DEFECTS from the Catholic Faith.” (CIC, Kanon 188.4)

    “Denn nicht jede Schuld, mag sie auch ein schweres Vergehen sein, ist dergestalt, dass sie, wie dies DIE FOLGE der Glaubensspaltung, DES IRRGLAUBENS UND DES ABFALLS vom Glauben ist, IHRER NATUR GEMÄß den Menschen VOM LEIB DER KIRCHE TRENNT… Den GLIEDERN DER KIRCHE aber sind in Wahrheit nur jene zuzuzählen, die das Bild der Wiedergeburt empfingen, sich ZUM WAHREN GLAUBEN BEKENNEN und sich WEDER SELBST zu ihrem Unsegen vom Zusammenhang des Leibes GETRENNT HABEN” (Enzyklika “Mystici corporis” von Pius XII.)

    Was hat es also mit der Apostolischen Konstitution „Vacantis Apostolicae Sedis“ vom 8. Dezember 1945 auf sich? Widerspricht sich hier Pius XII. dem göttlichen Recht und sich selbst?? Läßt Pius XII. nun jene wegen Häresie automatisch ausgeschlossenen Kleriker zur Papstwahl zu?? Keineswegs! Denn das wäre ja völlig absurd…

    Was ist mit „Exkommunikationen“ in diesem Dekret gemeint? Hierbei dürfen Sie sich nicht von den Irreführern des „Mittelwegs“ bzw. den Verdrehungen der Modernisten blenden lassen. Prüfen Sie selber die Darlegungen der Kirchenrechtler!

    Als Beispiel sei hier der hl. Thomas aus seiner Summa zitiert:

    „Excommunication is twofold: there is MINOR excommunication, which deprives a man merely of a share in the sacraments, but NOT of the communion of the faithful… The other is MAJOR excommunication which deprives a man of the sacraments of the Church AND of the communion of the faithful.“

    Es ist also offensichtlich, daß sich Pius XII. mit seinem Dekret auf die „excommunicationis minor“ bezieht und nicht auf die „excommunicationis major“, die einen tatsächlichen Ausschluß aus der Kirche bedeuten.

    Und wie verzweifelt muß man als „traditioneller“ Modernist wohl schon sein, wenn man sogar jene, die aus der Kirche ausgeschlossen sind, unbedingt zur Papstwahl zulassen will??

  21. @ Seefeldt

    Danke für Ihren Beitrag, so gleich direkt hinter meinem. „Quod erat demonstrandum“ würde der Lateiner dazu sagen. Wie üblich wird ein Strohmann aufgebaut, an dem sich dann Herr Seefeldt abarbeitet. Jedoch – die Sedisvakantisten haben solche Behauptungen, wie Seefeldt ihnen unterstellt, nie gemacht.

    „Auf dieser nachweislich falschen Behauptung der Sedisvakantisten beruht aber ihr Wolkenkuckucksheim, daß kein Papst irren und daher auch kein Irrender Papst sein könne, und da die zweitkonziliaren Päpste alle sich im Irrtum befänden, keiner dieser Päpste Papst (gewesen) sei.“

    Die Sedisvakantisten haben nie behauptet, das ein Papst nicht irren kann.

    Die Sedisvakantisten haben statt dessen behauptet, dass sich das unfehlbare Sprechen des Papstes („ex cathedra“) gemäss der Konzilskonstitution „Pastor Aeternus“ des 1. Vaticanums nicht nur lediglich auf Dogmenverkündigungen bezieht. Der Papst spricht unfehlbar, wenn er für die Gesamtkirche eine Sache den Glauben und die guten Sitten betreffend entscheidet. Ich lade jeden ein, dies nachzulesen, ist die Konstitution „Pastor Aeternus“ in der deutschen Übersetzung doch einfach bei „Kathpedia“ zu finden:

    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Pastor_aeternus_(Wortlaut)

    Zum besseren Verständnis kann man auch die (in diesem Falle gekürzte) englische Übersetzung gegenlesen:

    http://www.ewtn.com/faith/teachings/papae1.htm

    Die Sedisvakantisten wehren sich gegen die unzulässige Verkürzung der päpstlichen Unfehlbarkeit durch die Anhänger des „Mittelwegs“ nur auf Dogmenverkündigungen. Nie wurde durch die Sedisvakantisten behauptet, dass der Papst immer in allen Äusserungen unfehlbar sei. Dies ist eine Verleumdung.

    Die unzulässige Verkürzung des Dogmas der päpstlichen Unfehlbarkeit durch die Vertreter des „Mittelwegs“ ist unter anderem bedingt durch einen fehlerhaften Begriff des Gehorsams gegenüber der Kirche. Nach dem „Mittelweg“ müsse man dem Papst nur bzgl. der Dogmen gehorchen. Deswegen wird ja auch das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit durch diese Leute auf Dogmenverkündigungen begrenzt. Doch jeder Katholik weiss, dass die Zeile „ich will die Kirche hören“ des schönen Liedes über den Taufbund sich nicht nur lediglich auf Dogmen bezieht.

  22. @ Seefeldt

    Des weiteren geht es bei „unserer“ Diskussion nicht um die Frage, ob ein „Irrender“ Papst sein könne. Diese Aussage von Seefeldt ist ein weiterer Versuch der Anhänger des Mittelwegs, die Diskussion in die falsche Richtung zu treiben und von den eigentlichen Problempunkten abzulenken.

    Die eigentliche Frage ist: Kann ein Häretiker Papst sein? Und kann dieser „Papst“ der Kirche seine Lehren aufzwingen – diese müsste ja dann gehorchen, da er ja der Papst ist?

    Ob jemand in seinem Kämmerlein irrt, ist erst dann interessant, wenn er entsprechend falsch lehrt. Dieses falsche Lehren liegt unzweifelhaft bei den letzten und dem amtierenden Herrn in Weiss vor. Oder sind sie da anderer Meinung? Zu behaupten, die nachkonziliaren Herren in Weiss zu Rom seien einfach „Irrende“ ist doch mindestens bei dem hochgebildeten Theologieprofesser Ratzinger eine Farce und lächerliche Verniedlichung der Tragödie.

  23. @ Ein Familienvater

    Nach welchen Kriterien bestimmen Sie, ob jemand von der katholischen Kirche abgefallen sei? Ihr postuliert doch immer, daß das nur die kirchliche Autorität feststellen könne und dürfe aber kein Laie sich dieses Recht heraus nehmen darf… Soviel zum eigenen Grundsatz der „demütigen“ und ach so „frommen“ „traditionellen“ Modernisten…

    Von der „Konzilskirche“ sind wir doch allemal gerne „abgefallen“. Aber wie kommen Sie eigentlich damit klar, daß Sie zwar die „Konzilskirche“ als wahre Kirche Christi betrachten, aber daß andersherum diese angebliche „wahre Kirche Christi“ die Bruderschaft überhaupt nicht als Teil der Kirche anerkennt, sondern sie als schismatisch betrachtet und sogar alle Gläubigen vor der Bruderschaft warnt?

    Dann könnten wir uns als „Abgefallene“ ja die Hand reichen :-). Außer natürlich Sie betrachten die Bruderschaft als die katholische Kirche… Wäre das vielleicht eine solche von Ihnen angemahnte „klare katholische Klarstellung“??

  24. ZITAT
    besorgter Katholik schrieb am 24. Oktober 2013 um 23:50: Offensichtlich gibt es doch ein Gesetz, welches die Wahl einen häretischen Papstes ermöglicht und zur Bulle “Cum ex apostolatus officio” im Widerspruch steht.“
    ZITATENDE

    Nein, das ist keineswegs der Fall.

    ZITAT
    besorgter Katholik schrieb am 24. Oktober 2013 um 23:50: Ich zitiere nochmal die Stelle aus dem Artikel oben: “Das Gesetz der päpstlichen Wahlen, das im Moment der Wahlen der Päpste Johannes XXIII. und Paul VI. in Kraft war, ist jenes, welches auf Befehl von Papst Pius XII. am 8. Dezember 1945 veröffentlicht wurde: „Kein Kardinal – unter keinem Vorwand oder Grund einer Exkommunikation, Suspens oder eines Interdiktes, oder unter irgend einem anderen kirchlichen Hindernis –kann von der aktiven und passiven Wahl des Höchsten Pontifex ausgeschlossen werden. Folglich heben wir die Wirkung solcher Zensuren einzig wegen der besagten Wahl auf; für alle übrigen Fälle bleiben sie (die Zensuren) im Kraft.“ (Apostolische Konstitution „Vacantis Apostolicae Sedis“, 8. Dezember 1945″
    ZITATENDE

    Zunächst einmal ist die Übersetzung nicht ganz korrekt. Das lateinische Original findet man per google-Suche nach „VACANTIS APOSTOLICAE SEDIS“ (Anführungszeichen mit eintippen). Die Zensuren werden nicht etwa „wegen der besagten Wahl“ aufgehoben und bleiben „für alle übrigen Fälle“ in Kraft, sondern sie werden nur in bezug auf die Wahl aufgehoben und bleiben ansonsten in Kraft.

    Viel wichtiger aber: Es muss beachtet werden, dass Papst Pius XII. von Kardinälen spricht, die zwar exkommunziert aber eben (immer noch) Kardinäle sind. Die Rede ist nicht von Personen, die wegen einer Exkommunikation nicht mehr Kardinäle sind. Dazu muss man wissen, dass die Kirche die „große“ Exkommunikation und die „kleine“ Exkommunikation unterscheidet. Mit der großen Exkommunikation werden schwere Sünden gegen Glauben bestraft, nämlich Häresie, Schisma und Apostasie. Die große Exkommunikation schließt die betroffene Person aus der Kirche aus. Mit der kleinen Exkommunikation werden gewisse andere schwere Sünden bestraft, so u.a. der Verrat eines Geheimnisses des Heiligen Offiziums oder die Fälschung von Reliquien. Die kleine Exkommunikation schließt die betroffene Person von den Sakramenten aus, sie schließt sie aber nicht aus der Kirche aus.

    Papst Pius XII. spricht hier, wie aus seinen Aussagen selbst hervorgeht, von etwaigen kleinen Exkommunikationen, denn er spricht von Kardinälen und nicht von Personen, die keine Kardinäle (mehr) sind.

  25. „Jedoch – die Sedisvakantisten haben solche Behauptungen, wie Seefeldt ihnen unterstellt, nie gemacht.“
    Auch in dieser Kommentarreihe -und in so vielen anderen- wurden wir Treugläubigen immer wieder von Sedisvakantisten dafür böse gescholten, daß wir dem Unfehlbarkeitsdogma die Treue halten – auch in seiner Einschränkung der päpstlichen Unfehlbarkeit auf Verkündigungen ex cathedra. Wenn dann ein Sedisvakantist behauptet, die Sedisvakantisten hätten nie behauptet, daß ein Papst nicht irren und deswegen ein Irrender nicht Papst sein können, ist das ganz einfach das, was leider so oft von Sedisvakantisten daherkommt – nämlich wieder einmal eine Lüge. Der ganze Sedisvakantismus basiert doch auf dieser irrigen Annahme. Damit konfrontiert, daß demnach auch der heilige Petrus kein Papst gewesen wäre, geht dann das übliche sedisvakantistische Sichwinden los.

    „Sie ertragen einfach die Wahrheit nicht“
    Von wegen – die Wahrheit können treugläubige Katholiken sehr gut ertragen – ganz im Gegensatz zu den Sedisvakantisten, die beispielsweise die Wahrheit nicht ertragen, daß ein Papst amtiert, der ihnen nicht paßt. Was hier aber so schwer erträglich ist, sind die unzähligen sedisvakantistischen Lügen, Verleumdungen, Verdrehungen, Unsinnigkeiten, die sedisvakantistische Verbohrtheit und Betonköpfigkeit sowie die grobe sedisvakantistische Mißachtung von Kirchenrecht, kirchlichem Lehramt und kirchlicher Hierarchie. Diese sedisvakantischen Bösartigkeiten verfinstern diese Seite auf das ärgste. Es ist wirklich schade um diese Seite.

    Die meisten hier werden sich wohl noch an die Umfrage erinnern, was die Leser dieser Seite vom Sedisvakantismus halten. Das Ergebnis war eindeutig: Eine vernichtende Niederlage für den Sedisvakantismus. In diesem Kommentarbereich sind aber die Sedisvakantisten in der Überzahl. Warum wohl? Weil viele Katholiken sich nicht derart hemmungslos von den Sedisvakantisten beschimpfen und beleidigen lassen wollen und weil sie der sedisvakantistische Unsinn anwidert oder gar anekelt und sie keine Zeit verschwenden wollen, sich mit diesem Unsinn zu beschäftigen.

    Angesichts dieser Umstände wäre es tatsächlich ein Riesengewinn für diese Seite, den Kommentarbereich zu schließen. Aber die Entscheidung darüber obliegt Herrn Schenker.

  26. „Die eigentliche Frage ist: Kann ein Häretiker Papst sein?“
    Falsch, die entscheidenden Fragen sind: Wer ist befugt, den Papst als Häretiker zu verurteilen, und wer ist befugt, das Nichtamtieren eines gewählten Papstes festzustellen?

    Daß weder Laien noch Priester noch einzelne Bischöfe dazu befugt sind, sollte doch selbstverständlich sein, alles andere ist grobe Mißachtung von Kirchenrecht und kirchlicher Hierarchie. Also: Wer?

  27. @ Seefeldt

    “ ‚Die eigentliche Frage ist: Kann ein Häretiker Papst sein?‘
    Falsch, die entscheidenden Fragen sind: Wer ist befugt, den Papst als Häretiker zu verurteilen, und wer ist befugt, das Nichtamtieren eines gewählten Papstes festzustellen?“

    Mit Ihren Fragen weichen Sie der von mir gestellten Grundfrage aus. Nichts weiter. Aber sei es drum, dann wende ich Ihre Fragen mal auf die Situation an:

    Nach Ihrer Aussage stellt sich die Frage, ob ein Häretiker Papst sein kann also nicht. Denn wer habe die Befugnis einer solchen Überprüfung. Nun, dann müssen Sie aber dem Herrn in Weiss zu Rom, egal ob er nun Papst ist oder nicht – allein der Fakt, dass er in Rom entsprechend residiert und regiert, hält ihn nach Ihrer Ansicht ja im Amt – auch gehorchen.
    Nun verteidigen Sie aber eine Bruderschaft, die von der Amtskirche nicht anerkannt, vom amtierenden Herrn in Weiss ganz offensichtlich nicht geliebt oder geachtet wird; die keinen kirchenrechtlichen Status besitzt und unerlaubt Sakramente spendet. Folge Ihres Denkens:

    Der Katholik ist nicht verpflichtet, dem Papst zu gehorchen.

    Ich sehe, sie sind ein wahres Kind der römisch-katholischen Kirche. Ironie aus.

  28. „… die entscheidenden Fragen sind: Wer ist befugt, den Papst als Häretiker zu verurteilen, und wer ist befugt, das Nichtamtieren eines gewählten Papstes festzustellen?“

    Papst Innozenz III. erklärte in seiner Predigt In Consecratione Pontificis: „Der Glaube ist mir so notwendig, daß ich, obgleich ich für andere Sünden nur Gott als Richter habe, wenn ich nur eine Sünde gegen den Glauben beginge, von der Kirche verurteilt werden könnte, gerichtet von den Menschen, und zuvor müßte ich mich schon in dem Augenblick als verurteilt betrachten, in dem ich in Häresie fiele“ (Migne, P.L.27, col.656-672). Derselbe Papst stellte fest: „Es wäre allzu unsinnig, daß ein Lästerer Christi Macht über Christen ausüben dürfte“ (4. Laterankonzil, c.69; Mansi 9,996).

    Zitate entnommen aus: http://www.einsicht-aktuell.de/index.php?svar=5&artikel_id=323

    Wobei noch einmal betont werden muss, dass man gerade an der häretischen Lehre, an den ungültigen Sakramentsformen, der falschen Liturgie und am schädlichen Kirchenrechtsbuch der V2-Gruppierung den zwingend logischen Schluss ziehen muss, dass es sich dabei nicht um die rechtmäßige Kirchenhierarchie handelt, da sie in all diesen Dingen unfehlbar ist. Pius XII. lehrt nämlich: „Ohne Fehl erstrahlt unsere verehrungswürdige Mutter in ihren Sakramenten, durch die sie ihre Kinder gebiert und nährt, im Glauben, den sie jederzeit unversehrt bewahrt, in ihren heiligen Gesetzen, durch die sie alle bindet“ (Enzyklika Mystici corporis, 29.6.1943). Und bereits Pius VI. verurteilte feierlich die Ansicht, „in diesen letzten Zeiten habe sich eine allgemeine Dunkelheit über die wichtigeren Wahrheiten verbreitet, die sich auf die Religion beziehen und die Grundlage der Glaubens- und Sittenlehre Jesu Christi sind, als häretisch“ (Apostolische Konstitution Auctorem fidei, 28.8.1794). Und schon das Konzil von Trient erklärte: „Wenn jemand sagt, die Zeremonien, Kleider und äußerlichen Zeichen, deren sich die Katholische Kirche in der Messfeier bedient, seien mehr Reizmittel zur Gottlosigkeit, als Dienstpflichten der Gottseligkeit, der sei im Banne“ (22. Sitzung Sacrosancta oecumenica, 17.9.1562).

  29. Pingback: DER KONSEQUENTE SEDISVAKANTISMUS und einige meines Erachtens hauptsächliche EINWÄNDE DAGEGEN | POSchenker

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